Ausgabe 
30.8.1968
 
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Lj zuckmayer, 1896 in Nackenheim (Rheinhessen) geboren, Interniihmt den Versuch, "die ganze Welt - und Lebensfülle LerZeit, ihre Tode, ihr Grauen, auch ihre J Überwindurig J s menschlichen und übermenschlichen Kräften einzufan- V en ", 1933 durch die Machthaber des Dritten Reiches ver­lieben, emigriert er zunächst in die Schweiz, dann in die USA. Das Problem Mensch Und Staat beschäftigt ihn beson­dere in dem 1946 veröffentlichten Stück "Des Teufels Gene- a l", das Intendant Conrad Dahlke für die I.andesbühne Rhein - an d-Pfalz in Szene setzt. Die Premiere ist am 4. Sept.1968 n Neuwied, und das Ensemble wird sich mit vielen neuenga- rjerten Kräften vorstellen. Der Intendanz ist es gelungen, lirdie psychologisch sehr differenzierten Rollen Karin Hoff­en (Pützchen); Heinz Winter (Harras) und Heinz Fitz Hartmann) als Gäste zu gewinnen. Helmut Maßei, der ieue Spielleiter, verkörpert die wichtige Rolle des Oder- iruch. In weiteren Rollen treten auf:

Hans Jürgen Richter (LüttJohann); Rudolf Lauterburg (Korri- mke); Gustaf Gromer (Friedrich Eilers); Arnim Servaes Pfundtmayer); Arthur Kermes (v. Mohrungen); Peter Carl - ohn (Baron Pflungk); Horst Wendelin Eisenhuth (Dr. Schmidt- ,ausitz); Mechthild Liese brecht (Anne Eilers) und Manuel drmin Höhne (Writzky).

Die Titelfigur des Stückeis ist Harras (Udet), der sich dem Dritten Reich zur Verfügung stellt; um seine Leidenschaft zur (ampffliegerei zu befriedigen; er steigt in der neuen Luft­waffe zum General auf und erkennt bald, daß er sich dem Teufel (sprich: Hitler) verschrieben hat. Er sühnt seine Schuld mit dem T ode.

Das Thema dieses dreiaktigen Dramas aber ist der Widerstand! Oderbruch symbolisiert die kleine, einsichtige Gruppe von Menschen, welche die Sinnlosigkeit, Verlogenheit und Idio-

I tie der Ziele Adolf Hitlers und seiner Genossen erkennt und versucht, durch inneren Widerstand diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

Zuckmayers Ziel ist "Umerziehung ohne Programm"! Viel Zeit verwenden wir für die "unbewältigte Vergangenheit und merken gar nicht, daß die jüngste Gegenwart schon wieder versucht, sich anzueignen, was wir gerade bewältk gen wollen. .

für alle ,nd auch eil ungen

Kartenvorverkauf beim Städtischen Verkehrsamt, Rathaus, Zimmer 8.

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DIE KRAFTFAHRER INTERESSIEREN

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Wer mit"km/h in eine Kreuzung einfährt, die er nicht voll übersehen kann und deren Ampel soeben auf "Grün" um- geschaltet hat, ist (mit)schuldig an einem Unfall, den er mit einem von redhts kommenden Verkehrsteilnehmer ver ­ursacht. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Stutt­gart spielt es dabei keine Rolle, ob der andere Fahrer zu­lässigerweise noch bei Gelblicht oder bei Rotphasenbe - ginn in die Kreuzung fuhr.

Park -Lärm

Einstellplätze für Kraftfahrzeuge innerhalb von Wohnblocks und in unmittelbarer Nähe von Gärten gehören nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen zu jenen'Anla­gen, von denen unzumutbare Störungen für die Nachbar­schaft ausgehen. Auf die Klage einer Grundstücksbesitzerin j hin verbot das Gericht den Bau von fünf Einstellplätzen an her Hofseite eines Neubaues. (OVG Bremen - 2 A 120/67).

D i e bs t a h 1

Ein Versicherungsnehmer handelt grob fahrlässig, wenn er wertvolle Gepäckstücke über Nacht in seinem ordnungsgemäß verschlossenen, auf einem nicht bewachten Parkplatz abge­stellten Kraftfahrzeug sichtbar zurückläßt. Nach einem Ur­teil des Oberlandesgerichts Frankfurt braucht die Versicherung nicht zu zahlen, wenn die Gepäckstücke entwendet werden. (OLG Frankfurt - 11 U 47/67).

-Verantwortlich für den T e-x t s a t V-.' :/ V-T

Frau ff. Monir...\

FÜR DIE HAUSFRAU

Champignons überzogen

500 g Champignons, ein Achtel Liter Brühe, 10 g Butter, Salz ein Viertel Liter Apfelwein.

Die kleinen Champignons werden in der Brühe mit einem Stück­chen Butter und etwas Salz weichgekocht. Man nimmt dann die Pilze heraus, verquirlt die Brühe mit Mehl, Eigelb und dem Apfelwein, würzt mit Salz und etwas Zitronensaft, schlägt die Soße über kochendem Wasser dicklich, gibt etwas frische But­ter dazu und überzieht die angerichteten Champignons mit dieser dicklichen Soße.

Kartoffeltorte

Ein bis zwei Eier, 300 g Zucker, 300 g gedämpfte Kartoffeln, 300 g Grieß, eine Zitrone, ein Backpulver. Drei Eier getrennt, 300 g Zucker, 375 g gekochte, geriebene kalte Kartoffeln, 100 g Mehl, eine Prise Nelken, ein Teelöffel Zimt, Schale einer halben Zitrone, 125 g geriebene Haselnüsse, 50 g Zitronat und ein Backpulver.

Eigelb und Zucker werden schaumig gerührt. Dann die ge­dämpften und geriebenen Kartoffeln, den mit Backpulver ver­mischten Grieß, Saft und Schale der Zitrone sowie Eischnee dazugeben. Die Masse dann in eine gefettete und mit Bröseln ausgestreute Tortenform geben, bei gleichmäßiger Hitze eine dreiviertel bis eine Stunde backen. Nach Erkaltung druchschnei- deri, mit Marmelade füllen und überziehen.

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Pikanter Heringssalat

Zwölf gekochte und geschälte Kartoffeln, zwei Salzheringe, zwei. Äpfel; eine . Salzgurke, eine Essiggurke/-eine Zwiebel. 100 g kalter Braten oder auch Wurst, zwei Eßlöffel öl, drei Eßlöffel Essig, ein Teelöffel Senf, ein Teelöffel Zucker, Salz.

Kartoffeln, Heringe, Äpfel, Gurken, Zwiebel und Fleisch in kleine Würfel schneiden, mit Essig, öl, Senf, Zucker und Salz anmachen und gut durchziehen lassen. Anstelle von öl kann man zur Verfeinerung Mayonnaise nehmen.

RECHTSFÄLLE DES ALLTAGS - * *

Rückkehr zur UnfallsteJIe

Ein Kraftfahrer ist berechtigt, sich von der Unfallstelle zu ent­fernen, um einen erheblich Verletzten ins Krankenhaus zu bringen. Als ein jugendlicher Autofahrer aus dem Saarland einen Motorradfahrer gestreift und zu Fall gebracht hatte, legte er ihn mit Hilfe von Passanten in sein Auto und brachte ihn ins Krankenhaus. Dann fuhr er jedoch nach Hause. Weil er nicht mehr an die Unfallstelle zurückkehrte, wertete dies das Ober­landesgericht Saarbrücken (Ss 13/67) als Unfallflucht und billigte die Verurteilung des Angeklagten zu einer Gefängnis­strafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

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