Ausgabe 
19.11.1971
Seite
1337
 
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Die Siegel und Wappen der Stadt Montabaur

(entnommen den Nass. Annalen 1952 "Die Siegel und Wappen der kurtrierischen Orte in Nassau.

Siegel der Schmiede-,

Schlosser- und Nagel- schmiedezunft des 17./

18.Jh. Dm 24 mm.

In geviertem Schild in Feld 1 zwei gekreuzte Schlüs­sel.

Montabaur ist der älteste trierische Stützpunkt unseres

Bezirks. Die sich zu Füßen des Burgbergs entwickelnde Stadt erhält am 29. Mai 1291 Stadtrechte, und bald da­rauf taucht das Stadtsiegel auf, belegt seit 13oo (I):

Mit dem Architekturbild und dem Patron der Stadtkirche ist das Wappen des Landesherrn vereinigt (Tf. II 1). Dieses prunkvolle Bild wird in den Stadtsiegeln bis zum Ende des Kurstaats beibehalten (II-IV) - nur daß im Sekret (II) die architektonische Umrahmung als Thronsessel gestaltet ist (Tf. II 2). Die Gerichtssiegel (V-VII), belegt seit 1364, füllen dagegen, auf das "Porträt" der Stadt völlig verzichtend, das Siegelfeld mit dem landesherrlichen Wappenzeichen und belegen dieses mit dem Kirchenpatron in voller Figur (Tf. II 4).

Neben dem großen Stadtsiegel geht das kleine, das städti­sche Sekret, (II) als sigillum aa causas einher. Das Signet (III) läßt der Stadtschreiber 1694 anfertigen, umb die missivschreiben damit zu verpettschieren, welche vonwegen der statt werden geschrieben werden 4). Anfangs waren Schultheiß und Schöffen auch im Besitz der städtischen Verwaltung. 1364 taucht neben ihnen der Bürgermeister auf. Mit der Entstehung des Rats nach Beginn des ^.Jahr­hunderts trennen sich Gericht und Verwaltung 5). Die beiden älteren Stadtsiegel, von nun an Ratssiegel genannt, werden nach der Mitte des 18. Jahrhunderts durch das Sigillum senatus (IV) allmählich verdrängt. - Die gericht­lichen Ausfertigungen wurden bis zur Mitte des 14.Jahrhun­derts meist durch Schultheiß oder Schöffen oder beide zu­gleich, selten durch den Pfarrer, mit ihren Personalsiegeln beglaubigt - bis das Gerichtssiegel geschaffen ist. Das äl­tere Gerichtssiegel (V) wird 1771 durch ein neues (VII) er­setzt. Beiden steht seit dem 18. Jahrhundert ein entspre­chendes sigillum ad causas (VI) zur Seite. Abdrücke der Siegel I, II, V - VII sind dem Kommissionsprotokoll von 1778 (s.S.282 u. 3o2 ff.) als Beweisstücke beigegeben; die entsprechenden Stempel waren damals also noch verfügbar.

Nach der Auflösung des Kurstaats bringen die Stadtsiegel (X - XII) innerhalb einer dürftigen Architektur den Kirchen­patron stehend, das Ganze - nach damaliger Vorschrift - in einem Schild, 1895 wird in historisierender Weise das Bild des alten großen Ratssiegels, auch mit dem kurtrieri­schen Wappenschild, wiederaufgenommen (XIII ).

Und als die Ausschmückung des Wiesbadener Landeshauses mit den Stadtwappen des Regierungsbezirks vorbereitet wur­de, da hat man 19o8 dieses Siegelbild, in einen Schild gesetzt und mit Farben 6) versehen, zum Wappen er­klärt und als das Stadtwappen festgelegt: in blauem Schild die Architektur Silber mit roten Dächern, Petrus in rotem Gewand und goldenem Untergewand, Schlüssel, Kreuzstab und Heiligenschein gold, die trierischen Schild rot in Sil­ber (Text-Abb. 1). Mit etwas einfacherer Tingierung bringt dieses "Wappen" auch Hupp 7), während Siebmacher 8) das Bild des Stadtsiegels von 1816 als Wappen ausgibt.

Ze iche ne rkl ärung:

4) Stadtarch.Montabaur, Ratsprotokoll S.367; frdl.Mitt.v.

Lehrer H. Fries, Montabaur,

5) vgl. auch H.Fries, Montab. in kurtrier. Zeit, inrWester- wälder Zeitung 1951 Nr. 8o, 84,91, 95.

6) Auf einem Gipsabguß im Stadtarch.Montabaur ist bereits um oder vor Mitte d. 19 Jh. das Siegelbild (!) koloriert: auf blauer Pappe die Türme grau, Maueröffnungen schwarz, rotes Ober-, braunes Untergewand, Schlüssel, Kreuz u. Turmspitze gold, Schilde Silber mit rotem Kreuz (frdl. Mitteilung v.Dr.H.Gensicke).

7) O.Hupp,Deutsche Ortswappen (hrsg.v.d.Kaffee-Handels- Aktie ngeselisch. Bremen) Prov. Hess. Nass.Reg. Bez. Wiesb. 193o

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