Ausgabe 
7.4.1972
Seite
1567
 
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Wenn der Frühling auf die Berge steigt, entfaltet las Werratal im ersten lichten Grün seiner Buchenwälder ianz besondere Reize. Spült dann hernach noch das verschlimmernde Meer der Kirschbaumblüte mit seinen Mellen bis an den Fuß des Ludwigsteins und bis an die länge des Hohen Meißner, ist es in Bad Sooden-Allen: lorf einfach schön. Ob man im Zug der großen Alpen- )stsee-Ferienroute auf der B 27 daherkommt oder der \nfahrt mit dem D-Zug auf der Strecke Hamburg-Göttin- |en-Bebra-München den Vorzug gibt, allemal führt der lieg zur Gesundung in Bad Sooden-Allendorf durch das omantische Söder Tor.

Das ausgesprochene Schonklima verdankt die gast­liche, auf beiden Ufern der Werra gelagerte Doppelstadt dem Schutzwall hoher Bergwälder. Malerische Winkel wie die "Weinreihe'' und dasehemalige Salzamt'' auf dieser inddie Ufergasse "Fischerstad" und der "Brunnen vor lern Tore" auf jener Seite entzücken das Auge eines je- len Besuchers. Hervorragende Beispiele hessischer Fach- verkarchitektur wie die "Apotheke Zum Hirschen" und ler"Löwe" von 1639 verleihen dem Stadtbild ein über- )us farbig-markantes Gepräge.

Urelement des Heilbades aber ist die seit Tacitus lekannte und seit 1881 für Heilzwecke genutzte 4 und 2prozentige radonhaltige Sole. In den letzten Jahren jroßzügig ausgebaut, auf ganzjährigen Kurbetrieb einge- tellt, besitzt Bad Sooden-Allendorf ein modern einge- ichtetes Kurmittelhaus, das für Erwachsene und Kinder ußer Solbädern und Inhalationen eine Fülle physika- isch-therapeutischer Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Jnd die gleiche heilkräftige Sole verwandelt die Parkan- ägen am Gradierwerk, in dessen Nähe das Sole-Hallen- ichwimmbad entsteht, in ein Freiluftinhalatorium.

^azu kommen zahlreiche Sportmöglichkeiten für den :>ast, der während seiner Kur die neuen Formen der Be­wegungstherapie nicht missen möchte.

Erfolgreich behandelt werden Katarrhe der At- ^ngsorgane, Asthma, rheumatische Erkrankungen der Muskeln und Gelenke und Kinderkrankheiten.

Blick vom Hegeberg auf Bad Sooden-AIlendorfAVerra In­mitten von Bergen und Wäldern gelegen.

Wir:*

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Reichhaltig ist das Veranstaltungsprogramm. Dank der im Bau begriffenen Konzert- und Veranstaltungshalle mit Wandelgang und Brunnentempel im Kurpark wird es sich künftig noch abwechslungsreicher gestalten las­sen. Von Bedeutung ist nicht zuletzt, daß sich die Zahl von bisher 2.700 Gästebetten jüngst um die Un­terkünfte in den eingemeindeten Meißnerdörfern Du­denrode, Hilgershausen, Oberrieden, Orferode und Kleinvach noch vergrößert hat. Diese neuen Stadttei­le bieten zu jeder Jahreszeit schöne Wander- und Aus­flugsziele.

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Bild unten links:

Das Gradierwerk, im Jahre 1638 zur Salzgewinnung errichtet, beherrscht das Bild des Bades. Die gewaltigen Dornenwände spenden an warmen Tagen kühlenden Schatten und man at­met mit Behagen die von zerstäubter Sole gesättigte, kräftig­gesunde Luft ein. 18 bis 20 cbm Sole werden pro Stunde be­nötigt, um das Gradierwerk zu berieseln. Gepflegte Tennis­plätze für die Anhänger des weißen Sports liegen in unmittel­barer Nähe.

Bild unten rechts: Motiv am Schwanenteich, inmitten der Ten­nisplätze und des Gradierwerks.