Ausgabe 
11.6.1970
Seite
231
 
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Jahreshauptversammlung des Eschelbacher Karnevalvereins

Zu ernster Arbeit hatte der Eschelbacher Karnevalsverein seine Mitglieder eingela­den, es galt die Jahreshauptversammlung abzuhalten und den Vorstand zu wählen. Präsident Daubach konnte Bürgermeister Weinand und den Karnevalsprinzen Stephan II als Gäste begrüssen.

Der Vorstand wurde wie folgt gewählt:

1. Vorsitzender Erich Heibel, 2. Vorsitzen­der Alfred Kunoth, Protokollführer Alois Nebgen, 1. Kassierer Hubert Thewalt, 2. Kassierer Werner Wolf, Beisitzer Rudolf Hausen, Heribert Pfeil und Annelie Gross. Alois Nebgen als Protokollführer erteilte der Versammlung Bericht von der vergange­nen Saison. Er betonte, dass die Arbeit des Vereins von gutem Erfolg beschieden war. Vorsitzender Heibel wurde sogleich aktiv und führte aus, dass der Verein schon jetzt das Rüstzeug schaffen müsse, um das Fest des 10-jährigen Bestehens im kommenden Jahr würdig zu gestalten.

Nach getaner Arbeit sass man noch einige Zeit gemütlich beisammen.

GROSSHOLBACH

DIE "BILDCHES EICH"

Im Jahre 1830 wurde auf dem Boden der Zivilgemeinde Grossholbach die Stätte der Verehrung Mariens, "Bildches Eich", ge­schaffen.

Andreas Herborn aus Grossholbach (1796 - 1839 ) war davon der Initiator, Josef Hehl aus Heiligenroth hat sich dabei um die Aufstellung und Besorgung der Holz­nische und der Statue verdient gemacht. Die Anlage wurde unter den Schutz der Kirchengemeinde, Zivilgemeinde und des Forstamtes gestellt. So berichtet kurz die Chronik der Pfarrei Grossholbach.

Die "Bildches Eich" liegt am alten Pilger­weg zwischen Grossholbach und Wirzen­born. Die Wallfahrer aus dem südöstlichen Unterwesterwaldkreis benutzen ihn zu ihrer Fusswallfahrt zur Kapelle "Unserer lieben Frau" in Wirzenborn. Die Pfarrgemeinde Grossholbach nacht alljährlich am Dreifal­tigkeitssonntag (Patronatstag) nach dem Hochamt ihre Gelöbniswallfahrt zur "Bild­ches Eich".

An diesem sagenumwobenen Platz stand eine 500 Jahre alte, von Stürmen und Blitzen ge­zeichnete Eiche. Früher schmückte den

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Stamm dieser Eiche ein ^Marienbild: das Bild an der Eiche oder im Volksmund "Bildches Eich" genannt. Später wurde daraus ein überdachter Bildstock, ein Holzhäuschen, das mit der Aufschrift "Ave Maria" geziert war. In den Jahren nach dem zweiten Welt­krieg haben Gläubige aus dem unteren We­sterwald die "Bildches Eich" um zwei Holz­anbauten mit den Heiligen Judas Thaddäus und Antonius erweitert.

Im Laufe der Jahre waren die hölzernen Kapellchen morsch und baufällig geworden, so dass sie einer Renovierung bedurften. Die Gemeinde fasste den Entschluss, aus Liebe zur "Bildches Eich" , an dieser Stel­le eine massive Kapelle zu bauen. Am Samstag, dem 24. August 1963, konnte der Grundstein zur neuen "Bildches Eich" Ka­pelle gelegt werden.

Die "Bildches Eich" ist ein Fleckchen Er­de, wo die Menschen schon vor mehr als hun­dert Jahren Trost und Hilfe suchten, wo Wanderer und Spaziergänger für eine Weile bleiben und wo die Prozessionen anhalten, wenn sie nach Wirzenborn pilgern.

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ABITUR BESTANDEN

Hans-Peter Bach hat sein Abitur abgelegt. Er möchte Jura studieren.

Tübingen

Hübinger Jagd wurde verpachtet

Vorzeitige Verpachtung der Gemeindejagd war in den beiden letzten Gemeinderatssit­zungen umstrittener Punkt der Tagesord­nung.

