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der Sammlung des Jahres 1969 konnte der Kreisverband Unterwesterwald zwei weitere Funkgeräte und zwei Schock- bekämpfungsssätze für die Krankenwagen beschaffen.
Daß diese Anschaffung möglich war, ist der Spendenfreudigkeit der Bevölkerung des Unterwesterwaldkreises zu verdanken. Helfen Sie uns auch mit vom 9. - 12.11.1970 bei der Altkleidersammlung,weitere Verbesserungen im Unfallrettungsdienst und Krankentransport zu ermöglichen.
Junge Union diskutierte mit Schülern
Am DONNERSTAG vergangener Woche diskutierten Dr.Karl Martin Grass, Referent im Kultusministerium Mainz und Mitglieder der JU Unterwesterwald mit Schülern Uber die aktuelle Schul- und HochschUipolitik in Rheinland- Pfalz.
Als Grundlage der Diskussion diente ein Kurzreferat von Dr. Grass über die Entwicklung und die Pläne in der Schule während der vergangenen und in den kommenden zwei Jahren. Den Großteil seines Referates umfaßte ein Ausblick über die bereits begonnenen bzw. in Kürze beginnenden Schulversuehe in den verschiedenen Schultypen. Im Mittelpunkt stand die " Mainzer Studienstufe " und andere Arten des Kurssystems. Besonders dieser Teil des Referats stieß bei den Schülern auf großes Interesse, da einige der anwesenden Schüler bereits Erfahrung mit dem Kurssystem hatten. In der ” Mainzer Studienstufe " können von Schülern der Oberstufe bestimmte Fächer ausgewählt werden, die den Schüler besonders interessieren oder für seinen späteren Beruf von Bedeutung sind.
In der folgenden Diskussion legten dann einige Schüler die Schwierigkeiten für den Schüler bei einem Kurssystem dar. Es wurde gesagt, daß der Schüler sich schon zu einem Zeitpunkt für Fächer entscheiden müsse, an dem er sich meistens noch nicht für einen bestimmten späteren Beruf entschlossen habe.
Ebenfalls wisse der Schüler zu diesem Zeitpunkt oft nicht, welche Fächer er zu seinem späteren Beruf unbedingt benötigt. Deshalb wurde von den anwesenden Schülern eine Berufsberatung, die bereits am Ende der Mittelstufe einsetzt, gefordert. Dr. Grass bestätigte diese Schwierigkeiten und wies darauf hin, daß in Mainz und in Landau schon Berufsberatungen für Oberstufenschüler bestehen und daß man auch im Fernsehen eine Sendereihe über die Sozialwissenschaften durchgeführt habe. Der Referent hielt eine Ausdehnung der Berufsberatung durch das Fernsehen für sehr empfehlenswert.
Als Dr. Grass darauf hingewiesen wurde, daß die Schüler jetzt schon seit Jahren auf eine neue Schulordnung warten, konnte er berichten, daß die neue Schulordnung jetzt endlich fertig sei und in den nächsten Wochen bekannt gemacht werde. Die lange Vorbereitungszeit für die neue Schulordnung führte Dr. Grass auf die vielen Verbände (Eltern-, Schüler-, Lehrerverbände und die Bedenken der Juristen) zurück, die alle ein großes Interesse am Entstehen dieser neuen Schulordnung gezeigt hätten.
Der Referent wies auf den neuen Schulausschuß hin, eine paritätisch besetzte Vertretung von Schülern, Eltern und Lehrern, der einige Aufgaben in der Schule übernehmen soll. Den Schülern seien in dieser neuen Schulordnung wesentlich mehr Rechte zugestattet worden. Allerdings räumte Dr. Grass ein, halte er es für möglich, daß bereits in 3 oder 4 Jahren diese neue Schulordnung durch eine noch weiter entwickelte ersetzt werden könnte. Über die Benotung entstand eine lebhafte Diskussion, in der Dr.Grass sagte, daß die Notengebung größte Mängel habe. Im Kultusministerium würden im Augenblick die Berichte über Versuche mit neuen Bewertungsarten mit Spannung erwartet. Ebenfalls stehe, so sagte Dr. Grass, die Wiedereinführung der 2o Punktebenotung zur Diskussion.
Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen wurde die Diskussion über die verschiedensten Detailfragen fortgesetzt, und die Schüler begrüßten es, daß die Junge Union Unterwesterwald ihnen die Gelegenheit gegeben hatte, mit einem Referenten aus dem Kultusministerium Mainz ihre Probleme durchdiskutieren zu können.
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband U n t e r w e s t e r w a ld
AUSBILDUNG ” Sofortmaßnahmen am Unfallort " für Führerscheinbewerber !
SAMSTAGSLEHRGÄNGE IM MONAT NOVEMBER 197o :
7.11.7o 13.oo Uhr Montabaur Joseph Kehrein
Schule I II III
14.11.70 8.oo Uhr Höhr-Grenzh. Alte Goetheschule
I II III
21.11.70 8,oo Uhr Wirges, Rathaus I II III
28.11.70 8.oo Uhr Selters, Gemeindesaal I II III
Um einen geregelten Ablauf der Lehrgänge zu garantieren, erbitten wir Ihre frühzeitige Anmeldung. Benutzen Sie die ausgelegten Zahlkarten-Anmeldevordrucke.
Roßbergstraße wird ausgebaut
Zur Zeit wird die Roßbergstraße in den Sommerwiesen ausgebaut. Der Unterbau wurde bereits fertiggestellt. Nun werden die Bordsteine montiert.
Staatssekretär Schreiner informierte 3oo Gemeinderäte u. Bürgermeister
Staatssekretär Schreiner vom Innenministerium Rheinland- Pfalz referierte über die Territorialreform, die Aufgabenverlagerung auf die Verbandsgemeinden sowie über die Freiwilligkeitsphase in bezug auf die Bildung der Verbandsgemeinden.
Bei der anschließenden Diskussion über den Zuschnitt der im Unterwesterwaldkreis vorgesehenen Verbandsgemeinden trugen Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder aus ihrer örtlichen Sicht Argumente vor, die auf eine Korrektur in dem einen oder anderen Falle abzielten.
Bezüglich der Zuordnung der Gemeinden Girod/Großholbach bestand die Auffassung, den Zuschnitt der Verbandsgemeinde Ost nicht zu verändern.
In diesem Zusammenhang sicherte der Staatssekretär zu, daß alle von den Gemeinden vorgetragenen Wünsche zur Zielplanung zusammen mit dem vom Kabinett vorgelegten Entwurf dem Innenausschuß am 26. Oktober zur Entscheidung vorgelegt werden.
Bürgermeister und Vertreter von 4 Augst-Gemeinden baten den Staatssekretär übereinstimmend, sich nach wie vor beim Innenausschuß für die Bildung einer selbständigen Verbandsgemeinde August einzusetzen.
Mit Applaus wurde die Äußerung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters bedacht, der die baldige Einrichtung der Verbandsgemeinden forderte.
In der weiteren Diskussion wurden Fragen der Funktionalreform ( Aufgabenverlagerung) behandelt. KpV-Vorsitzender Julius Decker kündigte an, daß diese Diskussionen wegen des großen Interesses in regionalen Versammlungen fortgesetzt werden sollen.
Aus dem Polizeibericht
Insgesamt ereigneten sich über das Wochenende im Bereich des Gendarmerie-Kommandos Montabaur 11 Verkehrsunfälle.
Trunkenheit am Steuer
Einer Streifenwagenbesatzung, die in Montabaur die Bahnhofstraße in Richtung Koblenz befuhr, fiel ein Pkw-Fahrer auf, der ihnen auf der linken Fahrbahnseite entgegen kam. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, mußte das Dienstkraftfahrzeug angehalten werden. Der entgegenkommende Fahrer zog sein Fahrzeug dann nach rechts und fuhr in Schlangenlinien weiter. Der Fahrer wurde gestellt. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, daß er erheblich dem Alkohol zugesprochen hatte. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet. Der Führerschein wurde sichergestellt.

