Ausgabe 
19.3.1970
Seite
48
 
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RUND UM MONTABAUR Nr. 3/12/70/16

Lohnsummersteuer 400%

Gewerbemindeststeuer 6. DM

1. Hund 18. DM

2. Hund 36.-- DM

jeder weitere Hund 36. DM.

Der Haushaltsplan beinhaltet ln den Zah­len sowohl das Mass der allgemeinen Ver­waltungsaufgaben als auch die Planung der Im Rechnungsjahr 1970 vorgesehenen Struk­turverbesserungen und der entsprechenden Vorhaben z.B.:

FRIEDHOF:

Unser Friedhof steht in diesem Jahr lm Vordergrund. Die Bordsteine entlang der Wege innerhalb des Friedhofes sollen durch die Fa. Schughart ln Eschelbach aufgenom­men und neu ln Beton versetzt werden. Die Wege selbst sollen mit Verbundpflaster für alle Zelten begehbar gemacht werden.

Bel dieser Gelegenheit eine Anregung für alle Gräberpfleger. Die Pflege des Grabes und seiner Umgebung wird erleichtert, wenn man - wie es teilweise schon geschehen ist - die Gänge zwischen den Grabreihen nicht nur sauber hält, sondern auch be­festigt. Da der Friedhof ein Spiegelbild der Dorfbewohner darstellt, möchte ich bei dieser Gelegenheit die Sauberkeit des gan­zen Friedhofes jedem besonders ans Herz legen. Denn Immer wieder muss man fest­stellen, dass einige nicht den Weg zum Schuttplatz finden, sondern einfach unter die Hecke allen Unrat werfen. Sauberkeit muss oberstes Gesetz auf dem Friedhof bleiben.

ST RASSENBAU:

In diesem Jahr muss der längst notwendige Ausbau der Bornwiesenstrasse erfolgen; ebenso die Verlängerung (Sackgasse im Hir­tengarten).

Vorgesehen ist die Verbreiterung des Fahr­weges ln der Mittelstrasse entlang der Ge­meindehalle, vor der an dieser Stelle der Bürgersteig gepflastert wird, damit nicht soviel Dreck ln den Saal getragen wird. Es Ist auch vorgesehen, die alte Schul­scheune abzureissen, weil sie nicht mehr in das Bild der Umgebung passt. Vorge­sehen Ist auch die Verbreiterung des Schul­weges zwischen Friedhof und dem Grenz­weg Horressen/Elgendorf. Auf der Seite der Strassenbeleuchtung soll ca. 1,50 m Strasse angebaut werden und zusätzlich ein Bürgersteig für die Kinder. Dies Ist nach den seitherigen Erfahrungen zwingend er­forderlich, um das Leben unserer Kinder zu schützen. Die Investierung für das Kind müsste vornehmste Aufgabe einer Gemeinde bleiben. Anzuregen wäre der Ausbau die­ser Strasse, um sie anschliessend dem Kreis zur Unterhaltung anzubieten. BACHVERROHRUNG:

Der letzte Teil der Bachverrohrung von der Bornwiesenstrasse bis hinter die Brücke der Weststrasse soll in diesem Jahr durch­geführt werden. Die SchleuderbetonrohreNW 800 werden bis zur Ringstrasse lm alten Bachbett verlegt. Von hier aus wird der Bachverlauf ln die Bachstrasse (Strasse parallel zum Bachlauf) verlegt. ERSCHLIESSUNG:

Die Grundstücke, die als Baugrundstücke über dem jetzigen Bachlauf im Bebauungs­plan ausgewiesen sind, sollen baureif ge­macht werden. Zu diesem Zweck wird zu­sätzlich Kanal- und Wasserleitung ln die Bachstrasse verlegt und die einzelnen Bau­plätze erschlossen.

Ausserdem soll im Mühlenweg ein Kanal­strang verlegt werden, damit auch dort die vtri den Entwässerungen in normale Bahnen

gelenkt werden.

DARLEHN:

Die Vorhaben im Jahr 1970 können mit den Barmitteln der Gemeinde nicht finanziert werden. Eine Darlehensaufnahme., von rund 180 000. DM Ist daher vorgesehen. Die eingegangenen Angebote der einzelnen Bank­institute werden vom Finanzausschuss näher betrachtet. Der Gemeinderat hat den Finanz­ausschuss ln dieser Angelegenheit zu einer Entscheidung autorisiert. Dieser Ausschuss wird auch die Konsequenzen aus den vorlie­genden Angeboten zu ziehen haben. VERWALTUNGSREFORM:

Das letzte Nachrichtenblatt-Ausgabe 12.3.70 - berichtet ausführlich über die Zusammen­kunft der Bürgermeister der künftigen Ver­bandsgemeinde "Montabaur-Land" im Rat­haus der Stadtverwaltung Montabaur. Dies Ist lediglich ein Ausschnitt aus den vielen seitherigen Sitzungen und Besprechungen zum Thema: "VerwaltungsVereinfachung". Diese Beratungen sollen künftig weitergeführt wer­den, um für die Gemeinden fortschrittliche Entscheidungen herbeizuführen. Dies ist letz­ten Endes aber nicht nur Sache des Gemeinde­vorstandes, sondern ist für Jeden Bürger eine Überlegung wert. Sollten zusätzliche Anregungen notwendig erscheinen, so bitte ich diese dem Vorstand bekanntzugeben, damit man sich wenigstens über den einen oder anderen Punkt unterhalten kann. WILDFÜTTERUNG:

