"DER WESTERWALD"
EIN NEUES ME RI A N - HEFT.
Dem Westerwald hat das Monatsheft Merian seine Maiausgabe gewidmet. Wenn man bedenkt, daß nunmehr rund 130 deutsche Landschaften in dieser Reihe beschrieben wurden und nun endlich auch der Westerwald an die Reihe kam, ist es äußerst traurig festzustellen, daß unserem Heimat - raum von Auswärtigen nur eine sehr nachrangige Bedeutung zugebilligt wird.
So wird unsere Heimat charakterisiert:
"Der Westerwald, eingerahmt von Rhein und Sieg, Lahn und Dill, ist eine der wenigen echten Ferienlandschaften, die Deutschland noch zu bieten hat. Zwar pfeift wirklich im Herbst und Winter über seine Höhen "der Wind so kalt". Aber welche Paradies der Stille sind noch seine Wälder und Flußtäler, seine burgengekrönten Dörfer, Residenzen und schmucken Dörfer. "
Und das sind die Autoren mit ihren Beiträgen:
Helmut Domke: Kleine Bühne voll großer Gestalten. Wolfgang Weyrauch: Ich bin ein Notizenmann.
Hermann Stahl: Höhe, Tiefe, Weite - Landschaft in Dur. Franz Prinz zu Sayn-Wittgenstein: Erinnerungen an Friedewald.
Erwin Sylvanus: Pilgerfahrt nach Marienstatt.
Karl Löber: Aufgetan den Wundern der Natur.
August W&U' ^«Unterm Krummstab war gut leben.
Ludwig Kramarczyk: Glockengießer seit vierhundert Jahren. Karl Löber: Ein Wäller gleich zwei Deutsache, Linienführung und andere Anekdoten. Walter Hallstein: Warum ich mich hier niederlasse (Brief).
Vilma Sturm: Entlang des Rheins ist Winzerland.
Karl Schiller: Das hohe Lied der Selbsthilfe.
Bastian Müller: Im Schmucke der Freiheit erblühe Neuwied. Kurt SpriestersbachgDie Feuer sind erloschen.
Richard Keller: Denkwürdige Reise nach beiden Amerika. Edmund Nacken: Denn im Wald, da waren Räuber.
Heinz Biehn: Badefahrten nach Ems.
Helga Beiz: Ein Platz für Tiere.
Außerdem: So steht es nicht im Beadecker. Merian-Brevier, Notizen und Karte.
Zwei Tatsachen sind bedauerlich:
1. Von all diesen Autoren sind nur zwei echte Westerwälder ihr ganzes Leben lang: Karl Löber und vielleicht noch August Welker (Neuwied).
Alle Anderen sind "Verzogene" und "Neubürger".
2. Unsere nähere Heimat, der Unterwesterwaldkreis mit dem Kannenbäckerland, ist nur sehr stiefmütterlich weggekommen, letzteres scheint überhaupt nicht zu existieren.
Gesamteindruck: Enttäuschend, was unsere nähere Heimat angeht, empfehlenswert aber im Ganzen, nicht zuletzt wegen der prächtigen Fotos.
DER JUNKER VON SCHWALENBORN
-Eine Montabaurer Sage- aufgezeichnet von Otto Runkel.
Auf der Burg zu Montabaur lebte einst ein stattlicher Junker. Eines adligen Burgmannes Sohn, Walter von Schwalenborn geheißen. Der war, als er auf froher Fahrt durchs Lahntal
geritten, da, wo sich die Lahn in den Rhein ergießt, auf der Burg eingekehrt, die hoch über Lahnstein ihre Zinnen reckt. Dort hatte er ein liebliches Burgfräulein kennen gelernt. Und als er nach Montabaur zurückgekehrt, da zog es ihn mit Gewalt wieder lahnwärts. Das Fräulein sah ihn gerne kommen, Nicht so der stolze Lahnecker, der sein Töchterlein nicht einem Burgmanne geben wollte. So kam er heimlich, wenn der Abend sich über die Berge senkte. Hoch zu Roß legte er oft den Weg zurück über die Montabaurer Höhen, durch das Tal der Augst, und fand immer die Furt durch das Wasser der Lahn. Wieder war er auf Lahneck gewesen und wollte heim. Wenn auch der Lahn Fluten angeschwollen waren, denn es war Frühling und der Schnee geschmolzen auf Westerwald und Taunus, so dünkte ihm hindurchzukommen doch ein Kinderspiel. Aber es war schlimmer als gedacht. Da er noch auf der Burg saß, hörte er den Wind heulen und die Fluten rollen. Eine ungewöhnliche Herzensangst über - fiel ihn nun. Gerne wäre er geblieben. Doch das ging nicht, da ihn sonst der Ritter entdeckt. Und so ging es ans Scheiden. Auf sein Roß schwang er sich. Bergab und in die Fluten der Lahn trug es ihn. Doch nimmer ans andere Ufer. Die reißenden Wasser trugen Roß und Reiter dem Rheine zu, und beide wurden nie wieder gesehen. Doch der Geist des Junkers macht noch allnächtlich den Ritt, steigt auf Weißem Schimmel den Burgberg hinab, sprengt durch die Lahn und über die Höhen des Westerwaldes weiter, bis sich die Pforten von Montabaur hinter ihm schließen.
SO ENTSCHIEDEN DIE GERICHTE
HILFELEIST UN G SPF LICHT GEHT DER WARTEPFLICHT VOR.
Entfernt sich die bei einm nächtlichen Verkehrsunfall verletzte Ehefrau des am Unfall beteiligten Kraftfahrzeugfahrers und muß dieser befürchten, daß ihr unterwegs etwas zustößt, so geht seine Pflicht, ihr nachzugehen und Hilfe zu leisten, seiner Pflicht vor, am Unfallort zu warten.
Er kann aber zur Rückkehr zur Unfallstelle verpflichtet sein. (KG, 2 Ss 144/67)
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TIERLIEBE HAT GRENZEN .
Der Kraftfahrer darf auf ein kleines Tier, das auf der Fahrbahn für ihn und sein Fahrzeug keine Gefahr bildet, nur dann Rücksicht nehmen, wenn ihm das ohne Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch Bremsen oder Ausweichen möglich ist.
(KG, 2 Ss 144/67)
ABSTAND BEI GRÜNLICHT AN DER KREUZUNG
Der normale Sicherheitsabstand darf nicht verkürzt werden, wenn damit zu rechnen ist, daß der auf einer Kreuzung bei "Grün" zügig voranfahrende Kraftfahrer nicht ungebremst weiterfahren kann, weil vor der Ampel bei Rotlicht stehengebliebene Fahrzeuge erst wieder langsam anfahren. (OLG Hamm, 2 Ss 196/68
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