Ausgabe 
20.12.1968
 
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Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus; sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen, buntes Spielzeug fromm geschmückt, tausend Kindlein stehn und schauen, sind so wundervoll beglückt.

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Und ich wandre aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld, hehres Glänzen, heilges Schauern ! Wie so weit und still die Welt !

Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit, steigts wie wunderbares Singen - o du gnadenreiche Zeit !

/t/V**

ALLEN BÜRGERN HERZLICHE WÜNSCHE

Rat und Verwaltung der Stadt Montabaur grüßen aus Anlaß der Festtage die Mitbürger, Gäste und Freunde unserer Stadt und wünschen ihnen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr in Gesundheit und Frieden.

Das zu Ende gehende Jahr hat der Stadt und ihren Bürgern viel Gutes gebracht. Es ist ohne Katastrophen in Stadt und Land bei wirtschaftlicher und sozialer Sicherheit vergangen. Dafür wollen wir dem Herrn, dessen Geburt wir in den Weihnachtstagen gedenken , danken. Weihnachtens das heißt das Hereinbrechen Gottes in die Welt des Menschen, muß für uns alle ein Anruf und ein Aufruf sein. Dieses nicht zuletzt auch im Hinblick auf unsere Ein­stellung zu unserem Mitmenschen und zu der Gemeinschaft, in der wir gestern, heute und morgen leben.

Das Leben in einer Gemeinschaft der Familie und erst recht das Leben in einer großen Bürger­familie verlangen von uns allen die Zurückstellung mancher subjektiver Wünsche und die ver­ständnisvolle Einordnung des Einzelnen in die auf das Gesamtwohl der Gemeinschaft ausgerich­teten Entscheidungen.

Stadtrat und Verwaltung haben in verantwortungsbewußter Zusammenarbeit in der nunmehr auslaufenden Wahlzeit des Stadtrates Beachtliches zum Wohle der Allgemeinheit und für eine positive Weiterentwicklung der Stadt Montabaur beigetragen. Nicht alle gesetzten Ziele konnten erreicht und auch nicht alle Wünsche befriedigt werden. Vieles bleibt noch zu tun.

Auch in der Zukunft wird die Arbeit von Rat und Verwaltung von dem Bemühen geprägt sein, den Anforderungen der wachsenden Stadt und den höheren Ansprüchen der Bürger, trotz voraus­sichtlich geringerer Mittel für die Erfüllung der Gemeinschaftsaufgaben, gerecht zu werden.

Rat und Verwaltung danken den Bürgern, daß sie bisher den Gegebenheiten großes Verständnis entgegengebracht und sich nicht nur vom Wunschdenken haben leiten lassen. Bestehende Meinungsverschiedenheiten müssen auch in Zukunft zunächst in einem vertrauensvollen Gespräch mit den Bürgerschaftsvertretern auszuräumen versucht werden. Andererseits gilt es aber auch, die nach den Grundsätzen unseres demokratischen Staates zustande ge - kommenen kommunalpolitischen Entscheidungen zu respektieren.

Ich spreche die Hoffnung aus, daß auch im kommenden Jahr die wohltuende Geborgenheit in unserer Stadt, der enge mitmenschliche Kontakt und die Bereitschaft zum guten Verständ­nis, sowie zur gegenseiten Hilfe bei den Mitbürgern nicht nachläßt.

Dazu können Sie alle von Mensch zu Mensch oder in einer Vielzahl von Einrichtungen des öffentlichen und privaten Lebens beitragen. Um diese Unterstützung bitte ich Sie herzlich auch im kommenden Jahr 1969,

Mangels

BÜRGERMEISTER