Ausgabe 
3.9.1970
Seite
401
 
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Am 14.4. 1971 schließt dann die Reihe der Vorträge Herr Rudolf H. Binz mit dem Thema: Besser einschlafen - gut schla­fen. (Mit Lichtbildern und prakt. Übungen.)

Sämtliche Vorträge finden zu den angegebenen Terminen jeweils um 20 Uhr in der Josef Kehrein-Schule statt. Jedermann kann teilnehmen.

FREUNDE AUS TONNERRE KOMMEN IN UNSERE STADT

Am kommenden Wochenende steht Montabaur im Zeichen der Partnerschaft mit der französischen Stadt TONNERRE in Burgupd.

Vom 20. bis 23. Juni dieses Jahres weilte bekanntlich eine Abordnung aus Montabaur in den Mauern dieses freundli­chen Städtchens, um die Freundschaft mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages für alle Zeit zu besiegeln.

- Die Heimatzeitung RUND UM MONTABAUR berichtete in den Ausgaben Nr. 16, 18 und 19 über dieses Ereignis. - Nunmehr machen die Partner aus Frankreich den Gegenbesuch.

Herzlich wurde unsere Delegation seinerzeit in Tonnerre empfangen, die Straßen waren geputzt und geschmückt und die Menschen zeigten sich von einer überaus liebenswürdigen Gastfreundschaft. Nun, wer die Einwohner unserer Stadt kennt, der weiß, daß auch sie alles daran setzen werden, um unseren Gästen, den Aufenthalt so angenehm wie nur irgend möglich zu machen.

So werden also am kommenden Sonntag die Partnerschaftsurkunden in der Joseph-Kehrein-Schule ausgetauscht. Ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte beider Städte. Bei der Stadtverwaltung laufen die Vorbereitungen auf Hochtou­ren und Stadtamtmann Sonnenschein muß neben der Hauptsache hunderte von Kleinigkeiten bedenken, bestellen, an­ordnen, damit es den Gästen an nichts mangele und die Veranstaltung den ihr gebührenden würdigen Rahmen erhält.

Am Samstag, dem 5.9.1970, etwa gegen 18.00 Uhr werden die Gäste auf dem Konrad-Adenauer-Platz eintreffen, an­schließend erfolgt die Begrüßung im Sitzungssaal des Rathauses durch Bürgermeister Mangels. Um 19.00 Uhr holen die Gastgeber die französischen Gäste vor dem Rathaus ab, wo zugleich der Fanfarenzug der freiwilligen Feuerwehr Monta­baur das Begrüßungsständchen darbringt.

Am Sonntag, dem 6.9.1970 um 9.30 Uhr besuchen Gastgeber und Gäste den Festgottesdienst in der kath. Pfarrkir­che St. Peter in Ketten, der musikalisch umrahmt wird vom Kirchenchor St. Cäcilia Montabaur.

Um 11.00 Uhr erleben wir eine musikalische und tänzerische Darbietung der Volkstanzgruppe Freirachdorf. Den Höhepunkt erreicht der Vormittag um 11.30 Uhr in der öffentlichen Festveranstaltung aus Anlaß der Partnerschafts­erklärung in der Aula der Joseph-Kehrein-Schule - Gelbachstraße, unter Mitwirkung des Collegium musicum Montabaur. Ein Platzkonzert auf dem Schulhof beschließt gegen 12,30 Uhr die Festveranstaltung.

Der Sonntag findet seinen Ausklang in einem großen öffentlichen Tanz- und Unterhaltungsabend, der um 20.15 Uhr im Kolpingshaus beginnt. Musikalische Gestaltung: MGV. Mendelssohn Bartholdy. Tanzkapelle:Die Finken".

Bis zum Dienstag Morgen sind die Gäste in unserer Stadt, von wo sie etwa um 9.00 Uhr die Heimreise antreten.

Wir wünschen zu dieser Veranstaltung ein sonniges Wetter und ein gutes Gelingen.

