RUND UM MONTABAUR 18/27/70/8
KATHOLISCHE KIRCHE SUCHT DEN DIALOG MIT DER
WELT.
Bezirkssynodalrat Westerwald hatte zu einem Informationsgespräch eingeladen -
Am vergangenen Samstag, dem 27. Juni 1970 hatten Bezirksdekan Breidling und der Vorsitzende der Bezirksversammlung Dr. Reinermann, Neuhäusel, Abgeordnete des Bundestages und des Landtages Rheinland-Pfalz, Vertreter der Behörden, der katholischen und der evangelischen Kirche, der Schulen und der Gewerkschaften aus Anlass der Bildung der synodalen Körperschaften im Bezirk Westerwald zu einem ersten Informationsgespräch und zum Gedankenaustausch in das Bezirkszentrum Montabaur eingeladen.
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Trotz des hochsommerlichen Wetters konnte Bezirksdekan Breidling etwa 30 Personen begrüssen. In einem einleitenden Vortrag berichtete er über die Entstehung des Bezirkszentrums in Montabaur und die in Vorbereitung befindliche Bildung des Synodalamtes Westerwald. Er informierte die Teilnehmer über die Aufgaben der im Bezirk vorhandenen Dienststellen: Jugendamt, Caritas, Rentamt, Betreuungsstelle für italienische Arbeiter, Erziehungsberatungsstelle, Amt für Religionspädagogik und machte nähere Ausführungen über ihre jeweilige Aufgabenstellung Die zunehmende Bedeutung der Erwachsenenbildung erfordere die Einrichtung eines eigenen Referates für diesen Bereich. Nach dem Statut für Bezirkssynodalämter sollen alle Stellen nach und nach in dieses Amt integriert werden.
die Arbeit der synodalen Gremien eine weitgehende Unterstützung erfahren könne.
Trotzdem stehe man erst am Anfang der Bemühungen. Bezirksdekan Breidling bat die Anwesenden um ihre Unterstützung, um auf diese Weise eine möglichst breite Basis für die gemeinsamen Anliegen zu finden.
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung Westerwald, Dr. Reinermann, berichtete über den Aufbau der synodalen Gremien auf der Orts-, Bezirks- und Diözesanebene, ihre bisherige Arbeit und ihre Zukunftsaufgaben. Mit Genugtuung konnte er feststellen, daß das Bistum Limburg eine der fortschrittlichsten Synodalordnungen aller deutschen Diözesen habe. Auf der untersten Ebene arbeiten je nach Gemeindegröße zwischen 10 und 18 von den Gemeindemitgliedern gewählte Pfarrgemeinderäte. Bei 354 Kirchengemeinden entspricht das rund 5000 ehrenamtlich in diesem Bereich tätiger Personen, zu denen eine große Zahl von Sachverständigen in den einzelnen Ausschüssen hinzukommt.
Am Beispiel des Aufgabenkataloges des Bezirkssynodalrates, der im Westerwald 25 Personen umfaßt, zeigte der Redner die umfassende Verantwortung dieses Personenkreises auf. Gemeinsam mit dem Bezirksdekan hat er die Verantwortung für die Heilssendung der Kirche im Bezirk zu tragen. Der Bezirksvorsitzende verstand es, anhand anschulicher Beispiele - Verhältnis Caritasarbeit u. Sozialbetreuung, Dekanatsneueinteilung: Priesterbedarf. Pfarrgemeinderäte: Kirchenvorstand, Jugendgruppen, staatsbürgerliche Erziehung - die vielfältigen Probleme mit denen sich der Bezirkssynodalrat in der kurzen Zeit seiner Tätigkeit bereits befassen mußte, darzustellen.
