Ausgabe 
13.11.1970
Seite
553
 
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Pkw-Fahrer befuhr die Wölfchesbitzstraße und wollte auf den Fürstenweg auffahren. Hierbei kam es wegen Nicht­beachtung der Vorfahrt zu einem Zusammenstoß mit einem von rechts kommenden Pkw. Es entstand Sachscha­den. Personen wurden keine verletzt.

Ein Radfahrer, der die Moselstraße befuhr, kam beim Ein­biegen in den Grenzweg auf die linke Fahrbahnseite und stieß mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Der Radfahrer wurde leicht verletzt. .An beiden Fahrzeugen ent­stand geringer Sachschaden.

Montabaur , 4.11.197o, ol.2o Uhr. .

Zur oben genannten Zeit wurde von einer Verkehrsstreife auf dem Großen Markt ein Pkw angetroffen, der unbeleuchj tet auf der B 49 stand. Der Fahrer lag im Fahrzeug und schlief. Der Fahrer hatte sein Fahrzeug dort abgestellt, ( weil ihm der Kraftstoff ausgegangen war. Bei der Kontrolle ) wurde festgestellt, daß die Person, die sich im Fahrzeug befand, erheblich unter Alkoholeinwirkung stand. Da der Verdacht bestand, daß der Mann das Fahrzeug gefahren ( hatte, obwohl er erheblich unter Alkoholeinwirkung stand, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Der Füh­rerschein wurde sichergestellt.

25-jähriges Arbeitsjubiläum ,

In einer kleinen Feierstunde in den Räumen der Kreishand­werkerschaft feierte Geschäftsführer Kunoth sein 25-jähri- , ges Arbeitsjubiläum. Kreishandwerksmeister Diel dankte dem Jubilar für die treue Pflichterfüllung und stete Ein­satzbereitschaft im Interesse des unterwesterwälder Hand­werks. Der gesamte Vorstand der Kreishandwerkerschaft , und zahlreiche Ehrengäste hatten sich zur Gratulationscour eingefunden.

Auch die Heimatzeitung RUND UM MONTABAUR gratu­liert herzlich und wünscht für die Zukunft alles, alles ; Gute. (siehe auch Bildseite ! )

Information '

der Kreishandwerkerschaft

Auf der Informationstagung am 5. November informierte die Kreishandwerkerschaft ihre Mitglieder über das dritte Vermögensbildungsgesetz.

Nachstehend kurz die wichtigsten Neuregelungen:

Der begünstigte Höchstbetrag wurde von DM 312,- auf DM 624, - erhöht. Die Anlagemöglichkeiten wurden er­weitert. Ab 1.1.1971 unterliegen vermögenswirksame Lei­stungen der Lohnsteuer und Sozialversicherungspflicht. An die Stelle der bisherigen Steuer- u. Sozialversicherungs­freiheit tritt eine Arbeitnehmer-Sparzulage von 3o % der vermögenswirksamen Leistungen. Sie erhöht sich auf 4o °}o bei Sparern mit 3 oder mehr Kindern. Die Sparzu­lage selbst ist Steuer- u. versicherungsfrei. Sie wird vom Arbeitgeber ausbezahlt und bei der Lohnsteuerzahlung mit dem Finanzamt verrechnet.

Das 3. Vermögensbildungsgesetz bietet auch für Inhaber von Klein- u. Mittelbetrieben - bis 5o Arbeitnehmer - vorteilhafte Vergünstigungen. Falls diese Betriebe ihren Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn vermögenswirk­same Leistungen gewähren, können sie 3o °]o dieser Leistungen - der Betrag wurde von DM 3ooo auf DM 6 . 000 ,- erhöht - von der Einkommensteuerschuld ab- ziehen. Für den Arbeitgeber bedeutet dies eine echte zu­sätzliche Steuer-Ersparnis, zumal dfese Aufwendungen als Betriebsausgaben ohnehin zur Steuer-Minderung führen.

Verkehrsabend in Wirges mit " Silber und Gold " !

Ein Schritt zur Förderung der Verkehrsgemeinschaft bezeichnet die Bezirksverkehrswacht Montabaur ihre Abendveranstaltungen mit Auszeichnung bewährter Kraft­fahrer. In einer Zeit, wo in erster Linie die Maschine spricht, tut es gut, in ruhiger und gemütlicher Atmosphä­re einen Ausgleich für den turbulenten Alltag zu finden.

