Ausgabe 
25.6.1970
Seite
255
 
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Bn bisher noch unbekannter Pkw-Fahr er bt fflhr die 6 413 in Herschbach, aus Rich­tung Mündersbach kommend. Bei km 12,6 kam er vermutlich infolge zu hoher Ge­schwindigkeit ins Schleudern. Der Pkw dreh­te sich um seine eigene Achse und rutschte anschliessend in den Strassengraben. Das Fahrzeug wurde beschädigt. Der Fahrer beging Unfallflucht. Wie weitere Ermittlun­gen ergaben, war der Pkw in Koblenz ge­stohlen worden.

Zeugen, die Angaben über den Fahrer des Fahrzeuges machen können, werden gebeten, sich beim Gend.-Kommando in Montabaur oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Ein auf der L 267, bei km 19,577 aufge­stelltes Telefonhäuschen wurde von einem Pkw umgefahren und total zerstört. Durch den Anprall stürzte der Pkw auf die Sel- te und wurde ebenfalls beschädigt. Perso­nen wurden keine verletzt.

Pkw-Fahrer befuhr in Wirges die Roland­strasse ln Richtung Ortsmitte Wirges. Ein die Friedenstrasse befahrender Pkw-Fahrer wollte nach links in die Rolandstrasse ein- blegen. Hier kam es zu einem Zusammen- stoss. Es entstand Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.

Ein die B 255 (Umgehungsstrasse) in Rich­tung Montabaur fahrender Pkw kam in einer leichten Linkskurve vermutlich infolge zu hoher Geschwindigkeit ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Lkw beführ die L 306 von Selters kommend in Richtung Mogendorf. Ihm entgegen kam ein Lkw. Bei km 22,513 streiften sich bei­de Fahrzeuge wegen Nichteinhaltung der rechten Fahrbahnseite. Es entstand leichter Sachschaden. Personen wurden keine ver­letzt.

Pkw-Fahrerin, die aus einer Hofausfahrt auf die B 49 ihr Fahrzeug zurücksetzte, kollidierte mit einem aus Richtung Koblenz kommenden Lkw. Es entstand erheblicher Sachschaden. Personen wurden keine ver­letzt.

Urlaubsvermittlung über den Bankschalter l*t ein neuer Service, den die Volksbanl Montabaur seit neuestem ihren Kunden und

Volksbank berichtet ...

dass ln den ersten drei Monaten 1970 Sparbriefe im Nennwert von rund 51 Mlll. DM verkauft wurden. Das waren 16 Mlll. DM mehr als im letzten Quartal 1969. Die­se erhebliche Absatzsteigerung wird vor allem auf die zweimalige Anhebung des Zins­satzes um Je ein halbes Prozent auf der­zeit 7,5% zurückgeführt. Insgesamt sind bis­her Volksbank-Sparbriefe im Nennwert von 432 Mlll. DM abgesetzt worden.

dass der Umlauf von Atlanticfonds - Anteilen Anfang April 1970 die Marke von zwei Millionen Stück überschritt. Das Fonds­vermögen wird von der eng mit den Volks­banken zusammenarbeitenden Unlon- Investment-Gesellschaft mbH. verwaltet und stieg auf knapp 70 Mlll. DM an. Der Atlan­ticfonds konzentriert seine Anlagen auf Wachstumsaktien ln den USA, Japan, der Bundesrepublik und Kanada.

WEITERER RÜCKGANG DER ARBEITSLOSIGKEIT

Im vergangenen Monat stand der Arbeitsmarkt weiterhin im Zeichen einer anhaltenden Hoch­konjunktur. Vielfach konnte eine weitere Bele­bung der Auftragseingänge beobachtet werden. Trotzdem ist der Zugang an offenen Stellen mit 730 gegenüber 867 im Vormonat stark zurückge­gangen. Dieser Umstand ist aber ausschließlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß einerseits viele Betriebe in diesem Jahr schon sehr frühzei­tig ihren Kräftebedarf meldeten und andererseits viele Betriebe in klarer Erkenntnis der ange­spannten Arbeitsmarktsituation ihren Bedarf an Personal sehr scharf kalkulierten oder überhaupt von der Hereingabe von Aufträgen absahen.

Auch der Zugang an Arbeitsuchenden ist gegen­über dem Vormonat stark rückläufig gewesen. Während sich im April noch genau 1 000 Arbeit­nehmer arbeitsuchend meldeten, waren es im Mai nur 863. Der in dieser Summe enthaltene Anteil an arbeitslosen Arbeitsuchenden betrug 220. Von den Arbeitsuchenden waren 533 Män­ner und 330 Frauen, davon waren 109 Männer und 111 Frauen arbeitslos. Während bei den nichtarbeitslosen Arbeitsuchenden der Zugang bei beiden Geschlechtern zurückging, war bei den arbeitslosen Männern gegenüber dem Vor­monat ein Rückgang von 101 zu verzeichnen, während bei den Frauen eine Zunahme von 26

OBER DEN BANKSCHALTER

Freunden des Hauses bietet. Wie das Bild zeigt, wird von dieser Möglichkeit bereits reger Gebrauch gemacht.