Im weiteren Verlauf seiner Darlegungen kam Dr. Reinermann auf das gute Einvernehmen und die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der evangelischen Kirche zu sprechen. Dann ging er auf die Aufgaben der Sachausschüsse ein und betonte, daß hier echte und mannigfache Berührungspunkte zu den Arbeitsbereichen der zu diesem Informationsgespräch geladenen Personen bestehe. Abschliessend bemerkte er, daß der durch das Zweite Vatikanische Konzil ingang gekommene Dialog zwischen den Amtsträgern der Kirche und den als mündig erklärten Laien auf allen Ebenen und in allen Sachbereichen fortgesetzt werden müsse, daß die durch das Vertrauen der Gläubigen in die synodalen Gremien gewählten Vertreter ihre Aufgabe aber nur erfüllen könnten, wenn Sie auf die Unterstützung der Allgemeinheit rechnen dürften.
An die beiden Vorträge schloß sich eine recht lebhafte Diskussion an, die von dem vor einigen Tagen
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Der Bezirk Westerwald mit 106 000 Katholiken nach Frankfurt der größte im Bistum Limburg habe im Vergleich zu den kleineren Bezirken dank der weitsichtigen Planung der Verantwortlichen bereits eine gewisse personelle Grundausstattung wodurch
ernannten Bezirksvikar Müller, geleitet wurde. Die Fragen bezogen sich in erster Linie auf den demokratischen Aufbau der synodalen Gremien, das Wahlverfahren, die vielfach festzustellende Unterrepräsentanz der Jugend in den kirchlichen Gremien,
aut die Wahl der Ortsgeistlichen und die Dekanatseinteilung. Ferner wurden die Probleme der Schulgesetzgebung, der Konfessionsschulen, des Kindergartengesetzes, der Hirtenbriefe vor politischen Wah len und der künftigen Gestaltung der Kirchensteuer erörtert. Auch die Synode 72 mit der vorgeschalteten Fragebogenaktion und die Vertretung des Westerwaldes auf dieser Synode, die in Würzburg abgehalten wird, wurde angesprochen.
Nach einer fast zweistündigen Diskussion, die sich einerseits durch betonte Sachlichkeit, andererseits aber durch echtes Engagement auszeichnete, konnte der Vorsitzende der Bezirksversammlung, Dr. Reinermann, die erste Zusammenkunft in diesem Kreise mit der Feststellung schliessen, daß die Aussprache der Leitung des Synodalamtes Westerwald und den Leitern der Referate sowie dem Vorstand der Bezirksversammlung wertvolle Anregungen für ihre künftige Arbeit vermittelt habe, wofür allen Teilnehmern herzlicher Dank gebühre. Da auch von den Besuchern dieses Informationsgespräches der Wunsch nach einem weiteren Gedankenaustausch geäußert wurde, sollen derartige Zusammenkünfte in Zukunft wiederholt werden.
Bladernheim
Vorbildliches Bladernheim
Wir haben bereits darüber berichtet, dass Bladernheim vorbildliche Dorfanlagen besitzt: Ein Gemeindehaus mit Dorfjjlatz und Grünanlagen, einen sehr schön angelegten Friedhof , einen äusserst geschmackvollen Dorfbrunnen und eine gemütliche Sitzecke. Fast alle Hauser sind gepflegt und mit Blumen geschmückt. Die zahlreichen Anstrengungen zur Dorfverschönerung haben nun im 9. Platz beim Wettbewerb um das schönste Dorf eine gewisse Belohnung gefunden.
BODEN
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GOTTESDIENSTORDNUNG KATH. KIRCHE MARIA HIMMELFAHRT IN BODEN
SONNTAG. 5.7.70
9.00 Uhr, Amt für Eheleute Karl und Maria Fluck
DIENSTAG, 7.7.7Q
19.30 Uhr, Amt für Johann Höber
FREITAG, 10.7.70
19.30 Uhr, Amt für.Maria Nink
SONNTAG, 12.7.70 9.00 Uhr, Amt für Johann Noll
5 km ist zuviel
Am Ortsausgang von Goldhausen steht zu lesen: Boden 5 km. Wenn auch die Strasse am Hofgut Langwiesen einen beträchtlichen Umweg macht, so sind es dennoch nur 3 km. Würde man gar von Goldhausen über die Wiesenmühle nach Boden gehen, wären es nur knapp 2 km.
Mrfl
FAMILIENANZEIGEN
in “Rund um Montabaur" sind nicht teuer und erreichen die breiteste Öffentlichkeit.

