Ausgabe 
9.10.1970
Seite
473
 
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Gemeinschaftswerkes ist wie überall in demWirtsleben ein Vertrag, in dem die Rechte und Pflichten der einzelnen Partner festgelegt werden. Einen solchen Vertrag zwi­schen Kommunen bezeichnet man auch als öffentl.-rechtl. Vereinbarung.

Den Entwurf einer derartigen Vereinbarung hatten die Bür­germeister der betroffenen Gemeinden zusammen mit Ver­tretern des Landratsamtes, des Wasserwirtschaftsamtes und den Planern der Gemeinden in mehreren Sitzungen erar­beitet. Er liegt nunmehr den Gemeinderäten zur Beschluß­fassung vor.

Die Gemeindevertretung von Horressen beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung am 2.1o.l97o mit dem Vertragswerk nachdem vorher eine eingehende Beratung im Hauptausschuß stattgefunden hatte. Der Gemeinderat erteilte seine grund­sätzliche Zustimmung, äußerte aber einige Umformulierungs­und Änderungswünsche, die vorzutragen der Bürgermeister beauftragt wurde.

Im II. Bauabschnitt der Ortskanalisation sollen zum Ab­schluß noch die Schwierigkeiten mit der Kanalisation in der Kirchstraße beseitigt werden. Nach eingehenden Unter­suchungen an Ort und Stelle hat sich nämlich herausge­stellt, daß der Kanaleinlauf im Schacht vor dem Anwe­sen Franz Bach ca. 15 cm tiefer liegt als der Auslauf und daß der Auslauf bis zum nächsten Schacht vor dem Anwe­sen Noll nur ein Gefälle von 1 v.H. hat, was immer j

wieder zu Verstopfungen und Stauungen in der Vergangen­heit geführt hat. Dem soll nun durch den Einbau eines zusätzlichen Schachtes ungefähr in der Mitte der Strecke und durch den Bau einer Verbindung zu dem Kanal ent­lang der Nordgrenze des früheren Schulgartens sowie durch die Neuverlegung des Einlaufs zum Schacht F. Bach abgeholfen werden.

Gemeindewald:

Der Bürgermeister legte in dieser Sitzung auch den Antrag des Forstamtes Montabaur auf Anschaffung einer elektri­schen Rechenmaschine für die Re vier forste re i Eigendorf vor. Der zuständige Revierförster mußte sich bisher mit einer uralten Handkurbelmaschine begnügen. So sah man all- J seits sehr schnell die Notwendigkeit einer Neuanschaffung | ein, konnte sich aber nicht entschließen, hierfür einen Betrag von rund 2.ooo, - DM auszugeben, zumal Ange­bote Vorlagen, die für eine Lieferung einer elektrischen Saldiermaschine mit Multiplikation nicht einmal die I

Hälfte dieses Betrages forderten*

Dem Forstamt wurde deshalb zu Recht, die Anschaffung einer solchen Maschine vorgeschlagen. Es bleibt zu hof­fen, daß sich auch die anderen Gemeinden der Revier­försterei diesem Vorschlag anschließen.

3. Landwirtschaft:

Die Gemeinde Horressen hatte sich vor Jahren mit der Gemeinde Niederelbert zwecks gemeinsamer Bullenhal­tung zusammengeschlossen. Der Vertrag sah die Möglich­keit einer Kündigung immer nur zum 1.1. eines Jahres vor, wenn diese zum 31.12. des vorhergehenden Jahres ausgesprochen worden war. Nachdem durch die Einführung der Kreisbullenhaltung neue Deckbezirke geschaffen wur­den, die Eigendorf, Eschelbach und Horressen zu einem Deckbezirk zusammengefaßt sahen, versuchte die Ge­meinde Horressen im Einverständnis mit ihren Landwirten vergeblich, eine vorzeitige Vertragslösung mit der Ge­meinde Niederelbert zu erreichen. Trotz dieser ablehnen­den Haltung der Gemeinde Niederelbert scheute sich die­se nicht, mitten im Jahre 197o ihr Vatertier ohne Ab­sprache mit der Nachbargemeinde zu verkaufen und die Deckstation aufzulösen. Man wird es der Gemeinde Hor­ressen nicht verübeln können, wenn sie aus einem derar­tigen Vertragsbruch ihre Konsequenzen zieht. Die Leid­tragenden waren natürlich die Landwirte der Gemeinde Horressen.

