Ausgabe 
19.3.1970
Seite
51
 
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Telefonleitungen zwischen Untershausen und Daubach durch Hängekabel ersetzt. Noch vor dem Ausbau der Landesstrasse soll allerdings eine Erdverkabelung vorgenom­men werden.

BAT ALL PASSIERT...

"Brandt-Stoph-Gespräch" giht hin on her, da än leiht starck, anner quer.

Die Preise stein permanent, die Rate lääch bei 7 Prozent.

"Midi" den Tag gedacht,

"Mini" än Party-Nächt.

Französisch U-Boot explodiert; "Party-Krüger" üwerführt,

Sparer Angst öm Aktie hat.

Ön Anschlag fürcht bahl Nixons Pat,

Kurt Georg Willy kritisiert.

Die Erdgasförderung grüsser würd. Ostberliner Bonn-Attacke.

Mer well nach mich Spione packe.

Junge Arzt wolln net ofd Land.

Barzel noh Paries gesandt.

Die Amis doten prophezeie,

dat Fraue nieh mieh Ronzele kreie.

Diskontsatz unwahrscheinlich huh.

Sibirien macht Touriste früh.

Em Schnie mer Ustereier sööcht.

Vatikan kän "Porno" mööcht.

Die Queen nach noh Neuseeland führt.

Als traurijer die Margret würd.

Die Callas hat jetzt frei geschriwe, se wär met ihrem Geist zefrirre. Makarios-Anschlag fehl end Wasser.

En Syrien Stützpunkt hätt Nasser.

Die Strosse han jetzt all Knacks.

Max Merkel hächt: Peseten-Max.

Willy loofe les die Preise.

En Irland denn se sich zerreisse.

Die LG. hät sich good plaziert,

Renate Wagner als mer hürt.

Der Vogelschutz der Kreishauptstadt verfüttert 18 Zentner hat.

Hans Schweitzer hät geschwätzt geschliffe, Wor "CDU" ganz angegriffe?

Der MSC dot och en Mayen wirrer mol erfolgreich sein.

En Laos weirer schwer et stenkt.

Bat uns die nächste Woch wohl brengt?

Egon Gräuel

Hagel bevorzugt bestimmte Landstriche

Wer oft mit den Bauern ins Gespräch kommt, weiß, daß manche Landstriche schon jahrelang keinen Hagel mehr sahen, andere wieder ständig von Ha­gelschauern heimgesucht werden. Die Statistiken der Hagelversicherungsge­sellschaften erlauben, richtige Hagelkar­ten aufzuzeichnen. Daraus geht hervor, daß lange breite Flußtäler von Hagel­strichen bevorzugt werden und gleich­zeitig als Gewitterstraßen bekannt sind. An Berghohen teilen sich häufig die Ha­gelstriche. Das Zusammentreffen be­stimmter Faktoren begünstigt sehr stark die Hagelbildung. Wasserverhältnisse, Bodengestalt und Windrichtung spielen eine große Rolle dabei. Ständige Auf­winde über waldfreien Ebenen, hochströ­men der-Luft an Berghängen sind hagel­fördernd. Trockene Bodenlagen sind ha­gelreicher als feuchte, enge Gebirgstäler, die fast keinen Hagel kennen.

RUND UM MONTABAUR Nr. 3/l2/ r '0/19

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Aus Fels wird Erdreich

Zu einer sehr frühen Zeit gab es nur nackten Felsen. Wasser, Eis Luft und Sonne nagten ständig daran und bröckel­ten Teilchen für Teilchen daran ab. Man nennt diesen Vorgang Erosion. In Bä­chen und reißenden Strömen werden die­se Bröckchen zu feinem Staub vermah­len. Am Ufer abgelagert trägt ihn der Wind weiter. In diesen Staub siedeln sich kleine Pflanzen an. Als erstes kommen die Flechten, dann die Moose und all­mählich höhere Pflanzenarten. Sie er­nähren sich von Wasser und den darin gelösten Mineralien und aus dem Koh­lendioxyd der Luft. Gewitterregen rei­chern den Boden mit Stickstoffverbin­dungen an. Bakterien verarbeiten den Boden weiter. Pflanzen und Tierreste zer­setzen sich mit ihrer Hilfe. Über viele Jahre hinweg entsteht bei diesem Pro­zeß das, was wir Humus nennen, jenes fruchtbare Erdreich, das erst die heutige Bodenkultur erlaubt.

LIEBE ELTERN!

Um Ihnen die Gestaltung einer Danksagung zur 1. Hl. Kommunion bzw. Konfirmation zu erleichtern, haben wir einen Musterkata­log zusammengestellt, der Ihnen verschie­dene Möglichkeiten für die Veröffentli­chung einer Danksagung bietet.

Die Kataloge sind bei unseren Austrägern vorrätig, können aber auch direkt vom Verlag aus angefordert werden. Rufen Sie die Nr. 02622/4055 an, und Sie er­halten ihn sofort!

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Aale auf der Weltreise

Unser Flußaal gehört zu den begehrtesten Speisefischen und kann .zu den Süßwasserfischen gezählt werden. Er lebt von Würmern, Schnecken, Larven und gräbt sich tagsüber meist in den.Schlamm ein. Das Männchen wird nur ein Drittel so lang wie das Weibchen, das bis zu 1,5 Meter anwachsen kann. Eines schönen Tages hören die Aale plötzlich auf, Nahrung zu sich zu nehmen! Ihr Leib ist silberglänzend ge­worden und urplötzlich erwacht der Wandertrieb.- Unermüd­lich wandern sie flußabwärts ins Meer und legen Tausende

von Kilometern zurück, bis sie schließlich zu Millionen im Saragossameer im Atlantischen Ozean ankommen. Dort lai­chen sie und gehen zugrunde. Aus den Eiern schlüpfen Lar­ven, flach und durchsichtig. Das Meer treibt sie zu den Kü­sten, dort suchen sie Flußmündungen auf und schwimmen die Flüsse hinauf, alle Hindernisse überwältigend. Fünf bis sechs Jahre leben sie dort, bis sie schließlich einem in­neren Drang gehorchend den Zug ihrer Eltern wiederholen, um erneut Nachkommen zu zeugen.