Ausgabe 
2.4.1970
Seite
73
 
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RUND UM MONTABAUR Nr. 5/14/70/3

FOTO-MEISTER

MONTABAUR, Elisabethenstr. 16

hi Am Weißen Sonntag durchgehend geöffnet

JUGEND AUS TONNERE ZU GAST IN MONTABAUR

Es waren etwa 3o Mädchen und Jungen aus Tonnere, Junge Sportlerinnen und Sportler, die auf Einladung der Leistungsgemeinschaft Unterwesterwald nach Montabaur gekommen waren, um die Osterfeiertage als Gäste in

mittag. Der Vertreter der LG., Kram, be- grüsste die Gäste. "Wir, die Leichtathleten, können stolz darauf sein, dass es unser Ver­dienst ist, die Partnerschaft zwischen Mon­tabaur und Tonnere begonnen zu haben", sagte Kram, und zwar in der Form, dass wir einmal aktiv von den Kontakten, die die Behörde beider Städte schufen, zur Praxis übergingen, und versuchten den menschlichen Kontakt anzuknüpfen, der entscheidend ist für die deutsch-französische Freundschaft". Durch den Besuch der Jungen Freunde aus Tonnere wurde der Besuch unserer LG. er­widert. Keine grossen Veranstaltungen soll­ten diesen Besuch belasten, sondern es soll­te den Gästen aus Frankreich Gelegenheit gegeben werden, während der Osterfeierta­ge in die deutschen Familien hinein zu schau­en. Bewusst wurde dieser Kontakt in den Familien arrangiert um die Grundlage für den weiteren Freundschaftsausbau zu schaf­fen. Der Redner sprach seinen Dank aus an Bürgermeister Mangels, der es sei, der ge­rade den Sport als Mittler zwischen der Ju­gend beider Städte besonders betont. Darüber hinaus erstrebe er einen echten Freund­schaftsbund zwischen beiden Städten. Bürgermeister Mangels grüsste die Gäste im Namen der Bürgerschaft von Montabaur. Er begrüsste besonders den anwesenden Präsi­denten der LG. Tonnere Monsieur Mathieu und Monsieur Feran, der auch ln Montabaur kein Unbekannter mehr ist. "Wir haben Ih­nen heute nicht nur das Rathaus geöffnet", führte Bürgermeister Mangels aus, "son­dern wir möchten Ihnen durch den Besuch ln unserer "guten Stube" im Rathaus zum Ausdruck bringen, dass wir die Jungen Freun­de aus Tonnere hier mit offenen Armen auf­nehmen", Er ging dann weiter auf die im Juni kommende Partnerschaft der Städte ein und meinte im Hinblick auf evtl, bei der älteren

den Familien ihrer Montabaurer Sportfreun­de zu erleben. In Anwesenheit von Bürger­meister Mangels war der offizielle Empfang im Saale des Rathauses am Samstag Nach-

Generation noch bestehenden Resentiments aus der Vergangenheit, dass der bei der Ju­gend irgendwelche Vorbehalte nicht bestün­den. Daher möchte er ganz besonders an die Jugend appelieren, sich aufgeschlossen zu zeigen für den Partnerschaftsgedanken."Tra­gen Sie die Eindrücke, die Sie hier in un­seren Familien gewonnen haben, auch in die Bevölkerung von Tonnere hinein", rief Bür­germeister Mangels den Jungen Gästen zu, " damit bestehende Vorbehalte abgebaut wer­den können, damit wir - um symbolhaft zu sprechen - nach diesem langen Winter der Trennungen einen gemeinsamen schönen Frühling erleben können!"

Mit den besten Wünschen für einen ange­nehmen Aufenthalt in Montabaur brachte Bürgermeister Mangels einen Toast auf bei-

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de Städte aus. Dem Präsidenten der LG. Tonnere überreichte er ein Gastgeschenk und dieser dankte für die herzliche Gast­freundschaft, indem er wünschte, dass da­raus eine dauerhafte Freundschaft zwischen beiden Städten werden möge.

"Rund um Montabaur"

und seine Vorläufer

- mh - Bereits von 1862 - 1866 erschien das "Wochenblatt für die herzoglichen Ä mter Montabaur, Selters und Wallmerod", das ab Herbst 1866 den Titel "Amtsblatt für die Amtsbezirke Montabaur, Selters und Wallme­rod" führte und ab 2o.7.186? "Amtsblatt für den Unterwesterwaldkreis, umfassend Montabaur, Selters und Wallmerod" hiess. Mit der Einführung der Kreisordnung wurde es am 1. Januar 1868 amtliches Organ für den Unterwesterwaldkreis, der die Ämter Montabaur, Selters und Wallmerod umfasste. Es führte fortan den Namen "Kreisblatt für den Unterwesterwaldkreis", von dem die Jahrgänge 1868 - 1936 vorliegen. Verlegt und gedruckt wurde es in der Buchdrucke­rei Sauerborn in Montabaur. Das sich heute in einem verwahrlosten Zustand befindliche, ehemals staatliche Haus Ecke Peterstor­strasse/Gelbachstrasse weist sich in seiner Türaufschrift noch als "Kreisblatt-Druk- kerei" aus.

Gegenwärtig erscheinen im Raum "rund um Montabaur" noch drei Blätter: Das Amts­blatt der Stadt Montabaur, das Mitteilungs­blatt für die Gemeinden Niederelbert, Ober­elbert und Welschneudorf im 2. Jahrgangund das Heimatblatt "Neues aus Daubach" im 6. Jahrgang.

FAHRERFLUCHT

Pkw-Fahrer beführ die Steilstrecke in Rich­tung Montabaur. Nach eigenen Angaben wur­de er von einem entgegenkommenden Fahr­zeug stark geblendet, so dass er ins Schleu­dern geriet, eine Böschung hinabfuhr und sich anschliessend überschlug. Personen wurden keine verletzt, es entstand erheblicher Sach­schaden. Das entgegenkommende Fahrzeug beging Unfallflucht.

Sachschaden am PKW.

Ein Pkw-Fahrer befuhr die Steilstrecke in Richtung Montabaur. Ein nachfolgender Pkw- Fahrer fuhr auf dieses Fahrzeug auf, über­holte dann und entfernte sich anschliessend mit erhöhter Geschwindigkeit. (Beging Un­fallflucht). Der Halter des Fahrzeuges konnte ermittelt werden. Es entstand Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.

Umgehungstrasse bald fertig

Normalerweise beginnen in denersten April­tagen die Landwirte rund um Montabaur damit, Ihren Hafer auszusähen. Der ver­spätete Frühlingseinzug dieses Jahr wird auch diese Feldarbeit verzögern.

Alles strömt zum Gelbach hin

Fast der gesamte Landschaftsraum der zu­künftigen Verbandsgemeinde Montabaur- Land entwässert direkt oder über Neben­bäche zum Gelbach hin. Lediglich kleine Telle der östlichen Gemarkung von Monta­baur und von Welschneudorf haben Ihr Ge­fälle zum Kennelbach bei Arzbach bzw. zum nach Dausenau fliessenden Unterbach.

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