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RUND UM MONTABAUR erscheint freitags jeder Woche. Herausgeber: DRUCK UND VERLAG: Linus Wittich.
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Gerhard Wolf, 5411 Alsbach, Hauptstraße 38. Redaktionsschluß: dienstags 17.oo Uhr. Anzeigen-An- nahmeschluß: dienstags 8.oo Uhr beim Verlag.
AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Standesamt Montabaur
PERSONENSTANDSFÄLLE IM MONAT MÄRZ 1972 a) GEBURTEN:
Andreas Volker, Rosenthal, Ebernhahn, Kirchstr. 18 Bettina Neiß, Girod, Ortsteil Kleinholbach, Mittelstr.41 Andreas Kurth, Heiligenroth, Schulstr. 16 Peter Busch, Helferskirchen, Kirchweg 7 Sieglinde Gertrud Wirth, Ruppach-Goldhausen, Hauptstr. 29 Stefanie Ehl, Heiligenroth, Rheinstr. 21 Kai Uwe Steinebach, Horressen, Mittelstr. 2 Petra Breithecker, Oberweyer, Kreis Limburg, St.Josefshof Stefan Palm, Heilberscheid, Am Gäßchen Stefan Jung-Diefenbach, Limburg, Stadtteil Lindenholzhausen
Petra Waltraud'Isbert, Oberelbert, Hauptstr. 3 Cerstin Pfeil, Siershahn, Burggrafstr. 1 Michael Pollmann, Montabaur, Burgstr. 1 Melanie Metzger, Pottum, Schillerstr. 13 Mario Rasbach, Wirzenborn, Hauptstr.
Stephani Maria Weimer, Weroth, Schulstr. 15
b) EHESCHLIESSUNGEN:
Ludwig Schwaderlapp, Montabaur und Maria Magdalena Therese Schäfer, Moschheim
Klaus-Peter Meuer, Freilingen und Beate Margarete Maria Wolf, Heiligenroth
Karl Heinz Kespe, Montabaur und Maria Luise Rieder, Helferskirchen
Jürgen Hirschhäuser und Elisabeth Mann, beide wohnhaft in Montabaur
Karlheinz Breitzke, Montabaur und Dorothea Hübinger, Eigendorf
Helmut Gerhard Winkler, Essen und Christel Ingeborg Kalusa, Eschelbach
Hans Joachim Bartholomä, Essen und Fresdevinda Griselda Celsa Kamann, Marburg.
Herbert Paul Kromik, Montabaur und Maria Katharina Quirmbach, Heiligenroth
Richard Karl Paulus, Eigendorf und Beate Waltmdis, Klockner, Horressen
Rolf Willi Greinert, Wirges und Christel Katharina Decker, Montabaur
Josef Franz Lorenz, Wirges und Stefani lehn, Eschelbach Franz Josef Löhr, Daubach und Maria Hedwig Schughart, Heiligenroth
Herbert Gierth und Waltraud Riegel geb. Hering, beide wohnhaft in Montabaur.
Wilhelm Heinrich Schröder und Helga Agnes Labonte, beide wohnhaft in Oberelbert
Wilhelm Erwin Schröder, Neuwied 22 und Angelika Eleonore Schneider, Montabaur
Volker Brühl, Montabaur und Maria Normann, Runkel, Joachim Eugen Hermann Seyffert und Ulrike Gretel Diehl, beide wohnhaft in Montabaur,
Gerhard Alfons Stahlhofen, Oberelbert und Gertrud Elfriede Labonte, Niederelbert.
STERBEFÄLLE:
Josef Friedrich, Bannberscheid, Jahnstr. 3 68 J.
Michael Peter Offheim, Montabaur, Fürstenweg 15, 23 J. Paul Leber, Montabaur, Kirchstr. 32 74 J.
August Vogel, Höhr-Grenzhausen, Färberbach 6,76 J.
Maria Görg geb. Kuhn, Ewighaüsen, Oberstr. 35, 72 J. Johann Müller, Rothenbach, Kreis Oberwesterwald, 68 J. Gertrud Görg geb. Schmidt, Arnshöfen, Nr. 12 5oJ.
Kaspar Karl Köllig, Meudt, Bahnhofstr. 72 J.
Josef Hermann Weimer, Montabaur, Kirchstr. 38, 89 J. Anna Schwamborn, Montabaur, Dillstr. Altenheim, 8o J.
Franz Josef Koch, Montabaur, Humbachstr. 6, 89 J.