Der Jagdpächter der Gemeinde Eigendorf hat bisher den Versuch gemacht, Küchen­abfälle - z.B, Kartoffelschalen - zu sam­meln, um dieses wertvolle Viehfutter dem Wild im Wald in dieser Jahreszeit zu brin­gen. Die Kinder haben es gern befolgt und sind auch bereit, weiterhin Abfälle für das Wild im Wald zu sammeln. Zu diesem Zweck ist die blaue Tonne neben dem Tele­fonhaus aufgestellt. Man sollte sich über die Art der Futterverwertung freuen, denn auch das Wild im Wald hat Hunger. Letz­ten Endes dient das Hegen des Wildes der Allgemeinheit, da wir uns alle bei einem Spaziergang im Wald freuen, wenn wir statt­liches Reh- oder Rotwild antreffen. MÜLLGEFÄSSE:

Die Aktion "Müllabfuhr" wurde im ganzen Dorf sehr begrüsst. Ein Grossteil hat auch Müllgefässe bestellt. Es scheint jedoch, dass noch viele Aussenseiter sich nicht zu einer Bestellung aufraffen können. Wir werden von Seiten der Gemeinde alles unternehmen, um pünktlich die Müllabfuhr anlaufen zu lassen. Bestellungen über Müllgefässe können nach wie vor bei dem 1. Beigeordneten Robert Gerz entgegengenommen werden.

gez.: Winkenbach

Bürgermeister

ELGENDORF

Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Eigendorf macht hiermit nochmals aufmerk­sam, dass am Palmsonntag um 9.3o Uhr die hl. Messe für die gefallenen und verstor­benen der Wehr gelesen wird. Die Aktiven werden daher gebeten, sich um 9,10 Uhr in Ausgehuniform im Gerätehaus zu treffen. Nach dem Gottesdienst findet im Mann­schaftsraum eine kurze Besprechung der. Wehr statt. Ich erwarte restlose Beteili­gung.

Walter Schäfer Wehrführer

Im MITTEILUNGSBLATT

geworben, bringt immer ERFOLG

Kath. Pfarrgemeinde Eigendorf

PALMSONNTAG (22. - 30.3. 1970) SAMSTAG

Beichtgelegenheit von 16.30- l8.00Uhr(PFV) von 19.00 - 18.00 Uhr (Pater)

SONNTAG

7.30 Uhr Frühmesse^H) '

9.30 Uhr Amt für Gefallene und Verstorbene der Freiwilligen Feuerwehr (B)

14.30 Uhr Passionsandacht mit Fastenopfer­gang der Kinder

MONTAG

7.45 Uhr Hl. Messe für Vers, der Familien Dupp / Schmidt (B)

9.00 Uhr Kommunionstunde

9.00 Uhr Kommunionstunde Schule

DIENSTAG

7.45 Uhr Hl. Messe für Fr, Maria Rüster geb. Sprenger (B)

8,15 Uhr. Amt für Ehel. Georg Schäfer und gef. Sohn Alois (H)

9.00 Uhr Kommunionstunde mlttwoch

Beichtgelegenheit 16.00 - 18.00 Uhr (Pater) 19.00 - 21.00 Uhr (PFV) GRÜNDONNERSTAG 19.00 Uhr Abendmahlsamt für Eduard PI- roth (B)

anschliessend Anbetung bis 21.00 Uhr.

K A R F RE I T A G (Fast- u. Abstinenztag) 15.00 Uhr Karfreitagsgottesdienst mit Kol­lekte für das Hl. Grab und den Verein vom Hl. Land.

17.00 Uhr Beichtgelegenheit KARSAMSTAG

21.30 Uhr Osternachtsfeier mit Amt für verst. Johann Meurer (B)

OSTERSONNTA G

7.30 Uhr Frühmesse (H)

9.30 Uhr Amt für Frau Maria Hoffmann (B)

13.30 Uhr Osterandacht OSi ER MONTAG

7.30 Uhr Frühmesse (B)

9.30 Uhr Amt (H)

Herzlichen Dank für alle Spenden zur MI- SEREOR - KOLLEKTE,'

VERBANDSSCHULE HORRESSEN - ELGENDORF .

Elternversammlung

Am vergangenen Donnerstag (12.3.1970) wa­ren die Eltern aller schulpflichtigen Kin­der aus Horressen, Eigendorf, Untershau- sen, Stahlhofen und Daubach zur Verbands­schule gekommen, um dort die Wahl zum Elternbeirat vorzunehmen.

Herr Konrektor Greif nutzte die Gelegen­heit, um den Eltern zunächst Dinge von allgemeinem Interesse vorzutragen.

Nach Begrüssung erinnerte er an die Fem- seh-Sendung vom 25.2.70 zum Thema: "Krankheit unserer Kinder". In dieser Sen­dung wurde die Forderung .nach mehr Sport gestellt. Herr Greif wies darauf hin, dass die Verbandsschule trotz Fehlens der Turn­halle weitmöglich von den vorhandenen Mög­lichkeiten (z.B. Sportplatz, Halle ln Ei­gendorf, Schwimmbad in Montabaur) Gebrauch macht und versucht, den Sport der Schule auf eine möglichst breite Basis zu stellen.

In diesem Zusammenhang wurden die El­tern angesprochen, die Kinder nach Mög­lichkeit zu Fuss gehen zu lassen und nicht mit dem Auto zu bringen. Aus rein gesund­heitlichen Gründen sei dem Fussmarsch der Vorzug zu geben. Selbstverständlich wäre

gl