Millionen„rollen”zum Handwerk
Handwerksbetriebe leisten für die Bundesbahn wertvolle Dienste
(dbp) Rund 495 Millionen DM hat die Bundesbahn im vergangenen Jahr dem deutschen Handwerk in Form von Aufträgen zufließen lassen. Der Struktur des ^Unternehmens entsprechend entfielen etwa zwei Drittel davon auf handwerkliche Bauarbeiten. Mehr als zwanzig Prozent der Bundesbahn—Aufträge an das Handwerk gingen an metall— und drei Prozent an holzverarbeitende Betriebe.
Obwohl die meisten Handwerker, die für die Bundesbahn arbeiten, ihr Geld „beim Bau“ verdienen, gibt es kaum einen der gegenwärtig 125 Handwerks— und 40 handwerksähnlichen Berufe in der Bundesrepublik, der nicht auch in den Auftragsbüchern der Bundesbahn zu finden wäre. Die Liste reicht vom Buchdrucker bis zum Uhrmacher, vom Schneider bis — selbstverständlich auch bei der Bundesbahn — zum Schornsteinfeger.
In erster Linie sind freilich all jene Handwerkszweige für die Bundesbahn tätig, die mit dem Bau zu tun haben: Maurer, Betonfachleute, Zimmerer, Dachdecker, Spengler, Elektriker, Schlosser und Installateure, Verputzer, Maler und Tapezierer, Fliesen— und Fußbodenleger— Schreiner und Glaser.
Als neuen Handwerksberuf gibt es bei der Eisenbahn seit einigen Jahren den „Gleisbauer“, der auch von den Bauunternehmern zur Ausbildung eigener Leute genutzt werden kann. Trotz der starken Mechanisierung im Gleisbau werden auch in Zukunft manche Aufgaben auf diesem Gebiet allein dem Handwerker zugänglich sein.
Längst hat sich die Bundesbahn von ihrer früheren Gepflogenheit gelöst, in großem Umfang selbst Handwerker in ihren Werkstätten zu beschäftigen und die anfallende Arbeit von ihnen in eigener Regie durchfuhren zu lassen. Freilich erfordern die Besonderheiten des Bahnbetriebes eigene Fachkräfte, etwa zur Instandhaltung und Wartung der Lokomotiven oder der Signalanlagen. Wo sich indessen gute Möglichkeiten bieten, zum Beispiel bei Reparaturen und der Instandhaltung ihrer etwa 8000 Kraftfahrzeuge, greift die Bundesbahn weitgehend auch auf die Kapazitäten des Handwerks zurück.
Rund vier Millionen DM Umsatz erzielten mit Bundesbahn—Aufträgen allein die Schneider und Textilverarbeiter, die den Eisenbahnern dafür vor allem neue Uniformen — Jacken, Hosen, Mäntel, Hemden, Mützen und allerlei Zubehör — anfertigten. Auch die Schutzkleidung für den Winter und für Regenwetter, für besonders schmutzige oder gefährliche Tätigkeiten kommt vielfach aus Handwerksbetrieben.
Sogar die Kunst beim Handwerk kommt bei der Bundesbahn immer wieder zum Zuge, vor allem bei der Gestaltung neuer oder beim Umbau älterer Bahnhofsgebäude. Manches kunstvolle Zifferblatt von
KRIMINALPOLIZEILICHES
VORBEUGUNGSPROGRAMM
O DIEBE SIND ÜBERALL ...
q ... zu Hause, unterwegs und am Urlaubsort!
Damit müssen Sie rechnen!
O Gelegenheiten finden sich überall: am Bahnhof, im Zug, auf Parkplätzen, beim Camping, im Hotel, am Badestrand.
O Diebe öffnen Autos, Zelte und Hotelzimmer, sie stehlen Bargeld, Uhren und Schmuck, Radiogeräte, Kameras und Ihr Reisegepäck!
O DESHALB:
O Bieten Sie dem Dieb keine Gelegenheit! Achten Sie auch im Urlaub auf Ihr Eigentum!
O Daß Sie nicht Opfer von Spitzbuben werden, wünscht Ihnen Ihre Kriminalpolizei!
Landeskriminalamt Rheinland—Pfalz Koblenz
Bahnhofsuhren, manches geschmackvolle Wandmosaik oder manches andere Attribut neuzeitlicher Eisenbahnbauten schufen geschickte Hände von Handwerk- meistern und Gesellen.
Über ihr Sozialwerk, das die 370 000 Mitarbeiter der Bundesbahn tagtäglich verpflegt, beschäftigt die Eisenbahn sogar eine große Zahl von Metzgern und Bäckern, die Fleisch und Wurst, Brot und Semmeln liefern.
Auch in Zukunft will die BundesbalJ dazu beitragen, dem Handwerk seine] „goldenen Boden“ zu erhalten. Sie wJ als einer der größten Auftraggeber d e ] deutschen Wirtschaft auch künftig direH und über Zuliefereraufträge durch IndJ strie und Handel jährlich mehrere hundeJ Millionen Mark auf das Handwerk J rollen lassen. 1
RECHTSKUNDE FÜR I
JEDERMANN I
WARUM INSASSEN- I UNFALLVERSICHERUNG? I
(gri) Wer am Steuer seines Autos anders außenstehende Personen schädigt, ist hier! für nach dem Gesetz verantwortlich. Eil muß ihnen ihre Schäden ersetzen ohnJ Rücksicht darauf, ob er an dem Unfall schuld war oder nicht. Dieses Risiko! deckt für den Kraftfahrer die gesetzliche Haftpflichtversicherung. I
Daneben bieten die Versicherungsgesell] schäften noch den Abschluß sogenann-l ter INSASSENVERSICHERUNGEN an. Der Grund dafür hegt in folgendem: Demi Insassen des eigenen Wagens gegenübeil haftet der Wagenhalter und auch der Fahrzeugfiihrer nur bei nachgewiesenem Verschulden, und nur insoweit treten auch die Versicherungen für ihn ein. Springt dem Fahrer plötzlich ein großer Hund vor den Wagen oder fällt ihm ein Ast von einem Baum herunter in die Windschutzscheibe, so haftet den Beifahrern (wenn man den Eigentümer des Hundes oder des Baumes nicht verantwortlichmachen kann) niemand. Praktisch besonders bedeutsam ist noch folgendes: Nimmt man den Ehegatten oder die eigenen Kinder im Wagen mit, so haftet man diesen gegenüber laut Bürgerlichem Gesetzbuch nicht einmal für einfaches (leichteres) Verschulden. Das heißt: Auch hier kommt wieder die gewöhnliche Haftpflichtversicherung nicht zu Hilfe.
Die Insassenunfallversicherung dient also der teilweisen Auffüllung der Lücken, die das Straßenverkehrsgesetz und das Bürgerliche Gesetzbuch gelassen haben (sie deckt allerdings gewöhnlich nur die Fälle: von Invalidität und Tod, und auch diese nur mit bestimmten Höchstsummen). Schließlich kann sie auch für Verletzung und Tod des Fahrers selbst gewisse Geldleistungen vorsehen.