Hugo Müller, Halbs, Nr. 21, 64 J.
Johann Aloys Wirth, Montabaur, W5lfchesbitzstr.il, 76 J. Alexa Hannelore Müller, Niedererbach, Waldstr., 2o J. Maria Meurer geb. Kaiser, Girod, Ortsteil Kleinholbach, 75 J.
Anna Maria Klein geb. Schäfer, Eigendorf, Bornwiese,
92 J.
Jörg Schuster, Höchstenbach, Koblenzer Str. Io, 1 J. Peter Bernhard Korzilius, Ransbach-Baumbach, Bahnhofstr. 11, 85 J.
Leo Hanfland, Heiligenroth, Weserstr. 1, 69 J.
Johannes Marahrens, Horbach, Altenheim, 8o J.
Katharina Josef ine Roth geb. Noll, Nomborn, Schulstr. 81, 72 J.
Auguste Knaup geb. Gröteke, Westerburg, Langenhahner Str. 24, 75 J.
Klara Lenchen Ruscher geb. Aritelmann, Oberelbert, Waldstr. 16, 7o J.
Jakob Wieser, Obererbach, MiLteldorfstr. 11, 75 J.
Maria Anna Wiwjorra geb, Becher, Montabaur, Elisabethenstr. 3, 74 J.
Anna Neuroth geb. Will, Heiligenroth, Bergstr. 25,
78 J.
Joseph Johann Arenz, Horbach, Im Wiesengrund 1, 71 J. Elisabetha Mohr geb. Krämer, Westerburg, Adolfstr.47,
83 Jahre,
Albert Kabuth, Rothenbach, Ortsteil Obersayn, 74 J.
Denkt man
in Montabaur altmodisch ?
Nur, wenn die Gerüchte stimmen! Böse Zungen geben keine Ruhe. Sie unterstellen der Stadtverwaltung, daß sie statt Altstadtsanierung Amputation betreibe. Demnächst, so will man wissen, soll wieder mal nicht saniert, sondern mit dem Glüheisen gebrannt werden.
Doch, wer will denn da wieder Übles? So rückständig ist unsere Verwaltung, so altmodisch sind die politischen Parteien nicht!
Nein! Wie die Ärzte heute nicht mehr Glüheisen, Schröpfkopf oder Blutegel anwenden, ebensowenig arbeiten unsere Verwaltungsbeamten und Politiker mit den Methoden vergangener Zeiten. Auch im Westerwald nicht!
Man sagt, es sei beschlossene Sache, das "alte Amtsgericht" abzureißen und an seine Stelle eine jener architektonischen Fehlleistungen zu stellen, an denen die Kreisstadt nicht gerade arm ist.
"Altes Amtsgericht", jenes Gebäude also, das Sie auf der Bildseite abgebildet sehen und das ursprünglich ein Franziskanerkloster war. 3o4 Jahre steht es nun an dem zum vornehmen "Konrad-Adenauer-Platz" avancierten einstigen Juxplatz, der ehemals Klostergarten gewesen ist. Die alte Klosterkirche hatten übereifrige Montabaurer schon 1824 abgerissen.
Aber, wie gesagt, diese finsteren Zeiten sind längst vorbei! Nur böswillige Menschen wollen der modernen Stadt Verwaltung und (je nach politischem Standort) der jeweils anderen Partei so altmodisch barbarische Sitten unterstellen. Dabei wissen die Stadtväter und -räte längst, daß diese Kulturbarbarei vorbei ist.
Längst schämen sie sich der Spuren früher begangener Sünden gegen das Stadtbild. Schon lange haben sie ihren ländlichen Minderwertigkeitskomplex überwunden. Sie füh len mit der Jugend, die sich gegen eine langweilige, einseitig verwaltete Welt auflehnt. Sie planen nicht für ein paar Pfennige Augenblicksgewinn, sie blicken weit in die Zukunft. Sie zerstören nicht, sondern wissen, was Strukturänderung bedeutet. Sie schenken nachfolgenden Generationen Modelle, wie bleibende Schätze der Vergangenheit der jeweiligen Gegenwart Freude und Nutzen spenden. Sie lernen von den Großstädten, die ihre Vergangenheit pflegen und hegen und über gewisse Kleinstädte und Dörfer mitleidig lächeln, die sich in alberner Modernitätsakrobatik die Füßchen verstauchen. Sie studieren die Ergebnisse moderner Sozial- und Jugendpsychologie, nach denen die Kälte heutiger Wohn- und

