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Nach der Pause verpaßte Montabaur einige sehr gute Chancen. Mit etwas Glück hätte die Elf in Führung gehen können. Der Pfosten und der sehr aufmerksam spielende Torhüter der Gäste ließen einen weiteren Treffer nicht zu.
Erst in der Schlußphase des Spieles hatten die Engerser Vorteile und kamen durch 2 weitere Treffer zu einem alles in allem gesehenen verdienten 4:2 Sieg.
Fazit dieses Spieles: Montabaur zeigte ein hervorragendes Spiel. Einsatz, Kondition und spielerisches Können, zeichnen diese Mannschaft aus.
Am kommenden Sonntag, dem 9.8.70, fährt die I. und II. Mannschaft nach Diez. Sie ist hier Gast des VFL Freiendiez. Auch hier darf wiederum mit spannenden Kämpfen gerechnet werden.
POLIZEI BITTET UM MITHILFE
Montabaur. - Ein in der Alleestraße abgestellter PKW wurde von Unbekannt angefahren und beschädigt. Fahrer beging Unfallflucht.
Wer kann Angaben machen?
UNSER SONNTAGSSPAZIERGANG
IN DEN HORRESSENER WALD
Wir fahren auf der Horressener Hauptstraße gesadeaus in den Wald hoch und parken auf dem Rundwanderwege-Parkplatz-, bei dem sich auch eine Sitzgruppe befindet.
Rechts liegt zunächst der alte, dahinter der 1964 neu erbaute Hochbehälter, bei dem sich ein Schulwald befindet. Wir biegen nun nach links in einen für den Verkehr gesperrten, doch gut befestigten Waldweg ein, der uns geradeaus ganz leicht bergab 1 km südwärts führt Hier stoßen wir auf die breite Militärstraße. Rechts an der Ecke steht hinter einer Ruhebank ein Baum. Er wurde vo 10 Jahren am Tag des Baumes gepflanzt. Die Inschrift lautet: „Ehrenbürger Peter Hannappel".
Nun wandern wir auf der Militärstraße wieder nach links im Tälchen des Biebrichsbachs zurück. Rechts im Wald etwas versteckt liegen dort, wo früher eine Rennbahn war, Schießstände.
Nach 750 m erreichen wir die Niederelberter Straße. Auf ihr wandern wir durch Horressen hindurch zu unserem Parkplatz zurück. Sollten wir den Ortskern meiden wollen, können wir auch am Ortseingang links die Bergstraße hochgehen.
WEGSTRECKE:3 km GESAMTE STEIGUNG: 40 m
WEGEVERHÄLTNISSE: Außerdem Waldweg Parkplatz-Militärstraße sind alle Straßen geteert. Der Spaziergang ist auch bei nassem Wetter durchführbar.
MER KMALE: Ziemlich ebener Waldspaziergang
Ins Vereinsregister eingetragen
Seit einigen Tagen gibt es in Montabaur wiederum zwei neue amtsgerichtlich eingetragene Vereine: Den „Verein zur Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher e.V." und die „Gesellschaft zur Förderung des Gemeinsamen europäischen Marktes e.V.".
Hof raum wird versteigert
Am 23. September um 14 Uhr wird der bebäute Hofraum in der Elisabethenstraße 2 (0,59 Ar) öffentlich meistbietend versteigert.
Versorgungsleitungen gelegt
ln der Peterstorstraße wurden zwischen der Koblenzer Straße und dem Weckerlingweg unter dem Bürgersteig Versorgungsleitungen gelegt.
Kalbswiese wird Parkplatz
An der Fröschpfortstraße wurde mit der Anlage des Parkplatzes „Kalbswiese" begonnen. Eine Lavalithschicht wurde bereits aufgezogen.
Haferernte hat begonnen
Die Mähdrescher sind wieder unterwegs. Bereits in der vergangenen Woche wurde mit der Haferernte begonnen.
„Böschungstouristen" an der B 49
Wer an Sonntagen von Montabaur nach Koblenz fährt, sieht sie, die „Böschungstouristen", rechts und links am Straßenrand. Da haben sie ihr Campingtischchen aufgestellt, sich in ihren Liegestuhl geworfen und genießen den vorbeiflutenden Verkehr. Nicht einmal bis zum nächsten Wanderparkplatz haben sie es geschafft, geschweige denn einen Spaziergang gewagt.
