Sie verliefen mit äusserster Fairness und in einem ausgezeichneten Sportsgeist.
Am Morgen spielten die Junioren einen schönen Fussball. Tonnerre siegte 4 : 3. Gerechter Schiedsrichter war Herr Roy. Am Nachmittag spielten zunächst die Reservemannschaften. Die Gäste siegten überlegen 2 : 0. Gustav Hesgenhar aus Montabaur war ein ausgezeichneter Schiedsrichter.
Schliesslich waren auch die Spiele der beiden ersten Mannschaften. Montabaur steht an der Spitze der Bezirksliga, was in Frankreich der Ehrenliga entspricht.
Man muss sagen, dass das Spiel für die Tonnerrer schwierig war. Trotz der guten Haltung der Tonnerrer stand es gegen Ende der 1. Halbzeit 2 : 0. Schliesslich trennte man sich 7:1. Schiedsrichter war Herr Roy.
SEHR GUTES EINVERNEHMEN.
Nach diesen Freundschaftsspielen trafen sich Spieler und Leiter beider Clubs zu einem Essen in Coussegrey. Das gegenseitige Einvernehmen war ausgezeichnet. Die meisten Deutschen waren besonders über die gute französische Küche überrascht.
Während der Mahlzeit hielten Herr Deses- quelles, Herr Relmont, der Präsident des Tonnerrer Clubs und Herr Foster, Vorsitzender von TUS Montabaur, kurze Tischreden.
Herr Desquelles unterstrich darin den neuen Schritt auf dem Wege zur Freundschaft: Wir können feststellen: Die Montabaurer haben durch ihre sie charakterisierenden Leistungen, ihre stete Höflichkeit und ihre ausgezeichnete Haltung erneut die Tonnerrer überzeugt. Montabaurer Sportler, ihr habt gewonnen; wir sprechen Euch unsere Hochachtung aus, denn ihr habt sie verdient. Wir haben immer gedacht, dass unsere beiden Länder ihre ihnen eigenen Qualitäten haben, die sich gegenseitig ergänzen. Wir hoffen, dass unsere Jugend verstehen wird, dass Disziplin und Organisation, die Euch charakterisieren, wichtige Trümpfe sind, und dass wir uns daran ein Beispiel nehmen können. Aber was zählen die Ergebnisse der Spiele. Wichtig ist, dass wir gemeinsam Sport treiben können. Was vor allem zählt, sind die Kontakte, die wir zwischen uns nehmen, erneuern und verbessern.
Präsident Desesquelles wurde etwas feierlicher, als er seinen Gästen vortrug:
Kürzlich lasen wir wieder einmal Victor Hugos "Legende der Jahrhunderte". Wir erinnern Euch darin an den Kampf Rolands und Olivers, der in manchen Zügen uns an die Geschichte unserer Länder erinnert: Roland und Oliver waren zwei Offiziere unseres gemeinsamen Herschers Charle- magne, Karl des Grossen; und sie bekämpften sich leidenschaftlich ausserhalb der Schlachten. Sie bekämpften sich vier Jahre lang ohne Ergebnis. Sie schlagen sich im furchtbaren Streit, Körper an Körper. Aber als beim fünften Male die Dämmerung hereinbricht, sagt Oliver zu Roland: "Wir kommen zu keinem Ergebnis. Wäre es da nicht besser, wir wären Brüder? Höre, ich habe eine ledige Schwester, die schöne Aude, Heirate sie dochl "Bei Gott, das tu ich auch; und nun lass uns trinken. Denn es war ein helsser Kampf." So heiratet Roland die schöne Aude.
Nach diesem Gleichnis schloss Präsident Desesquelles:
Erlauben sie mir in einem Satz Victor Hugo zu parodieren, indem ich jedoch das
Versmass beachte: "C est alnsl que Tonnerre s unit a Montabaur!" - "Und so Herr Relmont seinerseits erinnerte daran, dass die Tonnerrer Fussballer den Ursprung der zukünftigen Freundschaft zwischen beiden Städten miterleben würden; und der Präsident des deutschen Clubs, der vom warmherzigen Empfang sehr angetan war, bedankte sich im Namen der Besucher für die zwei in Tonnerre verbrachten Tage. Noch spät in der Nacht sass man beisammen und erst am Ostermontag gegen IO .00 Uhr fuhr man zurück.
Tonnerrer Leichtathleten in Montabaur
Unter der Überschrift "Jugend aus Tonnerre zu Gast in Montabaur" berichtete "Rund um Montabaur" in der vorigen Ausgabe über den Besuch der Sportler. "L Yonne Republicaine", die Heimatzeitung der Tonnerrer brachte ihrerseits nun auch einen sehr positiven Bildbericht über den Besuch in der zukünftigen Partnerstadt.
Hier einige Auszüge:
"Warmherziger und freundschaftlicher hätte der Empfang gar nicht sein könnenl" ... "Im Rathaus wurde ein Umtrunk in Gegenwart des Bürgermeisters und der Herren Kram, Busch und Wienand eingenommen. Wegen des Schnees blieb man am Nachmittag bei den Gastfamilien. Trotz des Wetters fuhr man aber am Sonntag nach Bad Ems und Koblenz,
Die Sportveranstaltungen mussten im Saale stattfinden. Die deutsche Mannschaft war daran gewöhnt. Dennoch schlug sich die Tonnerrer Jugend tapfer . . . ."
