-11
Gemeinschaftswerkes ist wie überall in demWirtsleben ein Vertrag, in dem die Rechte und Pflichten der einzelnen Partner festgelegt werden. Einen solchen Vertrag zwischen Kommunen bezeichnet man auch als öffentl.-rechtl. Vereinbarung.
Den Entwurf einer derartigen Vereinbarung hatten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden zusammen mit Vertretern des Landratsamtes, des Wasserwirtschaftsamtes und den Planern der Gemeinden in mehreren Sitzungen erarbeitet. Er liegt nunmehr den Gemeinderäten zur Beschlußfassung vor.
Die Gemeindevertretung von Horressen beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung am 2.1o.l97o mit dem Vertragswerk nachdem vorher eine eingehende Beratung im Hauptausschuß stattgefunden hatte. Der Gemeinderat erteilte seine grundsätzliche Zustimmung, äußerte aber einige Umformulierungsund Änderungswünsche, die vorzutragen der Bürgermeister beauftragt wurde.
Im II. Bauabschnitt der Ortskanalisation sollen zum Abschluß noch die Schwierigkeiten mit der Kanalisation in der Kirchstraße beseitigt werden. Nach eingehenden Untersuchungen an Ort und Stelle hat sich nämlich herausgestellt, daß der Kanaleinlauf im Schacht vor dem Anwesen Franz Bach ca. 15 cm tiefer liegt als der Auslauf und daß der Auslauf bis zum nächsten Schacht vor dem Anwesen Noll nur ein Gefälle von 1 v.H. hat, was immer j
wieder zu Verstopfungen und Stauungen in der Vergangenheit geführt hat. Dem soll nun durch den Einbau eines zusätzlichen Schachtes ungefähr in der Mitte der Strecke und durch den Bau einer Verbindung zu dem Kanal entlang der Nordgrenze des früheren Schulgartens sowie durch die Neuverlegung des Einlaufs zum Schacht F. Bach abgeholfen werden.
Gemeindewald:
Der Bürgermeister legte in dieser Sitzung auch den Antrag des Forstamtes Montabaur auf Anschaffung einer elektrischen Rechenmaschine für die Re vier forste re i Eigendorf vor. Der zuständige Revierförster mußte sich bisher mit einer uralten Handkurbelmaschine begnügen. So sah man all- J seits sehr schnell die Notwendigkeit einer Neuanschaffung | ein, konnte sich aber nicht entschließen, hierfür einen Betrag von rund 2.ooo, - DM auszugeben, zumal Angebote Vorlagen, die für eine Lieferung einer elektrischen Saldiermaschine mit Multiplikation nicht einmal die I
Hälfte dieses Betrages forderten*
Dem Forstamt wurde deshalb zu Recht, die Anschaffung einer solchen Maschine vorgeschlagen. Es bleibt zu hoffen, daß sich auch die anderen Gemeinden der Revierförsterei diesem Vorschlag anschließen.
3. Landwirtschaft:
Die Gemeinde Horressen hatte sich vor Jahren mit der Gemeinde Niederelbert zwecks gemeinsamer Bullenhaltung zusammengeschlossen. Der Vertrag sah die Möglichkeit einer Kündigung immer nur zum 1.1. eines Jahres vor, wenn diese zum 31.12. des vorhergehenden Jahres ausgesprochen worden war. Nachdem durch die Einführung der Kreisbullenhaltung neue Deckbezirke geschaffen wurden, die Eigendorf, Eschelbach und Horressen zu einem Deckbezirk zusammengefaßt sahen, versuchte die Gemeinde Horressen im Einverständnis mit ihren Landwirten vergeblich, eine vorzeitige Vertragslösung mit der Gemeinde Niederelbert zu erreichen. Trotz dieser ablehnenden Haltung der Gemeinde Niederelbert scheute sich diese nicht, mitten im Jahre 197o ihr Vatertier ohne Absprache mit der Nachbargemeinde zu verkaufen und die Deckstation aufzulösen. Man wird es der Gemeinde Horressen nicht verübeln können, wenn sie aus einem derartigen Vertragsbruch ihre Konsequenzen zieht. Die Leidtragenden waren natürlich die Landwirte der Gemeinde Horressen.
