Ausgabe 
7.5.1971
Seite
959
 
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DONNERSTAG, 13. Mai 2o.oo Uhr Bibelstunde

SAMSTAG, 15. Mai

Pfr. Sunnus ist wieder im Dienst in Montabaur 15.oo Uhr Posaunenchor übt i.d. Lutherkirche

Anmeldungen für den Gemeindeausflug am Fronleich­namstag, dem lo. Juni, nehmen beide Pfarrämter ent­gegen. Es geht wahrscheinlich in Richtung Marburg und darüber hinaus.

Junge Union

fordert erneut Naherholungszentrum für die Kreisstadt Ortsverband diskutierte Aktionsprogramm

Mit dem Ziel, ein kurzfristiges Aktionsprogramm bis zur Sommerpause zu beraten und zu beschließen, hatte JU-Ortsvorsitzender Jürgen Vogel den Vorstand ins Kol­pinghaus eingeladen. Nach einer kurzen Analyse der Landtagswahlen von Rheinland-Pfalz und Schleswig- Holstein war es der JU vor allem wichtig feststellen zu können, daß sich die Behauptung, die Jungwähler wählten überwiegend SPD, nicht halten lasse und falsch sei. Gerade die Jungwähler der elf Wahlkreise im Um­land Hamburgs hätten den Demoskopen ein Schnippchen eschlagen und der CDU verholfen, in zehn dieser Wahl­reise stärkste Partei zu werden, und damit das Ergebnis der Landtagswahl stark beeinflußt.

Auch bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sei -ent­gegen die Meinung vieler Auguren - die Verwaltungs­reform, die für viele Gemeinden und Städte einschnei­dende Konsequenzen gehabt habe, von Wählern als not­wendig erkannt und der CDU nicht negativ zu Buche ge­schlagen worden.

Vogel bedauerte, daß es in der Freiwilligkeitsphase,die der Gesetzgeber auch den Gemeinden im ehemaligen Re­gierungsbezirk Montabaur eingeräumt habe, nicht gelun­gen sei, im zukünftigen Verbandsgemeindebereich Monta­baur diese Verwaltungsebene zu schaffen.

Die Junge Union will allerdings nicht warten, bis die Verbandsgemeinde per Gesetz "steht",sondern schon jetzt mit einem JU-Gemeindeverband" in den Grenzen der zukünftigen Verbandsgemeinden noch bestehende Schranken und Vorurteile überwinden zu helfen. Die ab­schließende Diskussion über Probleme der Kreisstadt und sich daraus ergebender Konsequenzen für die Junge Union hatte neben der Planung zweier Veranstaltungen, mit denen speziell die Jugend bis zum 2o. Lebensjahr angesprochen werden soll, weiterhin zum Ergebnis, den Rat und die Verwaltung der Stadt erneut zu bitten, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Fremden­verkehr anzukurbeln.

In diesem Zusammenhang wurde das Engagement von Landrat Dr. Heinen für eine verstärkte Fremdenverkehrs­förderung begrüßt, das er anläßlich seiner Wahl durch den Kreistag zeigte. (Vergl. Westerwälder Zeitung vom 23.4.)

JU-Vorsitzender Vogel; "Für Montabaur bedeutet das, vordringlich das von Bürgern und Gästen der Stadt vermißte und geforderte Naherholungszentrum "Hallen­bad - vielleicht mit Weiterausbau bis Horressen - zu schaffen. Man kann ohne ein solches Angebot einfach keine Fremdenverkehrsstadt werden. Um die Nachfrage braucht man sich bestimmt keine Sorgen zu machen, wenn man einmal solche Anlagen in Städten von glei­cher Größenordnung wie Montabaur besucht".

Wohin mit dem Müll?

Immer mehr Gemeinden rund um Montabaur sind in letzter Zeit dazu Ubergegangen, die staubfreie Müll­abfuhr einzuführen. War vorher meist ein ortsansässi­ger Landwirt mit seinem Ladewagen durch die Straßen gefahren und hatte anstandslos jede Menge Abfall auf seinen Wagen gekippt, so leert nun ein Müllabfuhr­unternehmen die bereitgestellten Mülltonnen.

