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werden können, führt die Arbeiterwohlfahrt in der Zeit vo m 24. Oktober bis 1. November 197o im Nordteil des Landes Rhei n land-Pfalz" ihre Landessamrnlung durch”
Es kann nicht bestritten werden, daß die materielle Not auch in unserem Lande zurückgegangen ist und Armut, Hunger und Not seltener geworden sind. Dennoch sind viele ungelöste soziale Notstände und Aufgaben geblieben. Sie haben sich nur gewandelt, sind anders oft größer und schwerwiegender geworden. Die soziale Not der Gegenwart trägt andere Züge, sie sind für viele unserer Mitmenschen: Verlassenheit, Einsamkeit und Hilflosigkeit,
Die einem freien Wohlfahrtsverband gestellte, bisher unbewältigte große Aufgabe heißt: Allen Mitgliedern unserer heutigen Gesellschaftsordnung ein Leben zu bieten, daß der Würde des Menschen entspricht. Mitzuhelfen, unabhängig von politischer, konfessioneller und gesellschaftlicher Zugehörigkeit, daß alle Menschen diese Daseinserfüllung finden, ist eine der Aufgaben, die sich die Arbeiterwohlfahrt in unserem Lande gestellt hat. Dem Menschen zu helfen, der durch körperliche Leiden,geistige Störungen, seelische Not, Krankheit oder Alter den Anschluß an die heutige Gesellschaft verloren hat, ist und bleibt eine ehrenvolle Aufgabe für einen Wohlfahrtsverband,
Um diese Aufgabe zu erfüllen, müssen erhebliche finanzielle Mittel aufgebracht werden, um die erforderlichen Maßnahmen zu veranlassen und Einrichtungen hierfür zu schaffen.
Alle Mitmenschen, die zu helfen vermögen, sollten ihr Herz weit öffnen, wenn die Sammlerinnen und Sammler anläßlich der Herbstsammlung bei Ihnen um eine Spende bitten, damit das große Hilfswerk der Arbeiterwohlfahrt weitergeführt werden kann.
Sternwanderung zum Koppel
Die Leichtathletik-Gemeinschaft Uww. Höhr-Grenzhausen/ Montabaur veranstaltete am vergangenen Samstag für Schülerinnen und Schüler im Alter von 8-14 Jahren eine Sternwanderung zum Köppel.
Aus Höhr-Grenzhausen, Dernbach und Montabaur, aus Horressen/Elgendorf und Ransbach/Baumbach waren die Gruppen am frühen Nachmittag abmarschiert, um gegen 15 Uhr auf dem Köppel einzutreffen. Etwa 3oo Kinder fanden sich am Lagerfeuer ein, um den Nachmittag mit fröhlichen Wettspielen zu verbringen. Kreissportbeauftragter Herbert Gerz aus Eigendorf war ebenfalls zum Treffpunkt gekommen, außerdem Kreisvorsitzender der Leichtathletik Paul Becker aus Höhr-Grenzhausen, sowie der Kreis- u. LGG-Schülerwart Ulrich Kessler.
Die Leitung der Veranstaltung lag in Händen von Willi Klein, Walter Alef, Paul Becker und Jürgen Müller für Höhr-Grenzhausen, Heinz Moisl für Dernbach, Edgar Busch für Montabaur, Karl Mock für Horressen/Elgendorf und Joachim Letschert für Ransbach/Baumbach.
Landrat Dr. Klinkhammer gewährte einen Zuschuß, der zur Turmbesteigung verwendet wurde. Die Industrie hatte Getränke gestiftet und sehr umlagert war auch die gestiftete Würstchenbude, bei der Kinder ihre Verzehrbons gegen Verpflegung einwechseln konnten.
Gegen 17 Uhr traten die Gruppen den Heimweg an, in dem Bewußtsein und einig in der Beurteilung, daß es ein ganz besonders gelungenes, herrliches Vergnügen war.
Landesbühne Rheinland-Pfalz
Die Landesbühne bringt am FREITAG, 6. Nov. 197o, um 2o„oo Uhr, in Montabaur, Festsaal der Jos.Kehrein- Schule
“Michael Kramer "
Drama in 4 Akten von Gerhart Hauptmann.
