Ausgabe 
7.4.1972
Seite
1560
 
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RUND UM MONTABAUR erscheint freitags jeder Woche. Herausgeber: DRUCK UND VERLAG: Linus Wittich.

5411 Weitersburg, Hauptstr. 9, Tel. o2622-4o55/56. Postanschrift: 5413 Bendorf, Postfach 15o. Verantwort­lich für den Inhalt:

Gerhard Wolf, 5411 Alsbach, Hauptstraße 38. Redaktionsschluß: dienstags 17.oo Uhr. Anzeigen-An- nahmeschluß: dienstags 8.oo Uhr beim Verlag.

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

Standesamt Montabaur

PERSONENSTANDSFÄLLE IM MONAT MÄRZ 1972 a) GEBURTEN:

Andreas Volker, Rosenthal, Ebernhahn, Kirchstr. 18 Bettina Neiß, Girod, Ortsteil Kleinholbach, Mittelstr.41 Andreas Kurth, Heiligenroth, Schulstr. 16 Peter Busch, Helferskirchen, Kirchweg 7 Sieglinde Gertrud Wirth, Ruppach-Goldhausen, Hauptstr. 29 Stefanie Ehl, Heiligenroth, Rheinstr. 21 Kai Uwe Steinebach, Horressen, Mittelstr. 2 Petra Breithecker, Oberweyer, Kreis Limburg, St.Josefshof Stefan Palm, Heilberscheid, Am Gäßchen Stefan Jung-Diefenbach, Limburg, Stadtteil Lindenholz­hausen

Petra Waltraud'Isbert, Oberelbert, Hauptstr. 3 Cerstin Pfeil, Siershahn, Burggrafstr. 1 Michael Pollmann, Montabaur, Burgstr. 1 Melanie Metzger, Pottum, Schillerstr. 13 Mario Rasbach, Wirzenborn, Hauptstr.

Stephani Maria Weimer, Weroth, Schulstr. 15

b) EHESCHLIESSUNGEN:

Ludwig Schwaderlapp, Montabaur und Maria Magdalena Therese Schäfer, Moschheim

Klaus-Peter Meuer, Freilingen und Beate Margarete Maria Wolf, Heiligenroth

Karl Heinz Kespe, Montabaur und Maria Luise Rieder, Helferskirchen

Jürgen Hirschhäuser und Elisabeth Mann, beide wohnhaft in Montabaur

Karlheinz Breitzke, Montabaur und Dorothea Hübinger, Eigendorf

Helmut Gerhard Winkler, Essen und Christel Ingeborg Kalusa, Eschelbach

Hans Joachim Bartholomä, Essen und Fresdevinda Griselda Celsa Kamann, Marburg.

Herbert Paul Kromik, Montabaur und Maria Katharina Quirmbach, Heiligenroth

Richard Karl Paulus, Eigendorf und Beate Waltmdis, Klockner, Horressen

Rolf Willi Greinert, Wirges und Christel Katharina Decker, Montabaur

Josef Franz Lorenz, Wirges und Stefani lehn, Eschelbach Franz Josef Löhr, Daubach und Maria Hedwig Schughart, Heiligenroth

Herbert Gierth und Waltraud Riegel geb. Hering, beide wohnhaft in Montabaur.

Wilhelm Heinrich Schröder und Helga Agnes Labonte, beide wohnhaft in Oberelbert

Wilhelm Erwin Schröder, Neuwied 22 und Angelika Eleono­re Schneider, Montabaur

Volker Brühl, Montabaur und Maria Normann, Runkel, Joachim Eugen Hermann Seyffert und Ulrike Gretel Diehl, beide wohnhaft in Montabaur,

Gerhard Alfons Stahlhofen, Oberelbert und Gertrud Elfrie­de Labonte, Niederelbert.

STERBEFÄLLE:

Josef Friedrich, Bannberscheid, Jahnstr. 3 68 J.

Michael Peter Offheim, Montabaur, Fürstenweg 15, 23 J. Paul Leber, Montabaur, Kirchstr. 32 74 J.

August Vogel, Höhr-Grenzhausen, Färberbach 6,76 J.

Maria Görg geb. Kuhn, Ewighaüsen, Oberstr. 35, 72 J. Johann Müller, Rothenbach, Kreis Oberwesterwald, 68 J. Gertrud Görg geb. Schmidt, Arnshöfen, Nr. 12 5oJ.

Kaspar Karl Köllig, Meudt, Bahnhofstr. 72 J.

Josef Hermann Weimer, Montabaur, Kirchstr. 38, 89 J. Anna Schwamborn, Montabaur, Dillstr. Alten­heim, 8o J.

