Ausgabe 
19.7.1968
 
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WELTGESCHEHEN

im Monat Juni 1968

Samstag, 1. Juni

In Berlin findet das Deutsche Turnfest 1968 statt.

Sonntag, 2. Juni

Ein amerikanischer Düsenbomber stürzt in un­mittelbarer Nähe des japanischen Kernforschungs­institutes in Fukuoka ab.

Dienstag, 4. Juni

Die Vietkong kämpfen wieder in Saigon.

Mittwoch, 5. Juni

Senator Robert Kennedy wird nach seinem ent­scheidenden Wahlsieg zur Präsidentschaftskandida­tur der Demokraten in Los Angeles von einem jungem Mann jordanischer Herkunft mit Pistolen­schüssen niedergestreckt und lebensgefährlich ver­letzt. Amerika ist entsetzt.

Donnerstag, 6. Juni

Senator Robert Kennedy stirbt an den Folgen des Attentats.

ln Frankreich läßt die Streikwelle langsam nach.

Freitag, 7. Juni

Hunderttausende Amerikaner nehmen in der Sankt PaulsKathedrale in New York Abschied von Robert Kennedy. Der Attentäter Sirhan schweigt sich über sein Motiv aus.

In Frankreich kommt es erneut zu Zusammen­stößen zwischen Streikenden und der Polizei.

Samstag, 8. Juni

Der mutmaßliche Mörder Martin Luther Kings wird in London gefaßt.

Sieger im Endspiel um den DFBVereinpokal wird der 1. FC Köln.

Montag, 10. Juni

ln BadenWürttemberg wird wieder eine CDU SPDKoalition regieren.

Dienstag, 11. Juni

Die DDR-Regierung beschließt, einePaß und

VisaPflicht im Reise und Transitverkehr von und nach Westdeutschland und Westberlin ein­zuführen.

Mittwoch, 12. Juni

DerdeutscheMittelgewichtsBoxmeister Jupp Elze wird im Ring tödlich verletzt.

De Gaulle will gegen die Unruhen hart vorgehen.

Freitag, 14. Juni

Bundeskanzler Kiesinger wendet sich ohne großen Erfolg wegen der von Ostberlin verfügten Reise­beschränkungen an die Westmächte. Die DDR- Regierung droht mit neuen Überraschungen.

Montag, 17. Juni

Das Bundeskabinett beschließt in einer Sonder Sitzung, die Wirtschaftskraft Berlins zu verbes­sern. Unter anderem werden die Visagebühren und Beförderungsabgaben zurückerstattet.

Dienstag, 18. Juni

Außenminister Brandt besucht in Ostberlin den sowjetischen Botschafter Abrassinow.

Mittwoch, 19. Juni

Die Westmächte wollen wegen der Behinderung des BerlinVerkehrs protestieren.

Die Offenbacher Kickers und Hertha BSC Berlin werden in die FußballBundesliga aufsteigen.

Donnerstag, 20. Juni

Die Bundesregierung wird ihre bisherige Ostpolitik unbeirrt fortsetzen.

Freitag, 21. Juni

Die DDR lehnt einen Zeitungsaustausch mit der Bundesrepublik ab.

In Südchina sollen bei Überschwemmungskata­strophen 100 000 Menschen obdachlos geworden sein.

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Sonntag, 23. Juni

Beim ersten Wahlgang zur Wahl der französischen Nationalversammlung erringen die Gaullisten einen großen Erfolg.

Montag, 24. Juni

Die Bundesregierung ist zu Gesprächen mit der DDR-Regierung über einen Austausch von gegen­seitigen GewaltverzichtErklärungen bereit.

Bei einer Panik im Fußballstadion werden in Buenos Aires 71 Menschen totgetrampelt.

Mittwoch, 26. Juni

In der abgefallenen Ostprovinz Nigeriens, Biafra. breitet sich eine ungeheuere Hungersnot aus. Hilfs­sendungen können nur unter großen Umständen ihr Ziel erreichen, da Nigerien die Zufahtswege blockiert.

Donnerstag, 27. Juni

Die Sowjetunion ist bereit, ihr Verhältnis zu den USA durch Gespräche über eine Begrenzung der Produktion von Raketenabwehrsystemen sowie durch ein Abkommen über ein Einsatzverbot für strategische Raketen zu verbessern.

Freitag, 28. Juni

DieTschechoslowakeiist von einer innenpolitischen Krise bedroht. Man befürchtet, der Demokratisie­rungsprozess könne durch den Druck der Sowjet­union aufgehalten werden.

Sonntag, 30. Juni

Beim zweiten Wahlgang zur Nationalversammlun; Frankreichs können die Gaullisten die absolutf Mehrheit erringen.