Die beiden Pächter Berger und Eicken­berg, Solingen-Oligs, machten der Gemein­de drei Jahre vor der offiziellen Verpach­tung am 1. April 1973 ein Angebot m Höhe von 5 200.— DM (bisheriger Pachtpreis 2 800.— DM).

Dieses Angebot wurde von Herrn Sonder­mann, Nassau/Lahn (Inh. der Fa. "Kaisers Backformen") um 1 000.— DM überboten (6 200.— DM).

Die Gemeindevertretung vertagte die An­gelegenheit und beauftragte Bürgermeister Loring den Versuch zu unternehmen, die bei­den Pächter sowie Herrn Sondermann zu einer Aussprache einzuladen, um eine eventu­elle Aufnahme von Herrn Sondermann als Mitpächter in den Jagdvertrag zu erwirken.

Die Gemeindevertretung fühlte sich zu diesem Entschluss aus moralischen Gründen verpflichtet.

Einmal gegenüber den bisherigen Päch­tern Berger und Eikenberg, die schon fast 20 Jahre als Waidmänner nach Hübingen kommen, zum anderen gegenüber Herrn Son­dermann, der seit einigen Jahren in Hübin­gen im Distrikt "Abtswiese" ein Gestüt mit Norweger Pferden betreibt, und im Herbst sein neues Wohnhaus bezieht und somit Hübinger Bürger wird.

Auch müsste berücksichtigt werden, dass alle drei Herren sich gegenüber der Ge­meinde Hübingen und den Vereinen verdient gemacht hätten.

Bel der bereits stattgefundenen Aus-

RUND UM MONTABAUR Nr. 14/24/70/7 spräche konnte zwischen den Beteiligten eine überraschende Einigung erzielt wer­den.

Die Pächter waren damit einverstan­den, Herrn Sondermann mit in den Vertrag aufzunehmen.

Die Jagdpacht wurde auf 6 200.— DM fest­gesetzt.

Dies ist für die Gemeinde Hübingen für die Jahre 1970 bis 1973 bereits ein Mehr­erlös in Höhe von 3 400.— DM jährlich = 10 200.— DM in drei Jahren. Um den­selben Erlös bei einer regulären Ausschrei­bung der Jagd im Jahre 1973 für die nächsten 9 Jahre zu erzielen, müsste ein Pachtver­trag über 7 350.— DM zum Abschluss kom­men.

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Kath. Pfarrgemeinde Holler

- GOTTESDIENSTORDNUNG -

vom 13 . 6 . - 20 . 6.70

SAMSTAG, 13.6.1970

(Fest des hl. Antonius von Padua)

17.00 Uhr, Rosenkranz; Beichtgelegenheit

19.00 Uhr, Hl. Messe für Eugen Schersach

SONNTAG, 14.6,1970 (4. Sonntag n. Pfingsten)

- Keine Frühmesse-

9.30 Uhr, Hochamt

14.00 Uhr, Andacht

MONTAG, 15.6.1970

7.00 Uhr, Hl. Messe für Johann Mies und verstorbene Angehörige

DIENSTAG. 16.6.1970 7.00 Uhr, Hl. Messe für Peter Becker

MITTWOCH, 17.6.1970

- Kein Gottesdienst -

DONNERSTAG, 18.6.1970 7.00 Uhr, Amt für Adolf Lenz

FREITAG. 19.6.1970 Schulgottesdienst

8.00 Uhr, Hl. Messe für Wendelin Ebert

SAMSTAG, 20.6.1970 (Mariensamstag)

7.00 Uhr, Amt für Adolf Gasser, Eltern und Schwiegereltern

17.00 Uhr, Rosenkranz; Beichtgelegenheit

19.00 Uhr, Amt für verst. Angehörige der

Familie Wolter-Scholz

ABITUR BESTANDEN

Helmut Mose und Robert Müller haben ihr Abitur bestanden, Mose möchte Betriebswirt und Müller Philologe werden.

SOMMER

Der Juni hat vom Rausch aus Farben in alle meine Vasen eingebogen ein sprühend Spiel von Blütengarben,

Die Falter über bunten Lehnen

hin taumeln zu der Sommerblumen Wogen,

die lichtbetört nur Sonne sehnen.

Urkräfte jetzt zu Früchten reifen,

die bald, von Kraft und Wärme vollgesogen,

von sich die Gnadenfülle streifen/

Bald Sensen durch die Ähren rauschen. Bald kommen Vogelzüge angeflogen.

Im Sommer steht das grosse Lauschen.

Walter Kalb

vH IV.