RUND UM MONTABAUR Nr. 3/12/70/16
Lohnsummersteuer 400%
Gewerbemindeststeuer 6.— DM
1. Hund 18.— DM
2. Hund 36.-- DM
jeder weitere Hund 36.— DM.
Der Haushaltsplan beinhaltet ln den Zahlen sowohl das Mass der allgemeinen Verwaltungsaufgaben als auch die Planung der Im Rechnungsjahr 1970 vorgesehenen Strukturverbesserungen und der entsprechenden Vorhaben z.B.:
FRIEDHOF:
Unser Friedhof steht in diesem Jahr lm Vordergrund. Die Bordsteine entlang der Wege innerhalb des Friedhofes sollen durch die Fa. Schughart ln Eschelbach aufgenommen und neu ln Beton versetzt werden. Die Wege selbst sollen mit Verbundpflaster für alle Zelten begehbar gemacht werden.
Bel dieser Gelegenheit eine Anregung für alle Gräberpfleger. Die Pflege des Grabes und seiner Umgebung wird erleichtert, wenn man - wie es teilweise schon geschehen ist - die Gänge zwischen den Grabreihen nicht nur sauber hält, sondern auch befestigt. Da der Friedhof ein Spiegelbild der Dorfbewohner darstellt, möchte ich bei dieser Gelegenheit die Sauberkeit des ganzen Friedhofes jedem besonders ans Herz legen. Denn Immer wieder muss man feststellen, dass einige nicht den Weg zum Schuttplatz finden, sondern einfach unter die Hecke allen Unrat werfen. Sauberkeit muss oberstes Gesetz auf dem Friedhof bleiben.
ST RASSENBAU:
In diesem Jahr muss der längst notwendige Ausbau der Bornwiesenstrasse erfolgen; ebenso die Verlängerung (Sackgasse im Hirtengarten).
Vorgesehen ist die Verbreiterung des Fahrweges ln der Mittelstrasse entlang der Gemeindehalle, vor der an dieser Stelle der Bürgersteig gepflastert wird, damit nicht soviel Dreck ln den Saal getragen wird. Es Ist auch vorgesehen, die alte Schulscheune abzureissen, weil sie nicht mehr in das Bild der Umgebung passt. Vorgesehen Ist auch die Verbreiterung des Schulweges zwischen Friedhof und dem Grenzweg Horressen/Elgendorf. Auf der Seite der Strassenbeleuchtung soll ca. 1,50 m Strasse angebaut werden und zusätzlich ein Bürgersteig für die Kinder. Dies Ist nach den seitherigen Erfahrungen zwingend erforderlich, um das Leben unserer Kinder zu schützen. Die Investierung für das Kind müsste vornehmste Aufgabe einer Gemeinde bleiben. Anzuregen wäre der Ausbau dieser Strasse, um sie anschliessend dem Kreis zur Unterhaltung anzubieten. BACHVERROHRUNG:
Der letzte Teil der Bachverrohrung von der Bornwiesenstrasse bis hinter die Brücke der Weststrasse soll in diesem Jahr durchgeführt werden. Die SchleuderbetonrohreNW 800 werden bis zur Ringstrasse lm alten Bachbett verlegt. Von hier aus wird der Bachverlauf ln die Bachstrasse (Strasse parallel zum Bachlauf) verlegt. ERSCHLIESSUNG:
Die Grundstücke, die als Baugrundstücke über dem jetzigen Bachlauf im Bebauungsplan ausgewiesen sind, sollen baureif gemacht werden. Zu diesem Zweck wird zusätzlich Kanal- und Wasserleitung ln die Bachstrasse verlegt und die einzelnen Bauplätze erschlossen.
Ausserdem soll im Mühlenweg ein Kanalstrang verlegt werden, damit auch dort die vtri den Entwässerungen in normale Bahnen
gelenkt werden.
DARLEHN:
Die Vorhaben im Jahr 1970 können mit den Barmitteln der Gemeinde nicht finanziert werden. Eine Darlehensaufnahme., von rund 180 000.— DM Ist daher vorgesehen. Die eingegangenen Angebote der einzelnen Bankinstitute werden vom Finanzausschuss näher betrachtet. Der Gemeinderat hat den Finanzausschuss ln dieser Angelegenheit zu einer Entscheidung autorisiert. Dieser Ausschuss wird auch die Konsequenzen aus den vorliegenden Angeboten zu ziehen haben. VERWALTUNGSREFORM:
Das letzte Nachrichtenblatt-Ausgabe 12.3.70 - berichtet ausführlich über die Zusammenkunft der Bürgermeister der künftigen Verbandsgemeinde "Montabaur-Land" im Rathaus der Stadtverwaltung Montabaur. Dies Ist lediglich ein Ausschnitt aus den vielen seitherigen Sitzungen und Besprechungen zum Thema: "VerwaltungsVereinfachung". Diese Beratungen sollen künftig weitergeführt werden, um für die Gemeinden fortschrittliche Entscheidungen herbeizuführen. Dies ist letzten Endes aber nicht nur Sache des Gemeindevorstandes, sondern ist für Jeden Bürger eine Überlegung wert. Sollten zusätzliche Anregungen notwendig erscheinen, so bitte ich diese dem Vorstand bekanntzugeben, damit man sich wenigstens über den einen oder anderen Punkt unterhalten kann. WILDFÜTTERUNG:
Der Jagdpächter der Gemeinde Eigendorf hat bisher den Versuch gemacht, Küchenabfälle - z.B, Kartoffelschalen - zu sammeln, um dieses wertvolle Viehfutter dem Wild im Wald in dieser Jahreszeit zu bringen. Die Kinder haben es gern befolgt und sind auch bereit, weiterhin Abfälle für das Wild im Wald zu sammeln. Zu diesem Zweck ist die blaue Tonne neben dem Telefonhaus aufgestellt. Man sollte sich über die Art der Futterverwertung freuen, denn auch das Wild im Wald hat Hunger. Letzten Endes dient das Hegen des Wildes der Allgemeinheit, da wir uns alle bei einem Spaziergang im Wald freuen, wenn wir stattliches Reh- oder Rotwild antreffen. MÜLLGEFÄSSE:
Die Aktion "Müllabfuhr" wurde im ganzen Dorf sehr begrüsst. Ein Grossteil hat auch Müllgefässe bestellt. Es scheint jedoch, dass noch viele Aussenseiter sich nicht zu einer Bestellung aufraffen können. Wir werden von Seiten der Gemeinde alles unternehmen, um pünktlich die Müllabfuhr anlaufen zu lassen. Bestellungen über Müllgefässe können nach wie vor bei dem 1. Beigeordneten Robert Gerz entgegengenommen werden.
