Ausgabe 
12.3.1970
Seite
22
 
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RUND UM MONTABAUR Nr. 2/11/70/6

Apotheken - Dienst

von Samstag, dem 14,3., 13.00 Uhr bis Samstag, den 21,3.1970, 13,oo Uhr Marien-Apotheke, Montabaur, Kirchstrasse 19 Telefon 4290

Krankenwagen

Samstag/Sonntag, den 14./15. März 1970:

Görg, Herschbach (02626) 5166

Zentrale, Montabaur (02602) 3777

Licht- und Schattenseiten des Straßenverkehrs

werden in Kürze Hauptthema einer Ver­anstaltung sein, bei der die aktuellsten Ver­kehrsprobleme vorgetragen werden.

Unter der Schirmherrschaft von Rechtsan­walt Holly wird bei dieser Gelegenheit eine grosse Anzahl bewährter Kraftfahrer für 10 - 50-jähriges unfallfreies Fahren im "Hotel "Montabaur" am Himmelfeld ausgezeichnet. Angesichts der Tatsachen, dass tausende Verkehrsteilnehmer tagtäglich auf unseren Strassen mehr oder weniger Schaden er­leiden, ist die Ehrung von langjährigen un­fallfreien Kraftfahrern von besonderer Be­deutung.

Oberamtsanwalt Feilen, der langjährige Sprecher der Bezirksverkehrswacht Monta­baur, wird in anschaulicher Weise auf die durch den modernen Strassenverkehr ent­stehenden Gefahren hinweisen. Diese Ver­anstaltungen erfreuen sich bei allen Krei­sen der Bevölkerung besonderer Beliebt­heit und erhalten wohlwollenden Beifall. Berufskraftfahrer erhalten schon bei fünf Jahren unfallfreier Fahrzeit eine Auszeich­nung, während allen anderen erst nach zehn Jahren diese Ehrung zuteil werden kann. Wir bitten alle für eine Auszeichnung in Frage kommenden Kraftfahrer ein Antrags­formular bei der Bezirksverkehrswacht 543 Montabaur Postfach 182 anzufordern.

Nur mit Hilfe von Vorbildern und durch die unermüdlichen Anstrengungen der Verkehrs­verbände wird es möglich sein, den Ver­kehr zu entschärfen.

Es ist das dringenste Anliegen aller, dass mit allen Mitteln dem Unfallgeschehen zu Leibe gerückt wird, damit wieder Frieden auf unseren Strassen einkehrt.

AUS DEM POLIZEIBERICHT :

Durch Missachtung der Vorfahrt kam es an der Strassengabelung B 255 / Limburger- Strasse (B 49) zu einem Zusammenstoss zwischen 2 Pkw.

Beide Fahrzeuge wurden beschädigt.

Ein aus Richtung Koblenz kommender Pkw- Fahrer führ bei km 15,420, auf die L 327 (Strasse von Niederelbert in Richtung Monta­baur) auf, ohne auf einen vorfahrtsberech­tigten Pkw zu achten, der die L 327 von Montabaur kommend in Richtung Niederel­bert befuhr. Es kam zu einem Zusammen­stoss. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Personen wurden keine verletzt.

" RUND UM MONTABAUR" erscheint don­nerstags jeder Woche, Herausgeber, Druck und Verlag: PR IMO-VERLAGS-DRUCK, Linus Wit- tich, 5411 Weitersburg, Hauptstr. 9, Telefon: 02622 - 4055-56.

POSTANSCHRIFT: 5413Bendorf/Rh , Postfach 150. Verantwortlich f. d. Inhalt: Helmut Schnei­der, Höhr-Grenzhausen, ln den Baumgärten 10, Tel. 02624 - 7488. LAN OUT: Roswitha Dott, Bendorf-Mülhofen.

REDAKTIONSSCHLUSS: dienstags 17.00 Uhr in Montabaur. ANZEIGEN - ANNAHME­SCHLUSS: dienstags 8.00 Uhr beim Verlag.

TAUSCHABEND

Die Briefmarkenfreunde Montabaur und Um­gebung treffen sich am Montag, dem 16. März 1970, 20.oo Uhr, im Gasthof Planz- Heuser, Montabaur, Bahnhofstrasse.

Sitzung der CDU Kreistagsfraktion

Zur Weiterentwicklung des Schulwesens im Unterwesterwald wurde in der letzten Sitzung der CDU - Kreistagsfraktion ein wichtiger Beitrag geleistet.

Die CDU - Fraktion wird in der nächsten Kreistagssitzung den Neubau der gewerb­lichen Kreisberufsschule beantragen.

Dieser Beschluss bildet den Abschluss ei­ner intensiven parteiinternen Diskussion, in deren Verlauf eine Kommission sich mit den anstehen Problemen beschäftigt und folgenden Ergebnisse erarbeitet hatte, die von der Gesamtfraktion übernommen wer­den:

Ziel aller Bemühungen Im schulischen Be­reich muss es sein, das Bürgerrecht auf eine dem jungen Me ischen ln seinen Neigungen und Begabungen entsprechende Schulbildung zu verwirklichen, wenn auch der Jugendliche, der nicht eine sogen, "allgemeinbildende" Schule besucht, sondern in einen Beruf ein- tritt, auch dann noch die Möglichkeit hat, seine Bildung bis zur Hochschulreife ohne diskriminierende Erschwernisse und Um­wege zu vervollkommnen.

Gleiches Bürgerrecht auf Bildung wird auch nur verwirklicht, wenn der zukünftige Fach­arbeiter, Me ster oder Techniker die Bil­dungseinrichtungen vorfindet, die ihm einen Bildungsstand ermöglichen, der seinen zu­künftigen Aufgaben gemäss ist; wenn er Bildungseinrichtungen ln den übrigen Schulen adäquat sind.

