Ausgabe 
22.10.1971
Seite
1275
 
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RUND UM MONTABAUR erscheint freitags jeder Woche. Herausgeber: DRUCK UND VERLAG, Linus Wittich,

5411 Weitersburg, Hauptstr. 9, Tel. o2622-4o55/56. Postanschrift: 5413 Bendorf, Postfach 15o. Verantwort­lich für den Inhalt: Gerhard WOLF, 5411 Alsbach, Hauptstraße 38.

REDAKTIONSSCHLUSS: dienstags 17.oo Uhr. Anzeigen- Annahmeschluß: dienstags 8.oo Uhr beim Verlag.

ALLGEMEINE NACHRICHTEN

Sprechtag

des Überwachungsbeamten der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Berlin.

Der nächste Sprechtag des Überwachungsbeamten der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte findet am DONNFRSTAG, dem 28. Oktober 1971, in der Zeit von 8.oo - 12.oo Uhr, im Landratsamt, Erdgeschoß, statt.

Die Auskunftsuchenden werden gebeten, ihre Versiche­rungsunterlagen vollständig mitzubringen.

Im Aufträge: gez. Klersy

Rentenzahltage

Beim Postamt Montabaur werden die Versorgungs- und Versicherungsrenten für den Monat November 1971 am 28. Oktober 1971 ausgezahlt:

Zahlzeit: von 8.3o - 12.oo Uhr.

In dem gut besuchten Vortragsabend des Kneipp-Vereins am 14. Okt. beleuchtete P. Hermann Josef Roth die Naturheilverfahren und was unter diesem Namen miß­bräuchlich geführt wird, aus der kritischen Sicht des Naturwissenschaftlers, P. Roth, der wissenschaftl. Mit­arbeiter am zoolog. Institut der Universität Köln ist, stellte, nach einer grundlegenden Klärung des Begriffes "Natur", die einzelnen Methoden vor. Überzeugend wurden die okkulten Praktiken aller Art von der Astrologie über den Mesmerismus bis zum unzulässigen Gebrauch der Wünschelrute entlarvt. Das Unvermögen der Indologie und Chirologie vor wesentlichen diagno­stischen Aufgaben kam zur Sprache. Abzugrenzen sind von all dem die Außenseitermethoden d£r Medizin (Akupunktur, Chiropraktik und Zelltherapie), die inner­halb gegebener Grenzen wissenschaftlich vertretbar und erfolgreich sind. Die Naturheilverfahren im engeren Sinne beruhen teils vorwiegend auf physikalischer (Felke, Kneipp) teils auf chemische Basis (Biochemie, Homöopathie). Sie bereichern wesentlich die Heilkunde wie auch die diätischen Verfahren (Birscher-Benner- Kollath etc.) wenn ihre Grenzen nicht überschritten werden. Mit Ausblicken auf künftige Aufgaben der ernsthaften Naturheilkunde angesichts der wachsenden Zivilisationsschäden schloß der Referent.

Montabaur. Die Mitglieder des Elternbeirates der Staat­lichen Realschule wählten für die kommenden beiden Schuljahre in einer konstituierenden Sitzung Konrad Roth, Montabaur wieder zum Vorsitzenden. Stellver­treter wurde Theo Schupp aus Staudt.

Der Einladung zu den Klassenelternversammlungen, in denen die Klassenelternbeiräte gewählt wurden, waren 39 °Jo der wahlberechtigten Eltern gefolgt. Nach den Wahlen besprachen die Eltern mit den Klassenleitern Fragen der Eingangsstufe und der neuen Stundentafel für die Sekundarstufe I. Diese Stundentafel ist mit Be­ginn des Schuljahres 1971/72 von der Realschule ver­suchsweise eingeführt worden. Sie sieht vor allem bei den Pflichtfächern eine Kürzung der Wochenstunden und im Wahlpflichtbereich ein differenziertes Angebot von Kursen vor und bringt eine weitgehende Koordinie­rung zwischen Haupt-, Realschule und Gymnasium in dem Fächerkanon. Die Eltern diskutierten ebenfalls die ministeriellen Vorschläge über das Abitur I.

