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DONNERSTAG, 27.5.
19.3o Uhr Amt für Eheleute Josef Wörsdörfer und verst. Angehörige SAMSTAG, 29.5.
19.3o Uhr Dankamt zu Ehren der Hl. Familie
SONNTAG, 3o.5. - Pfingstsonntag -
lo.3o Uhr Gestiftetes Jahramt für Familie Jakob Endlein und verstorbene Angehörige
Am Samstag, 22.5. findet um 2o.l5 Uhr die Pfarrver- sammlung statt. Alle Gemeindemitglieder sind dazu herzlich eingeladen.
STAHLHOFEN
Kalh. Pfarrgem. St. Wendelin, Stahlhofen
Sonntag nach Christi Himmelfahrt, 23. Mai 1971 8 .oo Uhr Frühmesse als Amt für Heinrich Dietrich i
lo.oo Uhr Hochamt als Jahramt für Frau Magdalena Weidenfeller
Kollekte für die Kommunikationsmittel,
An den Wochentagen Gebet zum Hl. Geist anl.der Pfingstnovene.
24.5. MONTAG
7.3o Uhr Stiftungsmesse für Eheleute Adam Klug
25.5. DIENSTAG
7.3o Uhr Hl. Messe für Paul Merzig und Eltern
26.5. MITTWOCH (Hl. Philipp Neri)
I 8.00 Uhr Hl. Messe zu Ehren des hl. Wendelin
27.5. DONNERSTAG
7.3o Uhr Hl. Messe für Elisabeth Diel und verst. Angehörige
28.5. FREITAG
7.3o Uhr Hl. Messe für die Verstorbenen der Familie Hahn u. Thewald
19.3o Uhr Amt in Ettersdorf
29.5. SAMSTAG
7.3o Uhr Amt zu Ehren der immerwährenden Hilfe
16.00 Uhr Beichte.
30.5. Hochheiliges Pfingstfest
8.oo Uhr Frühmesse
lo.oo Uhr Hochamt
14.oo Uhr P fingst and acht und Maiandacht
Kollekte für den neuen Altar.
Ein alter
Freund von Kirchähr ist tot
Viele, die in den zwanziger Jahren den Aufbau des Jugendheims Kirchähr miterlebt haben, erinnern sich noch des wendigen und ideenreichen Fotografen Bernhard Ott aus Ffm.-Sossenheim. Er hat es verstanden, von neuen Blickpunkten aus das Kernige des alten Fachwerkhauses, das Heilige der uralten Kirche, die Idylle des Gelbachtales und das frohe Treiben der Jugend im Karlsheim und Zeltlager durch technisch und künstlerisch hervorragende Bilder - stehende und laufende - einzufangen.
Weit bekannt wurde B. Ott durch seinen unter Mithilfe von Pfarrer Pascher und Jugendsekretär B. Litzinger erdachten und gedrehten Film "3oo Buben in Wildwest", in dem die Jungen in echter Karl-May-Art ihr Gegenüber beschleichen, zum Siege stürmen, die Brücke des "Gelbriver" erobern und schließlich die Friedenspfeife rauchen. Ein weltbekanntes Berliner Filmunternehmen zeigte in ganz Deutschland diesen Bildstreifen als Kulturfilm und warb so für das schöne Gelbachtal.
Lebendiges Brauchtum zeigte Otts beliebter Film
über die Reiterprozession zur Berger Kirche mit sommerlichen Bildern aus den Dörfern und Straßen der Lahn und des Goldenen Grundes. Ein anderer Film empfahl den Rhein mit seinen "Weißen Schiffen".
Auch ferner liegende Gebiete wurden auf Ott aufmerksam. Unter dem Eindruck des mächtigen westfälischen Liboriusdomes zu Paderborn entstand der Film "Use Libori" , und das Frankenland verdankt Herrn Ott den prächtigen Kirchweihfilm von Münsterschwarzach.
