Ausgabe 
17.9.1970
Seite
430
 
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Die Partnerschaft Montabaur -Tonnerre ist besiegelt

(Fortsetzung von Nr. 37)

Und dann verkündeten laute Böllerschüsse die Unterzeichnung der Urkunde durch die Bürgermeister beider Städte.

Geschenke wurden ausgetauscht, und Bürgermeister Dr. Gerard überreichte der Stadt Montabaur eine Fahne, die er vor den Augen aller Zuschauer entrollte und schwenkte.

Der Präsident des Comites der Partnerschaft Philippe CAMUS, verglich die Partnerschaft mit einer Brücke, zu der am 21.6. in Tonnerre der er­ste Stein gelegt wurde und heute am 6.9.70 wird in Montabaur ein zweiter Stein auf das andere Ufer gelegt.Jedoch wird diese Brücke nur dann dauerhaft sein, wenn die Steine gut verkittet sind. Die Steine sind bestimmt guter Qualität, dies genügt aber nicht, denn sie müssen mit Zement gebunden sein. Und dieses Bindemittel liegt in unserem Geist und in unseren Herzen.

Fehlt das Herz, so könnte die Brücke trotz der guten Steine nicht haltbar sein. Hält aber der Zement - und selbst wenn hie und da einige Steine nicht perfekt sind - so wird unsere Brücke gelungen sein.

Des Gelingens bin ich ganz überzeugt und ich wünsche der Brücke MONTABAUR - TONNERRE, TONNERRE - MONTABAUR, ein langes Le­ben!"

Dr. Kratz, Vorsitzender der deutsch-französischen Gesellschaft Montabaur, sowie Ministerialrat Schröder, Mainz, richteten Grußworte an die Anwesenden. Und mit dem 1. Satz aus derNachtmusik" (von Mozart) endete die Feierstunde. Der Abend vereinte noch einmal alle Gastgeber und Gäste zu einem großen öffentlichen Tanz- und Unterhaltungsabend im Kolpinghaus. Hier hatte der Männergesangverein Mendelsohn Batholdy und die TanzkapelleDie Finken" - die bewährte Hauskapelle von Montabaur" - die musikalische Gestaltung übernommen.

Der Montag war ganz dem gesellschaftlichen Beisammensein gewidmet. In vier gescharterten Omnibussen fuhr man nach Rüdesheim, um dort das weiße RheinschiffRüdesheim" zu besteigen. In hellem Sonnenschein erlebten die Gäste das schönste Stück unseres schicksalhaften Stromes von Rüdesheim - vorbei an der Loreley - bis Koblenz. Und wieder sorgten dieFinken" bestens für musikalische Unterhaltung, und die Stimmung stieg bis zur letzten Marke. Ein gemeinsames Abschiedsessen im Kolpinghaus - von Meister Schmidt köstlich zubereitet - konnte die aufkommende Abschiedsstimmung nur mildern.

Der Abschied war unweigerlich am nächsten Morgen gekommen, als die Gäste gegen 9 Uhr die Heimreise nach Tonnerre antraten, nach Tonner­re, der Partnerstadt von Montabaur.

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Ev. Pfarramt Lutherkirche Montabaur

Gottesdienste und Veranstaltungen Sonntag, 20.9.70

9.00 Uhr Hauptgottesdienst Lutherkirche (neue Kirche)

10.30 Uhr Hauptgottesdienst Pauluskirche (Bus fährt)

10.30 Uhr Kindergottesdienste in beiden Kirchen Mittwoch, 23.9.

15.00 Uhr Religionsunterricht in Ruppach Donnerstag, 24.9.

19.30 Uhr Kirchenchor 20.00 Uhr Bibelstunde

Bis Ende des Monats ist Pfr. Sunnus in Urlaub, die Vertretung hat Pfr. Borck, von Orsbeckstr. 12

Aus unserer Partnerstadt

TONNERRE WAR VON MONTABAUR BEGEISTERT Montabaur hat es verstanden, die Tonnerrer herzlich zu empfangen!" Und :Nur gute Erinnerungen bringen wir mit nach Hause."

Das sind in Kürze die Haupteindrücke, die unsere Tonnerrer Gäste da­heim wiedergegeben haben.

In großer Aufmachung und mit allen Einzelheiten berichtet die Heimat­zeitungL'Yonne republicaine" über alle Einzelheiten derJumelage". Auch wir setzen heute die Berichterstattung über die festlichen Tage des Freundschaftsschlusses fort.

