Ausgabe 
23.7.1971
Seite
1112
 
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MONTABAUR PETERSTORSTR 7 9 Tel: 30 8 0

Fahrt in's Blaue

In wenigen Tagen beginnen die großen Sommerferien. Viele haben Urlaubspläne geschmiedet und freuen sich auf erlebnisreiche Tage. Aber da gibt es doch immer noch den Menschentyp, der blind ins Blaue hinaustreibt.

"Wenn ich mit meinem Wagen aus dem Dorf hinausfahre und an die nächste Kreuzung komme, dann muß ich mich entscheiden, in welche Richtung ich einbiegen soll". Diese Ansicht wird noch hin und wieder vertreten.

Bedauernwert, wer sein Urlaubsglück so dem Zufall an­vertraut, wer ohne Vorfreude, ohne Vorbereitung auf ein auserkorenes Ziel drauflos fährt. Da gibt es das Monta- baurer Reise- und Verkehrsbüro "westerwald-touristik", das jeden Urlaubswilligen individuell berät, da sind die Montabaurer Buchhandlungen, die eine reiche Auswahl guter Reiseführer und Reiselandkarten führen.

Nutzt diese Chance! Je intensiver Ihr Euch auf Euer Ur­laubsziel vorbereitet, mit desto mehr Freude läßt sich die neue Umgebung genießen, desto reicher erfüllt Euch der Urlaub!

Endlich begann die Heuernte

Die Stimmung der Landwirte, vor wenigen Tagen noch ganz auf dem Tiefpunkt, hat sich etwas gebessert: End­lich konnte die Heuernte beginnen. Die langanhaltenden Regenfälle der vergangenen Wochen haben dem Gras je­doch schwer geschadet. Mit starken Qualitätseinbußen ist zu rechnen. Das Heu hat an Futterwert verloren, so daß der Nährstoffverlust durch Körnerfutter und Eiweiß­kraftfutter ausgeglichen werden muß.

Durch den Dauerregen waren auch die nährstoffreichen Untergräser teilweise auf der Wiese verfault. Mancher Bauer, der die vereinzelten Sonnenstrahlen nutzte und sich entschlossen hatte, das Gras zu mähen, hatte wenig Freude an seiner Ernte. Das vom Regen ausgebleichte Gras ist unbrauchbar geworden. Es mußte an Ort und Stelle verbrannt werden.

Erschreckend ist aber auch, daß weite Teile der Wiesen­fluren nach der Rindvieh-Schlachtaktion des vergangenen Jahres nun ungenäht stehen bleiben. Die große Wildnis wächst von Janr zu Jahr. Versuche, durch die Förderung der Schafzucht der Versteppung Einhalt zu gebieten, stecken rund um Montabaur noch in den Anfängen.

Keine Freundschaft ohne Mühen

"Die Deutsch-Französische Gesellschaft, das ist ein Ver­ein von Leuten, die einmal billig nach Frankreich reisen wollen! Wem diese recht böswillige Äußerung einmal zu Ohren gekommen sein sollte, der konnte sich auf der Jahreshauptversammlung dieser Gesellschaft eines besseren belehren lassen.

Mit wieviel persönlichen Mühen und auch Geldausgaben die Mitarbeit zur Verwirklichung und zum Ausbau der Partnerschaft bisher verbunden gewesen ist, davon erzähl­ten die Rechenschaftsberichte der einzelnen Vorstandsmit­glieder. Viel Idealismus, der hier offenbar wurde, ver­trägt sich keineswegs mit der falschen Meinung, die "Deutsch-Französische Gesellschaft" sei ein exklusiver Club. Hier ist vielmehr jeder herzlich willkommen, der zur Freundschaft und Aussöhnung zwischen beiden Völkern bei­tragen will.

8o Mitglieder konnten bisher geworben werden, leider noch zu wenig für eine Bewegung, von der die gesamte Bevöl­kerung angesprochen werden müßte. Die bisherigen Er­folge sind beachtlich. Zahlreiche Begegnungen, besonders zwischen Jugendlichen beider Städte, sind aurchgeführt, weitere in der Vorbereitung.

Kennen Sie

die Heimat rund um Montabaur?

Wissen Sie noch nicht,

. 1. wo man in Montabaur in allen Reisefragen

gut beraten wird ?

. 2. wann die Montabaurer Stadtbücherei geöffnet

ist?

. 3. welches im langjährigen Mittel der regen­reichste Monat in unserem Verbreitungsgebiet ist?

. 4. wie die vier Quellbäche des Gelbachs heißen?

. 5. wo der Parkplatz "Großer Herrgott liegt?

..... dann lesen Sie unsere nächste Ausgabe!

Und hier die Auflösungen aus Heft 27:

1. Bis etwa um 15oo wurde Wirzenborn Wirzenthal genannt.

2. Io Kilometer ununterbrochen durch Wald fahren kann man auf der Kreisstraße Untershausen-Nassau, davon allerdings nur 5 km im Gemarkungsbereich der zu unserem Verbreitungsgebiet gehörenden Ge­meinden.

3. Der Kneidelberg liegt östlich der B 255 in den "Bodener Fichten".

Von der Straße her ist er kaum zu erkennen, auf der Rückseite ist er durch einen stillgelegten Stein­bruch erschlossen. Seine Höhe beträgt 292 m über dem Meeresspiegel.

4. Die Weißmühle gehört zu Horbach und liegt im unteren Daubachtal.

5. Die beiden Türme der kath. Pfarrkirche St. Peter in Ketten werden gekrönt von einem Hahn und von St. Peter mit den Schlüsseln in der Hand.

Sport aktives

Staatliches Gymnasium Montabaur!

Rund 15o Schulen beteiligten sich an dem für 197o aus­geschriebenen Wettbewerb des Landessportbundes Rhein­land-Pfalz "Wir suchen die sportaktivste Schule".

In der Hauptversammlung des LSB in Mainz fand dieser Tage die Auszeichnung statt, ln der Kategorie der Schu­len über 5oo Schüler erreichte das Staatliche Gymnasium Montabaur hinter den Schulen Salentin-Andernach, Bar­barossa-Kaiserslautern, Realschule Andernach und Gauß- Gymnasium Worms einen beachtlichen 4. Platz.

Für diese Leistung wurde ein Gutschein des LSB über­reicht.

Auch in diesem Jahr geht der Trend zur Spitze zügig voran.

Die Schwimmer der Oberstufe errangen in Idar-Oberstein den Titel des "Schulmeisters von Rheinland-Pfalz" mit drei Minuten Vorsprung gegen das Gymnasium Trier. Dieser Sieg brachte den begehrten Flugschein zu dem Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" im Septem­ber in Berlin. Die Mittelstufe konnte sich in dem glei­chen Wettbewerb an 5. Stelle placieren.

Die Mittelstufenmannschaft siegte mit 3887 Punkten.

In der Unterstufe wurde mit 4586 Pkt. und nur 6 Punk­ten Rückstand zum Sieger der 2. Platz erzielt.

In der Oberstufe wurde ebenfalls der 2. Platz belegt wie in der Unterstufe der Mädchen, so daß im Gesamter- ebnis mit 12931 Punkten der 2. Platz erreicht werden onnte.

In der parallel laufenden Ausscheidung "Jugend trainiert für Olympia" bei dem nur die Siegermannschaften aus