Ausgabe 
25.6.1970
Seite
259
 
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MIT NAPOLEON BEGANN ES VOR 160 JAHREN

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Napoleon, von Gottes Gnaden, Kaiser von Frankreich, König von Italien, Protektor des Rheinbundes, Mittler des Schweizer­bundes usw. Gruss allen, die das gegen­wärtige Schreiben sehen.

Peter Josef Lenaif, geboren und wohnhaft in Malmedy, im Department lOurte, 31 Jah­re alt, hat uns seine Gründe und die Um­stände mitgeteilt, die ihn bestimmten, die Eigenschaft eines Untertans seiner Hoheit

_des Herzogs von Nassau-Usingen erwerben

>gt, tu wollen; er hat uns untertänigst gebeten, ef. ihm hierzu unsere Erlaubnis zu geben. So fühlten wir uns bereit, seine Bitte mit 3th ((Hochachtung entgegenzunehmen. erlaa Demzufolge, auf den "Bericht unseres Gross- 16 Richters des Justizministers hin haben wir 16 ü die Erlaubnis erteilt, und wir räumen sie 3QS (idurch diesen Brief diesem Herrn Peter erm j'fosef Lenaif ein, sich als Untertan seiner der aHoheit des Herzogs von Nassau-Usingen i EU naturalisieren.

1 Wir wollen das zum Ausdruck bringen ge- 'Mätnäss der ersten Bestimmung unseres Kai- Cr Y' »erlichen Dekrets vom 26. August 1811. Er fenlesst das Besitzrecht, das Recht, Eigen- zu übertragen, und im Umfang unseres Kaiserreichs Erbrecht; aber so, dass seine ,jij gt( CInder, geboren in den Staaten, in Frank- Rück 'sich wie Ausländer betrachtet werden, dass /ermfio die Eigenschaft eines Franzosen nicht ei wivledererlangen können, in Erfüllung der Forschrift durch die Artikel 9 und 10 des Code Napoleon, dass sie aber dessenunge­achtet Erbschaften erhalten können und alle

Rechte, Rie sich ihrem Verdienst bieten während ihrer Minderjährigkeit und in den zehn Jahren, welche ihrer Volljährigkeit folgen. Wir treffen aber auch ganz bestimmte Verbote für den Herrn Peter Josef Lenaif, dass er nämlich nicht mehr gegen uns und unsere Alliierte die Waffen tragen darf, unter der Strafe, vor einem unserer Ge­richtshöfe geführt zu werden, und der Ver­urteilung nach den Strafen des Strafgesetz­buches UI Artikel, Absatz 75 und folgende. Aber in dem Vertrauen, das wir haben, haben wir das gegenwärtige Schreiben mit unserer Hand unterzeichnet, gegenzeichnen lassen durch unseren Minister Staatssekre­tär, und sichten lassen durch unseren Vet­ter, den Prinzen Erzkanzler und drücken unser kaiserliches Siegel auf. Wir ordnen dringend an, dass dieses Schriftstück einge­fügt werde im Bulletin des lois, dass es eingetragen werden an unserem kaiserlichen Hof für den letzten Wohnsitz des Bittstel­lers.

Gegeben in unserem Kaiserlichen Palast der Tuilerlen am 31. Januar 1813.

NAPOLEON

Ausgefertigt durch uns

des Justizministers;

Gesehen durch uns Kaiserreichs:

Für den Kaiser:

DER STAATSSEKRETÄR gez. Unterschrift

den Grossrichter gez. Unterschrift den Erzkanzler des gez. Unterschrift

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-So könnte man in diesen heißen Tagen erleichtert

"tufatmen, wenn man die vielen Tiefkühboxen im lladernheimer Gemeindehaus sieht. Und wem die­

se Gefrierfächer zu klein sein sollten, dem sei trot dem nicht empfohlen, sich in den nebenan liegen­den Kühlraum einsperren zu lassen.

Endlich Regen!

lattB man im Frühjahr auf Sonnenschein und Wär- he lange warten müssen, so blieb nun der Regen A amlicft lange aus. Die Landwirte zeigten gar kei- c) Lust, ihre Dickwurzpflänzchen zu verpflanzen, ui n aber gab es am Dienstagmorgen einige schwe- l i Gewittergüsse. Allerdings fielen auch diese sehr fl] terschiedlich aus. Während in einzelnen Teilen 4 iseras Verbreitungsgebiets sogar kleinere Über- iiiwemmungen gab, blieb es andernorts nur bei Ürftigen Schauern.

