Ausgabe 
6.8.1970
Seite
353
 
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Rudolf Oster aus Stahlhofen sowie Heinrich Wübbelmann aus Hor­bach.

Für zehnmaliges Blutspenden bekamen die Goldene Ehrennadel ver­liehen: Günter Schwarz und Heinrich Flügel aus Untershäusen, Alois Wittlich aus Daubach, Helmut Ortseifen aus Holler und Ludwig Den- nebaum aus Hübingen.

Diesmal konnten sogar vier Personen ausgezeichnet werden, die fünf­zehnmal und teilweise noch öfter ihr Blut gespendet haben. Sie er­hielten die goldene Ehrennadel mit Silberkranz: Werner Weckbecker aus Untershausen, Bruno Schmidt aus Horbach, Winfried Sandmann aus Daubach und Manfred Bicking aus Stahlhofen.

Dr. Staudt, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Daubach, der die Auszeichnungen vornahm, dankte für diese großartigen Leistungen und hob die unermüdliche Opferbereitschaft des Geschäftsführers des DRK, Herbert Wolf, hervor, der immer zum Helfen bereit sei. Neben der Ehrennadel konnte jeder Spender auch noch ein kleines Präsent mit nach Hause nehmen.

(Siehe Bildseite)

ELGENDORF

Unfall durch Alkohol

PKW-Fahrer befuhr die K 15 - von Ransbach-Baumbach kommend - in Richtung Eigendorf.

Beim Durchfahren einer Linkskurve geriet er - vermutlich infolge über­höhter Geschwindigkeit - zunächst auf den rechten Gehweg - anschlies­send auf die linke Fahrbahnseite und stieß hier mit einem entgegen­kommenden PKW zusammen.

Fahrer stand unter Alkoholeinwirkung. Blutprobe wurde entnom­men. Führerschein sichergestellt.

Beide Fahrzeuge wurden beschädigt.

GACKENBACH

Kirchährer Kirchlein wird gedeckt

Das Kirchlein zu Kirchähr erhält zur Zeit ein neues Naturschieferdach.

HE I L I GENROTH

Auto beraubt

ln der N. z. Sonntag wurde ein vor dem Rasthaus abgestellter PKW, dessen Besitzer dort übernachtete, aufgebrochen und aus dem Fahr­zeug u.a. ein FotoapparatKodak Instamatic", 1 schwarzer Lederkof­fer mit Aluminiumrahmen, ca. 90 x 60 x 20 cm, dunkelrotes Innen­futter, 1 Stereo-Plattenspieler m. Lautsprecherboxen, im Wert von ca. 1.500,00 DM entwendet.

HUBINGEN

Zeltlager der DPSG

An der Silwuch im Lingsinger Tal oberhalb Dies zelten zur Zeit die St. Georg-Pfadfinder.

KIRCHLICHE NACHRICHTEN

KATH. PFARRGEMEINDE HOLLER

Gottesdienstordnung vom 8.8.-16.8.70

Samstag, den 8.8.70 - Fest des hl. Joh. Maria Vianney

7.00 Uhr Amt für Jakob Hahn

17.00 Uhr Rosenkranz, Beichtgelegenheit

19.00 Uhr 3. Seelenamt für Sophie Henn

Sonntag, den 9.8.1970 -12. Sonntag nach Pfingsten

Keine Frühmesse

9.30 Uhr Hochamt

Montag, den 10.8.70 - Fest des hl. Laurentius

7.00 Uhr Hl. Messe für 'Leb. u. Verst. der Farn. Molsberger-Labonte

Dienstag, den 11.8.70- Kirchweihfest des Limburger Domes

7.00Uhr Amt für Christian Herrmann

Mittwoch, den 12.8.70- Fest der hl. Klara

7.00 Uhr Amt für Theodor Pierod

Donnerstag, den 13.8.70- Fest der hl. Gertrud von Altenberg 7.00 Uhr Amt für Peter Josef Lenz u. vermißten Sohn August

Freitag, den 14.8.1970 17.00 Uhr Beichtgelegenheit

19.00 Uhr Amt für Eheleute Adolf u. Anna Müller u. Sohn Paul Samstag, den 15.8.70 - Fest der Aufnahme Mariehs in den Himmel Keine Frühmesse !

