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im Monat Februar 1969
für Sie zusammengestellt durch VERLAG HANS SCHMID GMBH
Deutscher Gemeindebote
Samstag, 1. Februar
Bundesminister Höcherl wird in Aachen zum 19. Ritter des Ordens „wider den tierischen Ernst" ernannt.
Dienstag, 4. Februar
Nachfolger des zurückgetretenen Bundestagspräsidenten Dr. Gerstenmaier wird Kai—Uwe von Hassel.
Moskau wendet sich in einer Note gegen die Bundesversammlung in Berlin.
Freitag, 14. Februar
Die Bundesregierung rechnet mit ernsten Störungen des Berlin—Verkehrs.
Die Bundesbank erkennt in der neuen Hochkonjunktur eine starke Gefahr für die Preisstabilität.
Station seiner einwöchigen Reise durch Westeuropa.
Die Bundesregierung ist auf einen Brief der DDR-Regierung hin bereit, auf die Bundesversammlungin Berlin zu verzichten, wenn dafür eine dauerhafte positive Regelung für den Verkehr der Bevölkerung beider Teile Berlins erzielt werden kann.
Israel bomt ein jordanisches Terroristenlager.
Donnerstag, 6. Februar
Der 47—jährige CDU—Bundestagsabgeordnete Heinrich Windelen wird neuer Bundesvertrie- benenminister.
Freitag, 7. Februar
Heftige Debatten entwickeln sich im Bundestag wegen des Beitritts zum Atomwaffensperrvertrag. Die Bundesregierung wird den Vertrag nur unterschreiben, wenn das berechtigte Interesse des deutschen Volkes gewahrt bleibt.
Sonntag, 9. Februar
Ein Durchreiseverbot durch das „Hoheitsgebiet der DDR" erläßt die Ostberliner Regierung mit Wirkung vom 15. Februar für alle Mitglieder der Bundesversammlung.
Kardinal Frings, Köln, legt 82jährig sein Amt nieder.
Montag, 10. Februar
Die USA bringen den größten Fernmeldesatteliten der Welt auf eine Umlaufbahn.
Dienstag, 11. Februar
Hoher Schnee hemmt in Deutschland den Verkehr.
Mittwoch, 12. Februar
Die Abstürze von zwei Transportmaschinen der Bundeswehr bei München und Husum fordern 13 Tote und mehrere Schwerverletzte.
Das neugebaute 23 500 BRT große Passagierschiff „Hamburg" ist fertiggestellt und läuft zur Probefahrt aus.
Der britische Premierminister Wilson besucht Bonn und Berlin. Bei den Regierungsgesprächen wird weitgehende Einigung erzielt, besonders in der Berlin—Frage.
Donnerstag, 13. Februar
In München mißlingt die erste deutsche Herzverpflanzung.
Sonntag, 16. Februar '
Ungewöhnlich heftige und langanhaltende Schneefälle lähmen den Verkehr in Nord— und Mitteldeutschland.
Frankreich ist entschlossen, die Westeuropäische Union platzen zu lassen, wenn es nochmals zu einer WEU—Botschafterkonferenz gegen seinen Willen kommt.
Montag, 17. Februar
Die Rosenmontagszüge leiden unter der schneereichen und kalten Witterung.
Dienstag, 18. Februar
Ein israelisches Passagierflugzeug wird auf dem internationalen Flughafen Zürich—Kloten von vier arabischen Terroristen beschossen.
Mittwoch, 19. Februar
Der Streit in der Westeuropäischen Union wird entschärft. Frankreich ist bemüht, den Konflikt beizulegen. Die Bundesregierung will vermitteln.
Der nächste Bundestag wird am 28. September gewählt.
Donnerstag, 20. Februar
ln Bagdad werden 7 junge Iraker hingerich— tet und öffentlich zur Schau gestellt. .
Freitag, 21. Februar
Zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin werden die Warschauer—Pakt—Truppen Manöver rings um Berlin veranstalten.
Der französische Staatspräsident de Gaulle soll der britischen Regierung die Auflösung der EWG vorgeschlagen haben. Die französische Regierung dementiert.
Sonntag, 23. Februar
Präsident Nixon trifft in Brüssel ein, der ersten
Montag, 24. Februar
Die Bundesregierung will die Verlegung der Bundesversammlung von Berlin an einen anderen Ort erst dann erwägen, wenn ihr ein konkretes Angebot über die in Aussicht gestellten Erleichterungen für den Berlin—Verkehr vorliegt.
Vor dem NATO-Rat in Brüssel kündigt Nixon Gipfelgespräche mit den Sowjets an. Abends trifft er in London ein.
Dienstag, 25. Februar
Auf dem Prager Wenzelsplatz versuchen zwei junge Männer, sich selbst zu verbrennen. Einer erliegt seinen Verletzungen.
Der Regierende Berliner Bürgermeister, Klaus Schütz, erklärt den DDR—Behörden seine Verhandlungsbereitschaft.
Ägypten ordnet den Ausnahmezustand an.
Mittwoch, 26. Februar
Präsident Nixon trifft in Bonn ein. In Gesprächen mit Bundeskanzler Kiesinger ist man sich in allen wichtigen Punkten schnell und deutlich einig. Das Gesprächsklima und der Empfang sind herzlich.
West— und Ostberlin haben erste Kontakte wegen der Passierscheine.
In Jerusalem stirbt überraschend der israelische Ministerpräsident Levi Eschkol (73).
Der deutsche Philosoph Karl Jaspers stirbt mit 86 Jahren.
Donnerstag, 27. Februar
Die Bevölkerung Berlins bereitet Präsident Nixon einen jubelnden Empfang.
Die Aussichten für eine Passierscheinvereinbarung sind schlecht.
Freitag, 28. Februar
Nach einem Rom—Besuch trifft Präsident Nixon in Paris ein.
Die Bundesregierung stellt sich auf eine Berlinkrise ein.

