Ausgabe 
19.9.1969
 
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WELTGESCHEHEN

im Monat August 1969

für Sie zusammengestellt durch VERLAG HANS SCHMID GMBH

Deutscher Gemeindebote

Freitag, 1. August

Papst Paul VI. bemüht sich vergebens, im Konflikt zwischen Nigeria und Biafra zu ver­mitteln.

Samstag, 2. August

Präsident Nixon fliegt zu Gesprächen nach Bukarest und wird dort von der Bevölkerung jubelnd begrüßt.

Die amerikanischen MarssondenMariner 6" undMariner 7" funken Marsbilder zur Erde, aus denen hervorgeht, daß dort kaum Leben herrschen kann.

New York bereitet den Mondfahrern eine Konfettiparade.

Donnerstag, 14. August

Die Lage in dem von bürgerkriegsähnlichen Unruhen erschütterten Nordirland spitzt sich zu. Britische Soldaten versuchen der Straßen­kämpfe Herr zu werden. Die benachbarte Re­publik Irland mobilisiert zum Teil die Armee.

Sonntag, 17. August

haftete Sowjetspion Loginow gegen 10 west­liche Agenten ausgetauscht worden.

Samstag, 23. August

Eine zehnköpfige Familie aus der DDR flieht nachts über die Zonengrenze.

Sonntag, 24. August

Die führenden Politiker treten aktiv in den Wahlkampf ein.

Dienstag, 5. August

Bundeskanzler Kiesinger fliegt zu Gesprächen in die USA.

Die italienische Regierungskrise ist beendet. Der Christdemokrat Rumor bildet eine Min­derheitsregierung.

Donnerstag, 7. August

Mehrere Mitglieder des Bremer Senats und aller Parteien sind in einen umfangreichen Baulandskandal verwickelt worden.

Bundeskanzler Kiesinger bespricht sich mit Präsident Nixon. Man erzielt weitgehende Übereinstimmung.

Der am längsten überlebende Herzpatient der Welt, der südafrikanische Zahnarzt Dr. Philip Blaiberg, stirbt in Kapstadt im Alter von 60 Jahren.

Über Nordkorea wird ein amerikanischer Hub­schrauber abgeschossen.

Montag, 18. August

Der HurrikanCamille" richtet im Süden der USA riesige Schäden an und macht 200 000 Menschen obdachlos. 200 Menschen kommen ums Leben. Bei einem Bootsunglück auf dem Genfer See ertrinken 19 Menschen, darunter 12 Kinder.

Montag, 25. August

Im Irak werden 15 Personen wegen angeb­licher Spionage für Israel und die USA hinge­richtet.

Mittwoch, 27. August

Ein Flugzeugunglück in Moskau fordert 15 Menschenleben.

Bundeswirtschaftsminister Schiller führt in Rumänien Gespräche.

Freitag, 8. August

Eine sofortige Abwertung des Franc um 12,5 Prozent beschließt der französische Minister­rat in Paris.

Montag, 11. August

Dienstag, 19. August

Zu schweren Zwischenfällen kommt es am Prager Wenzelsplatz zwischen demonstrieren­den Jugendlichen und Polizeieinheiten. KP Chef Husak greift seinen Vorgänger Alexander Dubcek scharf an.

Donnerstag, 28. August

Der hessische Ministerpräsident Dr. Georg August Zinn wird Ende September aus ge­sundheitlichen Gründen zurücktreten.

Die amerikanischen Astronauten werden ge­sund aus der Quarantäne entlassen.

Samstag, 9. August

ln der Luxusvilla des polnischen Filmregisseurs Polanski in Los Angeles werden fünf Menschen ermordet.

Mittwoch, 20. August

Vor dem Jahrestag des Einmarschs der War­schauerPaktTruppen herrscht in Prag Hoch­spannung. Am Wenzelsplatz versammeln sich 20 000 Menschen.

Donnerstag, 21. August

Freitag, 29. August

Ein amerikanisches Düsenverkehrsflugzeug mit 113 Menschen an Bord wird in Italien von drei bewaffneten Arabern zur Kursänderung gezwungen und nach Damaskus entführt. Die Palästinensische Befreiungsfront zeichnet sich für das Unternehmen verantwortlich.

Dienstag, 12. August

Der gemeinsame europäische Agrarmarkt ist wegen der FrancAbwertung vorerst nicht voll funktionsfähig. Frankreichs Agrarmarkt soll daher für 2 Jahre vom übrigen EWGGe­biet isoliert werden.

Mittwoch, 13. August

Mit BoykottAktionen, Demonstrationen und stummen Protest gedenkt Prag des Jahrestages der Invasion. Um 12 Uhr ruhte für fünf Minu­ten der Verkehr.

Ein Brand in der AIAksaMoschee in der Jerusalemer Altstadt verschärft die Spannun­gen zwischen Arabern und Israelis.

Freitag, 22. August

Samstag, 30. August

Syrien hält sechs Israelis, die mit dem geka­perten Flugzeug flogen, zurück, während die anderen Passagiere freigelassen werden.

Sonntag, 31. August

Chinesische und sowjetische Soldaten liefern sich ein neues blutiges Grenzgefecht, bei dem es Tote und Verletzte gibt.