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VERSICHERUNGEN FINANZIERUNGEN • IMMOBILIEN
■■ Montabaur peterstorstr. 7-9 Tel: 3080
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Kirmes 1971 in Montabaur Fe st-Programm
SAMSTAG, den 31.7.1971
I 6.00 Uhr Anschießen der Kirmes durch Böller
Eröffnung des Vergnügungsparkes auf dem Fest platz.
17.oo Uhr Fußballspiel im Stadion Mons-Tabor.
2 o.oo Uhr Kirmesauftakt im Fest zeit
mit dem Tanz- und Showquintett "Die Finken", dem Fanfarenzug der Freiw. Feuerwehr Montabaur sowie dem Musikverein Heiligenroth.
ln allen Lokalen Tanz oder gemütliches Beisammensein.
SONNTAG, den 1.8.1971 9.3o Uhr Festliches Hochamt
Kirmesschoppen im Festzelt Beginn des Kirmestreibens auf dem Festplatz - Segelflug - Passagierflüge - Startplatz Körlen -
Tanz und Unterhaltung im Festzelt mit den "Finken".
Tanz oder gemütliches Beisammensein in allen Lokalen
lo.3o Uhr 13.oo Uhr
ab 14 Uhr
MONTAG, den 2.8.1971 8 .oo Uhr Großer Kram markt
nachmittags kirmestrubel aut dem Festplatz
ab 14 Uhr Tanz im Festzelt "Die Finnen"
In allen Lokalen Tanz oder Unterhaltung ca. 21 Uhr Großfeuerwerk vom Schloß
Illumination der Stadt
DENSTAG, den 3.8.1971
lo.oo Uhr
nachmittags 15.oo Uhr
22.00 Uhr
Frühschoppenkonzert des MGV Mendelssohn-Bartholdy im Kolpinghaus Kirmestreiben auf dem Festplatz Platzkonzert der englischen Jugendblaskapelle "Forest of Dean Young Peoples Brass Band, Cinderford" auf dem Großen Markt
Höhepunkt und Kirmesausklang Im Festzelt: Englische Jugend-Band Cinderford und Tanz- und Show-Quintett "Die Finken"
In allen Lokalen Tanz oder gemütliches Beisammensein
Zu allen Veranstaltungen im Festzelt ist der Eintritt frei.
Kärmes
"Och, Modder I" reft dä Norbersch Franz,
"Loß mich doch net su waade,
Geb mir nur schnell e Kuchesteck,
Aich muß in Amtmannsgaade".
"Trenk däine Kaffl, dommer Boh,
Un do mich net su quäle,
Aich danz doch net no däiuer Paif,
Dot däd mer grod noch fähle".
"Och lebe Modder, schänn doch net, ln däine junge Jahre Do hoste och, su wie de säs,
Gern Karesell gefahre.
Um drei Uhr wird et offgemacht,
Un all die ville Bude,
Vor aner dot och wie se sohn,
En Plaggebajatz tude.
Die Kommersch, met dem grüße Lus,
Die sein och widder komme,
Un wenn aich häit die Auswahl grehn,
Wot soll aich mir dann nomme?
Scheffschaukel fahre es en Wonn Un hon ich dot genösse,
Wird in der Scheeßbud nebedrohn,
En Erde Peif geschosse.
E Faazje wird sich och gekaafd Un en Loftballong, en blaue,
Un langt dot Geld noch, wird zum Schluß Dä Luckas mo gehaue.
Schnell Modder! Schnell, jetz falle schon Om Karesell die Hille.
Aich hiere schon die Orjele Scheen durchenanner spille".
Fort ess e, durch die Klustersch Gaß Läft e, als däd et brenne,
"Och Modder 1 Loß dem Kend dä Spaß Un do mer et net schänne".
Jakob Hannappel
In und um St. Peter in Montabaur
Niemand vermag die Frage exakt zu beantworten, zum wievielten Mal Montabaur in diesem Jahr das Fest seiner Kirchweihe, seine Kirmes feiert. Unstrittig ist, daß an den Ideen des Februar 959 in der Vorstadt der Burg Humbach eine steinerene Kirche geweiht wurde. Mithin geschah die Weihe dieser Kirche vor lol2 Jahren.
Unstrittig ist aufgrund der Weiheurkunde von 959 jedoch auch, daß in Humbach zu Zeiten des Erzbischofs Ruotbert von Trier (931/56) auf Bitten des Herzogs Hermann ( + lo. 12.949) bereits eine Kirche aus Holz von Grund auf errichtet und geweiht war.
ln der bekannten Grenzbeschreibung von 959 wird Graf Konrad Kurzbold vom Niederlahngau genannt, der am 3o.6.1948 starb. Demnach erfolgte der Bau der urkundlich genannten hölzernen Kirche in Humbach zwischen 931 und 948. Mithin würde Montabaur in diesem Jahr mindestens seine lo23. Kirmes feiern. Wahrscheinlich ist jedoch in dem weitausgedehnten Humbacher Kirch- sprengel, der ein bereits seit vorgeschichtlicher Zeit stärker besiedeltes Gebiet einschließt, so nahe am Rhein gelegen, mit noch älteren Kirchenbauten zu rechnen.
Die heutige Humbach / Montabaurer Kirche enthält in ihrem Kern eine dreischiffige, romanische Pfeilerbasilika aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, an der später An- und Ausbauten erfolgten. Sie ragt also noch in die Zeit zurück, in der Montabaur noch Humbach hieß: die Umbenennung Humbachs in "Mons Tabor" erfolgte erst nach der Rückkehr des Erzbischofs Dietrich von Wied (1212-1242) von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land 1223/24.
Die Humbach/Montabaurer Pfarrkirche war zu Ehren des hl. Petrus und des hl. Georg geweiht. Ein "Kirmesmarkt" in Montabaur wird noch für 1532 für den 22. Februar (cathedra Petri) bezeugt.
Erst nach diesem Jahr erscheint der Kirchweihtag in Montabaur auf den Sonntag nach dem 1. August (vincula Petri) verlegt zu sein.
Kaum zu überschauen ist die Zahl der Geistlichen, bes. der Pfarrer, Kapläne und Vikare, die aus Montabaur stammten. Hier ist auch der Dietrich Beyer von Bop- pard zu nennen, 1359-1364 Bischof zu Worms, 1365 - 1381 Bischof zu Metz, aus einem niederadeligen Geschlecht stammend, das sich nach seinem Sitz von Montabaur nannte. 1368 ist ein Johann von Montabaur Magister curie in der Kanzlei Kaiser Karls IV. 136o war er Licentiat des kanonischen Rechts und Kanoniker zu Aschaffenburg. Besonders enge Beziehungen bestanden schon im Mittelalter zwischen Montabaur und der Abtei
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