Ausgabe 
28.1.1972
Seite
1456
 
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Io. 3o Uhr

Gottesdienst Pauluskirche (Koblenzerstr.) gleichzeitig Kindergottesdienst.

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. die Heiterkeit tritt an" !

Zweite hervorragende K a pp en si t z u ng

DIENSTAG, 1.2.

16. 3o - I 8.00 Uhr ßücherausleihe MITTWOCH, 2.2.

2o. oo Uhr Eltemkreis. ßorck, Pfr.

EDV - Kursus bei der VHS Montabaur

Der angekündigte Kursus "Elektronische Datenverarbeitung mit praktischen Übungen" beginnt am Mittwoch, dem 2. Februar um 2o. oo Uhr in der Joseph-Kehrein-Schule, Gelbachstraße.

Es können sich noch Interessenten melden bei der Ge­schäftsstelle der VHS im Rathaus, Zimmer 7.

Studienfahrt

nach Frankreich Ostern 1972

In Zusammenarbeit mit der VHS Montabaur wird in der Zeit vom 29.3. - 7.4. 1972 eine zehntägige Studienfahrt nach Frankreich durchgeführt. Die Fahrt führt von Monta­baur über Lausanne und Genf nach Grenoble, Orange, Avignon. Von dort am Mittelmeer vorbei über Narbonne nach Carcassonne und Lourdes. Für Lourdes ist u.a. der Ostersonntag vorgesehen.

Weiterfahrt Uber Biarritz am Atlantik vorbei nach Tours und zu den Loireschlössern, Chartres und Paris.

In Paris wird eine Stadtrundfahrt mit Führung geboten.

Die Rückreise erfolgt durch-das Marnetal über Reims und Luxemburg.

GESAMTPREIS:

DM 598,--: dafür wird geboten: Vollpension mit Über­nachtung vom Abend des 1. Tages bis zum Mittagessen des 8 . Tages. In Paris zwei Übernachtungen mit Früh­stück; ferner die Stadtrundfahrt mit Führung. Außerdem ist im Gesamtpreis eine Ausfa likoste nversicnerung und eine Reisegepäckversicherung enthalten.

Evtl. Einzelzimmer mit Zuschlag.

Nähere Einzelheiten auf dem Büro der VHS Montabaur (Zimmer 7) oder beim Leiter der Studienfahrt, O. St.

Rat Dr. Wenzel)

Verbindliche Anmeldungen bis spätestens 15.2. werden nach Maßgabe der freien Plätze im Büro der VHS ange­nommen. Mit der Anmeldung muß eine Anzahlung gelei­stet werden.

Vorbesprechung bereits am Dienstag, dem 1. Febr.1972, 2o. oo Uhr im Gasthaus "Stadt Montabaur" (Kreidel) Alleestraße .

Kneipp-Verein Montabaur

Konzentration und schöpferisches Denken

Am 13. Januar sprach in einem Vortrag des Kneipp- Vereins Montabaur Herr Dr. phiLO. A. Isbert über das Thema Konzentration und schöpferisches Denken. Er führte aus, wie der Mensch von heute, der von vielen Reizen dauernd überflutet würde, zur Konzentration nicht mehr fähig sei und daher auch sein schöpferisches Denken nur mangelhaft und unvollkommen sei. Dieser Zustand trete schon bei der Jugend ein.

Durch diese dauernde Aufpeitscnung suche dann ein Teil der Menschheit Zuflucht im Rauschgift. Der Redner führte dann aus, wie wir es auf Grund der Erkenntnisse der in­dischen Yokis in einfacher Art und Weise wieder zur Konzentration und aus dieser heraus zum schöpferischen Denken bringen können. Er führte dann mit seinen Zu­hörern gleich praktische Übungen durch und gab ihnen so die Überzeugung, daß sie selbst in der Lage seien, sich zu helfen.

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DIE BRÜCKE ZUM ERFOLG !!!

MONTABAUR. Was der Elferrat "Heiterkeit in seiner zweiten Sitzung am vergangenen Samstagabend bot, ist großartig zu nennen. Gut vorbereitete bis ins Detail ausgefeilte Vorträge und exakte tänzerische Darbietungen ließen ein begeistert mitgehendes Publikum aus den Fu-

f en geraten. Was einmalig war: noch lange nach dem usmarsch der Aktiven wurde in der Narrhalla der Schla­ger der Session gesungen, der das Schlußbild untermalt hatte: "Hoppe, hoppe, hoppe...".