Das noch durchaus mit der naturalistischen Sprach- und Bühnentechnik durchgeführte, gleichwohl über den Positivismus der naturalistischen Weltanschauung weit hinausdenkende Drama ” Michael Kramer ”, entstanden in der fruchtbaren Schaffenszeit 1899/19oo, gibt dieses Künstlerproblem in zweifacher Perspektive? als die Tragödie des genialen, aber gefährdeten und an der brutalen Wirklichkeit des Lebens hilflos scheiternden Sohnes und als die Tragödie des Vaters, der mit tiefstem Ernst und Ethos um die Kunst ringt, aber an ihrer höchsten Leistung und an der Aufgabe,
die ihm sein Sohn stellt, versagt. Mit diesen beiden Gestalten verbindet sich der Konflikt der Generationen, der seit dieser Zeit, von Hauptmann und Wedekind bis zum Expressionismus, als Zeichen der Ablösung zweier Zeitalter eine zentrale Ausdrücklichkeit bekam. Mit beiden Gestalten verbindet sich weiterhin der Haß gegen das selbstzufriedene, geistlose Bürgertum der Jahrhundertwende, in dem die Brutalität des Lebens bösartig lauert. Arnold Kramer ist eine in ihrer Schonungslosigkeit unheimliche psychologische Studie - Michael Kramer ist die große tragische Gestalt. Nicht nur als Künstler, sondern vor allem als der Vater, dessen Leben in dem Sohn zugrundegeht. Darin, wie dieser Vater sein Geschick auf sich nimmt, hat Hauptmann über einen nur pessimistischen Fatalismus hinaus den Ausdruck des echt Tragischen erreicht. Der letzte Akt mit der großen Rede Kramers am Sarge, einem einzigen Monolog, gibt ein Bekenntnis, das bis ins Tiefste des Menschlichen führt und über den Zusammenhang des Dramas hinaus epochalen Sinn hat.
Kar te n vor ve rk au f: Städt. Verkehrsamt Rathaus, Zimmer 8.
Herbstlied
Kühler Wind hüllt kahle Felder.
Purpurflammend stehn die Wälder.
Herbstzeitlosen frierend blühn.
Welke Blätter sinken leise.
Kraniche zur langen Reise eilends nach dem Süden ziehn.
Wie der Sprecht am Stamme hämmert.
Müder Herßst so rasch verdämmert.
Kränzt sein Laub den matten Pfad.
Reifeschwere Früchte fallen.
Ruhesehnsucht ist in allen Frühen Abends Schweigen naht.
Wallend Nebel ringsum wandern.
Bald kein Baum sieht mehr den andern.
Ob die Sonne ganz entflieht ?
Schwermut atmen trübe Wasser.
Graue Welt wird blaß und blasser.
Wie so kalt die Nacht aufzieht !
In des Herbstes Dämmergrauen letzte Chrysanthemen blauen.
Duftend harren sie aufs Grab.
Alles drängt zum Schlaf und Schweigen, will erschauernd still sich neigen.- Hoffen dämpft Vergängnis ab.
Walter Kalb.
Volkshochschule der Stadt Montabaur
Gymnastik für Mutter und Kind (3-6 Jahre )
Beginn am Freitag, dem 6. November 197o, um 17.oo Uhr, im Staatl. Gymnasium. Leitung: Frau Schlotter, Gebühren: 12,- DM, 12 Abende.
Früh- und Vorgeschichte der Heimat Vorträge und Excursionen unter Leitung von Herrn Viertel.
EINFÜHRUNG IN DIE VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE
Wilh.Schäfer, Oberlandwirtschaftsrat
Zeit: 15 Doppelstunden, jeweils dienstags 2o.oo Uhr,
Beginn: 3. November 197o
Ort: Landwirtschaftsschule Montabaur, Tiergartenstr. 1 Lehrgangsgebühr: 3o, - DM.
Für das Begreifen der modernen Welt, das Verständnis unserer gesellschaftlichen Umwelt, sozialer und politischer Entwicklungen ist heute die Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und ökonomischer Gesetzmäßigkeiten drin - gend erforderlich.
Diese notwendigen Grundkenntnisse sollen in der Vorlesungsreihe dargestellt und erarbeitet werden.
C SPRACHKURSE
1. Französisch für Anfänger Beginn am Dienstag, dem lo. November 197o, um 19.3o Uhr im Staatl. Gymnasium. Leitung: Herr Stud.-Ass. Schröder, Gebühren: 18,- DM, 15 Abende.
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