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TONI DAUN - neuer Schützenkönig in Montabaur

MONTABAUR. Alljährlich am letzten Augustsonntag treffen sich die Schützen der St. Sebastianus-Schützengesellschaft Montabaur zu ihrem Königsschiessen. Josef Schräder, seines Zeichens noch im Amt befindlicher Schützenkönig eröffnete kurz nach 14.00 Uhr das Schiessen. Ausser den aktiven Schüt­zen hatte sich die Jugend der Gesellschaft vollzählig versam­melt. Mit dem 57. Schuss schoss Josef Schräder den Reichs­apfel vom Königsvogel und wurde 2. Ritter. Paul Becker tat es ihm mit dem 67. Schuss gleich und wurde 1. Ritter. Er trennte das Zepter vom Vogel. Bei der Jugend qualifizierte sich Wolfgang Lorenz zum 1. und Uwe Gotting zum 2. Rit­ter. Seinem Vater es gleichtun wollte wohl Olaf Becker, der mit einem wohlgezielten Schuss Jungschützenkönig 1970 wur­de. Eine grosse Besucherzahl hatte sich eingefunden, um dem spannenden Wettkampf zuzusehen. Genau mit dem 300. Schuss wurde Toni Daun, ein altes, zuverlässiges Mitglied, der es schon lange einmal verdient hätte Schützenkönig zu werden, Majestät 1970.

Von seinen Freunden und Kameraden gebührend gefeiert lud er alle zum ersten Umtrunk ein. Nun ist am Sonntag Schützenfest in Montabaur. Samstag Abend treffen sich die Schützen im Hotel zur Post, um mit einem Fackelzug unter Vorantritt des Musikzuges Ransbach den alten König 1969 zum Kolpinghaus zu geleiten. Dort wird dann der 2. Vorsit­zende der Gesellschaft K.H. Gerharz den neuen König und Jungschützenkönig mit ihren Begleitern in ihr Amt einführen. Anschliessend ist Königsball, wozu die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Am Sonntag früh ab 8.00 Uhr schiessen die Schützengesellschaften aus Höhr, Grenzhausen, Ransbach, Sayn, Bendorf Dierdorf, Selters und Montabaur den Wander­preis des Freundschaftsbundes aus. Für das leibliche Wohl sorgt eine Feldküche der Bundeswehr mit Erbsensuppe und Würstchen. Nachmittags um 14.30 Uhr findet der Festzug

statt. Ca. 16 befreundete Gesellschaften haben sich zur Mit­wirkung angesagt. Auf dem Schiesstand ist dann Preisschies­sen mit dem Luftgewehr, KK-Gewehr und der Pistole. Wert­volle Sach- und Geldpreise sind zu erringen. Am Montag vor­mittag treffen sich die Schützen zum Königsessen im Strand­bad-Restaurant Dewess.

An den beiden darauffolgenden Sonntagen wird das Preis­schiessen fortgesetzt. Auch Nichtschützen sind herzlich ein­geladen. Preisverteilung ist dann am Sonntag, dem 20.9.70 20.00 Uhr im Schützenhaus.

Landesbühne Rheinland-Pfalz

Aufführungstermine für Montabaur

Freitag, den 4.9.1970Andorra v. Max Frisch

Man kann über dieses Stück nicht schreiben wie über ir­gendeines. Es ist in deutscher Sprache das wichtigste seit Jahren. Die überwältigende Zustimmung, mit der es im Züri­cher Schauspielhaus von einem ungewöhnlichen Publikum aufgenommen wurde, galt so wohl der Wahrheit, die es aus­spricht, als dem Mann, der den Mut hatte, sie auf die Bühne zu bringen.

(Siegfried Melchinger)

Die Resonanz, dieAndorra seit seiner Uraufführung ge­funden hat, bewies, daß die in ihm ausgesprochene Wahr­heit nicht nur in Zürich verstanden wurde. Mit diesem Stück hat sich Max Frisch als Klassiker des modernen Theaters ausgewiesen.

An dem Schicksal Andris zeigt der Autor, wie unter be­stimmten Umständen ein Mensch zum Sündenbock einer ganzen Stadt werden kann.

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