Ausgabe 
14.6.1968
 
Einzelbild herunterladen

Teil einer Stadterneuerung

Modernisierung verdreifacht den Verkehrswert

Vor kurzem fand zur Förderung des Nachwuchses und zur Erlangung von Lösungsvor­schlägen für brennende Wohnungsbauprobleme in Stuttgart der vierte Architektenwett­bewerb der Bausparkasse Schwäbisch Hall seinen Abschluß. Der Ideenwettbewerb Althausmodernisierung als Teil einer Stadterneuerung" stand unter der Schirmherr­schaft des Bundesministers für Wohnungswesen und Städtebau, Dr. Lauritzen.

enuJ

Der Wettbewerb war ausgeschrieben für Absolventen und Studenten der Staat­lichen Ingenieurschulen und Staatsbau­schulen in Aachen, Berlin, Eckernförde, Mainz und Stuttgart. 43 Arbeiten mit jeweils 10 bis 19 Plänen lagen dem Preis­gericht unter Vorsitz von Professor Dipl. Ing. Friedrich Spengelin, Architekt BDA (Hamburg/Hannover),zur Beurteilung vor. Das Preisgericht, das sich aus Hochschul­lehrern, Vertretern aus Bundes und Länderministerien und Persönlichkeiten der bekanntesten Fachverbände zusam­mensetzte, erkannte nach dreitägiger Prü­fung den ersten Preis in Höhe von 6000 DM den Stuttgartern Eberhard Schaaf und Horst Ruch (Staatsbauschule Stutt­gart) zu. Zwei zweite Preise in Höhe von je 4000 DM wurden für die Entwürfe von Hans Herwartz, Kohlscheid (Staatl. Inge­nieurschule für Bauwesen, Aachen) und Helmut Strähle, Göppingen (Staatsbau­schule Stuttgart) vergeben. Drei dritte Preise zu je 2000 DM fielen an Peter Rogge, München (Staatsbauschule Eckern­förde), HansJürgen Bartel, Bochum

(Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Mainz) und Walter Göggelmann, Stutt­gart (Staatsbauschule Stuttgart). Die Bau­sparkasse Schwäbisch Hall erklärte sich ferner bereit, vier gute Detailzeichnungen zu je 1000 DM anzukaufen.

sadenkosmetik ist unter diesen Gesichts­punkten unzureichend.

Preisgericht an, daß dem Vorgang j, Stadterneuerung gesteigerte volk schaftliche und städtebauliche Bedeutm zukommt. Ministerialdirigent Max Stei biß vom Bundeswohnungsbauministi betonte in diesem Zusammenhang Interesse von Parlament und Regierui an neuen Vorschlägen zur Sanierung Althausbesitzes in den Städten der Bui desrepublik. Der Wettbewerb habe Bi spiele vernünftiger Erneuerungsmaßn; men gezeigt. Der Bausparkasse Schwab!; Hall sei für die beispielhafte Privatinii tive besonders zu danken.

Mit besonderem Nachdruck erkannte das

BE

Vernunft im Strassenverkehr

Defensives Verhalten gilt für Kraftfahrer und Fußgänger

Von den 74 170 Fußgängerunfällen im Jahre 1966, bei denen 6 052 Personen getöte 32 952 schwer und 39 226 leicht verletzt wurden, ereigneten sich 5 701 Unfälle« Zebrastreifen ohne Verkehrsregelung. Jeder vierte der dort zu Schaden gekommen« Fußgänger hatte den Unfall durch eigenes Verschulden mit verursacht. 67 Prozent di Fußgängerunfälle ereigneten sich bei nicht geregeltem Verkehr. Bei jedem dritten Unfjf mußte dem Fahrzeugführer die alleinige oder überwiegende Schuld zugeschrieben werden,

Zah

Sonni

Die von der Deutschen Verkehrswacht veröffentlichten Zahlen beweisen eines ganz klar: Es sind nicht allein die Kraft­fahrer und nicht allein die Fußgänger, die durch falsches Verhalten mitschuldig an dem Drama sind, das sich jährlich auf

verständigungsbereit sind. Richtiges Va halten im defensiven Sinne bedeutet fi Kraftfahrer wie für Fußgänger, sich am passen, dort nachgiebig zu sein, wo di Vernunft es gebietet und seinen Vortei dann wahrzunehmen, wenn niemand dt durch behindert wird.

In seiner Beurteilung stellt das Preisgericht ausdrücklich fest, daß der Wettbewerb Wege zeigt, wie alte städtische Wohnge­bäude und Wohnungen mit vertretbaren Mitteln so verändert werden können, daß Menschen unserer Zeit darin gesund und geborgen wohnen können. Bei der Modernisierung von geschlossenen Wohn- blöcken, wie es bei der gestellten Aufgabe der Fall war, ist die Ausgestaltung des Hofbereiches besonders wichtig. Von ihr hängt entscheidend die Steigerung des Wohnwertes ab. Nach Auffassung des Preisgerichtes dürfte die Ideallösung für die Aufteilung- der im Block liegenden Freifläche in der Form einer Zwischen-'

KANALISIERUNG empföhlen

Mit der dringenden Empfehlung, ange­sichts der in einem Jahr tödlich verun­glückten 6 052 Fußgänger mehr für die Sicherheit des Fußgängerverkehrs zu tun, appelliert die Deutsche Verkehrswacht an die Straßenbaubehörden. Sie schlägt vor, diesen Verkehr weitgehend zu kanalisie­ren, also dem Fußgänger das Überschreiten der Fahrbahn angefährlichen Stellen un­möglich zu machen, und betont nach­drücklich die Notwendigkeit, für ausrei­chende Beleuchtung der Überwege zu sor­gen.Ein Fußgängerüberweg, so meint die Deutsche Verkehrswacht,der Sicher­heit nur vortäuscht, ist schädlicher als keine Regelung.

Richtig und damit defensiv verhält

der Kraftfahrer, der durch Handzeichei oder Blickwechsel Kontakt mit dem Ful gänger sucht, sich davon überzeugt, dal der Fußgänger sein Fahrzeug auch i)t merkt hat und sachgemäß ^ reagiert. i allen Zweifelsfällen solF er das Gas weg nehmen und bremsbereit sein, langsa® an den Zebrastreifen heranfahren um nötigenfalls anhalten, keinesfalls sicht behindernd an haltenden Fahrzeugen vor beifahren.

zone mit geschützen, terrassenartigen Frei

-Flächen zur Erhaltung der Intimsphäre unseren Straßen abspielt. Es liegt vielmehr zu suchen sein. Eine ausschließliche Ver- daran, daß wir uns noch nicht defensiv änderung der Grundrisse oder eine Fas- genug verhalten, daß wir noch zu wenig

Richtig und damit defensiv verhält siel der Fußgänger, der zum Überschreitet der Fahrbahn auch dann den Zebra Streifen benutzt, wenn er einen Umwt in Kauf nehmen muß. Er sollte sich auc am Überweg vergewissern, daß kein Fab zeug gefährlich nahe heran ist, die Fallt bahn zügig und zielklar überqueren, Haltezeichen des Polizeibeamten, das W der Ampel und die Annäherung der Stras senbahn sie hat Vorfahrt beachten

Apo

von S 29 . 6

Kra

Samsi

Kll

Katl

"St.

Sonnt.

Monta

Dienst.

Mittwc