CDU wünscht Kindergärtnerinnenseminar im Unter­westerwaldkreis

Der Kreisvorstand der CDU hat Landrat Dr. Klinkhammer vorgeschla­gen, im Unterwesterwaldkreis eine Fachschule für Erzieher (Kindergärt­nerinnenseminar) einzurichten. Gleichzeitig wandte sich der Abgeordne­te Pfeil an den Sozialminister und bat um nähere Erläuterungen über Fragen des Raumprogramms, der Trägerschaft und der zu erwartenden Kosten. Unter Hinweis auf den Antrag der CDU in der letzten Kreistags­sitzung teilte uns der Kreisvorsitzende mit, daß die CDU des Unterwester­waldkreises die Absicht habe, sehr bald die Vorstellungen des Kinder­gartengesetzes im Kreis zu verwirklichen. Hierzu sei es vor allen Dingen notwendig, die erforderlichen ausgebildeten Fachkräfte bereitzustellen.

Sportanlage Aufbaugymnasium

Baubeginn noch in diesem Monat

Wie uns der Abgeordnete Pfeil mitteilt ist die Submission der Ausschrei­bungen am 8.9.1970 erfolgt. Die Vergabe der Arbeiten wird in diesen Tagen vorgenommen. Die Termine für die ausführenden Firmen sind so gesetzt, daß noch in diesem Monat die Betonarbeiten beginnen und die anschließenden Arbeiten zügig erfolgen.

Junge Union Montabaur plant Winterarbeit

Nach einer fast sechswöchigen Sommerpause hatte der JU-Ortsvorsitzen- de Jürgen Vogel die Mitglieder des Ortsverbandes Montabaur ins Kolping­haus eingeladen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Planung der Winterarbeit des JU-Ortsverbandes, die in diesem Jahr zwangsläufig

unter Wahl kampfaspekten stehen muß.

Außerdem sollte die politische Arbeit mit dem JU-Kreisverband abge­stimmt werden. Deshalb konnte der Ortsvorsitzende neben vier weiteren Mitgliedern des JU-Kreisvorstandes den Kreisvorsitzenden Carl Deich­mann herzlich begrüßen.

Nach der Vorstellung des Kreisvorstandes sollte das Winterprogramm offiziell mit einer Kreisversammlung am 3. Oktober eröffnet werden, bei der neben der Verabschiedung des Programms auch die Delegierten für den Bezirks- und den Landestag neu gewählt werden.

Deichmann kündigte an, daß er in seinem Rechenschaftsbericht unter anderem Vorschlägen werde , die JU-Ortsverbände nach der endgültigen Grenzziehung der Verbandsgemeinden zu größeren Verbänden zusammen­zufassen, genau wie es auch in der CDU in der Satzung vorgeschlagen sei.

Die Versammlung war damit genau so einverstanden wie mit dem Ver­such, an mehreren Orten des Kreisgebietes Beat-Partys mit politischen Diskussionseinlagen zu veranstalten. Ebenso werde man die Arbeits­kreise der JU wie für alle Interessenten, also auch Nichtmitglieder, offen haben.

Der Ortsverband Montabaur erklärte seine Bereitschaft, dieses Programm des Kreisvorstandes zu unterstützen. Ortsvorsitzender Vogel schlug daneben vor, die Bemühungen zu verstärken, den Mitgliederstand wei­ter zu erhöhen, außerdem die Soldaten der Bundeswehrgarnison Mon­tabaur zu einer pol. Veranstaltung einzuladen, um gemeinsam dienst­liche und private Probleme zu diskutieren.

Schließlich will die JU Montabaur sich künftig regelmäßig zu einem politischen Diskussionsabend treffen. Der Ortsvorstand kündigte an, einen Politischen Club zu installieren, mit dem besonders dem politi­schen Interesse der jüngeren Generation der zukünftigen Verbandsge­meinde Montabaur entsprochen werden soll.

Jürgen Vogel kündigte an, in einer weiteren Ortsversammlung in der letzten Septemberwoche detaillierte Fragen zu erörtern, die eine Grün­dung eines politischen Clubs mit sich bringen.

VEREINSMITTEILUNGEN

TUS Montabaur

Spvgg. Neuwied - TUS Montabaur 1:0

Am vergangenen Sonntag mußte dieTUS-Elf in Neuwied ihre 2. Nie­derlage hinnehmen.

Vor zahlreichen Zuschauern entwickelte sich ein sehr gutes und kampf­betontes Spiel. Beide Hintermannschaften standen ausgezeichnet und ließen keine T reff er zu.

Im Laufe der 2. Halbzeit verflachte das Spiel. Der Grund lag bei der sehr schlechten Schiedsrichterleistung.

Als sich die Zuschauer bereits mit einem torlosen Unentschieden ab­gefunden hatten, gelang den Neuwiedern in der 85. Minute durch ein unhaltbares Tor die 1:0 Führung. Im direkten Anschluß setzte Faber noch einen Ball an die Latte.

Alles in allem gesehen eine unglückliche Niederlage des TUS.

Am kommenden Sonntag, dem 20.9.70, 15.00 Uhr, trifft die TUS-