Ausgabe 
28.5.1971
Seite
1003
 
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darauf das Wort; er dankt zuerst Herrn Minot und er­klärt darauf mit Humor die Verzögerung der .Ankunft.

Herr Jean Bouchard folgt an das Mikrophon und regelt die Unterbringung der Eingeladenen, die alle bei Einwoh­nern beherbergt werden bei Junay, La Chapelle-Vieille- For'et und l£ zinnes.

Der Sonntag wurde um lo. oo Uhr mit einer feierlichen Messe in Notre-Dame eingeleitet. Sie wurde von Pfarrer Breidling und Pfarrer Simonnet conzelebriert.

Die liturgischen Gesänge wurden von den drei Chören vorgetragen, jeder in seinem eigenen Stil. Der Chor St. Cäcilia sang auf Deutsch in einem klassischen Stil und der Chor St. Charles im gleichen Stil, während der Chor Notre-Dame seine französischen Gesänge in einem modernenrhythmischen Stil vorbrachte. Das "Gloria" und das "Credo" wurden von den drei Chören gemeinsam in Latein gesungen.

Das Evangelium wurde auf Deutsch von Pfarrer Breidling und auf Französisch von Pfarrer Simonnet verlesen.

Pfarrer Simonnet predigte auf Deutsch und übersetzte da­nach ins Französische. Er verglich das Evangelium die­ses Tages mit dem Besuch unserer Freunde aus Montabaur. Pfarrer Breidling folgte ihm vor dem Mikrophon in einer Ansprache auf Französisch und dann auf Deutsch. Er setzte vor allem den Akzent auf die Annäherung der Christen in der Liebe zum Nächsten, die die Annäherung der Völker und den Frieden in der Welt hervorbringen solle.

Der Gottesdienst war sehr gut besucht.

Nach dem Ausgang der Messe begaben sich die drei Chöre zum Rathaus zum offiziellen Empfang durch die Stadt.

Im Rathaus empfingen Doktor Suisse, Bürgermeister von Tonnerre, seine Beigeordneten und der Stadtrat die Präsidenten und ihre Chöre.

ln seiner Ansprache hieß Doktor Suisse die Besucher will­kommen und betonte seine Absicht, das Werk seines Vorgängers fortzusetzen, damit die Partnerschaft und die Banden der Freundschaft, die sich daraus entwickeln, voller Erfolg beschieden sei. Der Chor SU Cäcilia bringt brillant ein stark applaudiertes Lied dar. Pfarrer Breid­ling ergreift darauf das Wort, um zunächst der Stadt und den Chorsängern für ihren warmen Empfang zu dan­ken. Dann kommt er kurz auf seine Predigt zurück,die auf dem Frieden Christi aufgebaut war, dies alles in Fran­zösisch, das er sogleich in die Sprache Goethes über­setzte.

Danach der Begrüßungswein. Zum Schluß richtet Herr Ph. Camus Dankesworte an den Bürgermeister und den gesamten Stadtrat für den ausgezeichneten Empfang und gab danach das Nachmittagsprogramm bekannt, das den Besuch des Schlosses von Tanlay und der Stadt Tonnerre enthält.

Es ist zu bemerken, daß unter den 57Gästender Tonner- rer Chorsänger nur zwei, Pfarrer Breidling und Herr Fresenius, schon einmal in Tonnerre waren. Für die an­deren war es der erste Besuch und ebenso die erste Reise nach Frankreich.

Der Sonntag, Schlußtag des kurzen Aufenthaltes des Zwillingschores, sollte mit einer Zusammenkunft der Familien enden, in dessen Verlauf die drei Chöre sich nacheinander hören ließen.

In einer Pause ergreift Herr Minot das Wort im Namen der Chöre St. Charles und Notre-Dame und richtet seine Dankesworte an den Bürgermeister, an die Stadt­verwaltung und an den Generalsekretär des Bürgermei­sters, Herr Pons, für die Organisation des Empfanges und an die Geistlichkeit, den Pfarrer Simonnet und den Abt Tricard; er vergißt nicht Herrn Ren£ G^rard und dankt ebenso den Tonnerrern, die unseren Eingeladenen Gastfreundschaft geboten haben;

Er schließt, indem er seine Befriedigung über die aus­gezeichnete musikalische Partnerschaft mit dem Chor St. Cäcilia ausdrückt und um dies zu erhärten,

schenkt er dem Präsidenten, Herrn Fresenius, einen Notenschlüssel aus Schmiedeeisen auf einem Sockel aus Stein, der seinen Ursprung in Tonnerre hat.

