Ausgabe 
14.11.1969 (Vorlage 14.10.1969)
 
Einzelbild herunterladen

die Chance auf Erringung der Herbstmeisterschaft gewahrt.

Termine und Ergebnisse der Jugendspiele bitten wir, aus dem Aushangkasten zu entnehmen.

Brief marken - Tau schabend

Die Philatelisten Montabaur und Umgebung tref­fen sich Dienstag, den 18. November 1969, 20. 00 Uhr, im Gasthof Planz-Heuser, Montabaur, Bahnhofstraße.

Rückblick auf das Stadtgeschehen

Im historischen Gebäude des ehemaligen Kreis­heimatmuseums wurde neben dem Kreisverkehrsverein nun auch eine Zweigstelle der Kreissparkasse untergebracht.

Oberstudiendirektor Josef Gehling vcto Staatlichen Aufbaugymnasium trat in den Ruhestand. '

20 Austauschschüler aus der Partnerstadt Tonnerre besuchten Montabaur.

Wegen zu geringer Benutzung und der dadurch weit unter der Kostendeckung liegenden Einnahmen wurde der Stadtrundverkehr wesentlich eingeschränkt. Er wird nun in den Linienverkehr Montabaur-Elgendorf-Horressen einbezogen.

Der Motorsport-Club Unterwesterwald veranstaltet eine JubiläurrsrOrientierungsfahrt unter dem Motto "Rund um Mons Tabor".

Die DLRG-Ortsgruppe errang bei einem Vergleichs­kampf im Rettungsschwimmen vor Berlin und Hannover den zweiten Platz.-Zwischen dem Unterewesterwaldkreis und dem Landkreis Aurich in Ostfriesland soll gegenseitig für den Fremdenverkehr geworben werden.

Zu einem gemütlichen Altenkaffee hatte ein Ausschuß des Pfarrgemeinderates eingeladen.

In der Turnhalle der Volksschule fand eine Rasse­geflügelschau statt.

KENNEN SIE MONTABAUR?

EIN KLEINES HEIMAT-QUIZ Fragen:

1. Wo liegt der Distrikt "Kringelberg"?

2. Wo befinden sich im Montabaurer Gemarkungsbereich Naturdenkmäler?

3. Welche Wanderwege des Westerwald-Vereins führen durch Montabaur?

4. Wann wurde die kath. Pfarrkirche erstmalig urkundlich erwähnt?

5. Wen stellt die Bronzeplatte am Wasserwirtschaftsamt dar?

HERBSTASTERN

Noch einmal sprühende Glut im Garten, im Aufrausch leuchtender Lichterflor, ein Goldesglühen und Glanzerwarten, in Mollakkorden ein Farbenchor. -

Die letzten Rosen so rot verbluten.

Beschwört ihr Hoffen zum Himmel auf?

Ihr Blühen,flammt es noch ein Vermuten ? - Die Herbstzeitlose längst blühte auf.

Die Astern schwelgen in vollen Farben und zeigen funkelnd ein stolz Gesicht.

Wenn morgen starr sie und Frostes starben, hob sie zur Sonnenfahrt selig Gewicht.

Walter Kalb

Volksbank Montabaur

Die Volksbank Montabaur lädt hiermit ihre Mit­glieder zu der am 20. November, um 20.00 Uhr, im Kol­pinghaus Montabaur stattfindenden 110. Generalversammlung ein.

- 5 -

IN EIGENER SACHE Wichtiger Hinweis

Wir machen darauf aufmerksam, daß durch den Feier­tag "Buß- und Bettag" (19.11.1969) der Redaktionsschluß für das Erscheinen Ihres Nachrichtenblattes vorverlegt wurde.

Um einen termingerechten Druck gewährleisten zu kön­nen, bitten wir Sie, Ihre Manuskripte bis 15.11. 1969, 9.00 Uhr, auf der Gemeindeverwaltung abzugeben.

Der Anzeigenannahmeschluß wird dadurch ebenfalls um 24 Stunden vorverlegt.

VERLAG HANS SCHMID GMBH

BUNTES WELTMOSAIK Können angezweifelt

Bei einer Podiumsdiskussion in Genua wurde daran erinnert, daß ein italienischer Fußballstar zehnmal soviel verdiene wie der Staatspräsident. Ein Fußballfan fand daran gar nichts Besonderes: "Warum denn nicht? Kann etwa der Herr Präsident einen Freistoß treten?"

Nicht so schlimm

Eine Londoner Wochenzeitung schrieb, sie sei darauf aufmerksam gemacht worden, daß man in der letzten Woche ein Bild von Robert Stanley gebrachthabe, das in Wirklichkeit aber John Bellman darstelle. "Da auf besagtem Foto jedoch", so schrieb die Zeitung, "Edgar Stone abgebildet worden war, spielt das weiter keine Rolle.

RECHTSFÄLLE DES ALLTAGS In meiner Badewanne bin ich - Major-

Mit viel Vernunft und Verständnis haben die Richter des Oberlandesgerichts Stuttgart einen Bundeswehrfeldwebel vor einer peinlichen Bestrafung bewahrt. Der Fallschirmjäger hatte in einem Caffe ein Mädchen kennengelemt und sich diesem gegenüber, um seine Stellung und sein Ansehen zu he­ben, als Major der Bundeswehr ausgegeben. Der Staatsanwalt hielt das für ein strafbares unbefugtes Titelführen und erhob Anklage. Zwei Instanzen verurteilten den "Angeber" zu einer Geldstrafe, die dann auch im Strafregister ihren Niederschlag gefunden hätte.

Das Oberlandesgericht Stuttgart sprach hingegen den ob der Folgen seiner Prahlerei entsetzten Soldaten frei. Be­gründung (2 Ss 259/69): Zwar könne unbefugtes strafbares Titelführen auch dadurch begangen werden, daß die dem Täter nicht zustehende Dienstbezeichnung im privaten Verkehr ge­braucht werde. Dies müsse jedoch in einer Art und Weise ge­schehen, die nach Art und Intensität die Interessen der Allge­meinheit berühre. Das sei hier nicht der Fall gewesen, da sich der Feldwebel nur dem Mädchen gegenüber als Major be­zeichnet habe.

Kellner werden nicht beteiligt

Ein aktueller Prozeß über die Höhe des dem Kellner zustehenden Bedienungsgeldes wurde vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf ausgetragen. Schuld an der Auseinandersetzung zwischen dem klagenden Kellner und dem Wirt war die Ein­führung der Mehrwertsteuer. Der Angestellte meinte, er be­komme seine zehn Prozent künftig nicht nur aus dem dem Gast verabreichten Warenwert, sondern auch von der gezahlten Mehrwertsteuer in Höhe von elf Prozent. Der Wirt hingegen hielt das für abwegig: Die Mehrwertsteuer habe keinen Ein­fluß auf die Höhe der dem Kellner zustehenden Prozente. Die­ser Ansicht schloß sich auch das Arbeitsgericht Düsseldorf an. Die Umsatzsteuer gehöre nicht mehr zu dem Entgelt, heißt es in dem Urteil (1 Ca 1311/69), aus dem das Bedie­nungspersonal eine Beteiligung errechnen dürfe.

Textsatz: Heidi Monir

k

l

ft I

1

b' l