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RUND UM MONTABAUR erscheint freitags jeder Woche. Herausgeber: DRUCK und VERLAG: Linus Wittich,
5411 Weitersburg, Hauptstr. 9, Tel. o2622-4o55/56. Postanschrift: 5413 Bendorf, Postfach 15o, Verantwortlich für den Inhalt: GERHARD WOLF, 5411 Alsbach, Hauptstr. 38.
Redaktionsschluß: dienstags 17. oo Uhr. Anzeigen-Annahme- schluß: dienstags 8.oo Uhr beim Verlag.
Wußten Sie schon ....
. daß die älteste Bezeichnung des Gelbachs in der
bekannten Humbach/Montabaurer Urkunde Erzbischof Heinrichs von Trier 959 "anare" ist.Diese Bezeichnung hat sich noch in den Ortsnamen Kirchähr und Weinähr erhalten. Nach der Urkunde von 959 fing die Grundherrschaft des Herzogs Hermann aus dem fließenden Wasser des Aubachs (anare) an und ging von dort aufwärts bis zur Quelle des Aubachs (anare gesprinc) und von dort bis in den Ahrbach (minoren anaram) und durch den Ahrbach abwärts. Der frühere Ortsname Humbach - zu dem germanischen hun= braun, trüb - ist bedeutungsgleich mit Gelbach. Diese Bezeichnung trägt heute der Bachlauf südwärts Montabaurs zur Lahn hin. Die Bezeichnung des Montabaurer Stadtbachs: "Humbach" hat sich in der Dialektbezeichnung "Gejlsbach" erhalten, so daß der "Humbach", "die Gejlsbach" und der Gelbach identisch sind. Früher ließ man: "die Gejlsbach", den Gelbach in die anare fließen, heute fließen der Aubach (anare) und der Ahrbach (anar minor) in den Gelbach, in "die Gejlsbach".
.... daß um 1211/14 zwischen Eschelbach und Humbach/ Montabaur der Hof in Aldendorf erwähnt wird, von dem der Erzbischof von Trier 6 Malter Hafer erhiel Dieser Ort war wohl schon wüst, als 1349 Grundstücke auf und bei der Windmühle unterhalb des Weges nach Aldendorff genannt werden.
Damals gab es also bei Montabaur auch noch eine Windmühle; heute machen manche Montabaurer gerne "viel Wind". Im Bereich des Stadtgerichts Montabaur gab es früher auch noch einen Ort Roth, der auch eine Wüstung wurde. Von diesem Ort nannte sich 1395 ein Schöffe Anselm von Rode zu Montabaur. Dessen Besitznachfolger entrichtete noch 15o4 Zins von Wiese und Land zu Roede.
.... daß die Weiher vor den Mauern und Pforten im Zuge der Stadtbefestigung der Stadt Montabaur gehörten. Der Erzbischof von Trier besaß jedoch auch solche Weiher im Vorgelände vor der Stadt, so u.a. 1589 den Rosenthals Weiher mit einem Dauffhausz. Dieses hatten 1443 und noch 15o2 die von Staffel vom Erzbischof zu Lehen. Ein anderes Duyphusz mit dem Weiher Trabenauwe verschrieb Erzbischof Werner von Trier 1388 auf Lebzeit der Else Henkelsen zu Montabaur.
Es handelt sich hierbei um kleine "Taubenhaus" genannte Wohntürme im Bereich dieser Weiher. Sicher wird sich mancher Montabaurer auch noch an die beiden kleinen barocken Häuschen erinnern, die zuletzt noch in den Bleichwiesen an dem Brückelchen über "die Gejlsbach" unterhalb der Färberbach standen.
Grießewahn
Em Bollesje of der Karthaus vill Kunde giehn do en on aus.
Weil se su mancherlei gedriwe,
wierd nau en Zeidlang hej gebliwe. ►
Zo einem kom dä Herr Pastur.
Dä Wärder sät: Su harmlos nur
dot Schwittche es. Ä moß halt brumme!"
Dä Parrer droff:"Wie dot gekomme?"
Die Blied do sät: "Dä Grießewahn von mejnem Broder schold es dron.
Mer finge on met kleine Scheine.
