RUND UM MONTABAUR Nr. 16/26/70/9
BEKANNTMACHUNG Gemeind» Elgendorf
Die mit Gemeinderatsbeschluss vom 4.6.70 beschlossene vereinfachte Änderung des Be» bauungsplanes "Bernwiese I" nach den Bestimmungen des § 13 des Bundesbaugesetzes wird hiermit zusätzlich bekanntgemacht.
Die gemäss § 12 BBauG erforderliche öffentliche Auslegung der Änderung und Begründung kann während der allgemeinen Sprechstunden bei mir eingesehen werden. Da das Gesetz keine Auslegungsdauer vorschreibt, wird die Auslegungsdauer von der Gemeindeverwaltung auf 4 Wochen festgesetzt.
Ich bitte um gefl. Kenntnisnahme.
Wegen der Schulentlassungsfeier fällt am kommenden Samstag - 27.6.70 - die Sprechstunde aus.
Die allgemeine Wassersituation an Montagen und ganz besonders an den Wochenenden geben mir Veranlassung zu folgender Bemerkung:
Die Gemeinde Eigendorf wird um ihren Wasserreichtum von allen Dörfern ringsum beneidet, der bei normaler Wasserentnahme zu 2/3 in den Waldbach fliesst. Bei Speicherung der gesamten Quellschüttung wäre es möglich, auch in Spitzen- Verbrauchszeiten das erforderlicher Wasserquantum zu liefern. Leider besitzt die Gemeinde zur Zeit noch keinen Wasserhochbehälter. Dadurch kommt es, dass besonders am Wochenende mehr Wasser verbraucht wird, als die normale Quellschüttung hergibt. Dies bedeutet wiederum, dass der obere Dorfteil kein Wasser hat, wenn alle auch noch samstags den Garten und den Rasen besprengen. Bei etwas Verständnis könnte man auch das Autowäschen auf den Freitag verlegen.
Ich bitte daher, besonders in den Spitzenverbrauchszeiten Rücksicht auf den Mitmenschen im Oberdorf zu nehmen und den nicht unbedingt notwendigen Wasserverbrauch auf einen anderen Tag zu verlegen. Wo ein Wille ist, da gibt es auch einen Weg.
Verbandsgemeinde oder Eingemeindung
Von der "Interessengemeinschaft Verbandsgemeinde Elgendorf' wurde mir ein Antrag auf eine baldige Einberufung einer Bürgerversammlung eingereicht, der von 112 wahlberechtigten Personen unterschrieben ist.
Nach Rücksprache mit dem Gemeinderat, dem frei gewählten und auch verantwortlichen Organ der Gemeinde, wird die Ent- schllessung im Mitteilungsblatt veröffentlicht.
Wenn auch die Verhältnisse: Elgendorf ~zu Montabaur und Horressen zu Montabaur nicht gleichartig gelagert sind, so empfehle ich dennoch, die letzte Veröffentlichung unter der gleichen Unterschrift von Herrn Bürgermeister Merz aus Horressen zu studieren.
Winkenbach, Bürgermeister
Oie Elgendorfer Kirmesgesellschaften 1969-70 u. 71 - 72 spielten am 17. Juni Fussball
°er Unparteiische Prinz van Dünn (R. Meu- *r) pfiff das Spiel mit etwas Verspätung um 14.15 Uhr an, Der Jahrgang 71-72 ging auch mit 1 :'o durch Josef Höber, etwa 15 Minuten nach Spielbeginn ln Führung, doch konntm die Kirmesjungen 69-70 durch
einen gekramten Konterzug mit Dieter Groh postwendend zum Ausgleich kommen. Dass das Ergebnis bei der Pause nicht höher zugunsten der Kirmesjungen 71-72 ausfiel, war allein der stark kämpferischen Leistung von den Abwehrleuten Wolf Rüdiger und Walter Winkenbach zu verdanken.
Mit frischer Kraft ging es dann ln die zweite Hälfte. Eine schwerwiegende Fehlentscheidung des Unparteiischen führte auch dann zur Führung der Kirmesjungen 71-72, da er ein schweres Foul von Höber an Winkenbach nicht pfiff, und dieser dann eine Vorlage zu Herbst geben konnte, der diese unhaltbar verwandelte.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Kirmes- Jungen 69-70 kamen nun völlig durcheinander, wobei die dauernden Differenzen vor ihrem Alt-Internationalen Winfried Gerz mit dem Schiedsrichter eine wesentliche Rolle spielten. So kam der Jahrgang 71-72 durch ein Tor von P. Heil und allein 7 Toren von Elmar Herbst, der an diesem Tag eine ganz besonders gute Form vorzeigte, und einem Tor von K. Müller zu dem wohlverdienten 10 : 2-Sieg, wobei der 2. Treffer der Kirmesjungen 69-70 von Dieter Groh noch erzielt wurde. Alles in allem ein schönes Spiel, welches noch mit 5 Kasten Bier auf Kosten der Verlierer abgeschlossen wurde.