Damit dieses Bürgerrecht auf Bildung im beruflichen Bereich erfüllt werden kann, ist der Landkreis als Schulträger verpflichtet, die erforderlichen schulischen Einrichtungen zu schaffen. Im kaufmännischen und kerami­schen Fachbereich ist der Kreis dieser Ver­pflichtung bereits nachgekommen. Im ge­werblichen Bereich besteht noch eine Lücke. Damit auch auf diesem Sektor die an moderne Berufsschuleinrichtungen zu stellende For­derungen erfüllt werden können, sind neben den erforderlichen Klassenräumen vor allem ausreichend eingerichtete Demonstrations­und Schülerübungsräume bereitzustellen. Hierin unterscheiden sich berufliche Schulen wesentlich von anderen Schulformen.

Die Untersuchungen der CDU haben ergeben, dass die erforderlichen Klassenräume sowie Demonstrations- und Schülerübungsräume mit den zugehörigen Sammlungs- und Vorbe­reitungsräumen im derzeitigen Schulgebäude in Siershahn nicht zur Verfügung gestellt wer­den können. Eine Erweiterung dort ist eben­falls nicht möglich.

Aus den Untersuchungen geht klar hervor, dass ein eklatanter Fehlbedarf bereits dann sichtbar wird, wenn rqa; von den derzeitigen Schüler zahlen ausgeht, ohne zukünftige hö­here Schülerzahlen zu berücksichtigen und ohne Berücksichtigung des weiteren Aus­baues des Berufsschulwesens in Richtung Berufsschulgrundjanr, Berufsfachschule, Fachoberschule sowie Einrichtungen zur Er­langung der Hochschulreife und der beruf­liche Weiterbildung und Erwachsenenbil­dung.

Die CDU - Fraktion hofft, dass auch die an­deren Kreis tags fraktionen auf Grundier vor­liegenden Untersuchung, die sie zu gege­bener Zeit allen Fraktionen zur Verfügung stellen wird, die Dringlichkeit der erfor­

derlichen Massnahmen erkennen werden und dem geplanten Neubau ebenfalls zustimmen.

Leichtathletik Treffen Montabaur - Tonnerre

Uber die Reisevorbereitungen derTonnerrer Leichtathleten für ihre Begegnung in Monta­baur berichtet die dortige Lokalzeitung "LYonne Republicaine":

Wegen der geplanten Osterreise der Ton- nerer Leichtathleten und ihrer Eltern fänd im Zentrumshotel ein Arbeitsessen statt. Den Vorsitz führte Herr Mathiot als Präsi­dent; ausserdem waren anwesend Frau Marree, Herr Benoist, Herr Prum und Herr Ferrand, (Herr Marree Hess sich entschul­digen), dazu rund 40 Eltern und Sportler. Zunächst dankte Herr Mathiot allen für ihr Erscheinen. Er beglückwünschte diejenigen Sportler, die in den letzten Wettkämpfen Lorbeeren geerntet hatten und ging kurz auf die bevorstehenden Ereignisse ein. Sekretär Jacques Ferrand erläuterte den Haupttagesordnungspunkt, die nächste Be­gegnung in Montabaur. Er pries die hohen sportierischen Leistungen der zukünftigen Partnerschaftsfreunde und Hess ein ausführ­liches Programm über den Aufenthalt jen­seits des Rheins und über die geplanten Gegenbesuche folgen. Zu einer lebhaften Aussprache kam es über die Verplanung der reichlich bemessenen Freizeit. Neben wesentlichen Organisationsfragen wurde das Problem der sprachUchen Verständigung be­handelt, da die Tonnerer bei Montabaurer Familien Unterkunft finden werden. Sekretär Jacques Ferrand hatte kürzlich Montabaur besucht. Er berichtete den Eltern über seine Eindrücke. Darüber hinaus übernahm er alle anstehenden Verwaltungsaufgaben. Am 14. März wird ein genaues Programm über die Deutschland-Reise vorliegen, die vom 27, März bis 1. April stattfinden wird. Während des sich anschliessenden Essens herrschte die gleiche freundschaftliche Athmosphäre zwischen Eltern, Leitern und Sportlern. Besonders angenehm fiel die aus­gezeichnete Haltung der jungen Sportler ins Auge. Das verdient besonders hervorgehoben zu werden, denn es kennzeichnet den aus­gezeichneten familiären Geist, der zwischen allen Beteiligten dieser Sportgemeinschaft herrscht."

Das Landratsamt gibt bekannt:

Das Ministerium für Landwirtschaft, Wein­bau und Forsten in Mainz hat mit Erlass vom 29.1.1970 für verschiedene Baumassnah­men in einzelnen Gemeinden des Unter­westerwaldkreises eine Beihilfe des Landes bewilligt.

Im einzelnen handelt es sich dabei um fol­gende Massnahmen:

1. Die Gemeinde Horressen erhält für die Kanalisation mit Anschluss an die Klär­anlage Montabaur eine Beihilfe von 8 000. DM.

2. Die gleiche Gemeinde für die Erweiterung der Wasserversorgungsanlage eine Beihil­fe von 14 000.-- DM.

3. Die Gemeinde Hübingen für die Kanali­sation und Kläranlage eine Beihilfe von 6 000. DM.

Bei allen bewilligten Unterstützungs­massnahmen durch das Ministerium han­delt es sich um bisher nicht ausgezahlte Beihilfen aus dem Rechnungsjahr 1969.