Das Fünf-Stunden-Programm spielte sich vor einer mär­chenhaften Bühne ab, ganz der närrischen Tollität zur Ehre gereichend, die sich mit dieser Kreation selbst das schönste Geschenk gemacht hat: Wilfried I, Prinz der Schönen Künste, weiß, was dem Auge gefällt. Und seine Mitstreiter, allen voran Präsident Gerd Roßbach, wissen, wasins Ohr" geht. So mußte dieser Kappen - abend zu einem herrlichen karnevalistischen Erlebnis werden.

Minister Jos. O. Schneider begann mit seinem in ge­schliffene Worte gesetzten Prolog, in den närrisch-philo­sophische Gedanken "verpackt" sind. Die Kinder-Ama­zonen zeigten ihren, von Marga Wiegand exakt einstu­dierten Tanz" ihr wurde dafür vom Präsidenten besonderer Dank ausgesprochen. Als "Olympionike" die olympische Fackel über seinem Haupt scnwingend, lief F. J. Löwenguth in den Saal ein. "Es lebe hoch das freie Wort!" dozierte der Redner ironisch und wies treffend auf all die The­men hin, die anzufassen ihm der Präsident untersagt hatte.

Wie es vor einer Kappensitzung hinter den Bühnenkulissen zugeht, hatte mit Argusaugen Josef Bahl beobachtet: die Narren nahmen sich durch ihn selbst auf die "Schippe". Enttäuscht von seinem Leben als Rentner zeigte sich Jo­sef Germann in seiner Rede. Der Montabaurer Altkarne­valist hatte ganz nebenbei seit November auch noch als Ballettmeister der Pagenmädchen gewirkt und den jungen Damen (Christa Theis, Rita Manns, Rita Hoffmann,

Ursula Kespe und Marlis Keil) einen Tanz einstudiert, der genau und scheinbar federleicht dargeboten, die Narr­halla zu tosendem Beifall herausforderte und stürmisch eine Zugabe erwirkte.

Seine Jungfernrede hielt Bernd Homann, hoffnungsvoller Büttensproß seines Vaters Siegfried Homann. Der Neuling kam als "Modeberater" und da er offensichtlich ein Ta­lent für guten Vortrag hat, war ihm der Erfolg sicher.

Von ihm wird man noch hören...

Das "Heiterkeitstrio" mit Hermann Altenhofen, Ferdi Roos und Horst Sanner darf in einer Kappensitzung nicht feh­len. Ihre Lieder waren gut einstudiert und gesanglich dar-

g eboten. "Der Rosenkavalier" Siegfried Homann's !

a ist der Hauch der galanten Zeit in jeder seiner Bewe­gungen, in jeder Zeile seines Vortrags zu spüren. Voll Witz sind die einzelnen Passagen, verblüffend oft ihre Wendungen.

Karneval in Reinkultur - Gisela Altenhofen, seit mehreren Jahren "Chansonette" in heiterkeitlichen Diensten, drückte in ihrem Liede aus, was alle Anwesenden fühlten: "Schön ist es auf der Welt zu sein!" War es verwunderlich, daß dieses Lied begeistert mitgesungen wurde ? - F. J. Löwenguth's "Soldat" ist eine Delikatesse närrischer Blöde­lei. Aber so ist es dann: der trockene, doofe Humor, der aus seinem Munde kommt, ist umwerfend, Bauch, Zwerch-, Rippen- und sonstige Felle, die erst am nächsten Tage mit Muskelkater aufwarten, beweisen es...

Hermann Altenhofen, langjähriger Aktiver, erzählte dem staunenden Saal eine haarsträubende Geschichte über einen Familieneinkauf im Supermarkt: natürlich hatte er Konsu­mentenpech und die Lacher auf seiner Seite.

Als Reisebegleiterin kreuzte eine "Stewardess der Wester­wald-Touristik Becker & Co" auf: es war Funkenmariechen Christa Theis in einer schmucken Uniform, die es von Be­rufswegen faustdick hinter den Ohren hatte; und so war denn auch ihr pointenreicher Vortrag.

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