Ausgabe 
2.7.1970
Seite
276
 
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RUND UM MONTABAUR 18/27/70/8

KATHOLISCHE KIRCHE SUCHT DEN DIALOG MIT DER

WELT.

Bezirkssynodalrat Westerwald hatte zu einem Informa­tionsgespräch eingeladen -

Am vergangenen Samstag, dem 27. Juni 1970 hatten Bezirksdekan Breidling und der Vorsitzende der Bezirksversammlung Dr. Reinermann, Neuhäusel, Ab­geordnete des Bundestages und des Landtages Rhein­land-Pfalz, Vertreter der Behörden, der katholischen und der evangelischen Kirche, der Schulen und der Gewerkschaften aus Anlass der Bildung der synoda­len Körperschaften im Bezirk Westerwald zu einem ersten Informationsgespräch und zum Gedankenaus­tausch in das Bezirkszentrum Montabaur eingela­den.

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Trotz des hochsommerlichen Wetters konnte Be­zirksdekan Breidling etwa 30 Personen begrüssen. In einem einleitenden Vortrag berichtete er über die Entstehung des Bezirkszentrums in Montabaur und die in Vorbereitung befindliche Bildung des Syno­dalamtes Westerwald. Er informierte die Teilneh­mer über die Aufgaben der im Bezirk vorhandenen Dienststellen: Jugendamt, Caritas, Rentamt, Be­treuungsstelle für italienische Arbeiter, Erziehungs­beratungsstelle, Amt für Religionspädagogik und machte nähere Ausführungen über ihre jeweilige Aufgabenstellung Die zunehmende Bedeutung der Erwachsenenbildung erfordere die Einrichtung eines eigenen Referates für diesen Bereich. Nach dem Sta­tut für Bezirkssynodalämter sollen alle Stellen nach und nach in dieses Amt integriert werden.

die Arbeit der synodalen Gremien eine weitgehende Unterstützung erfahren könne.

Trotzdem stehe man erst am Anfang der Bemühun­gen. Bezirksdekan Breidling bat die Anwesenden um ihre Unterstützung, um auf diese Weise eine möglichst breite Basis für die gemeinsamen Anlie­gen zu finden.

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung Wester­wald, Dr. Reinermann, berichtete über den Aufbau der synodalen Gremien auf der Orts-, Bezirks- und Diözesanebene, ihre bisherige Arbeit und ihre Zu­kunftsaufgaben. Mit Genugtuung konnte er fest­stellen, daß das Bistum Limburg eine der fort­schrittlichsten Synodalordnungen aller deutschen Diözesen habe. Auf der untersten Ebene arbeiten je nach Gemeindegröße zwischen 10 und 18 von den Gemeindemitgliedern gewählte Pfarrgemeinderäte. Bei 354 Kirchengemeinden entspricht das rund 5000 ehrenamtlich in diesem Bereich tätiger Per­sonen, zu denen eine große Zahl von Sachverstän­digen in den einzelnen Ausschüssen hinzukommt.

Am Beispiel des Aufgabenkataloges des Bezirkssy­nodalrates, der im Westerwald 25 Personen um­faßt, zeigte der Redner die umfassende Verant­wortung dieses Personenkreises auf. Gemeinsam mit dem Bezirksdekan hat er die Verantwortung für die Heilssendung der Kirche im Bezirk zu tra­gen. Der Bezirksvorsitzende verstand es, anhand anschulicher Beispiele - Verhältnis Caritasarbeit u. Sozialbetreuung, Dekanatsneueinteilung: Priester­bedarf. Pfarrgemeinderäte: Kirchenvorstand, Ju­gendgruppen, staatsbürgerliche Erziehung - die vielfältigen Probleme mit denen sich der Bezirks­synodalrat in der kurzen Zeit seiner Tätigkeit bereits befassen mußte, darzustellen.