RUND UM MONTABAUR Nr. 16/26/70/a registriert wurde. Die Zunahme von Frauen ist vornehmlich auf die vorübergehende Freistellung von Halbtagskräften wegen betrieblicher Umdis­ponierung zurückzuführen.

Obwohl der Zugang an offenen Stellen rückläu­fig war, blieb der Bestand mit 2 281 zu 2 263 fast auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Monat Mai 1969 ist allerdings ein Bestands- rückgsng von 41 zu vermerken. Von den 2 263 offenen Stellen entfallen 1 568 auf Männer und 695 auf Frauen. Somit ist der Bestand bei den Männern um 9 angestiegen, bei den Frauen ging er um 27 zurück. Damit kann man bei der Masse der Vermittlungsaufträge keineswegs von einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sprechen. Vielleicht könnte man die Entwicklung auf dem weiblichen Sektor insgesamt gesehen mit leicht abschwächender Tendenz bezeichnen.

Trotz des geringeren Bewerberangebots war die Vermittlungstätigkeit noch recht erfolgreich.

333 Männer und 208 Frauen konnten wieder in Arbeit vermittelt werden. Davon entfielen 537 Vermittlungen auf Dauerarbeitsplätze. Bei 215 Vermittlungen handelte es sich um nichtdeut­sche Arbeitskräfte. Die Zahl der Vermittlungen nahm gegenüber dem Vormonat um 62 ab; gegenüber dem gleichen Monat des vergangenen Jahres war aber eine Steigerung um 38 zu ver­zeichnen.

Obwohl es sich bei den Restarbeitslosen fast aus­nahmslos um mehr oder weniger erwerbsbe­schränkte bzw. ältere Arbeitslose handelte, die der Arbeitsvermittlung nur für ganz bestimmte leichte Arbeiten zur Verfügung stehen, konnte der Bestand weiter reduziert werden. Insgesamt ging der Bestand von 344 im Vormonat auf 318 zurück, wobei die männlichen Arbeitslosen um 30 abnahmen, während sich bei den Frauen der Bestand um 4 erhöhte. Dabei ist bei den Frauen zusätzlich zu berücksichtigen, daß viele wegen häuslicher Bindungen der Arbeitsvermittlung nur für Teilzeitarbeiten und nur für Arbeiten am Wohnort oder dessen näherer Umgebung zur Verfügung stehen. Gegenüber dem Vergleichs monat des vergangenen Jahres liegt der Bestand zwar um 8 Arbeitslose höher; es kann aber da­mit gerechnet werden, daß durch intensive Ver­mittlungsbemühungen die Arbeitslosigkeit in nächster Zeit noch weiter abgebaut werden kann. Es muß allerdings darauf hingewiesen wer­den, daß in vielen Fällen die Vermittlungen nur unter Inanspruchnahme der Förderungsmaßnah­men nach dem Arbeitsförderungsgesetz möglich waren und sind.

Die Arbeitslosenquote, errechnet aufgrund ge­schätzter Arbeitnehmeranteile an der Wohnbe­völkerung, betrug infolge des geringen Abgangs an Arbeitslosen wie im Vormonat 0,4%. Inner­halb der einzelnen Dienststellen schwankte die Arbeitslosenquote zwischen 0,8% (St Goars­hausen) und 0,2% (Diez und Höhr-Grenzhau­sen). Im Mai 1969 betrug die Arbeitslosenquote ebenfalls 0,4%.

Da dem nach wie vor erheblichen Kräftebedarf auf dem heimischen Arbeitsmarkt nur noch ein weitgehend abgebautes Arbeitskräftepotential gegenüberstand, gingen in letzter Zeit immer mehr Betriebe zur Anforderung von ausländi­schen Arbeitnehmern über. Jedoch können viele Unternehmen von dieser Möglichkeit deshalb keinen Gebrauch machen, da es an den erforder­lichen Unterbringungsmöglichkeiten fehlt Wenn dieses Problem überall zufriedenstellend zu lö­sen wäre, würden die Anwerbeaufträge wahr­scheinlich noch beträchtlich zunehmen.

Von einer Firma wurde für 24 Personen Kurzar­beit angezeigt. Die Arbeitsausfälle wurden durch das letzte Hochwasser verursacht

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen entwickel­te sich die Arbeitsmarktlage wie folgt:

In der Landwirtschaft wurden die Bestellarbei­ten zügig fortgesetzt Infolge der guten maschi­nellen Ausrüstung der Betriebe dürften die durch den langen Winter verursachten Rückstände bald auf geholt sein. Zusätzlicher Kräftebedarf ent­stand nicht

Der Holzeinschlag wurde vereinzelt schon been­det. Die freigewordenen Kräfte wurden entwe­der mit Kulturarbeiten weiterbeschäftigt oder kehrten in ihre landwirtschaftlichen Betriebe zurück.

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