Der Schulelternbeirat befaßte sich in seiner 1. Sitzung

mit Fragen der Verkehrssicherheit auf dem Schulweg.

Dabei wurde mit Vorrang der Weg vom Bahnhof zum Schulzentrum "In der Bächel" besprochen. Der Elternbei­rat der Realschule will in Zusammenarbeit mit den Fltern- beiräten des Gymnasiums, der Aufbauschule und der Han­delsschule die Dringlichkeit des Ausbaues der Unterfüh­rung an der Kreuzung der L 313 mit dem Fürstenweg so­wie der Werkstraße beraten; denn mit der Inbetriebnahme des 1. Bauteils des Realschulneubaues nach den Herbstferien werden die Fahrschüler der Realschule in verstärktem Maße den Weg vom Bahnhof zum Schulzentrum belasten.

Ebenfalls befaßte sich der Schulelternbeirat mit der Ein­richtung der "Gemeinsamen Eingangsstufe" zwischen dem Gymnasium und der Realschule, die nach einstimmigen Vorstellungen des Elternbeirates mit Beginn des Schuljah­res 1972/73 errichtet werden sollte. Der Leiter der Schule, Realschuldirektor Gerharz, wurde beauftragt, dafür Sorge zu tragen, daß der Organisationserlaß für die Bildung der "Gemeinsamen Eingangsstufe" durch den Schulträger rechtzeitig beantragt wird. Der Schulelternbeirat besprach gleichzeitig auch die neue "Schulordnung für die Real­schulen in Rheinland-Pfalz" sowie die schulinterne Haus­ordnung.

Zwillingsforschung

Durch das Psychologische Institut der Johannes Gutenberg Universität in Mainz wird ein Forschungsprojekt im Rah­men der Zwillingsforschung durchgeführt. Hierzu ist es erforderlich, daß sich eine ausreichende Anzahl von Zwil­lingen aus allen Teilen des Landes für diese Untersuchung zur Verfügung gestellt. Die Untersuchungen bestehen in einfachen Wahrnehmungstesten, die das Aufmerksamkeits­verhalten feststellen sollen.

Benötigt werden eineiige und zweieiige Zwillinge männ­lichen und weiblichen Geschlechts im Alter von 18 bis 3o Jahren.

Wer sich aus dem angesprochenen Personenkreis für diese Untersuchungen zur Verfügung stellt, kann unter Angabe des bevorzugten Wochentages und der Zeit, zu der sich beide Zwillinge zur Teilnahme an der Untersuchung zur Verfügung stellen, seine Bereitschaft mitteilen an das

PSYCHOLOGISCHE INSTITUT der Johannes Gutenberg-Universität 65 M a i n z , Postfach 398o

Fahrtkosten und Spesen werden von dem Institut in voller Höhe erstattet.

Montabaur, den 14. Oktober 1971

Stadtverwaltung Montabaur Mangels, Bürgermeister.

Mitteilungen der Kreisverw.Uww.

Neuer Leiter

des Ausgleichsamtes Montabaur

Julius Decker (45), Kreisamtmann, wurde mit Wirkung vom 18, Oktober 1971 von Landrat Dr. Heinen zum neuen Leiter des Ausgleichsamtes Montabaur berufen.

Das Ausgleichsamt Montabaur umfaßt die Gebiete der Land­kreise Unterwesterwald, Oberwesterwald, Altenkirchen sowie das Gebiet des früheren Unterlahnkreises.

Kreisamtmann Decker hat neben dem I. und II. Verwaltungs­lehrgang die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Rhein­land-Pfalz, Zweigstelle Koblenz, besucht und ist Inhaber des Kommunal-Diploms, Von 1955 bis 1961 war Decker be­reits, beim Ausgleichsamt tätig, anschließend Personalrefe­rent, dann über mehrere Jahre Leiter der Schulabteilung und zuletzt Leiter der Kreiskasse.

Der bisherige Leiter des Ausgleichsamtes Montabaur, Kreis­oberamtsrat Emst Schlünß, war im Juni dieses Jahres ver­storben.

Verantwortl. für den Inhalt: Regierungsrat Balmes