Ausgabe 
11.6.1971
Seite
1025
 
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ALLGEMEINE BEKANNTMACHUNGEN

Sieben bestanden am Aufbaugymnasium

Sieben Montabaurer Schüler und Schülerinnen haben am Staatlichen Aufbaugymnasium ihr Abitur beslanden:

Gabriele Nuß, Helmut Burkey, Monika Engel, Christa Herborn, Karin Neupert, Sylvia Prebeck, Petra Sonnen­schein und Edith Weber.

"Rund um Montabaur" gratuliert herzlich.

Sackgasse im Thiergarten

Wer von der Bahnhofstraße her durch den städtischen Thiergarten-Park zum Schloß hochsteigt, um durch die Pforte in den äußeren Schloßhof zu gelangen, steht oben vor verschlossener Türe.

Mag sein, daß dies nur während der Bauarbeiten so blei­ben \yird. Dennoch wäre am Bahnhofstraßen-Aufgang das Hinweisschild "Schloßpforte zur Zeit geschlossen" sicherlich erforderlich.

Polizeibe rieht

Eschelbach, 3.6.1971, 17.Io Uhr.

Der Fahrer eines Mofa befuhr die L 313 in Eschelbach und wollte nach links in die Bergstraße einbiegen. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw, der bereits zum Überholen angesetzt hatte. Der Fahrer des Mofa wurde zu Boden geschleudert und mußte mit er­heblichen Verletzungen in das Krankenhaus in Montabaur eingeliefert werden. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Boden, 3.6.1971, 16.15 Uhr.

Pkw-Fahrer befuhr die B 255 von Niederahr kommend in Richtung Boden. Bei km 5,45o, kam ihm ein Lkw ent­gegen, von dessen Ladefläche Tonbrocken fielen. Einer dieser Brocken prallte gegen die Windschutzscheibe des Pkws zertrümmerte die Scheibe. Hierdurch wurde der Fahrer des Pkw im Gesicht verletzt und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Lkw setzte seine Fahrt ohne anzuhalten fort.

Montabaur, 4.6.1971, 17.2o Uhr.

Lkw-Fahrer befuhr die Umgehungsstraße aus Richtung Koblenz kommend in Richtung Boden. Bei km 17,4 kam er beim Überholen ins Schleudern und stieß mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. An beiden Fahrzeu­gen entstand erheblicher Sachschaden. Der Pkw-Fahrer wurde erheblich verletzt und mußte in das Krankenhaus Montabaur eingeliefert werden. Der Lkw-Fahrer erlitt nur leichte Verletzungen.

Eschelbach, 4.6.1971, 11.4o Uhr Pkw-Fahrer befuhr die L 313 von Wirges kommend in Richtung Montabaur. Als er bei km l,33o seinen Pkw anhalten mußte, fuhr ein nachfolgender Kleinkraftfahrer auf den Pkw auf. Der Kradfahrer stürzte auf die Fahrbahn und wurde leicht verletzt. An den Fahrzeugen entstand geringer Sachschaden.

Außer den oben genannten Verkehrsunfällen ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Gend.-Kommandos Monta­baur übers Wochenende noch 3 leichtere Verkehrsunfälle, bei denen lediglich Sachschaden entstand.

Montabaur, den 7.6.1971, 17.2o Uhr.

Wegen Nichtbeachtung der Vorfahrt kam es am Grenzweg Eifelstr. Kreuzung Rhönstr. zu einem Zusammenstoß zwischen 2 Lkws. Einer der Fahrer wurde leicht verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Tonnerrer

Jugend berichtet aus Montabaur

Vor 14 Tagen berichtete "Rund um Montabaur" über den Besuch eines Tonnerrer Judo-Clubs und einer Tanz­gruppe in Montabaur. Heute veröffentlichen wir das Tagebuch eines der Teilnehmer. Es beweist, daß diese Reise erneut zur Festigung der gegenseitigen Freund­

schaftsbande beigetragen hat.

SAMSTAG, 22. Mai

6.30 Uhr. Reges Leben auf dem Platz Marguerite-de- Bourgogne. Hier versammeln sich die Teilnehmer der Reise nach Montabaur.

