Ausgabe 
30.10.1970
Seite
516
 
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der Sammlung des Jahres 1969 konnte der Kreisverband Unterwesterwald zwei weitere Funkgeräte und zwei Schock- bekämpfungsssätze für die Krankenwagen beschaffen.

Daß diese Anschaffung möglich war, ist der Spendenfreudig­keit der Bevölkerung des Unterwesterwaldkreises zu verdan­ken. Helfen Sie uns auch mit vom 9. - 12.11.1970 bei der Altkleidersammlung,weitere Verbesserungen im Unfall­rettungsdienst und Krankentransport zu ermöglichen.

Junge Union diskutierte mit Schülern

Am DONNERSTAG vergangener Woche diskutierten Dr.Karl Martin Grass, Referent im Kultusministerium Mainz und Mitglieder der JU Unterwesterwald mit Schülern Uber die aktuelle Schul- und HochschUipolitik in Rheinland- Pfalz.

Als Grundlage der Diskussion diente ein Kurzreferat von Dr. Grass über die Entwicklung und die Pläne in der Schule während der vergangenen und in den kommenden zwei Jahren. Den Großteil seines Referates umfaßte ein Ausblick über die bereits begonnenen bzw. in Kürze beginnenden Schulversuehe in den verschiedenen Schulty­pen. Im Mittelpunkt stand die " Mainzer Studienstufe " und andere Arten des Kurssystems. Besonders dieser Teil des Referats stieß bei den Schülern auf großes Interesse, da einige der anwesenden Schüler bereits Erfahrung mit dem Kurssystem hatten. In der Mainzer Studienstufe " können von Schülern der Oberstufe bestimmte Fächer aus­gewählt werden, die den Schüler besonders interessieren oder für seinen späteren Beruf von Bedeutung sind.

In der folgenden Diskussion legten dann einige Schüler die Schwierigkeiten für den Schüler bei einem Kurssystem dar. Es wurde gesagt, daß der Schüler sich schon zu ei­nem Zeitpunkt für Fächer entscheiden müsse, an dem er sich meistens noch nicht für einen bestimmten späteren Beruf entschlossen habe.

Ebenfalls wisse der Schüler zu diesem Zeitpunkt oft nicht, welche Fächer er zu seinem späteren Beruf unbedingt be­nötigt. Deshalb wurde von den anwesenden Schülern eine Berufsberatung, die bereits am Ende der Mittelstufe ein­setzt, gefordert. Dr. Grass bestätigte diese Schwierigkei­ten und wies darauf hin, daß in Mainz und in Landau schon Berufsberatungen für Oberstufenschüler bestehen und daß man auch im Fernsehen eine Sendereihe über die Sozialwissenschaften durchgeführt habe. Der Referent hielt eine Ausdehnung der Berufsberatung durch das Fernsehen für sehr empfehlenswert.

Als Dr. Grass darauf hingewiesen wurde, daß die Schüler jetzt schon seit Jahren auf eine neue Schulordnung warten, konnte er berichten, daß die neue Schulordnung jetzt endlich fertig sei und in den nächsten Wochen bekannt ge­macht werde. Die lange Vorbereitungszeit für die neue Schulordnung führte Dr. Grass auf die vielen Verbände (Eltern-, Schüler-, Lehrerverbände und die Bedenken der Juristen) zurück, die alle ein großes Interesse am Ent­stehen dieser neuen Schulordnung gezeigt hätten.

Der Referent wies auf den neuen Schulausschuß hin, eine paritätisch besetzte Vertretung von Schülern, Eltern und Lehrern, der einige Aufgaben in der Schule übernehmen soll. Den Schülern seien in dieser neuen Schulordnung wesentlich mehr Rechte zugestattet worden. Allerdings räumte Dr. Grass ein, halte er es für möglich, daß bereits in 3 oder 4 Jahren diese neue Schulordnung durch eine noch weiter entwickelte ersetzt werden könnte. Über die Benotung entstand eine lebhafte Diskussion, in der Dr.Grass sagte, daß die Notengebung größte Mängel habe. Im Kultusministerium würden im Augenblick die Berichte über Versuche mit neuen Bewertungsarten mit Spannung erwartet. Ebenfalls stehe, so sagte Dr. Grass, die Wieder­einführung der 2o Punktebenotung zur Diskussion.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen wurde die Diskussion über die verschiedensten Detailfragen fort­gesetzt, und die Schüler begrüßten es, daß die Junge Union Unterwesterwald ihnen die Gelegenheit gegeben hatte, mit einem Referenten aus dem Kultusministerium Mainz ihre Probleme durchdiskutieren zu können.