Herr Fresenius dankt seinerseits allen sehr herzlich und überreicht ebenfalls den beiden Chören holzgeschnitzte Wappenteller. Der Abend endet mit Liedern und die Be­sucher sind Montagmorgen abgereist, bezaubert von ihrem Aufenthalt in Tonnerre.

Französische Jugend aus Tonnerre in Montabaur

Montabaur. Drei Wochen, nachdem der Kirchenchor "St. Cäcilia" von seiner Tonnerrefahrt zurückgekehrt war, konnten in der Kreisstadt wieder französische Gäste aus der Partnerstadt begrüßt werden; der Judoclub und das Bal­lett von Tonnerre gaben sich am Wochenende ein Stell­dichein in Montabaur.

Die Gäste trafen am Samstagnachmittag um 17.3o Uhr in mehreren Bussen ein und wurde von ihren deutschen Freun­den herzlich begrüßt. Am nächsten Morgen kamen die Judokas von Tonnerre und Höhr-Grenzhausen zu einem Vergleichskampf zusammen. Die einzelnen Kämpfe gaben Zeugnis von hohem sportlichen Niveau. Das bestätigten auch die Judovorführungen am Nachmittag, die von Judo­kas beider Mannschaften in der Aula der Joseph-Kehre in- Schule vor zahlreichen Zuschauern dargeboten wurden.

Die französischen Sportler standen unter Leitung von M. Roche, assistiert von M.P. Camus, dem Präsidenten der französisch-deutschen Gesellschaft und M.G. Desesquelle, der in einer Ansprache sich namens seiner Landsleute für die Aufnahme in Montabaur und für das Zustandekommen der Nachmittagsveranstaltung mit herzlichen Worten be­dankte. Er äußerte den Wunsch, daß sich in Montabaur, ebenfalls ein Judoclub konstituieren möge, der bald zur Aufnahme von Austauschen bereit wäre.

Mit Anmut und Grazie stellte sich das Ballett im zweiten Teil des Nachmittags vor. Reizende Tänzerinnen, alle­samt Bürgerstöchter aus der Partnerstadt, deren Jüngste etwa fünf und die Älteste kaum sechzehn Lenze zählen mochte, gaben im Gruppen- und Solotanz köstliche Pro­ben ihre Könnens. Die Skala reichte von Delibes über Schubert bis hin zu den mit herzlichem Applaus bedach­ten "Kinderspielen."

Das war zu spüren, daß mit Mme. Celine Legrand von der Pariser Oper eine großartige Könnerin die Mädchen leitet. Sie wurde tatkräftig unterstützt von Mme. Desesquel­le und Mme. Camus. Für die reizenden Kostüme zeichne­te Mme. Boichete verantwortlich.

Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Wirges besorgte die musikalische Überbrückung der Pausen. Unter den Zuschau­ern waren Dr. Kratz, der Präsident der deutsch-französi­schen Gesellschaft Montabaur, Bürgermeister Mangels und Dekan Breidling zu sehen.

Deutsche Pfadfinderschaft

Sankt Georg im Bund der Deutschen Katholischen Jugend

PFADFINDERPFINGSTEN.

Zünftige pfingsttage verbringen die Jungen der DPSG,

Stamm Mtbr. in diesem Jahr. Die Jungpfadfinder treffen sich in einem Trupplager in Molsberg. Die Pfadfinder füh­ren von Freitag bis Montag eine Floßfahrt durch.

Tennisclub "Schwarz-Weiß" e. V. Mont ab.

Tennisclub Mo ntabaur führte bei Abbruch mit 4 2

Üie Herrenmannschaft des TC Kirchen II war am ver-

gangenen Sonntag Gast des TC Montabaur. Mit viel Ehrgeiz ging man in dieses Treffen, um sich in der Tabelle weiterhin zu verbessern. Günter König zeigte sich in guter Verfassung und siegte in drei Sätzen mit 3:6, 6:3, 6:3. Weniger Mühe hatte Tschirner mit sei­nem 6:3, 6;4-Sieg über Birkholz; den ersten Gegenpunkt gab Peter König gegen Colberg mit 2:6, 1:6 ab.

Schardt fehlte bei seiner knappen 6:1, 3:6, 3:6, 4:6-Nie~ derlage das sogenannte Quäntchen Glück.