Über die Geschichte von Kirchähr und das Leben im dortigen alten Karlsheim unterrichtet Otts Kirchähr-Bildband, der aber nur in drei Ausführungen angefertigt werden konnte und vor der Geheimen Staatspolizei versteckt werden mußte. Ein im Textbuch schon vorliegender Jugendwallfahrtsfilm konnte wegen des "Dritten Reiches" nicht verwirklicht werden. Unser Künstler, der auch eine Bild - folge "Madonnen im Nassauer Land" herstellte war ein treuer Mitarbeiter des späteren Limburger Bischofs Ferdinand Dirichs und konnte so mit besonderer Einfühlung den Film über die Bischofs weihe, die kurze Regierungszeit und die Beisetzung dieses begnadeten Oberhirten gestalten.
Bernhard Ott starb am 5. Mai 1971 im Alter von 72 Jahren. Sein Einsatz in der Jugendarbeit zu Kirchähr und anderswo war aufgebaut auf einen frohen Idealismus, sein Wirken war selbstlos, seine Kameradschaft vorbildlich. Ein Lieblingsmotiv seiner Bildgestaltung war und blieb Kirchähr.
Seminar
für "Innerbetriebliche Menschenführung" für die leitenden Beamten und Angestellten des Landratsamtes und der hauptamtlich verwalteten Gemeinden.
Schon Ende 1969 war die Kreis Verwaltung mit dem Institut für Personal- und Verkaufspraxis Dr. H. Mlüller in Köln in Verbindung getreten, um zu prüfen, ob die Durchführung eines entsprechenden Seminars für die leitenden Mitarbeiter der Kreis- und Gemeindeverwaltung möglich wäre. Das Institut, das seine Lehrgänge in Zusammenarbeit mit Deutschen Sparkassen und Giroverbänden durchführt, zeigte sich an einem solchen Seminar sehr interessiert, weil die Probleme der innerbetrieblichen Menschenführung nicht nur im Industrie- und Wirtschaftsbereich immer stärker zutage treten.
Die 2-tägige Arbeitstagung über das Thema "Innerbetriebliche Menschenführung ” Für Führungskräfte fand am 3. und 4. Mai 1971 in dem neuen Gebäude des Landratsamtes statt, das sich auch insoweit für die Durchführung solcher Tagungen und Seminare ausgezeichnet anbot.
Nach einem kurzen Begrüßungswort durch Landrat Dr. Hei- nen führte der Institutsleiter Dr. Heinz Müller, den Teilnehmerkreis in einer analytischen Betrachtung in die derzeitige Personalsituation bei den öffentlichen Verwaltungen unter Berücksichtigung der Änderung soziologischer, psychologischer und ökonomischer Fakten in die Probleme der Tagung ein.
Autoritärer FUhrungsstil und monokratisches Führungsprinzip und integrative Menschenführung im Sinne des Mitarbeiterverhältnisses bei den öffentlichen Verwaltungen war ein weiteres Thema. Das Gesprächsthema wurde übergeleitet in Fragen nach Forderungen an die Persönlichkeit des Vorgesetzten ihrerseits und andererseits die Beachtung und das Eingehen auf die sozialen Wunschrichtungen der Mitarbeiter durch den Vorgesetzten. Dabei stellte Dr. Müller heraus, die Bedeutsamkeit und Wichtigkeit der einzelnen Person des Mitarbeiters, die vom Mitarbeiter gewünschte Achtung und Wertschätzung des ganzen Menschen sowie der Wunsch nach Unabhängigkeit und Sicherheit.
Am 2. Tage des Seminars wurden die aus der Analyse des Vortages gewonnenen Erkenntnisse auf die praktischen Bedürfnisse der hiesigen Verwaltung konkretisiert. The men waren u. a.: Abgrenzung der Kompetenzen und Anweisungsbereiche zwischen den Vorgesetzten und zwischen den Mitarbeitern, die Durchführung und Leitung von