Im weiteren Verlauf seiner Darlegungen kam Dr. Reinermann auf das gute Einvernehmen und die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der evangelischen Kirche zu sprechen. Dann ging er auf die Aufgaben der Sachausschüsse ein und be­tonte, daß hier echte und mannigfache Berührungs­punkte zu den Arbeitsbereichen der zu diesem In­formationsgespräch geladenen Personen bestehe. Ab­schliessend bemerkte er, daß der durch das Zweite Vatikanische Konzil ingang gekommene Dialog zwischen den Amtsträgern der Kirche und den als mündig erklärten Laien auf allen Ebenen und in allen Sachbereichen fortgesetzt werden müsse, daß die durch das Vertrauen der Gläubigen in die syno­dalen Gremien gewählten Vertreter ihre Aufgabe aber nur erfüllen könnten, wenn Sie auf die Unter­stützung der Allgemeinheit rechnen dürften.

An die beiden Vorträge schloß sich eine recht leb­hafte Diskussion an, die von dem vor einigen Tagen

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Der Bezirk Westerwald mit 106 000 Katholiken nach Frankfurt der größte im Bistum Limburg habe im Vergleich zu den kleineren Bezirken dank der weit­sichtigen Planung der Verantwortlichen bereits eine gewisse personelle Grundausstattung wodurch

ernannten Bezirksvikar Müller, geleitet wurde. Die Fragen bezogen sich in erster Linie auf den demo­kratischen Aufbau der synodalen Gremien, das Wahlverfahren, die vielfach festzustellende Unter­repräsentanz der Jugend in den kirchlichen Gremien,

aut die Wahl der Ortsgeistlichen und die Dekanats­einteilung. Ferner wurden die Probleme der Schul­gesetzgebung, der Konfessionsschulen, des Kinder­gartengesetzes, der Hirtenbriefe vor politischen Wah len und der künftigen Gestaltung der Kirchensteuer erörtert. Auch die Synode 72 mit der vorgeschalte­ten Fragebogenaktion und die Vertretung des We­sterwaldes auf dieser Synode, die in Würzburg ab­gehalten wird, wurde angesprochen.

Nach einer fast zweistündigen Diskussion, die sich einerseits durch betonte Sachlichkeit, andererseits aber durch echtes Engagement auszeichnete, konn­te der Vorsitzende der Bezirksversammlung, Dr. Reinermann, die erste Zusammenkunft in diesem Kreise mit der Feststellung schliessen, daß die Aus­sprache der Leitung des Synodalamtes Westerwald und den Leitern der Referate sowie dem Vorstand der Bezirksversammlung wertvolle Anregungen für ihre künftige Arbeit vermittelt habe, wofür allen Teilnehmern herzlicher Dank gebühre. Da auch von den Besuchern dieses Informationsgespräches der Wunsch nach einem weiteren Gedankenaus­tausch geäußert wurde, sollen derartige Zusammen­künfte in Zukunft wiederholt werden.

Bladernheim

Vorbildliches Bladernheim

Wir haben bereits darüber berichtet, dass Bladernheim vorbildliche Dorfanlagen be­sitzt: Ein Gemeindehaus mit Dorfjjlatz und Grünanlagen, einen sehr schön angelegten Friedhof , einen äusserst geschmackvollen Dorfbrunnen und eine gemütliche Sitzecke. Fast alle Hauser sind gepflegt und mit Blu­men geschmückt. Die zahlreichen Anstreng­ungen zur Dorfverschönerung haben nun im 9. Platz beim Wettbewerb um das schönste Dorf eine gewisse Belohnung gefunden.

BODEN

= "Kirchen ^fachricfiten

GOTTESDIENSTORDNUNG KATH. KIRCHE MARIA HIMMELFAHRT IN BODEN

SONNTAG. 5.7.70

9.00 Uhr, Amt für Eheleute Karl und Maria Fluck

DIENSTAG, 7.7.7Q

19.30 Uhr, Amt für Johann Höber

FREITAG, 10.7.70

19.30 Uhr, Amt für.Maria Nink

SONNTAG, 12.7.70 9.00 Uhr, Amt für Johann Noll

5 km ist zuviel

Am Ortsausgang von Goldhausen steht zu lesen: Boden 5 km. Wenn auch die Stras­se am Hofgut Langwiesen einen beträcht­lichen Umweg macht, so sind es dennoch nur 3 km. Würde man gar von Goldhausen über die Wiesenmühle nach Boden gehen, wären es nur knapp 2 km.

Mrfl

FAMILIENANZEIGEN

inRund um Montabaur" sind nicht teuer und errei­chen die breiteste Öffent­lichkeit.