Deutsches Rotes Kreuz

Kreisverband U n t e r w e s t e r w a ld

AUSBILDUNG Sofortmaßnahmen am Unfallort " für Füh­rerscheinbewerber !

SAMSTAGSLEHRGÄNGE IM MONAT NOVEMBER 197o :

7.11.7o 13.oo Uhr Montabaur Joseph Kehrein

Schule I II III

14.11.70 8.oo Uhr Höhr-Grenzh. Alte Goetheschule

I II III

21.11.70 8,oo Uhr Wirges, Rathaus I II III

28.11.70 8.oo Uhr Selters, Gemeindesaal I II III

Um einen geregelten Ablauf der Lehrgänge zu garantie­ren, erbitten wir Ihre frühzeitige Anmeldung. Benutzen Sie die ausgelegten Zahlkarten-Anmeldevordrucke.

Roßbergstraße wird ausgebaut

Zur Zeit wird die Roßbergstraße in den Sommerwiesen aus­gebaut. Der Unterbau wurde bereits fertiggestellt. Nun werden die Bordsteine montiert.

Staatssekretär Schreiner informierte 3oo Gemeinderäte u. Bürgermeister

Staatssekretär Schreiner vom Innenministerium Rheinland- Pfalz referierte über die Territorialreform, die Aufgaben­verlagerung auf die Verbandsgemeinden sowie über die Freiwilligkeitsphase in bezug auf die Bildung der Verbands­gemeinden.

Bei der anschließenden Diskussion über den Zuschnitt der im Unterwesterwaldkreis vorgesehenen Verbandsgemeinden trugen Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder aus ihrer örtlichen Sicht Argumente vor, die auf eine Korrektur in dem einen oder anderen Falle abzielten.

Bezüglich der Zuordnung der Gemeinden Girod/Großhol­bach bestand die Auffassung, den Zuschnitt der Verbands­gemeinde Ost nicht zu verändern.

In diesem Zusammenhang sicherte der Staatssekretär zu, daß alle von den Gemeinden vorgetragenen Wünsche zur Zielplanung zusammen mit dem vom Kabinett vorgelegten Entwurf dem Innenausschuß am 26. Oktober zur Entschei­dung vorgelegt werden.

Bürgermeister und Vertreter von 4 Augst-Gemeinden ba­ten den Staatssekretär übereinstimmend, sich nach wie vor beim Innenausschuß für die Bildung einer selbständigen Verbandsgemeinde August einzusetzen.

Mit Applaus wurde die Äußerung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters bedacht, der die baldige Einrichtung der Verbandsgemeinden forderte.

In der weiteren Diskussion wurden Fragen der Funktional­reform ( Aufgabenverlagerung) behandelt. KpV-Vorsitzen­der Julius Decker kündigte an, daß diese Diskussionen wegen des großen Interesses in regionalen Versammlun­gen fortgesetzt werden sollen.

Aus dem Polizeibericht

Insgesamt ereigneten sich über das Wochenende im Be­reich des Gendarmerie-Kommandos Montabaur 11 Verkehrs­unfälle.

Trunkenheit am Steuer

Einer Streifenwagenbesatzung, die in Montabaur die Bahn­hofstraße in Richtung Koblenz befuhr, fiel ein Pkw-Fahrer auf, der ihnen auf der linken Fahrbahnseite entgegen kam. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, mußte das Dienstkraftfahrzeug angehalten werden. Der entgegenkom­mende Fahrer zog sein Fahrzeug dann nach rechts und fuhr in Schlangenlinien weiter. Der Fahrer wurde gestellt. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, daß er erheblich dem Alkohol zugesprochen hatte. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet. Der Führerschein wurde sicher­gestellt.