9.30 Uhr Hochamt (Kräuterweihe)

13.45 Uhr Prozession nach Wirzenborn Keine Vigilmesse !

Sonntag, den 16.8.1970 -13. Sonntag nach Pfingsten 7.00 Uhr (!): Frühmesse

Hl. Messe für Magd. Born geb. Eidenberg 9.30 Uhr Hochamt

HORBACH

- Wieder 4. Lehrer

Lehrer Vetter aus Stahlhofen, der bisher in Brandscheid/Oww. unter­richtete, wurde an die Verbandsschule Horbach-Gackenbach versetzt. Damit verfügt die Verbandsschule wieder über die ständige vierte Lehr­kraft.

KIRCHLICHE NACHRICHTEN

Kath. Pfarrkirche St. Johannes d.T. in Ruppach-Goldhausen

Gottesdienstordnung

Samstag, 8.8.:

19.30 Uhr Samstagabendmesse als Sonntagsmesse: Amt für die

Verstorbenen der Familie Weber

Sonntag, 9.8.

10.30 Uhr Amt für Franziska Nink u. Tochter Melitta Montag, 10.8.

19.30 Uhr , Amt für Josef Aßmann Mittwoch, 12.8.

19.30 Uhr in Goldhausen: Amt für Anna Gerlach geb. Steudter Donnerstag, 13.8.

19.30 Uhr Amt für Paul Henkes und verstorbene Eltern Samstag, 15.8. - Fest Mariä Himmelfahrt

10.00 Uhr Gestiftetes Jahramt für Ehel. Peter Linden und Maria geb. Eulberg, danach Prozession

19.30 Uhr Samstagabendmesse: Amt für Eheleute Jakob Braun Sonntag, 16.8.

10.30 Uhr Amt für verstorbene Eheleute Jakob Bach

Bischof besucht Industrie

Am 1. Juli besuchte S. Exellenz Herr Weihbischof Dr. Walter Kampe aus Limburg die Bergbaugesellschaft Marx in Ruppach-Goldhausen im Westerwald.

Nach der Begrüßung durch Herrn Dr. Ing. Günther Marx wurden dem hohen Gast, der von Herrn Ortspfarrer Bändel begleitet war, die Da­men und Herren der Verwaltung des Unternehmens vorgestellt. Bei dem recht lebhaften persönlichen Gespräch erklärte Herr Weihbischof Kampe, daß er bei Firmungen und ähnlichen Anlässen festlich geklei­dete Menschen, geschmückte Kirchen und Gemeinden vorfinde, heute jedoch dieselben Menschen in ihrem wirklichen Alltag aufsuchen wolle Das schlechte Wetter war kein Hinderungsgrund, einige Gruben der Firma Marx zu befahren. In Fahranzug, Stiefeln und Helm ging die Fahrt zur Grube Meudt, einem Tagebau mit 6.000 Monatstonnen, Ge­winnung durch Hydraulikbagger, die demnächst auf Schaufelradbagger umgestellt werden soll, und Bandförderung in eine Tonlagerhalle mit mehreren Boxen von je 2.000 to Fassungsvermögen.

Die Schwere der Arbeit, Arbeitszeit, Herkunft der einzelnen Leute sowie das Einzugsgebiet der hier Beschäftigten waren Themen von be sonderem Interesse. Bei der locker geführten Unterhaltung war dann der Antrag eines Arbeiters nicht mehr verwunderlich, als er im Hinblick auf die schlechte Witterung meinte, der hochwürdige Herr Bischof möge doch seine guten [Beziehungen nach Qben .dafür einsetzep. nach dem außerordentlich, langen Winter 1 'ühd deff Vielen 1 regnerischen Wochen endlich Erdkaut-Wetter zu schicken. Lachend antwortete Herr Weih­bischof Kampe, er habe es schon lange aufgegeben, bei der Vielfalt der Wetterwünsche auf engstem Raum vermittelnd einzugreifen.

Auf dem untertätigen Grubenbetrieb der SchachtanlageNiedersach- sen" in Ruppach wurde die Befahrung auch für den hohen Gast zu einem besonderen Erlebnis. In seinem Lebenslauf sind zwei Jahre auf­gezeichnet, die er als russischer Kriegsgefangener den Erzbergwerken der Ukraine unter katastrophalen Bedingungen bei harter Arbeit aus- halten musste. Am Schacht, in den Verrichtungsstrecken und verschie­denen Abbauen kam es zu lebhaften persönlichen und Fachgesprächen.