WELTGESCHEHEN
im Monat Juni 1968
Samstag, 1. Juni
In Berlin findet das Deutsche Turnfest 1968 statt.
Sonntag, 2. Juni
Ein amerikanischer Düsenbomber stürzt in unmittelbarer Nähe des japanischen Kernforschungsinstitutes in Fukuoka ab.
Dienstag, 4. Juni
Die Vietkong kämpfen wieder in Saigon.
Mittwoch, 5. Juni
Senator Robert Kennedy wird nach seinem entscheidenden Wahlsieg zur Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in Los Angeles von einem jungem Mann jordanischer Herkunft mit Pistolenschüssen niedergestreckt und lebensgefährlich verletzt. Amerika ist entsetzt.
Donnerstag, 6. Juni
Senator Robert Kennedy stirbt an den Folgen des Attentats.
ln Frankreich läßt die Streikwelle langsam nach.
Freitag, 7. Juni
Hunderttausende Amerikaner nehmen in der Sankt Pauls—Kathedrale in New York Abschied von Robert Kennedy. Der Attentäter Sirhan schweigt sich über sein Motiv aus.
In Frankreich kommt es erneut zu Zusammenstößen zwischen Streikenden und der Polizei.
Samstag, 8. Juni
Der mutmaßliche Mörder Martin Luther Kings wird in London gefaßt.
Sieger im Endspiel um den DFB—Vereinpokal wird der 1. FC Köln.
Montag, 10. Juni
ln Baden—Württemberg wird wieder eine CDU— SPD—Koalition regieren.
Dienstag, 11. Juni
Die DDR-Regierung beschließt, eine „Paß— und
Visa—Pflicht im Reise— und Transitverkehr von und nach Westdeutschland und Westberlin“ einzuführen.
Mittwoch, 12. Juni
DerdeutscheMittelgewichts—Boxmeister Jupp Elze wird im Ring tödlich verletzt.
De Gaulle will gegen die Unruhen hart vorgehen.
Freitag, 14. Juni
Bundeskanzler Kiesinger wendet sich ohne großen Erfolg wegen der von Ostberlin verfügten Reisebeschränkungen an die Westmächte. Die DDR- Regierung droht mit neuen Überraschungen.
Montag, 17. Juni
Das Bundeskabinett beschließt in einer Sonder —Sitzung, die Wirtschaftskraft Berlins zu verbessern. Unter anderem werden die Visagebühren und Beförderungsabgaben zurückerstattet.
Dienstag, 18. Juni
Außenminister Brandt besucht in Ostberlin den sowjetischen Botschafter Abrassinow.
Mittwoch, 19. Juni
Die Westmächte wollen wegen der Behinderung des Berlin —Verkehrs protestieren.
Die Offenbacher Kickers und Hertha BSC Berlin werden in die Fußball—Bundesliga aufsteigen.
Donnerstag, 20. Juni
Die Bundesregierung wird ihre bisherige Ostpolitik unbeirrt fortsetzen.
Freitag, 21. Juni
Die DDR lehnt einen Zeitungsaustausch mit der Bundesrepublik ab.
In Südchina sollen bei Überschwemmungskatastrophen 100 000 Menschen obdachlos geworden sein.
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Sonntag, 23. Juni
Beim ersten Wahlgang zur Wahl der französischen Nationalversammlung erringen die Gaullisten einen großen Erfolg.
Montag, 24. Juni
Die Bundesregierung ist zu Gesprächen mit der DDR-Regierung über einen Austausch von gegenseitigen Gewaltverzicht—Erklärungen bereit.
Bei einer Panik im Fußballstadion werden in Buenos Aires 71 Menschen totgetrampelt.
Mittwoch, 26. Juni
In der abgefallenen Ostprovinz Nigeriens, Biafra. breitet sich eine ungeheuere Hungersnot aus. Hilfssendungen können nur unter großen Umständen ihr Ziel erreichen, da Nigerien die Zufahtswege blockiert.
Donnerstag, 27. Juni
Die Sowjetunion ist bereit, ihr Verhältnis zu den USA durch Gespräche über eine Begrenzung der Produktion von Raketenabwehrsystemen sowie durch ein Abkommen über ein Einsatzverbot für strategische Raketen zu verbessern.
Freitag, 28. Juni
DieTschechoslowakeiist von einer innenpolitischen Krise bedroht. Man befürchtet, der Demokratisierungsprozess könne durch den Druck der Sowjetunion aufgehalten werden.
Sonntag, 30. Juni
Beim zweiten Wahlgang zur Nationalversammlun; Frankreichs können die Gaullisten die absolutf Mehrheit erringen.

