Ausgabe 
8.8.1969
 
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DAS WESTERWALD-LIED

Wirges gegen TUS Montabaur. Dieses Spiel endete mit einem gerechten 1:1.

Mittlerweile hatten sich nunmehr einige hundert Zuschauer im Stadion eingefunden. In voller Erwartung sahen sie dem ersten Heimspiel der neuformierten I. Seniorenmannschaft des TUS gegen die des Bezirksligisten SV Horressen entge­gen. Dies Spiel begann um 17. 35 Uhr. Wie bereits am letzten Samstag in Ehrenbreitstein, spielte die TUS-Mann- schaft hervorragend auf. Sie war dem Bezirksligisten nicht nur ein ebenbürtiger, sondern ein überlegener Gegner. Das in diesem Spiel keine Tore geschossen wurden, ist den Wit­terungsverhältnissen und den beiden cleveren Hintermann­schaften zu verdanken. Das Spiel endete mit einem 0:0. Be­ste Spieler der TUS-Mannschaft waren Meuer und Rüter.

Und so spielten sie: Janta, Hoffmann, Klemmer,

Loth, Rüter, Philippi, Hisgen (2. Halbzeit Paul), Meuer, Theuer, Ickenroth und Stammler.

Am Samstag, dem 9. 8.1969, 17. 30 Uhr, trifft diese Mann­schaft, wie bereits angekündigt, in einem Freundschafts­spiel auf den Bezirksligisten Rotweiß Keramchemie Siers­hahn. Das Vorspiel bestreiten die A-Jugendmannschaften des SV Dehrn und des TUS Montabaur.

RÜCKBLICK AUF DAS STADTGESCHEHEN

Neuer Schloßherr in Montabaur wird die Deutsche Genos­senschaftskasse in Frankfurt/Main. Der Kaufpreis beträgt rund 1,3 Millionen Mark. Nach innerer Aus- und Umgestaltung wird die Deutsche Genossenschaftskasse in einem Jahr hier Fortbildungskurse für jährlich 3000 bis 4000 Teilnehmer veranstalten.

Der Stadtrat hat sich geschlossen dafür eingesetzt, daß das Kreisheimatmuseum in geeigneten Räumlichkeiten im Stadtgebiet verbleibt.

Der Bebauungsplan "Himmelfeld" wurde genehmigt. Hier ist u. a. ein Hubschrauberlandeplatz geplant.

Die Umgestaltung des Kirchplatzes wird etwa 130 000 Mark kosten. Ein sieben Meter breiter Brunnen mit Wasserspielen kostet etwa 20 000 Mark.

Eine 32 käpfige Besuchergruppe und eine Klasse des Gymnasi­ums besuchten die Partnerstadt Tonnerre.

Über ein Dutzend Montabaurer Kinder wurden der Sonder­schule in Wirges überwiesen.

Schloß Montabaur schmückt das Titelbild eines neuen Frem­denverkehrsprospektes, das die Stadtverwaltung in einer Auflage von 10 000 Exemplaren herausgebracht hat.

KENNEN SIE MONTABAUR?

EIN KLEINES HEIMAT - QUIZ FRAGEN: 1. Wo befindet sich die Kreisberufsschule in Montabaur? 2. In welcher Straße sind die meisten Behörden untergebracht? 3. Nach wem ist die Weckerling-Straße be­nannt? 4. Wo steht die Halle der Segelfluggruppe? 5. Nach welchem Ort ist das Meßtischblatt (top. Karte 1:25 000) benannt, auf dem Montabaur dargestellt ist?

ANTWORTEN: 1. Die Kreisberufsschule ist im Schulgelände in der Humboldtstraße untergebracht. 2. Die meisten Be­hörden befinden sich in der Tiergartenstraße: Arbeitsamt, Autostraßenamt, Allgemeine Ortskrankenkasse, Gesund­heitsamt und Landwirtschaftsschule. 3. Die Weckerling- Straße verbindet die Koblenzer Straße mit der Peterstor- straße. Sie ist benannt nach Dekan Weckerling. Er war von 1864 bis 1909 Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde. Während seiner Amtszeit wurde die ev. Kirche gebaut.