In schnellen und freundschaftlichen Verhandlungen ist es
aber gelungen, mit den Gemeinden Eigendorf und Eschelbach zu einer Einigung in gutnachbarlichem Sinne zu kommen. Danach können die Horresser Landwirte in Zukunft die Deckstation der Gemeinden Eigendorf und Eschelbach mitbenutzen. Die Gemeinde Horressen beteiligt sich bis zum 31.12.197o an den laufenden Kosten mit 2/5. Ab 1.1.1971 soll eine vertragliche Rege lung getroffen werden.
Perfekt im. Einzel- und Großhandel
Karin Meurer legte ihre Einzelhandelskaufmann-Prüfung ab. Sie lernte im Schuhhaus Sack. Großhandelskaufmann in der Auto-Zentrale Arnst wurde Clemens Bach.
Gottesdienstordnung Horressen
21.Sonntag nach Pfingsten (28.d.Jhrs.) 11.- 18.lo.l97o
SAMSTAG
19.oo
Uhr
Sonntagsmesse
SONNTAG
00
•
CO
o
Uhr
Amt: 1.Jahramt f. Frau Maria Ritz
14.3o
Uhr
Rose nkran zandacht
MONTAG
7.oo
Uhr
Hl. Messe f. Heinr. Läufer u. Sohn Theo
8 .oo
Uhr
Schulmesse ( 8 .Schulj.)
DIENSTAG
19.3o
Uhr
Abendmesse: Amt f. Familie Adam Becher u. Angeh.
MITTWOCH
o
o
00
Uhr
Hl. Messe f. Marg. Ritz
DONNERSTAG
lö.oo
Uhr
Neumeßdienerstunde
16.00
Uhr
Meßdienerstunde
19.oo
Uhr
Rosenkranz i.d.Anliegen d. Kirche
FREITAG
7.oo
Uhr
Hl. Messe f. Johann Sanner
19.3o
Uhr
Rosenkranz- And acht
SAMSTAG
I 6.00
Uhr
Beichtgelegenheit
19.oo
Uhr
Sonntagsmesse: Amt f.Wilh. Hannappel
SONNTAG
o
CO
00
Uhr
Vierwochenamt f. Jos. Schäfer
Am nächsten Sonntag halten wir den Weltmissionssonntag mit Kollekte.
SV Horressen
- Spfr. Eisbachtal (1:5 ) ( 1 : 2 )
Am 3o. 9.197o standen sich in Horressen unter Flutlicht die Mannschaften des SV Horressen und der Spfr. Eisbachtal in einem Freundschaftsspiel gegenüber, dessen Reinerlös für einen Sportunfallgeschädigten bestimmt war. Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse hatten sich viele Zuschauer (danke 1 ) eingefunden, die ein schönes und abwechslungsreiches Spiel zu sehen bekamen. Die Gastgeber hatten sich durch die Spieler Schneider u. Weyand (Spfr.Dernbach) verstärkt, mußten jedoch auf ihren etatmäßigen Torwart verzichten, was sich auch in der Höhe des Gästeerfolges ausdrückte.
Die Eisbachtaler hatten zwar spielerisch geringe Vorteile, doch war Horressen fast während des gesamten Spiels feldüberlegen. Außer Pfosten und Lattenschüsse (3) mußten sich die Einheimischen mit einem Tor zufrieden geben. Dagegen war der Gästesturm gefährlicher und konsequent im Ausnützen der Chancen, wobei ihm jedoch eine schwache Abwehr und ein unsicherer Torwart (schlechtes Flutlicht) zugute kam.
Die Eisbachtaler haben gezeigt, daß es trotz rivalisierender Nachbarschaft noch echte Sportkameradschaft gibt, wenn es gilt, jemanden zu helfen. Hierfür sei ihnen ebenso gedankt wie Schiedsrichter Birnfeld,der sich ebenso uneigennützig für dieses Spiel zur Verfügung stellte und diesem ein guter Leiter war.

