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Der Rasen als Visitenkarte
Ein ungepflegter Vorgarten vermittelt ein schlechtes Bild
Das „Eigenheim im Grünen“ ist nach wie vor Wunschtraum vieler Menschen. In Gedanken malen sie sich aus, wie schön es sein könnte, ein Häuschen mit einer kleinen Gartenanlage zu besitzen, durchs Küchenfenster auf den grünen Rasen zu schauen und die Farbenpracht der Blumen zu bewundern. Sie versichern, daß sie ihre Anlage auch entsprechend pflegen würden. Daß es aber mit der richtigen Pflege nicht so einfach bestellt ist, zeigen die vielen Gartenanlagen, die wenig einladend aussehen.
Viele Gartenbesitzer haben keine Ahnung davon, welche Pflege beispielsweise ihr Rasen benötigt. Vor allem in den ersten beiden Jahren nach der Aussaat kann auf eine intensive Rasenpflege nicht verzichtet werden, wenn man einen glatten, unkrautfreien und saftig grünen Rasenteppich erhalten will. Schließlich ist der Rasen die Visitenkarte des Eigenheimbesitzers. Alle Fehler, die in den ersten Jahren gemacht werden, bleiben noch lange sichtbar.
Wichtigste Voraussetzung für einen gepflegten Rasen ist der sachgemäße Schnitt. Es kann nicht oft genug geschnitten werden. Normalerweise schneidet man den Rasen alle fünf bis zehn Tage. Öfteres Schneiden bewirkt auch die Vernichtung der Unkräuter. Neuangelegte Rasenflächen kann man zunächst etwa acht bis zehn Zentimeter hoch werden lassen. Auf keinen Fall sollte man den Rasen gleich zü, kurz schneiden. Beim zweiten Schnitt darf die Schnitthöhe vier Zentimeter nicht unterschreiten.
Mancher holt im Frühjahr den Rasenmäher viel zu spät aus dem Keller. Ist der Boden abgetrocknet, sollte man mit dem ersten Schnitt beginnen. Die Erfahrung lehrt, daß zu hoch gewachsener Rasen nach kurzem Schnitt leicht austrocknet und verbrennt. Besonders auf leichten Böden ist Vorsicht geboten. Bekanntlich trocknen sie schneller aus als schwere. Die Schnitthöhe muß stets dem jeweiligenRar senzustand angepaßt werden.
Im allgemeinen braucht man für das Abräumen des Mähgutes mehr Zeit als für den Schnitt. Man kann ohne weiteres die abgeschnittenen Rasenspitzen auf dem Boden liegen lassen. Naturgemäß verrotten sie sehr schnell oder werden von Tieren in die Erde eingearbeitet. Außerdem wird der Boden so vor größerer Sonneneinstrahlung und auch vor dem Austrocknen geschützt. Grundsätzlich beachten muß man beim Rasenschnitt, daß man
in geraden Bahnen arbeitet. Zunächst schneidet man sich erst einmal Streifen frei, um den Rasenmäher gut wenden zu können.
Dem Rasenschneiden setzt der Frost im Herbst ein Ende. Je dichter die Grasnarbe ist, umso kürzer soll sie in den Winter gehen. Bei ungenügender Rasendichte kann auf der ganzen Fläche nachgesät werden. Es werden dann entweder Einzelgräser gesät oder feine Mischungen. Vorausgeht jeweils der Rasenschnitt. Nach dem Säen
Für die Hausfrau
KARTOFFELROLLE
200 g gedämpfte Kartoffeln, 200 g Mehl, 50 g Fett, 80 g Zucker, 1 Ei, Salz, Zitronenschale, 1/2 Backpulver. Zum Belegen 20 g Brösel,'1/2 kg. Äpfel und 20 g Zucker.
