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kommunalen Neuordnungsmaßnahmen ein erstes informatorisches Gespräch statt. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen im Zuge der Verwaltungsreform die Gemeinden mit weniger als 3oo Einwohnern aufgelöst und mit anderen Gemeinden zusammengeschlossen werden.
In einem sehr aufgeschlossenen Gespräch wurde übereinstimmend von den Vertretern der 3 Gelbachtalgemeinden erklärt, daß für einen Anschluß dieser Gemeinden nur die Stadt Montabaur infrage kommen könne. Die Bürger richten sich in allen Lebensbereichen ausschließlich auf aie Kreisstadt mit ihren vielseitigen kommunalen Einrichtungen, Gewerbebetrieben und Arbeitsmöglichkeiten aüS, Es gebiete daher die Vernunft, sich nach Montabaur anzuschließen.
Bei der lebhaften Aussprache Uber zahlreiche Einzelprobleme des kommunalen Alltags war die entscheidende Frage, ob ein Anschluß an Montabaur durch gesetzliche Entscheidung abgewartet werden oder ob er auf freiwilliger Basis vollzogen werden soll. Von den beiden Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates König und Witte wurde übereinstimmend erklärt, daß die Stadt Montabaur aufgrund ihres Grundsatzbeschlusses vom 19. Februar 7o zur Aufnahme der Nachbargemeinden bereit sei. Die Gemeinderäte von Wirzenborn, Reckenthal und Bladernheim wollen durch Beschluß bis zum 31.1.1971 sich Uber ihre Absichten gegen dem dem Stadtrat äißern, ob und zu welchem Zeitpunkt sie einen freiwilligen Anschluß an Montabaur beabsichtigen.
Wochenspiegel
Weihnachtsmann in München klaute dreimal hunderttausend Mark.
Beim Mietpreis zeigt sich eine "Flaute", denn er steigt nicht mehr so stark.
Autofahrer sind recht sauer, teurer wird Besitz und Fahrt.
In Essen demonstriert man rauher, wogegen sich Herr Kühn verwahrt.
In Warschau feierlich geschlossen,
Vertrag, der Völker ausgesöhnt.
Die CDU ist leicht verarossen, da nicht so rechtens sie ihn wähnt.
Polen will beschleunigt starten Umsiedlung zu mancher Nutz.
Hundertdreißig Milliarden fordert man für Umweltschutz.
Wieder ” schnappt " man in Brasilien schweizerischen Diplomat, wieder leiden die Familien, ernten schuldlos böse Saat.
Bundesbahn setzt hoch die Preise.
Kalter Krieg aus Ost-Berlin,
Ulbricht kämpft auf alte Weise; läßt er uns den kürzeren ziehn ?
Clav bewies erneut sein Können , doch er ist so " schnell " nicht mehr.
Alle Preise weiter rennen,
und in England streikt man schwer.
Still und heimlich Peter Garden heiratete die NUnke doch.
Jordanienkämpfe am entarten.
Wohin steigt Müll-Lawine noch ?
Auch der Agrarpreis soll bald steigen, sonst kriselt* s in der EWG.
Beim Schulgesetz sich störrisch zeigen in Mainz die Partner FDP.
Berlin wird ständig attraktiver und zieht die Arbeitskräfte an.
Vor Jumbo-Schiffen warnte Prüfer.
Der Reeder Bernhold ist jetzt " dran ".
Umstritten war der Basar ” Zwiebel ”, und der Verkäufer langes Haar.
Doch nimmt zum Schluß man es nicht übel, man sah, für was gedacht es war.
Man will sich an die Eltern wenden, weil man geglaubt an " Hasch”-Mißbrauch.
Im Gelbacntal drei Interessenten, die woll* n zu Montabaur auch.
Man las aus Solchenizyns Werke die ” Krebsstation " und fand es gut.
Bei Beihl hofft man auf Papstes " Stärke ”,
Was nächste Woche sich wohl tut ?
Egon Gräuel.
Montabaurer
empfängt Priesterweihe
In der vergangenen Woche wurde Willi Hübinger aus Montabaur von Bischof Kempf im Limburger Dom zum Priester geweiht.
Willi HÜDinger ist am 22. Mai 1946 geboren und hat in Frankfurt und München Theologie studiert. Am vergangenen Sonntag feierte er in der Pfarrkirche sein feierliches Primizamt.
Staatliches Gymnasium
Unterricht vom Bildschirm aus am Staatl. Gymnasium Montabaur
Das 3. Fernsehprogramm des SUdwestfunks strahlt ab 21. September 197o für Tausende von Schülern in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg versuchsweise ein Unterrichtsprogramm aus, das vielleicht die bisherige Form der Schulausbildung revolutionieren wird, falls seine Ergebnisse den Erwartungen entsprechen. Die Sendungen sind zeitlich auf 3 Monate beschränkt und umfassen ein Mathematikprogramm für das 5.Schuljahr sowie ein Sozialkundeprogramm für das 9. und lo. Schuljahr.
Das Ministerium für Unterricht und Kultus in Mainz hat das Staatl. Gymnasium Montabaur ( neben anderen Schulen ) für aas Versuchsprogramm in Sozialkunde ausgewählt.
Die Ausstattung der Schulen mit den erforderlichen Farb- fernsehgeräten erfolgt durch das Ministerium für Unterricht und Kultus.
Dankenswerterweise hat der Unterwesterwaldkreis dem Staatl. Gymnasium zusätzlich ein Fernsehgerät zur Verfügung gestellt.
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