In schnellen und freundschaftlichen Verhandlungen ist es

aber gelungen, mit den Gemeinden Eigendorf und Eschelbach zu einer Einigung in gutnachbarlichem Sinne zu kommen. Danach können die Horresser Landwirte in Zukunft die Deckstation der Gemeinden Eigendorf und Eschelbach mitbenutzen. Die Gemeinde Horressen beteiligt sich bis zum 31.12.197o an den laufenden Kosten mit 2/5. Ab 1.1.1971 soll eine vertragliche Rege lung getroffen werden.

Perfekt im. Einzel- und Großhandel

Karin Meurer legte ihre Einzelhandelskaufmann-Prüfung ab. Sie lernte im Schuhhaus Sack. Großhandelskauf­mann in der Auto-Zentrale Arnst wurde Clemens Bach.

Gottesdienstordnung Horressen

21.Sonntag nach Pfingsten (28.d.Jhrs.) 11.- 18.lo.l97o

SAMSTAG

19.oo

Uhr

Sonntagsmesse

SONNTAG

00

CO

o

Uhr

Amt: 1.Jahramt f. Frau Maria Ritz

14.3o

Uhr

Rose nkran zandacht

MONTAG

7.oo

Uhr

Hl. Messe f. Heinr. Läufer u. Sohn Theo

8 .oo

Uhr

Schulmesse ( 8 .Schulj.)

DIENSTAG

19.3o

Uhr

Abendmesse: Amt f. Familie Adam Becher u. Angeh.

MITTWOCH

o

o

00

Uhr

Hl. Messe f. Marg. Ritz

DONNERSTAG

.oo

Uhr

Neumeßdienerstunde

16.00

Uhr

Meßdienerstunde

19.oo

Uhr

Rosenkranz i.d.Anliegen d. Kirche

FREITAG

7.oo

Uhr

Hl. Messe f. Johann Sanner

19.3o

Uhr

Rosenkranz- And acht

SAMSTAG

I 6.00

Uhr

Beichtgelegenheit

19.oo

Uhr

Sonntagsmesse: Amt f.Wilh. Hannappel

SONNTAG

o

CO

00

Uhr

Vierwochenamt f. Jos. Schäfer

Am nächsten Sonntag halten wir den Weltmissionssonntag mit Kollekte.

SV Horressen

- Spfr. Eisbachtal (1:5 ) ( 1 : 2 )

Am 3o. 9.197o standen sich in Horressen unter Flutlicht die Mannschaften des SV Horressen und der Spfr. Eis­bachtal in einem Freundschaftsspiel gegenüber, dessen Reinerlös für einen Sportunfallgeschädigten bestimmt war. Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse hatten sich viele Zuschauer (danke 1 ) eingefunden, die ein schönes und abwechslungsreiches Spiel zu sehen beka­men. Die Gastgeber hatten sich durch die Spieler Schneider u. Weyand (Spfr.Dernbach) verstärkt, mußten jedoch auf ihren etatmäßigen Torwart verzichten, was sich auch in der Höhe des Gästeerfolges ausdrückte.

Die Eisbachtaler hatten zwar spielerisch geringe Vor­teile, doch war Horressen fast während des gesamten Spiels feldüberlegen. Außer Pfosten und Lattenschüsse (3) mußten sich die Einheimischen mit einem Tor zu­frieden geben. Dagegen war der Gästesturm gefährlicher und konsequent im Ausnützen der Chancen, wobei ihm jedoch eine schwache Abwehr und ein unsicherer Tor­wart (schlechtes Flutlicht) zugute kam.

Die Eisbachtaler haben gezeigt, daß es trotz rivalisie­render Nachbarschaft noch echte Sportkameradschaft gibt, wenn es gilt, jemanden zu helfen. Hierfür sei ihnen ebenso gedankt wie Schiedsrichter Birnfeld,der sich ebenso uneigennützig für dieses Spiel zur Verfü­gung stellte und diesem ein guter Leiter war.