Wird einerseits trotz der Verteuerung diese "staubfreie" Abfuhr meist begrüßt, so hat sie dennoch einen ent­scheidenden Nachteil;

Viele Haushaltungen scheuen die Anschaffungen und die Entleerungskosten für eine zweite oder gar dritte

Mülltonne und behalten einen Teil des Mülls zurück, den sie dann irgendwie loszuwerden versuchen. Wohl denjenigen, die ihn ordnungsgemäß auf der Müllkippe abladen. Allzugroß aber ist die Versuchung, ihn irgendwo im Straßengraben oder an sonstigen wilden Unrathalden ab­zuladen. So hat Dr. Kühnei, der Staatsbeauftragte für den Naturpark Nassau, in seinem jüngsten Bericht u.a.wieder unschöne Müllhalden bei Wirzenborn und Reckenthal im Gelbachtal kritisiert. Schämt Euch nicht vor der verun­stalteten Natur! Haltet sie sauber und erfreut Euch an ihr! Erspart Euch eine Anzeige !

Polizeibericht

Montabaur, 4.5.1971, o3.45 Uhr.

Bei der Kontrolle eines Pkw-Fahrers auf der Bahnhofstraße in Montabaur wurde festgestellt, daß der Pkw-Fahrer er­heblich unter Alkoholeinwirkung stand. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet. Der Führerschein wurde sichergestellt.

Boden, 3.5.1971, 19.4o Uhr.

Wegen Nichtbeachtung der Vorfahrt kam es in Boden auf der B 255, Einmündung der L 3oo, zu einem Verkehrsun­fall. Es entstand Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.

Montabaur, den 27.4.71, 23.45 Uhr.

Fünf Mülleimer kamen zu Schaden, als ein Pkw-Fahrer in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Fürstenweg von der Fahrbahn abkam. Da der Verdacht der Trunken­heit beim Pkw-Fahrer vorlag, wurde eine Blutprobe ange­ordnet.

Montabaur, den 27.4.1971, 11.oo Uhr.

Eine 84-jährige Frau wurde beim Überqueren der Kirch- straße in Höhe der Volksbank von einem Pkw erfaßt und mußte mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Sprechtag

für Versicherte der Rentenversicherung der Arbeiter einschl. Handwerker

Der Überwachungsbeauftragte der Landesversicherungsan­stalt Rheinland-Pfalz, Zweigstelle Andernach, hält den nächsten Sprechtag am DIENSTAG, dem 4. Mai 1971, in der Zeit von 8.3o - 12.oo Uhr im Landratsamt ab.

Die Auskunftssuchenden werden gebeten, alle Versiche­rungsunterlagen mitzubringen.

VEREINSMITTEILUNGEN

Tennisclub "Schwarz-Weiß"e. V.

Tennisclub Montabaur siegte 7:2

"Die Herrenmannschaft des TC Montabaur bestritt am vergangenen Sonntag beim ESV Lahnstein ihr erstes Medenspiel, daß mit 7:2 unerwartet hoch gewonnen wur­de, Dabei kam es zu folgenden Spielergebnissen:

Einzel; K.G. König - Iöhr 6:1, 4:6, 6:4, Tschirner - Hausdorf 6:4, 6:2; P.König - Ernst 6:3, 2:6, 3:6, Schardt- Ress 3:6, 6:2, 6:4, Roth-Wirges 6:2, 6:1, H.v.Bergh- Maletzki 2:6, 6:2, 6:o, Doppel; K.G. König/Roth - Löhr/Wirges 6:1, 6:1; Tschirner/v.Bergh - Hausdorf/ Maletzki 6:1, 6:2, P.König/Schardt - Ernst/Ress 4:6,

4:6.

Das zweite Medenspiel findet am kommenden Sonntag, dem 9. Mai 71, um lo.oo Uhr auf der eigenen Anlage gegen den favorisierten TC Diez statt. Die Jugendmann­schaft hat es im ersten Spiel mit dem TC Bad Ems zu tun.

Der Tennisclub Montabaur möchte bei dieser Gelegen­heit noch einmal darauf hinweisen, daß sich Interessen­ten zwecks Neuaufnahme mit dem 1. Vorsitzenden, Herrn von Bergh, Telefon 5o35 k j in Verbindung setzen mögen".