Ausgabe 
25.10.1968
 
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Weltspartag 1968

Ein interessanter Weg zur Vermögensbildung

I Der zunehmende Wohlstand in der Bun-

I desrepublik und die kontinuierlichen Ein-

I kommensteigerungen haben bewirkt, daß

bei vielen nicht mehr die Sorge um die gegenwärtige Existenz im Vordergrund des Schaffens und Denkens steht, son­dern in steigendem Maße die Sicherung und Mehrung des erreichten Lebensstan­dards an Bedeutung gewinnt. Da sich dieses Ziel in erster Linie durch die Bil­dung von Vermögen erreichen läßt, wird der Frage, auf welche Weise man im ehesten und leichtesten zu einem Vermö­gen kommt, heute größteAufmerksamkeit und höchstes I nteresse geschenkt.

Eine Antwort auf diese Frage geben die Volksbanken. Sie ist einfach und lautet Sparen nach Plan mit dem Volksbank- Sparplan! " Durch die Einführung des Volksbank-Sparplans im Januar 1968 haben die Volksbanken einen neuen Weg zur Vermögensbildung geschaffen. Das Besondere an diesem Sparplan ist, daß er praktisch alle Spar und Anlagemög­lichkeiten zur Auswahl und Kombination stellt, die es im Bankgewerbe überhaupt gibt.

Gleichzeitig wird mit dem Volksbank- Sparplan ein Weg aufgezeigt, wie gerade auch mit relativ kleinen Beträgen, sofern sie regelmäßig gespart werden, im Laufe der Zeit ein beachtliches Vermögen er­worben werden kann. Wer beispielsweise einen Volksbank-Sparplan über 50 DM monatlich abschließt, hat bei einem Zins­satz von 5 % nach 5 Jahren rd. 3.400 DM, nach 10 Jahren über 7.750 DM nach 20 Jahren etwa 13.400 DM und nach 25 Jahren 30.000 DM Vermögen erspart; Das Entscheidende dabei ist, daß von den 30.000 DM der Soarer nur die Hälfte selbst hat aufbringen müssen, während die anderen 15.000 DM ihm als Zinsen und Zinseszinsen zugeflossen sind. Das muß man erst einmal wissen, dann er­kennt man schnell, wie lohnend regel­mäßiges Sparen ist.

Die Sparkassen der Bundesrepublik haben rund 89 Milliarden DM Sparguthaben auf 43,7 Milio nen Sparbüchen zu verzeichnen

1967 waren es 2,8 Millionen Kinder, die bereits in der Schule Mark und Pfennig auf die hohe Kante legten. Jeder dieser Schüler sparte im Durchschnitt 19 DM, das ergab dann 53,7 Millionen DM. Ferner wanderten aus 6,8 Millionen Heimspar­büchsen 94,7 Millionen DM (rund 14 DM pro Sparbüchse) zu den Sparkassen. Da­neben brachte das Vereins und Klubspa­ren 184,7 Millionen DM, das Betriebsspa- ren 11,8 Millionen DM und das Prämien­sparen, an dem sich Uber fünf Millionen Sparer beteiligten, sogar 512,5 Millionen DM. Weitere Kleinsparformen machten aus Mark und Pfennig 14,2 Millionen DM.

Wie groß die Zahl der Sparer bei uns ist, kann man ermessen, wenn man weiß, daß die Zahl der Sparkassenbücher fast drei Viertel der Bevölkerungszahl ausmacht. Durchschnittsguthaben ist etwa 2000 DM, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß die Hälfte aller Sparbücher Guthaben von weniger als 300 DM aufweist. Daraus kann man ersehen, daß sich die Sparkassen auch um den kleinsten Sparer intensiv und erfolgreich bemüht haben.

Wer bekommt nun dieses Geld, das der Kleinsparer zusammenträgt? Es dient in erster Linie unserer Wirtschaft. So haben z.B. die dem gewerblichen Mittelstand ge­währten Sparkassenkredite im vergange­nen Jahr um sechs Prozent auf 29,1 Mil­liarden DM zugenommen. Füi den Woh­nungsbau wurden rund 4,9 Milliarden DM Hypothekendarlehen zugesagt, das sind 13 Prozent mehr als 1966. Die Kredite an Städte und Gemeinden zur Bewältigung ihrer großen Aufgaben betrugen annähernd 20 Milliarden DM. Daraus geht hervor, wie wichtig Sparen auch, für die Volkswirt­schaft ist. Auch daran sollte man am Welt­spartag denken.

Bei Raiffeisen über 10 Millionen Sparkonten.

Die Bereitschaft zum Sparen, die 1968 verstärkt zu beobachten ist, drückt sich auch in der Zunahme der Sparkonten bei den Raiffeisenbanken aus. So wurden allein im 1. Halbjahr 1968 über 300.000 neue Sparkonten errichtet, womit sich die Gesamtzahl zum 30. 6.auf 9,9 Millionen erhöhte. Diese Entwicklung hat weiter angehalten, so daß inzwischen bereits über 10 Millionen Sparkonten vorhanden sind.

Heute ist jeder sechste Bundesbürger Inhaber eines Raiffeisen-Sparkontos. 1966 unter­hielt erst jeder siebente Bundesbürger ein Sparkonto bei einer Raiffeisenbank. Das durchschnittliche Sparguthaben ist gleichesfalls erheblich angewachsen. Es hat sich in den letzten zehn Jahren vom 30.6.1958 mit 720 DM auf 2.050 DM am 30. Juni 1968 erhöht und sich damit verdreifacht.