Wie sagte da kürzlich jemand: „Die halten an, legen sich neben das Auto, atmen Abgase, steigen ein und fahren wieder heim," -
Eine Schafherde im Übungsgelände:
450 Rasenmäher fressen Bundeswehrfutter
Wer von Montabaur nach Niederelbert oder Holler fährt, kann aut dem Übungsgelände der Bundeswehr zwischen Hollerer und Niederelberter Straße einerseits und dem Fichternberg mit der Fasanerie und der Umgehungsstraße andererseits seit dem zeitigen Frühjahr eine große Schafherde beobachten. Schafhalter Brüse aus Selters hat dieses Gelände zum Abweiden gepachtet.
Jeden Morgen schon recht früh kommt der Schäfer Heinrich Jung, um seine 450 Schafe aus dem Pferch am Fichternberg zu lassen. Seine beiden altdeutschen Schäferhunde sind ihm dabei treue Kameraden und Helfer.
Über 40 Jahre steht er nun seinen Mann in der freien Natur. 67 Jahre ist er alt. Die Natur hat ihn abgehärtet und keineswegs verwöhnt. Nur für den Außenstehenden mag die Schäferei von Romantik umwittert sein. Für den Schäfer selbst ist es ein harter Broterwerb. In seinem Rucksack führt er stets zu essen und zu trinken mit. Die Mahlzeiten sind bescheiden. Der Durst macht ihm in der prallen Sonne oft zu schaffen So freut er sich, wenn ihn die Segelflieger oder Soldaten zu einem kleinen Umtrunk einladen und er etwas Gesellschaft bekommt.
Schafe kennen keinen Feierabend und kein freies Wochenende So ist denn sein Tagewerk lang. Erst am Abend wird er von Herrn Brüse zur Heimfahrt abgeholt. Und auch die freien Tage sind gezählt, denn nicht immer findet sich am Wochenende ein Vertreter.
Doch Schäfer Jung ist bescheiden. Gewissenhaft hütet er seine große Herde und hofft, daß ihm die Gesundheit dies noch lange ermögliche.
Der Fingerhut blüht
Bald ist er wieder verblüht, der purpurrote, bis 1,5 m hohe Fingerhut, ein Wahrzeichen des sommerlichen Westerwaldes. In den Laubwäldern rund um Montabaur und besonders auf der Montabaurer Höhe steht er oft massenhaft an lichten Stellen, am Wegrand oder am Waldwiesensaum.
Der kalkarme Boden des Westerwaldes sagt der Pflanze besonders zu. Dagegen kennt man sie in vielen Teilen Deutschlands nicht. Die großen purpurroten Blüten stellen hängende Glöckchen dar. Alle Teile der stattlichen Pflanze, Blätter und Samen, enthalten das Digitalisgift. Es wirkt bei Genuß tödlich. In der Medizin aber stellt es unter der Hand der Ärzte einen Segen für Herzkranke dar.
KIRCHLICHE NACHRICHTEN
Kath. Kirche Maria Himmelfahrt in Boden
Gottesdienstordnung
Sonntag, 9.8.
9.00 Uhr Amt für Anna Sode
Dienstag, 11.8.
19.30 Uhr Amt für Johann Höber Samstag, 15.8."Fest Mariä Himmelfahrt:
8.30 Uhr Amt nach Meinung zu Ehren der Mutter Gottes
Sonntag, 16.8. Kirmessonntag
9.00 Uhr Amt für die Pfarrgemeinde
- DAUBACH _
21 erhielten Ehrennadel
Zu einem Blutspendetermin in der vergangenen Woche kamen wiederum fast 100 Spender. Nach Angaben von Herbert Wolf, dem Kreisgeschäftsführer des DRK, werden in Rheinland-Pfalz täglich etwa 100 Konserven benötigt. Der Bedarf ist zur Zeit besonders groß, weil in der Urlaubszeit viele und schwere Unfälle passieren. Andererseits aber seien während der Urlaubs- und Ferienzeit die Blutspendetermine nicht mehr so gut besucht wie sonst. Die Blutspendezentrale in Bad Kreuznach könne daher den Bedarf kaum decken.
Im Anschluß an den Blutspendetermin konnten wiederum 5 bronzene, 7 silberne, 5 goldene Blutspende-Ehrennadeln und sogar 4 Ehrennadeln „Gold mit Silberkranz" verliehen werden.
Für dreimaliges Blutspenden erhielten die Ehrenauszeichnung in Bronze: Maria Ludwig und Klaus Lühring aus Horbach, Ludwig Neuroth aus Stahlhofen, Oskar Maler aus Isselbach und Franz-Josef Löhr aus Daubach.
Wer mindestens sechsmal Blut gespendet hatte, bekam die Ehrennadel in Silber: Irene Flügel und Adeibert Dick ob au4 Untershausen, Clothil de Ferdinand und Bernhard Ferdinand aus Holler, Rita Egenolf und