4. Die Halle der Segelfluggruppe steht auf dem Bundeswehr­übungsgelände westlich der Straße nach Holler. 5. Die Topographische Karte 1: 25 000 (Meßtischblatt) Nr. 5512 trägt die Kennzeichnung "Montabaur".

Heil dir, du schöner Westerwald, dich soll mein Lied be­singen, daß weit und breit dein Lob erschallt, daß Berg und Täler klingen. Die Tannen schlank, die Dörfer klein im Schmuck der grünen Felder. Wie lieb ich dich, du Heimat mein: Ich bin ein Westerwälder.

Du selbst in deiner stillen Pracht bist Vorbild deinen Söh­nen, ob auch die Welt dich schier veracht'sie rauh und öd dich höhnen. Sie wissen nicht, wie schön du bist, wie herrlich deine Wälder, doch meine Lieb'dich nie vergißt:

Ich bin ein Westerwälder.

Ernst wie die Tannen auf den HöhYi so woll 'n wir stehn im Leben, und wer uns tief ins Herz will sehn, dem wolP'n wir Liebe geben, wie unsre Berge spenden Erz; und wenn wir werden älter, mit Stolz bekennt es unser Herz: Ich bin ein Westerwälder.

Drum Heil sei dir, mein Westerwald, dich soll mein Lied besingen, daß weit und breit dein Lob erschallt, daß Berg und Täler klingen. Die Tannen schlank, die Dörfer klein im Schmuck der grünen Felder. Stets soll mein stolzer Wahl­spruch sein: Ich bin ein Westerwälder!

IN EIGENER SACHE

An alle Vereine und Verbände!

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

wir machen darauf aufmerksam, daß wegen des Feiertages "Mariä Himmelfahrt" der Redaktions- und Anzeigenan­nahmeschluß in der Ausgabe 33 des Mitteilungsblattes Ihrer Stadt bzw. Gemeinde um einen Tag vorverlegt wer­den muß.

Geben Sie bitte Ihre Manuskripte bzw. redakt. Texte so rechtzeitig ab, daß sie bis spätestens 11. 8. , vormittags 9. 00 Uhr, bei Ihrer Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung be­arbeitet werden können. Für die Einhaltung dieses Termi­nes wird Ihnen dadurch eine pünktliche Veröffentlichung gewährleistet.

VERLAG HANS SCHMID GMBH

FÜR SIE NOTIERT

1,9 Millionen Ausländer

Naich einer Mitteilung des Statistischen. ^Bundesamtes leb­ten am 30. September 1968 im Bundesgebiet rund 1,9 Millionen Ausländer. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres hatte ihre Zahl um etwa 113 000 (6, 5 Prozent) zugenommen. Unter den Ausländern im Bundesgebiet wa­ren die Italiener mit 454 000 Personen (23, 6 Prozent) am stärksten vertreten, gefolgt von den Griechen mit 212 000 Personen (11 Prozent) und den Türken mit 205 000 (10,7 Prozent). Etwa 1,6 Millionen wohnten in Nordrhein- Westfalen, Baden-Württemberg - Bayern und Hessen.

Weiter Zonenrandförderung

Die Bundesregierung will auch künftig den Wohnungsbau im Zonenrandgebiet - besonders für Facharbeiter und Schlüsselkräfte - mit öffentlichen Mitteln fördern. Seit 1966 werden nach Mitteilung der Geschäftsstelle Öffent­liche Bausparkassen von den jährlich für den sozialen Woh­nungsbau vom Bund bereitgestellten Mitteln (150 Millionen Dl 14 Mill. DM zweckgebunden für das Zonenrandgebiet ver- wendet.Zusätzlich gewährt der Bund auch Darlehen zur Förderung von Eigentumsmaßnahmen für kinderreiche Fa­milien, von Altenwohnheimen und Studentenwohnheimen sowie zur Beseitigung besonderer Wohnungsnotstände.

Textsatz: A. Gilges

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