NACHRUF
Vollkommen unerwartet traf uns die Nachricht vom plötzlichen Tode am Sonntag, dem 2i. Juni 1970, unseres allseits liebgewordenen Freundes
Herrn Ernst Kalusa geb. 1905 in Oberschlesien.
Als Vertriebener kam er im Oktober 1951 zu uns und hat in der Brüder-Mühle seinen neuen Wohnsitz aufgeschlagen. Sein fachliches Können hat er unter Beweis gestellt und einen grossen landwirtschaftlichen Betrieb aufgebaut. Seine fachlichen Erfahrungen stellte er nicht nur in den Dienst der pers. Sphäre, sondern seinem Wesen getreu hat er Wissen und Erfahrungen ln den Dienst der Allgemeinheit gestellt und sich dadurch schnell zum Freund aller Einwohner von Eigendorf und Eschelbach gestempelt. Sein Steckenpferd war die Viehzucht. So war es eine Selbstverständlichkeit, für beide Dörfer die Bullenhaltung zu übernehmen. In dieser Aufgabe sah er einen Dienst am Berufsstand. Auch politisch zeigte er reges Interesse und als kritischer Beobachter und Berater bes. auf dem landwirtschaftlichen Sektor hat er sich höchstes Ansehen- weit über die Kreisgrenzen hinaus geschaffen. Sein Leben galt seiner Familie,
Seine Schaffenskraft dem Beruf,
Sein politisches und religiöses Engagement der Umwelt.
Wir werden unserem Freund Ernst ein ehrendes Andenken Dew ähren.
Ruhe in Frieden.
Im Namen der Gemeinden Eigendorf und Eschelbach
Winkenbach, Bürgermeister
ETTERSDORF
Zur guten alten Zelt, um die Jahrhundert* wende, zählte Ettersdorf 25 Haushaltungen und 146 Einwohner. Davon waren alle bis auf einen katholisch. Bürgermeister war A. Fischbach, Lehrer war etn Herr Höhlar.
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Gregor Hommerich wieder zum Schiedsmann bestellt
Durch Beschluss des Präsidiums des Landgerichts Koblenz vom 12 Mai 1970 wurde Gregor Hommerich aus Großholbach zum Schiedsmann für den Schiedsmannsbezirk Großholbach ernannt.
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Gnadenbild aufgestellt
Am Fuße des Koppels unterhalb der Kneipp-Müh- le ließ die Schönstatt-Jugend von Heiligenroth am vergangenen Sonntag dieses Gnadenbild der dreimal wunderbaren Mutter von Schönstatt aofstellen. Ein wunderbar gestalteter Blumenteppich zeugte von der Liebe der Heiligenrother Jugend zur Gottesmutter. Die Weihe nahm Pfarrer Josef Rheinberger zusammen mit Schönstatt-Sakularpriester Kaplan Merz vor.
FLUGGRUPPE HIMMELFELD "
Die nunmehr 3 Jahre bestehende Flug- gruppe "Himmelfeld" trifft sich nun wieder Jedes Wochenende auf ihrem Flugplatz in Heiligenroth nahe der Limburgerstrasse. Der Platz der aus Brachland zu einem Flugfeld umgestaltet wurde, gleicht dann einem von -zig Zuschauern umringten Wespennest. Die Flugmodelle surren, durch ihre Klelnmotore angetrieben, durch die Lüfte, zeigen Kunst-, Schau- und lange Segelflüge, ehe sie wieder sanft auf der zarten Rasenpiste landen. Natürlich bohrt sich hin und wieder einer der "Vögel" in den Erdboden, aber das kann die Piloten kaum erschüttern. Die Bruchstücke werden dann zu. Hause wieder sauber zusammengeleimt und am nächsten Tag gehts wieder weiter. Unter den Modellen findet man so ziemlich alles was sich in der Luft hält; vom einfachen Segelmodell über die Kunstflugmodelle bis zur "Fliegenden-Ente". Vor allem werden die Zuschauer immer wieder vom Kunstflug beeindruckt, bei dem die Modelle, von Ihren Piloten gesteuert, elegante Loopings, Rollen, Turn- und Rücken- flüge, die bis unter die Grasnarbe reichen, fliegen. Diese Kunstfiugmodelle er-