Wtet moß dä gleich nur Fuffzger meine, Dobej do hon se ons geschnappd, dromm sein aich hej nau renngedappd".
Walter Kalb.
AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Durch zusätzlichen Wasserbezug aus dem Versorgungsnetz des Wasserzweckverbandes Ruppach-Goldhausen können die angeordneten Einsparungsmaßnahmen mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden.
Sparsamkeit wird trotzdem empfohlen, da der Fremdwasserbezug im Augenblick nur in begrenztem Umfang möglich ist.
Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns für Ihre Mithilfe an der Behebung der zeitbedingten Versorgungsschwierigkeiten.
Montabaur, den 29. Sept. 1971
Stadtverwaltung Montabaur - Wasserwerk - gez. Mangels, Bürgermeister.
Einziehung von Reihengrabstätten
auf dem Block 13 des städtischen Friedhofes
Die Reihengrabstätten auf Block 13 des städtischen Friedhofes in Montabaur - Reihe A bis E, Grab Nr. 1 bis 8o werden nach dem 4. April 1972 eingezogen.
Gemäß § 2o der Satzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen der Stadt Montabaur vom 8. August 1966 wird hiermit die Räumung dieses Grabblockes 6 Monate vorher ortsüblich bekanntgemacht.
Grabsteine und Grabeinfassungen, die bis zum 4. April 1972 nicht abgeräumt sind, gehen laut § 2o Abs. 3 der o. g. Satzung in das Eigentum der Stadt Montabaur über.
Folgende Grabstätten sind zur Räumung vorgesehen:
Hammerstein, Adam; Heinz, Peter; Lieser, Anna Maria; Massfeller geb. Hannappel, Anna; Henkes, Johanna; Schmidt, Anton; Rakowitsch geb. Strubel, Anna Magdalena; Scheidt, Johann; Conradi, Rudolf; Renzel, Heinrich; Kreuzberg, Anton, Becker geb. Prinz, Maria Anna; Haug, Kaspar; Gromig geb. Schardt, Maria; Simon, JakobjSabel Christian; Zirfas geb. Wolf, Elisabeth; Wermerskirch, August; Gennat, Karl Emil; Marx geb. Quirmbach, Katharina; Kespe, Gertruda; Trees, Auguste; Hölzgen, Jakob;Sonnen- schein, Auguste; Schickei geb. Eschenauer, Katharina; Hermes geb. Zimmermann, Maria; Dörnscheid, Anna Maria; Weppler geb. Weber, Hilde; Böckling, Anna; Hermes, Jakob; Specht geb. Kaiser, Katharina; Unverricht geb. Parbel, Luise; Müller geb. Lenz, Anna Maria;
Kespe, Nikolaus; Löwenguth, Adolf; Salzmann, Karl; Kunoth, Peter; Sprenger, Maria; Himmerich geb. Philipp!, Anna; Marx, Peter; Kunst geb. Trost, Margarethe; Dommermuth geb. Eberth, Margaretha; Tilch geb.Winter, Maria; Linz, Wilhelm Josef; Henn, Hans Albert; Schäfer, Hermann; Klemmer, Michael; Glöckner geb. Hübinger, Maria; Martin, Ludwig Wilhelm; Schlemmer geb.Sippel, Maria; Rentschler geb. Steinebach, Maria; Kühl, Jakob; Christe, August; Wallrath geb. Edel, Anna; Schmidt,
Karl; Mange geb. Schäfer, Rosette Wilhelmine; ickenroth geb. Weyand, Maria; Speier, Peter; Frink geb. Hellinghausen, Maria Anna; Zirfas, Wilhelm; Stahl, Wilhelm; Wiesemann, Johann; Merkel geb. Henritzi, Maria; Ho- mann geb. Weyer, Maria Anna; Schäfer geb. Schmidt, Anna; Böckling, Peter; Zerfas geb. Haas, Katharina; Meurer, Kaspar; Reichwein geb. Hagelauer, Barbara; Jösch, Anna Maria; Tillmann geb. Förster, Katharina; Hartenfels geb. Kratz, Magdalena;. Löwenguth, Theresia;
Montabaur, den 4. Oktober 1971
Stadtverwaltung Montabaur
Mangels, Bürgermeister.
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