gez.: Winkenbach
Bürgermeister
ELGENDORF
Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Eigendorf macht hiermit nochmals aufmerksam, dass am Palmsonntag um 9.3o Uhr die hl. Messe für die gefallenen und verstorbenen der Wehr gelesen wird. Die Aktiven werden daher gebeten, sich um 9,10 Uhr in Ausgehuniform im Gerätehaus zu treffen. Nach dem Gottesdienst findet im Mannschaftsraum eine kurze Besprechung der. Wehr statt. Ich erwarte restlose Beteiligung.
Walter Schäfer Wehrführer
Im MITTEILUNGSBLATT
geworben, bringt immer ERFOLG
Kath. Pfarrgemeinde Eigendorf
PALMSONNTAG (22. - 30.3. 1970) SAMSTAG
Beichtgelegenheit von 16.30- l8.00Uhr(PFV) von 19.00 - 18.00 Uhr (Pater)
SONNTAG
7.30 Uhr Frühmesse^H) '
9.30 Uhr Amt für Gefallene und Verstorbene der Freiwilligen Feuerwehr (B)
14.30 Uhr Passionsandacht mit Fastenopfergang der Kinder
MONTAG
7.45 Uhr Hl. Messe für Vers, der Familien Dupp / Schmidt (B)
9.00 Uhr Kommunionstunde
9.00 Uhr Kommunionstunde Schule
DIENSTAG
7.45 Uhr Hl. Messe für Fr, Maria Rüster geb. Sprenger (B)
8,15 Uhr. Amt für Ehel. Georg Schäfer und gef. Sohn Alois (H)
9.00 Uhr Kommunionstunde mlttwoch
Beichtgelegenheit 16.00 - 18.00 Uhr (Pater) 19.00 - 21.00 Uhr (PFV) GRÜNDONNERSTAG 19.00 Uhr Abendmahlsamt für Eduard PI- roth (B)
anschliessend Anbetung bis 21.00 Uhr.
K A R F RE I T A G (Fast- u. Abstinenztag) 15.00 Uhr Karfreitagsgottesdienst mit Kollekte für das Hl. Grab und den Verein vom Hl. Land.
17.00 Uhr Beichtgelegenheit KARSAMSTAG
21.30 Uhr Osternachtsfeier mit Amt für verst. Johann Meurer (B)
OSTERSONNTA G
7.30 Uhr Frühmesse (H)
9.30 Uhr Amt für Frau Maria Hoffmann (B)
13.30 Uhr Osterandacht OSi ER MONTAG
7.30 Uhr Frühmesse (B)
9.30 Uhr Amt (H)
Herzlichen Dank für alle Spenden zur MI- SEREOR - KOLLEKTE,'
VERBANDSSCHULE HORRESSEN - ELGENDORF .
Elternversammlung
Am vergangenen Donnerstag (12.3.1970) waren die Eltern aller schulpflichtigen Kinder aus Horressen, Eigendorf, Untershau- sen, Stahlhofen und Daubach zur Verbandsschule gekommen, um dort die Wahl zum Elternbeirat vorzunehmen.
Herr Konrektor Greif nutzte die Gelegenheit, um den Eltern zunächst Dinge von allgemeinem Interesse vorzutragen.
Nach Begrüssung erinnerte er an die Fem- seh-Sendung vom 25.2.70 zum Thema: "Krankheit unserer Kinder". In dieser Sendung wurde die Forderung .nach mehr Sport gestellt. Herr Greif wies darauf hin, dass die Verbandsschule trotz Fehlens der Turnhalle weitmöglich von den vorhandenen Möglichkeiten (z.B. Sportplatz, Halle ln Eigendorf, Schwimmbad in Montabaur) Gebrauch macht und versucht, den Sport der Schule auf eine möglichst breite Basis zu stellen.
In diesem Zusammenhang wurden die Eltern angesprochen, die Kinder nach Möglichkeit zu Fuss gehen zu lassen und nicht mit dem Auto zu bringen. Aus rein gesundheitlichen Gründen sei dem Fussmarsch der Vorzug zu geben. Selbstverständlich wäre
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