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L or gen nach dem Hochamt wie alljährlich die Gefallelenehrung auf dem Friedhof. Der Spielmannszug der ]Lj W , Feuerwehr, Gesangs- und Sportverein, Gemeinde - lertreter und Bürgermeister, sowie die übrigen Dorfbe- Löhner, insbesondere die Angehörigen der Gefallenen J? er beiden Weltkriege begeben sich zur Kriegergedächt- LjskapeIle, wo das Gedenken und die Kranzniederlegung jlatt finden.
ijnn kann der fröhliche Teil der Kirmes beginnen, zu dem arussell, Schießbude, Stände und Bratwurstbuden gehören. ;offen wir, daß in diesem Jahr nicht wieder eine Panne ihnlich der vom vergangenen Jahr passiert. Nur unter •oßen Schwierigkeiten ist es der Gemeindeverwaltung gelungen, einen anderen Schausteller zu verpflichten, der lein Kommen für das nächste Jahr davon abhängig macht, laß er in diesem Jahr auf seine Kosten kommt.
Hw Kirmesmontag ist in der Gastwirtschaft Kunoth der beliebte Frühschoppen des Gesangvereins, zu dem auch die ehemaligen Eschelbacher und viele sonstigen auswärtigen Gäste gerne und zahlreich kommen. Ihnen allen ein herzliches Willkommen!
Auch die Neubürger sind alle herzlich zu dieser Dorfgemeinschaftsfeier eingeladen.
bleibt die Bitte an Petrus, doch den himmlischen Wasser- |hahn zuzudrehen und dafür die Sonne zu schicken.
Bürgerve rsam m lung in Eschelbach Verbandsgemeinde oder Eingemeindung?
IFür die Gemeinde Eschelbach findet am Sonntag, dem lll. Juli vormittags um lo. 3o Uhr im Saale Kunoth die [bereits angekündigte Bürgerversammlung statt.
Zur Beantwortung aller offenen Fragen haben sich folgende Herren zur Verfügung gestellt:
Herr Landtagsabgeordneter Pfeil Herr Landtagsabgeordneter Schweitzer Herr Schweizer, Mitglied der FDP-Fraktion im Kreistag, Herr Bürgermeister Mangels, Montabaur und [Herr König und Herr Witte, die Fraktionssprecher des Stadtrates.
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine offene Aussprache bezüglich der Frage ob Eingemeindung oder Verbandsgemeinde, in der'alle Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen werden sollen. Die Entscheidung, die zu einem etwas späteren Zeitpunkt, jedoch im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung getroffen werden muß, ist von so großer Bedeutung für die Zukunft des Dorfes, daß ich alle Bürger und Bürgerinnen ebenso dringend wie herzlich bitten möchte, diese Bürgerversammlung wahrzunehmen. Es sollte sich keiner ausschließen.
Gefunden
Am Samstag, dem 26. Juni, wurde ein Schlüsselbund mit 8 Schlüsseln von Sicherheits- und Spezialschlössern abgegeben. Der Verlierer kann sich auf dem Bürgermeisteramt melden.
Weiand, Bürgermeister.
Vor 75 Jahren:
Kruzifix demoliert
Otto Runkel erzählt in seinem bekannten Buch "Westerwaldsagen" von Michel, dem Gotteslästerer, der einst in betrunkenem Zustand das zwischen Eschelbach und Montabaur stehende Kreuz zerschlagen haben soll.
Daraufhin habe ihn eine schwere Krankheit niedergeworfen, die ihm nach und nach alle Glieder abfaulen ließ. Ähnliches geschah jedoch vor nunmehr 75 Jahren auch mit dem Kreuz, das unterhalb der Kirche an der früheren Straße nach Wirges steht. Eines Morgens fand man dieses Kreuz völlig demoliert und Teile am Gartengeländer der Ritzmühle befestigt. Kein Wunder, daß man den Verdächtigen in Wirges suchte. Einige Tage später verhaftete man in der Glasfabrik auch einen 24-jährigen Arbeiter, der die Tat gestand.