Lauter junge Leute des Judo-Clubs und des Choreogra­phischen Zentrums, die in zwei Bussen zur Partnerstadt fahren.

7 Uhr. Abfahrt. Verantwortlich für die Tanzgruppe sind Frau Desesquelles und Frau Camus, für den Judo- Club die Herren Desblanches und Camus.

Die Reise ist angenehm. Über Troyes und Chalons er­reicht man um 12 Uhr Luxemburg.

13.45 Uhr. Abreise in Richtung Trier. Der Zoll ist schnell passiert. Leider können wir nicht die berühmten Gebäude der alten Stadt Trier besichtigen.

Wir folgen nun dem Moseltal mit seinen vielen Schlei­fen. Alle bewundern die steilen Weinberge. Wie muß dort die Arbeit anstrengend sein!

17.15 Uhr. Wir fahren durch Koblenz. Nach kurzer Ver­schnaufpause treffen wir pünktlich um 18 Uhr in Monta­baur ein. Gerade läuten die Glocken.

Eine Menge Leute erwartet uns auf dem Konrad-Adenauer- Platz hinter dem Rathaus: Bürgermeister Mangels, der Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Dr.

Kratz, und andere Vorstandsmitglieder. Hier sehen wir auch den Judo-Lehrer, Herrn Roche, und das Ehepaar Folacci wieder, die eine Viertelstunde vor uns abgereist waren.

21 Uhr. Ein schweres Gewitter entlädt sich über der Stadt. Man meint daher: "Le tonnerre salue la ville de Tonnerre". - " Der Donner grüßt die Stadt Tonnerre".

SONNTAG, 23. Mai

lo.oo Uhr. Freundschaftskampf in der Aula der Joseph- Kehrein-Schule zwischen den Judo-Clubs von Tonnerre und Höhr-Grenzhausen.

Wir sind überrascht über Größe und Körpergewicht der Teilnehmer: durch ihre Kraft erringen sie mit wenigen Punkten Vorsprung den Sieg. Uns scheint jedoch die fran­zösische Kampfesweise etwas geschmeidiger. Allerdings behalten die deutschen Judo-Spieler auch viel länger ihre Gürtel. Dadurch sind sie stark in der Technik.Am Ende des Kampfes überreicht jeder Club dem andern ein Geschenk. Schiedsrichter waren gemeinsam die jeweiligen Club-Lehrer, Herr Roche und Herr Forisch.

11.30 Uhr. Gottesdienst in St.-Peter-in-Ketten. Daran nehmen auch einige Tonnerrer teil. Anschließend unter­hält man sich noch lebhaft vor dem Gotteshaus Uber die Eindrücke (besonders die Betten und das Essen). Andere suchen ihre Gastgeber auf.

Nachmittags. Unser Programm sah um 2o Uhr einen Gala­abend vor, mit einer Tanzprobe um 17 Uhr. Aber das Montabaurer Komitee hatte, ohne uns zu verständigen, den Beginn bereits auf 17 Uhr festgesetzt.

In vielen Telefongesprächen hatten wir vor unserer Ab­reise diese Angelegenheit klären wollen. Aber es gab auf beiden Seiten Gründe dafür und dagegen. Indessen waren wir mit der Gewißheit abgereist, um 2o Uhr sei die Veranstaltung. Man kann sich denken, welchen plötzlichen Problemen wir uns konfrontiert sahen, als wir bereits um 17 Uhr auftreten mußten. Außerdem hatte man Musiker aus Wirges und den Judoklub eingeladen.

Auf einer Fläche von 9 x lo Metern wirkten 2o deutsche Judokas, 3o französische, 2o Musiker, 4o Tän­zerinnen, Helfer von beiden Seiten und ein Beleuchter. Zudem war die Szene nur über eine 8o cm breite Treppe zu erreichen.

Nachher haben wir darüber gelacht, aber den Organisa­toren lief der kalte Schweiß. Doch alles verlief glatt.

Mit Musikstücken wurde die Veranstaltung um 17.15 Uhr eingeleitet.

Dann zeigte der Judo-Club Höhr-Grenzhausen sein Können. Wiederum fiel das große Gewicht der Teilnehmer auf.

Nun trat der Tonnerrer Judo-Club auf: Bewegung, Fälle und Stürze in allen Gürtel-Klassen,