IngStramn Querspange

lichtzeitig mit der Inbetriebnahme dar Umge- m jing wtras se wurde auch die Gelbach brücke an 11 j* Roßbergstraße fertig. Dia vom Galbachtal

jnd dar sogenannten Pappelallee kommenden Kraft* ihrer, die In Richtung Limburg oder Boden fahren

wollen, können nun direkt hinter der Gelbechtal- Hochbrücke rechts abbiegen und schnell die Lim­burger Straße erreichen. Die Abkürzung beträgt fast einen Kilometer. Gleichzeitig wird die verbote­nerweise oft benutzte Hammerweg-Brücke entla­stet.

Ausbau der Karl-Walter-Straße

Im Stadtteil Peterstor werden zur Zeit die Karl-Wal- ter-Straße und die Paehler - Straße ausgebaut Die Anlieger hatten bisher größtenteils noch auf eine Teerdecke verzichten müssen.

Ruheplatz am Steinweg

Besonders älteren Leuten hat die Stadtverwaltung an dar Ecke Stelnweg/Klosterstraße eine kleine Freude bereitet Hier entstand eine kleine Parkan­lage mit RuheWnken.

RUND UM MONTABAUR Nr. 16/26/70/5

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BODEN

iTKIrefimrs jpacfirfchten

Gottesdienstordnung

Kath. Kirche Maria Himmelfahrt in Boden

SONNTAG. 28.6.:

9.00 Uhr Amt für Peter Höber

MONTAG, 29.6.: Peter und Paul 19.30 Uhr Amt für den Gefallenen Peter Müller

DIENSTAG, 30.6.: keine Abendmesse

FREITAG, 3.7.:

19.30 Uhr Amt für die Lebenden und Verstor­benen des Rosenkranzvereins vorher Kran­kenkommunion

SONNTAG, 5.7.:

9.00 Uhr Amt für Eheleute Karl und Maria Fluck

DER POLIZEIBERICHT MELDET

Pkw-Fahrer beftihr die B 255 von Boden kommend in Richtung Montabaur. Nach sei­nen Angaben wurde er von einem entgegen­kommenden Fahrzeug geblendet und führ ln die linke Strassenböschung. Der Pkw-Fah­rer entfernte sich von der Unfallstelle, nach dem er die Kennzeichen von seinem Fahrzeug entfernt hatte. Der Fahrer konnte ermittelt werden.

"Oeuticha Ziehe" 1927 e.K

5431 Boden

Nach einem 14 : 11 Sieg der Bodener Rin­ger im ersten Kampf der Pokalrunde über die Mannschaft des AC Idar musste die Bodener Mannschaft am vergangenen Sams­tag gegen die klassehöhere Mannschaft des VfR Eintracht Koblenz antreten. Nach span­nenden Kämpfen trennte man sich mit einem 13 : 13 Unentschieden, so dass der Kampf wiederholt werden muss. Der Gewinner die­ses Kampfes ist unter den letzten vier Mannschaften aus dem Rheinland, die den Pokal unter sich erkämpfen. Der besondere Reiz dieser Pokalrunde liegt ln der Teil­nahme der Ringer-Landes-, Gruppen- und Oberliga. Die Kämpfe in Koblenz endeten wie folgt:

Im Papier- und Fliegengewicht konnte Bo­den keine Ringer stellen, so dass die Punkte kampflos an die Koblenzer Nehren und Boeck- ler Wilfried gingen. Im Bantamgewicht konnte Egon Pfaffhausen Infolge einer Armverlet­zung nicht mit letztem Einsatz kämpfen und unterlag Hentrich Werner nach Punkten. Pfaffhausen Bernd errang lm Federgewicht gegen Hentrich Hans einen Punktsieg. Im Leichtgewicht machte Konrad Pfaffhausen mit dem Koblenzer Boeekler Karl-Heinz nicht viel Umstände und siegte nach 3.44 Min. durch Armfessel. Im Weltergewicht unterlag Haas, Boden, gegen den routinier­ten Dreher, Albert nach 1,54 Min. durch Eindrücken der Brücke. Für eine Über­raschung sorgte lm Mittelgewicht der Bo­dener Pedaming, der nach längerer Kampf­pause erstmals wieder auf der Matte stand und den Koblenzer Vize-Rheinlandmeister

Fortsetzung Seite 7

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