Im Rohr gebratene, geriebene Kartoffeln werden mit einer Schaummasse aus Fett, Zucker, Ei, gehackter Zitronenschale und etwas Salz vermischt, das mit dem Backpulver vermischte Mehl hinzugegeben und rasch ein glatter Teig geknetet. Dieser wird dann auf sehr gut mit Mehl versehenem Brett messerdick ausgerollt, mit Bröseln bestreut. Die feingeschnitzelten Äpfel und Zucker werden darauf gegeben, der Teig wird aufgerollt, auf das mit Fett bestrichene Blech gegeben und im Rohr gebacken. Die Rolle schmeckt kalt und warm gleich gut. Man kann sie auch mit Marmelade füllen.
GEFÜLLTER KARPFEN
250 g Weißbrot wird in Frischmilch eingeweicht, gut ausgedrückt und mit der feingewiegten Milch oder dem Rogen, ein bis zwei Eiern, gehackter Petersilie und Salz vermischt gut verrührt. Ein vorbereiteter, gesalzener Karpfen wird damit gefüllt, zugenäht und in gefettetes Papier eingewickelt. In eine Bratpfanne gibt man dann geschnittenes Suppengrün, legt den Karpfen darauf, gießt etwas Wein und Wasser zu und läßt den Fisch zugedeckt und unter häufiger Begießung gar werden. Dann wird er aus dem Papier gelöst, auf vorgewärmter Platte angerichtet, die Soße mit angerührtem Mehl verbunden, mit Zitronensaft abgeschmeckt und einem Stückchen frischer Butter verbessert.
sollte man gleich den Boden walzen
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wassern.
Nicht vergessen darf man bei der Rase] pflege die Düngung. Der dichte Pflanze] stand und häufige Schnitt bedingen eil hohe Nährstoffgabe, in erster Linie Kali und Stickstoff. Eine Humusvolldüi gung sollte im übrigen unmittelbar nacl dem Rasenschnitt und vor dem zu erwa| tenden Regen erfolgen. Falls kein Regei eintrifft, muß ein Rasensprenger aufgJ stellt werden, um Verbrennungen zu vei meiden. Auch ein teilweise verbrannte] Rasen bietet ein schlechtes Bild, das siel erst nach längerer Zeit wieder ausgleichej läßt.
HASENPFEFFER
Der geteilte Kopf, Vorderläufe, Hals, Brust, Leber und Herz des Hasen werden einige! Tage in Beize gelegt und dann darin weichgekocht. Aus Fett, Mehl und einem Stückchen Zucker stellt man eine dunkle Einbrenne her, gießt mit der Hasenbrühe auf, rührt das mit etwas Essig verrührte Hasenblut unter, gibt das Fleisch hinein und läßt das Gericht nicht mehr kochen (Herz und Leber dürfen nur kurze Zeit in der Beize kochen, weil sie sonst zu hart werden). Man gibt dazu Knödel oder Kartoffeln. — Herz, Leber und Lunge können auch wie saure Leber zubereitet werden.
HUHN IN WEIN
1 Brathuhn, 6 Champignons, 2 Scheiben Speck, 2 gestrichene Eßlöffel Butter, 1 gehäufter Eßlöffel Mehl, 3 Eßlöffel Olivenöl, eine Flasche Rotwein, 6 kleine Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer.
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Das zerlegte Huhn wird zunächst im Olivenöl gebraten. Die Champignons der Länge nach in Scheiben, den Speck und die Zwiebeln in Würfel schneiden, dann zusammen in der Butter bräunen und mit dem gebratenen Hühnerfleisch vermengen. Jetzt gießt man das Fett in einen Schmortopf ab, rührt das Mehl hinein und bräunt es leicht. Mit dem Rotwein unter Umrühren aufgießen. Huhn, Speck, Champignons und Zwiebeln mit dem gehackten Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer in diese Weinsauce geben, zum Kochen bringen und 25 Minuten auf kleiner Flamme zugedeckt ziehen lassen. In einer vorgewärmten Schüssel servieren.
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