Ausgabe 
5.3.1970
Seite
13
 
Einzelbild herunterladen

NIEDERELBERT

Nur ein Schildbürgerstreich ?

Niederelbert. Vor drei Jahren wurde die Landesstrasse zwischen Holler und Monta­baur ausgebaut und war deshalb mehrere Monate hindurch für den gesamten Verkehr gesperrt. Im darauffolgenden Jahr wurde sie erneut für fast ein Jahr gesperrt; dies­mal wegen des Brückenbaus an der Um­gehungsstrasse. Man schimpfte darüber, dass nicht beide Bauvorhaben zusammengelegt worden waren und schwor sich, dass ein solcher Schildbürgerstreich nicht noch ein­mal Vorkommen dürfe.

Jetzt wiederholt sich ähnliches; Über ein­einhalb Jahre blieb wegen Brückenbaus an der B 49 die Strasse Niederelbert - Horres­sen gesperrt. Im Herbst hat man sie end­lich freigegeben; doch inzwischen wurde sie wieder gänzlich gesperrt: wegen voraus­sehbarer Frostschäden. Auch hier hätte der nun notwendige Ausbau während der Zeit der Sperrung ausgeführt werden können. Über den unnötigen Zeit- und Kostenmehraufwand sind die Bürger mit Recht verärgert.

OBERELBERT

NEUE SCHIEDSMÄNNER

Im Schiedsmannsbezirk Oberelbert wurde Erwin Müller zum Schiedsmann und Gott­fried Jung zum stellvertretenden Schieds­mann gewählt.

Egon Bertram wurde zum Schiedsmann und Erich Meurer zum Stellvertreter in Hunds­angen mit den Gemeinden Dreikirchen und Oberbach ernannt.

Für den Schiedsmannsbezirk Grossholbach mit den Gemeinden Girod und Goldhausen- Ruppach wurde Bernhard Weber zum stell­vertretenden Schiedsmann wiedergewählt.

UNTERSHAUSEN

Bekanntmachung

Auf die Bekanntmachung der Verbandsschule Horressen - Eigendorf wird hingewiesen. Sie gilt zugleich auch für Untershausen.

Stahlhofen

Liebe Mitbürger von Stahlhofen !

Die erste Ausgabe des neuen Nachrichten­blattes halten Sie in Händen. Wir sind froh darüber, dass wir damit eine Zeitung haben, die Sie umfassend über alle Gegebenheiten in unserer Gemeinde und noch darüber hinaus informiert. Möge Ihnen das weiterer Anlass zur regen Anteilnahme an unserem Gemein­deleben geben.

Jeder einzelne Bürger kann sich im Nach­richtenblatt zu Wort melden und seine Mei­nung mitteilen. Ich meine, wir sind uns damit ein weiteres Stückchen nähergekom­men. Der Bezugspreis von DM 3.50 im Vierteljahr scheint mir gut angelegt, und ich würde es begrüssen, wenn alle Haushalte das Blatt beziehen würden, gez. Pehl Bürgermeister

Amtliche Bekanntmachung

Auf die Bekanntmachung der Verbandsschule Horressen - Eigendorf wird hingewiesen. Sie gilt zugleich auch für Stahlhofen.

Bekanntmachung

Am Samstag, dem 7.3. 1970, ist wieder unsere monatliche MüllabfuhrSperrmüll kann in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr von je­dem selbst abgefahren werden.

Ab 12.1. 1970 folgende Dienststunden im Bürgermeisteramt

dienstags jeder Woche von 20.00 bis 22.00 Uhr, freitags von 20.00 bis 22.00 Uhr je­der Woche, jeden ersten Samstag im Monat von 10.00 Uhr bis 12,00 Uhr vormittags. Am Samstag, dem 14.3. 1970, findet unsere diesjährige Holzversteigerung statt. Hecken und' Wiesen dürfen nur bis zum 15.3. 1970 abgebrannt werden.

Für Bestattung unserer Toten suchen wir einen neuen Totengräber. Meldung bitte beim Bürgermeister.

gez. Pehl Bürgermeister

Auch in Stahlhofen ist harter Winter.

«

* * Vjft

jrrs*

IfKfrcfien

^facftrfchten

Kirchen Ordnung der Pfarrgemeinde

St Wendelinus, Stahlhofen

Am Sonntag, den 8.3. 1970:

7.30 Uhr Frühmesse, 10.30 Uhr Hochamt für die Pfarrgemeinde.

Die Kirchenordnung für kommende Woche lag leider noch nicht vor.

Arztdienst

Am 7. und 8.3. 1970:

Dr. med. Staudt, Tel.: 3441 Stahlhofen

RUND UM MONTABAUR Nr. 1/10/70/13

Geburten

Petra Christina Jansen Stahlhofen geb. am 13.2. 1970 in Montabaur, Eltern: Thomas Jansen und Frau Angela Stahlhofen, Kirch­strasse.

UNSER SONNTAGSSPAZIERGANG Von Wirzenborn zur Reckenthaler Höhe

- mh - Wirzenborn, der weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus bekannte Wallfahrtsort, ist Ausgangspunkt unseres heutigen Sonntagsspaziergangs. Wir parken entweder an der Gelbachstrasse oder auf dem Kirchenvorplatz.

Die Gnadenkapelle Unserer lieben Frau von Wirzenborn wurde 1510 geweiht. An Mariä Himmelfahrt (15. August), dem verlobten Tag der katholischen Pfarrei Montabaur, aber auch an anderen Tagen, ist Wirzen­born Ziel zahlreicher Prozessionen. Oberhalb des Fachwerkhauses führt von hier unser Wanderweg im Hang des Gelbach­tales aufwärts. Nach 600 m erreichen wir unterhalb des Geiersberges hinter einer scharfen Talkrümmung die sogenannte Wehr­wiese, wo wir auf einem Steg den Gelbach überschreiten. Der Bach hat hier in den letzten Jahren einen kleineren Teil der Wiese weggespült und seinen Lauf verän­dert. Durch den leicht morastigen Wiesen­grund gelangen wir über ein Pfädchen zum Kurhotel Waldesruhe mit Vogelvolieren und Entenweiher. Auf der linken Hangseite des kleinen Habachtales führt hier ein Weg in Kehren zur Höhr. Auf dem rund 120 m über dem Tal liegenden Bergkamm bietet sich eine recht nette Aussicht nach Nor­den auf Montabaur, nach Süden ins Gel­bachtal bei Bladernheim und auf den Höchst im Hintergrund, nach Osten auf Heilber­scheid. Das Gelbachtal macht hier eine grosse Schleife um die Quarzithöhe des Küppelfelds, auf dem wir nun, zunächst auf einem nicht allzu gut befestigten Feld­weg des Hohbaumfeldes, dann am Waldrand entlang, durch das Wirzenborner Oberndorf zum Ausgangspunkt zurückwandern. Wegstrecke: 4 km Gesamte Steigung: 140 m Wegeverhältnisse: Allgemein gut bis befrie­digend; nur im Gelbachgrund und auf der Reckenthaler Höhe nicht immer ausreichend. Gutes Schuhwerk empfehlenswert. Steiler Aufstieg im Habachtal. Mit Kinderwagen nur bedingt zu erwandern.

Merkmale: Sehenswerte Wallfahrtskirche in Wirzenborn. Wanderung auf dem Umlauf­berg mit schöner Aussicht, Einkehrmöglich­keiten in Wirzenborn und in der Waldesruhe.