In einem äusserst sympathischen Milieu fand die Übergabe der Geschenke statt.
Dann besuchte man eine Glasfabrik .
Am Abend wurde getanzt."
"Nach ihrer Rückkehr wurden die Tonnerrer Funktionäre für die gute Haltung ihrer Jugend beglückwünscht. Die neugeknüpften Freundschaftsbande und die bestehende offenherzige Kameradschaft sind für die Tonnerrer ebenso wunderbare Geschenke wie die vielen Gastgeschenke aus Montabaur.
Mädchen angefahren
Pkw-Fahrer befuhr die B 49 in Richtung Koblenz. Am Grossen Markt Nr. 18, etwa 15 m hinter der Fussgängerampel lief plötzlich und unerwartet ein 10-jähriges Mädchen von rechts kommend vor das Fahrzeug. Obwohl der Pkw-Fahrer sofort bremste, konnte er nicht vermeiden, dass das Kind vom Fahrzeug erfasst und zu Boden geschleudert wurde. Das Mädchen wurde verletzt und wurde in das Krankenhaus Montabaur eingeliefert. Sachschaden entstand nicht.
AUFFAHRUNFALL
Pkw-Fahrer befuhr die B 255 aus Richtung Boden kommend m Richtung Montabaur. Bei km 0,875 bremste der Fahrer sein Fahrzeug ab. Ein nachfolgender Pkw-Fahrer fuhr auf das Fahrzeug auf. Es entstand erheblicher Sachschaden. Personen wurden keine verletzt,
Ladegut verletzte Jungen
Lkw-Fahrer befuhr in Montabaur die Bahnhofstrasse ln Richtung Koblenz. In Höhe des Hauses Nr. 43 fielen von der Ladung ein Stapel Kistendeckel herunter und verletzten einen auf dem Bürgersteig ln Richtung Bahnhof gehenden 13-Jährigen Jungen, Der Junge wurde leicht verletzt. Der Fahrer, der von >n Unfall nichts bemerkt hatte, setzte
RUND UM MONTABAUR Nr. 6/15/70/5 • seine Fahrt fort, konnte jedoch in Höhe der Kaserne Montabaur gestellt werden,
Einbrecher am Werk
Aus dem Vorraum der Gaststäte Schlosskeller wurde eine dort aufgestellte Zigarettenbox in den frühen Abendstunden des 3. April 1970 von bisher unbekannten Tätern gestohlen.
Hinweise?
Taubstummer vermißt
Aus dem Caritashaus Montabaur ist der taubstumme Pflegling Peter Pasternok, 57 Jahre alt, seit dem 26.3.1970 abgängig. Der Vermisste ist ca. 160 cm gross,schlank bis schwächlich, hat lichtes, graugemischtes Haar, ein bleiches Gesicht, senkrechte Stirn, Stirnfalten, buschige, zusammengewachsene Augenbrauen, abstehende Ohren. Er war bekleidet mit einer braunen Jacke und einer blau-weissen, längsgestreiften Anstaltshose. In allen Kleidungsstücken ist die Nr. 144 - rot auf weissem Grund - eingenäht. Möglicherweise hat der Vermisste, der trotz seines Gebrechens orientiert ist und sich schriftlich verständlich machen kann, Aufnahme bei einem Landwirt gefunden.
Wer kann Angaben über den Verbleib machen?
Fremdenverkehrsgemeinden
Das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat eine Liste der Fremdenverkehrsgemeinden 1970 herausgegeben. Danach sind im Verbreitungsgebiet unseres Nachrichtenblattes neben Montabaur auch Horbach, Gackenbach und Welschneudorf anerkannte Fremdenverkehrsgemeinden. Dies hat vor allem wegen der Verordnung über die Polizeistunde Bedeutung.
Salweide zum Krüppel gerissen
Bekanntlich dürfen die Blüten der Salweide nicht gepflückt werden, weil sie die erste Nahrung der Insekten sind. Trotzdem werden immer wieder ganze Äste abgerissen. So geschah es dieser Tage auch am Stelzenbach unterhalb der Mai au. "Naturfreunde" haben sie zum Krüppel gerissen. Jämmerlich verstümmelt steht sie nun da.
Wann blühen die Pflaumenbäume ?
Nach Angaben des Wetterdienstes werden die Pflaumenbäume rund um Montabaur in diesem Jahr erst nach Christi Himmelfahrt zu blühen anfangen. Ob es zutreffen wird?
SACHSCHADEN
MONTABAUR, den 7.4. 1970, 17.50 Uhr PKW - Fahrer wollte sein Fahrzeug vom Parkplatz vor der Kreissparkasse auf die B 49 zurücksetzen. Hierbei streifte er einen ebenfalls dort abgestellten PKW. Es entstand leichter Sachschaden.
TuS 1846/1912 e. V. Montabaur
TuS Montabaur • Rot-Weiß Keram- chemie Siershahn 2:2 n.V.
Am vergangenen Sonntag standen sich die beiden 1. Seniorenmannschaften des TuS Montabaur und der Rot - Welss Keram- chemie Siershann in einem Pokalspiel im Stadion Mons Tabor gegenüber.
In der 1. Halbzeit war M r ntabaur tonangebend und der Bezirksligist lag bis zur Pause mit 1:0 zurück. Auch in der 2. Halbzeit war Montabaur zu Jeder Zelt ein glelch- ( Lesen Sie Ditto weiter auf SHite 7)