In Memoriam: Ludwig Nies
Vor einigen Wochen verstarb in St. Goarshausen im 8o. Lebensjahr der Dichter und Erzähler Ludwig Nies. Besonders dem Westerwald galt seine Liebe. Mehrere Literaturpreise beweisen das hohe schriftstellerische Niveau seiner Werke. In einem seiner humorvollen Gedichte schildert er un« die aufrechte Haltung von Bürgermeister Balthasar Paulus, der von 1879 bis 19o6 der Gemeinde Eschelbach Vorstand.
Wir entnehmen das Gedicht seinem Mundartband "Wäller Owendglocke laure”, erschienen im Heil-Druck Verlag, Bad Ems.
DE ESCHELBICHER SCHOLTES De Eschelbicher Scholtes woar vun iechtem Schroh un Kurn, en Maa wäjn Baam. Duch fier däj klaa Gemaa en goaurer Hiert em waiße Hoar.
Hau woar he freujh schunn em Gebäujs, wu unne drenn doat Backes woar. - Do rierr en’ t Urt e unglaach Poar un hippt vier’m Backes off däj Feujß.
De aa bläjb drauße baj de GIujL.
De anner stiermt däj Trapp enoff
un räß däj Stubedäjer off,
brommt "N’ Morgen!" uhne jär Gefeuijhl
un mant: "Ich bin hier Landrat jetzt!”
No stieht he do un knippt om Ruck un hcaust un schnarrt:”Von Kerssenbruck!”
Daa horr he’n Knaifer offgesetzt.
"Ajch sajn de Scholtes Paulus loh!”
Domet hiebt he sajch off däj Baa un säht, koppsgrießer wäj de Klaa:
"Fierr Landroat, niechstens kloppt Ähr aa!"
ETTERSDORF
75 Jahre Ettersdorfer Schule
Am vergangenen Sonntag waren es 75 Jahre her, daß der Grundstein zur Ettersdorfer Schule gelegt wurde. Auf Betrieben des damaligen Bürgermeisters Adam Fischbach hatte die Schülerin Anna Ferdinand den Kaiser in Berlin um einen Zuschuß für den Bau der Schule gebeten. Kaiser Wilhelm II. bewilligte 62oo Mark» Der Kreis gab weitere 22oo Mark dazu, und so hatte die Gemeinde nur den Rest der Baukosten zu tragen, die etwa 13.5oo Mark betrugen. Am 2. Dezember 1897 wurde die Schule feierlich eingeweiht.
Se-it der Schließung der Schule im Jahre 1966 befindet sich im Gebäude die Gemeindeverwaltung.
Eisbachtaler Vereinsnachrichten
Eisbachtal - Oberbieber 4:3 (2:3).
Dieses Pokalspiel werden die rund 5oo Zuschauer so schnell nicht vergessen. Prickelnde Torraumszenen, wechselten mit saftigen Torschüssen u.glänzenden Torwartparaden auf beiden Seiten ab. Da von der 1. Mannschaft der Eisbachtaler nur die Stammspieler Stein und Meuer und in der 2. Halbzeit Torwart Schlitt mitwirkten, ist dieser Sieg gegen den Vierten der Bezirksliga Koblenz, Staffel Ost umso höher zu bewerten. Bereits in der 2. Minute gingen die Gäste durch ein unglückliches Eigentor mit o:l in Führung, die aber Meuer wenig später ausglich. Nun zogen die Gäste auf 1:3 davon, doch unmittelbar vor der Pause verbesserte Eisbachtal auf 2:3. Nach dem Wechsel spielten die Platzherren groß auf und Klaus Reusch stellte mit 2 weiteren Toren den vielumjubelten Endstand her.
Eisbachtal spielte mit: Mies, 2. Halbzeit Schlitt, Beck,
2. Halbzeit Rosbach, Schlper, Meuer, T. Ferdinand,
Stein, J. Reusch, Görg, K. Reusch, Ortseifen .Metternich.