Es ist beabsichtigt, demnächst in "Wirges einen Ver­

kehrsabend zu gestalten, wobei möglichst viele bewährte Kraftfahrer aus dem Unterwesterwald ausgezeichnet werden sollen.

Fordern Sie, falls Sie eine lo-5o-jährige unfallfreie Zeit als Kraftfahrer nachweisen können, oder 5 - 3o Jah­re als Berufskraftfahrer unfallfrei gefahren sind, ein For­mular bei der Bezirksverkehrswacht e.V.

543 Montabaur,

Postfach 182

an. .

Die Veranstaltungen der Bezirksverkehrswacht haben bisher bei jung und alt großen Anklang gefunden. Vor allem we­gen ihres besonderen Gepräges stehen sie in hohem Ansehen und sind sehr beliebt.

Nur durch Vorbilder wird es möglich sein, den chaotischen Zuständen im Straßenverkehr Einhalt zu gebieten.

Daher nutzt die Verkehrswacht jede Möglichkeit der günsti­gen Beeinflussung aller Verkehrsteilnehmer.

Schreiben Sie sofort und Sie können an der nächsten Ver­anstaltung teilnehmen.

Auch Sie sollen mithelfen, den Verkehr zu entschärfen, damit wieder Frieden auf unseren Straßen einkehren kann.

- Die Allgemeinheit ist stolz auf alle, die sich im Stras- senverkehr bewährt haben. -

AUS ALTER CHRONIK

Vor 85 Jahren:

SCHLOSSHAUPTMANN VON MONTABAUR

In der Festschrift zum 39. Gau-Turn-Fest des Rhein-Mosel- Gaues, das im Juli 1922 zu Montabaur stattgefunden hat, erwähnt Prof. J. Ebert die Ernennung des Freiherrn Ludwig vom Ompteda zum " Schloßhauptmann " von Montabaur. Die Ernennung erfolgte 1885, also vor 85 Jahren, durch den deutschen Kaiser Wilhelm I. - Frh. v. Ompteda war 1883 Kammerherr der Kaiserin Augusta geworden; sie hatte mehrmals die Armen von Montabaur mit Spenden be­dacht. Der neue Würdenträger, seine Vorfahren waren aus den Niederlanden nach Hannover eingewandert, war 1828 geboren, wurde 1858 Ministerialrat zu Hannover , 1865 Geschäftsträger in München und Stuttgart und 1868 landes­herrlicher Kommissar im Herzogtum Lauenburg. 1869 zog er sich nach Wiesbaden zurück, wo er 1899 starb. "Wel­chen Gebrauch er von seiner Würde ( als Schloßhauptmann von Montabaur ) gemacht hat, ist nicht bekannt. (Bekann­ter ist er durch seine Romane und Novellen.)

Prof. Bach , Bad Ems, nennt in seinen köstlichen Jugend- erinnerungen ( ln süßen Freuden ging die Zeit ) unse­ren Schloßhauptmann einen " guten deutschen Unterhal­tungsschriftsteller ". Auch der Neffe, Georg Frh. v .Omp­teda ( gen. " Egestorff), machte sich einen Namen als Dichter.

Da in diesen Tagen das Schloß Montabaur eine neue Auf­gabe erhalten-hat, dürfte der Hinweis auf den vor 85 Jah­ren zum " Schloßhauptmann ernannten Frh.v.Ompteda zu rechtfertigen sein. d.t.

IV Stunden nach Coblentz

Die Macht der Gewohnheit - man geht daran vorbei und beachtet sie nicht, die Schönheiten, Merkwürdigkeiten, Erinnerungen und kleinen Kunstschätze am Wegrand.Wir werden nun regelmäßig solche vorstellen und Sie zum Mitraten auf fordern.

In unserer vorigen Ausgabe zeigten wir das Bild eines sogenannten " Stundensteines ", im Volksmund fälschlicher­weise auch Napoleonstein " genannt. Er steht an der ehemaligen B 49 in Höhe des Spießweihers. Kurfürst Clemens Wenzeslaus, der letzte der Trierer Kurfürsten, ließ die Straße 1789 ausbauen. Daran erinnern die kunst­voll verbundenen Buchstaben CT (Churfürstentum Trier ) mit dem darüber befindlichen Kurhut und der Jahreszahl. Seitlich ist dann noch zu lesen XVII Stunden von Franckfurt ". Ein kleines Podest dient gleichzeitig als Sitzgelegenheit.