Franz Josef Koch, Montabaur, Humbachstr. 6, 89 J.

Hugo Müller, Halbs, Nr. 21, 64 J.

Johann Aloys Wirth, Montabaur, W5lfchesbitzstr.il, 76 J. Alexa Hannelore Müller, Niedererbach, Waldstr., 2o J. Maria Meurer geb. Kaiser, Girod, Ortsteil Kleinholbach, 75 J.

Anna Maria Klein geb. Schäfer, Eigendorf, Bornwiese,

92 J.

Jörg Schuster, Höchstenbach, Koblenzer Str. Io, 1 J. Peter Bernhard Korzilius, Ransbach-Baumbach, Bahn­hofstr. 11, 85 J.

Leo Hanfland, Heiligenroth, Weserstr. 1, 69 J.

Johannes Marahrens, Horbach, Altenheim, 8o J.

Katharina Josef ine Roth geb. Noll, Nomborn, Schulstr. 81, 72 J.

Auguste Knaup geb. Gröteke, Westerburg, Langenhahner Str. 24, 75 J.

Klara Lenchen Ruscher geb. Aritelmann, Oberelbert, Waldstr. 16, 7o J.

Jakob Wieser, Obererbach, MiLteldorfstr. 11, 75 J.

Maria Anna Wiwjorra geb, Becher, Montabaur, Elisabethenstr. 3, 74 J.

Anna Neuroth geb. Will, Heiligenroth, Bergstr. 25,

78 J.

Joseph Johann Arenz, Horbach, Im Wiesengrund 1, 71 J. Elisabetha Mohr geb. Krämer, Westerburg, Adolfstr.47,

83 Jahre,

Albert Kabuth, Rothenbach, Ortsteil Obersayn, 74 J.

Denkt man

in Montabaur altmodisch ?

Nur, wenn die Gerüchte stimmen! Böse Zungen geben keine Ruhe. Sie unterstellen der Stadtverwaltung, daß sie statt Altstadtsanierung Amputation betreibe. Dem­nächst, so will man wissen, soll wieder mal nicht sa­niert, sondern mit dem Glüheisen gebrannt werden.

Doch, wer will denn da wieder Übles? So rückständig ist unsere Verwaltung, so altmodisch sind die politi­schen Parteien nicht!

Nein! Wie die Ärzte heute nicht mehr Glüheisen, Schröpfkopf oder Blutegel anwenden, ebensowenig arbeiten unsere Verwaltungsbeamten und Politiker mit den Methoden vergangener Zeiten. Auch im Wester­wald nicht!

Man sagt, es sei beschlossene Sache, das "alte Amtsge­richt" abzureißen und an seine Stelle eine jener archi­tektonischen Fehlleistungen zu stellen, an denen die Kreisstadt nicht gerade arm ist.

"Altes Amtsgericht", jenes Gebäude also, das Sie auf der Bildseite abgebildet sehen und das ursprünglich ein Franziskanerkloster war. 3o4 Jahre steht es nun an dem zum vornehmen "Konrad-Adenauer-Platz" avancierten einstigen Juxplatz, der ehemals Klostergarten gewesen ist. Die alte Klosterkirche hatten übereifrige Montabaurer schon 1824 abgerissen.

Aber, wie gesagt, diese finsteren Zeiten sind längst vor­bei! Nur böswillige Menschen wollen der modernen Stadt Verwaltung und (je nach politischem Standort) der jeweils anderen Partei so altmodisch barbarische Sitten unterstel­len. Dabei wissen die Stadtväter und -räte längst, daß diese Kulturbarbarei vorbei ist.

Längst schämen sie sich der Spuren früher begangener Sünden gegen das Stadtbild. Schon lange haben sie ihren ländlichen Minderwertigkeitskomplex überwunden. Sie füh len mit der Jugend, die sich gegen eine langweilige, einseitig verwaltete Welt auflehnt. Sie planen nicht für ein paar Pfennige Augenblicksgewinn, sie blicken weit in die Zukunft. Sie zerstören nicht, sondern wissen, was Strukturänderung bedeutet. Sie schenken nachfolgen­den Generationen Modelle, wie bleibende Schätze der Vergangenheit der jeweiligen Gegenwart Freude und Nut­zen spenden. Sie lernen von den Großstädten, die ihre Vergangenheit pflegen und hegen und über gewisse Klein­städte und Dörfer mitleidig lächeln, die sich in alber­ner Modernitätsakrobatik die Füßchen verstauchen. Sie studieren die Ergebnisse moderner Sozial- und Jugend­psychologie, nach denen die Kälte heutiger Wohn- und