Ausgabe 
12.2.1971
Seite
769
 
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EINFÜHRUNG

in die Mengenl ehre durch die Kreis - Volkshochschule Unterwesterwald

Die laufenden Veränderungen der modernen Gesellschaft stellen den Menschen vor immer neue Probleme, bei deren Lösung die Mathematik eine zunehmend große Rolle spielt. Deshalb erlebte die Mathematik in den letzten Jahren umwälzende Erneuerungen. Als Fundament und Rahmen der Mathematik wird heute allgemein die Mengenlehre anerkannt. Sie bewirkt ein leichteres Verständnis auch der mathematischen Grundlagen, welche in der Grund- und Hauptschule vermittelt werden und läßt darüber hinaus einen klaren Weg in das Verständnis der höheren Mathematik zu.

An vielen Schulen werden bereits die Grundbegriffe der modernen Mathematik gebraucht.Vom Schuljahr 1972/73 an muß die moderne Mathematik in allen Schulen unterrichtet werden. Die meisten Eltern, die die Schulaufgaben ihrer Kinder kontrollieren möchten, sind hilflos, wenn es um solch neue Begriffe geht.

Um den Eltern zu zeigen, daß die Mengenlehre keine Geheimwissenschaft ist und um sie in die moderne Mathematik einzuführen, richtet die Kreis-Volkshochschule einen Arbeitskreis 11 Moderne Mathematik 11 ein. Der Arbeitskreis steht unter der Leitung von Herrn Studiendirektor Becker vom Staatl. Gymnasium Montabaur. Er umfaßt wöchentlich eine, insgesamt 12 Stunden.

Eltern, die an diesem Arbeitskreis teilnehmen möchten, können sich in der Vorbesprechung am Donnerstag, dem 4. März 1971, 19.oo Uhr, in der kaufm. Berufsfachschule (Handelsschule) im Schulzentrum in Montabaur, Humboldtstraße, unter Zahlung der Teilnehmergebühr anmelden.

NACHRICHTEN DES KREISE S

Besuch

von 9o Schülerlotsen aus Berlin

In der Zeit vom 23. bis 27. Februar 1971 werden ca.

9o Jungen und Mädchen, die im Bezirk Steglitz als Schülerlotsen tätig sind, einen Besuch im Unterwesterwald­kreis machen. Die Schülerlotsen, die gerade in den Groß­städten eine sehr erfolgreiche Unterstützung der dort täti­gen Verkehrspolizei bei der Sicherung verkehrsreicher Straßen, die auf dem Schulweg liegen, ausüben, werden mit einer solchen Informationsreise belohnt für ihre oft­mals jahrelange Tätigkeit zum Wohle ihrer Mitschüler.Herr Verkehrsdirektor Becker ist zur Zeit dabei, ein umfang­reiches Besuchsprogramm auszuarbeiten. Dabei werden die sicherlich in dieser Zeit liegenden Karnevalstage eine für die Berliner Gäste zusätzliche und wie wir hoffen, er­lebnisreiche Beigabe auf ihrer Informationsreise sein.

Auch das Landratsamt wird sich um seine jungen Berliner Gäste kümmern. Nähere Einzelheiten werden wir rechtzei­tig mitteilen.

Es sei noch erwähnt, daß der Besuch der Steglitzer Schüler­lotsen im Zusammenhang zu sehen ist mit der Partner­schaft, die zwischen dem Westerwald und dem Bezirk Steg­litz seit der Steglitzer Woche im vergangenen Jahr besteht.

Förderung

des sozialen Wohnungsbaus mit öffentlichen Baudarlehen und öffentlichen Zuschüssen.

Der soziale Wohnungsbau wird im Jahre 1971 mit öffent­lichen Baudarlehen und öffentlichen Zuschüssen zur Ver­billigung von Kapitalmarktmitteln gefördert. Zunächst werden, wie das Ministerium für Finanzen und Wiederauf­bau dem Landratsamt mitteilt, Mittel für den Bau von Familienheimen und eigengenutzten Eigentumswohnungen bereitgestellt. Die Mittel für den Bau von Mietwohnungen werden zugeteilt, nachdem die zu fördernden Bauvorhaben aus den Anmeldungen ausgewählt sind.

Dem Landkreis ist für die Förderung von Familienheimen und eigengenutzten Eigentumswohnungen aus den zur Ver­fügung stehenden Mitteln ein namhafter Betrag für öffent­liche Baudarlehen zur Verfügung gestellt worden.

Auch für die Förderung von Mietwohnungen im Schwer­punktprogramm und im Bauprogramm für Industriebe­schäftigte stehen Landesmittel zur Verfügung. Entsprechend den Zielen des Landesentwicklungsprogramms sollen diese Mittel schwerpunktmäßig eingesetzt und es sollen bevor­zugt Orte mit stärkerer Zunahme von Arbeitsplätzen so­wie die ihnen zugeordneten Gemeinden berücksichtigt werden. Dabei soll in erster Linie der Bau von Wohnungen in Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf gefördert werden. Der Wohnungsbau für alte Menschen, kinderreiche Familien, für Alleinstehende sowie für Schwerbeschädigte hat Vorrang. Dabei können Wohnungen für alte Menschen und für Schwerbeschädigte ggfs, zusätzlich mit Bundesmit­teln gefördert werden.

Bei der Förderung von Bauvorhaben für Industrie beschäftigte ist zu beachten, daß in jedem Fall eine angemessene Beteiligung des begünstigten Unternehmens an der Finan­zierung gegeben ist. In diesem Programm für Industriebe­schäftigte kann auch bei Bedarf der Wohnungsbau für aus­ländische Arbeiter berücksichtigt werden. Für die Errich­tung dieser Wohnungen stellen die Bundesanstalt für Arbeits­vermittlung und das Bundesministerium für Städtebau und Wohnungswesen besondere Mittel zur Verfügung.

Weitere Einzelheiten sind bei der Abteilung 6, Referat 6o, Wohnungsbau und Siedlungswesen - beim Landratsamt zu erfahren.

BEREITSCHAFTSDIENSTE

Ärzte- Sonntagsdienst

SONNTAG, den 14. Februar 1971:

Dr. Elmar Bisping, Ruppach Tel. 356o