Ausgabe 
11.4.1968
 
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Der Rasen als Visitenkarte

Ein ungepflegter Vorgarten vermittelt ein schlechtes Bild

DasEigenheim im Grünen ist nach wie vor Wunschtraum vieler Menschen. In Ge­danken malen sie sich aus, wie schön es sein könnte, ein Häuschen mit einer klei­nen Gartenanlage zu besitzen, durchs Küchenfenster auf den grünen Rasen zu schauen und die Farbenpracht der Blu­men zu bewundern. Sie versichern, daß sie ihre Anlage auch entsprechend pflegen würden. Daß es aber mit der richtigen Pflege nicht so einfach bestellt ist, zeigen die vielen Gartenanlagen, die wenig ein­ladend aussehen.

Viele Gartenbesitzer haben keine Ahnung davon, welche Pflege beispielsweise ihr Rasen benötigt. Vor allem in den ersten beiden Jahren nach der Aussaat kann auf eine intensive Rasenpflege nicht verzich­tet werden, wenn man einen glatten, un­krautfreien und saftig grünen Rasenteppich erhalten will. Schließlich ist der Rasen die Visitenkarte des Eigenheimbesitzers. Alle Fehler, die in den ersten Jahren gemacht werden, bleiben noch lange sichtbar.

Wichtigste Voraussetzung für einen ge­pflegten Rasen ist der sachgemäße Schnitt. Es kann nicht oft genug geschnitten wer­den. Normalerweise schneidet man den Rasen alle fünf bis zehn Tage. Öfteres Schneiden bewirkt auch die Vernichtung der Unkräuter. Neuangelegte Rasenflächen kann man zunächst etwa acht bis zehn Zentimeter hoch werden lassen. Auf kei­nen Fall sollte man den Rasen gleich, kurz schneiden. Beim zweiten Schnitt darf die Schnitthöhe vier Zentimeter nicht unterschreiten.

Mancher holt im Frühjahr den Rasen­mäher viel zu spät aus dem Keller. Ist der Boden abgetrocknet, sollte man mit dem ersten Schnitt beginnen. Die Erfahrung lehrt, daß zu hoch gewachsener Rasen nach kurzem Schnitt leicht austrocknet und verbrennt. Besonders auf leichten Böden ist Vorsicht geboten. Bekanntlich trocknen sie schneller aus als schwere. Die Schnitthöhe muß stets dem jeweiligenRar senzustand angepaßt werden.

Im allgemeinen braucht man für das Ab­räumen des Mähgutes mehr Zeit als für den Schnitt. Man kann ohne weiteres die abgeschnittenen Rasenspitzen auf dem Boden liegen lassen. Naturgemäß verrot­ten sie sehr schnell oder werden von Tie­ren in die Erde eingearbeitet. Außerdem wird der Boden so vor größerer Sonnen­einstrahlung und auch vor dem Aus­trocknen geschützt. Grundsätzlich beach­ten muß man beim Rasenschnitt, daß man

in geraden Bahnen arbeitet. Zunächst schneidet man sich erst einmal Streifen frei, um den Rasenmäher gut wenden zu können.

Dem Rasenschneiden setzt der Frost im Herbst ein Ende. Je dichter die Grasnarbe ist, umso kürzer soll sie in den Winter ge­hen. Bei ungenügender Rasendichte kann auf der ganzen Fläche nachgesät werden. Es werden dann entweder Einzelgräser gesät oder feine Mischungen. Vorausgeht jeweils der Rasenschnitt. Nach dem Säen

Für die Hausfrau

KARTOFFELROLLE

200 g gedämpfte Kartoffeln, 200 g Mehl, 50 g Fett, 80 g Zucker, 1 Ei, Salz, Zitro­nenschale, 1/2 Backpulver. Zum Belegen 20 g Brösel,'1/2 kg. Äpfel und 20 g Zucker.

Im Rohr gebratene, geriebene Kartoffeln werden mit einer Schaummasse aus Fett, Zucker, Ei, gehackter Zitronenschale und etwas Salz vermischt, das mit dem Back­pulver vermischte Mehl hinzugegeben und rasch ein glatter Teig geknetet. Dieser wird dann auf sehr gut mit Mehl versehenem Brett messerdick ausgerollt, mit Bröseln bestreut. Die feingeschnitzelten Äpfel und Zucker werden darauf gegeben, der Teig wird aufgerollt, auf das mit Fett bestri­chene Blech gegeben und im Rohr ge­backen. Die Rolle schmeckt kalt und warm gleich gut. Man kann sie auch mit Marmelade füllen.

GEFÜLLTER KARPFEN

250 g Weißbrot wird in Frischmilch einge­weicht, gut ausgedrückt und mit der fein­gewiegten Milch oder dem Rogen, ein bis zwei Eiern, gehackter Petersilie und Salz vermischt gut verrührt. Ein vorbereiteter, gesalzener Karpfen wird damit gefüllt, zu­genäht und in gefettetes Papier einge­wickelt. In eine Bratpfanne gibt man dann geschnittenes Suppengrün, legt den Kar­pfen darauf, gießt etwas Wein und Wasser zu und läßt den Fisch zugedeckt und un­ter häufiger Begießung gar werden. Dann wird er aus dem Papier gelöst, auf vorge­wärmter Platte angerichtet, die Soße mit angerührtem Mehl verbunden, mit Zitro­nensaft abgeschmeckt und einem Stück­chen frischer Butter verbessert.

sollte man gleich den Boden walzen

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wassern.

Nicht vergessen darf man bei der Rase] pflege die Düngung. Der dichte Pflanze] stand und häufige Schnitt bedingen eil hohe Nährstoffgabe, in erster Linie Kali und Stickstoff. Eine Humusvolldüi gung sollte im übrigen unmittelbar nacl dem Rasenschnitt und vor dem zu erwa| tenden Regen erfolgen. Falls kein Regei eintrifft, muß ein Rasensprenger aufgJ stellt werden, um Verbrennungen zu vei meiden. Auch ein teilweise verbrannte] Rasen bietet ein schlechtes Bild, das siel erst nach längerer Zeit wieder ausgleichej läßt.

HASENPFEFFER

Der geteilte Kopf, Vorderläufe, Hals, Brust, Leber und Herz des Hasen werden einige! Tage in Beize gelegt und dann darin weich­gekocht. Aus Fett, Mehl und einem Stück­chen Zucker stellt man eine dunkle Ein­brenne her, gießt mit der Hasenbrühe auf, rührt das mit etwas Essig verrührte Hasen­blut unter, gibt das Fleisch hinein und läßt das Gericht nicht mehr kochen (Herz und Leber dürfen nur kurze Zeit in der Beize kochen, weil sie sonst zu hart wer­den). Man gibt dazu Knödel oder Kartof­feln. Herz, Leber und Lunge können auch wie saure Leber zubereitet werden.

HUHN IN WEIN

1 Brathuhn, 6 Champignons, 2 Scheiben Speck, 2 gestrichene Eßlöffel Butter, 1 gehäufter Eßlöffel Mehl, 3 Eßlöffel Oli­venöl, eine Flasche Rotwein, 6 kleine Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer.

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Das zerlegte Huhn wird zunächst im Oli­venöl gebraten. Die Champignons der Länge nach in Scheiben, den Speck und die Zwiebeln in Würfel schneiden, dann zusammen in der Butter bräunen und mit dem gebratenen Hühnerfleisch vermengen. Jetzt gießt man das Fett in einen Schmor­topf ab, rührt das Mehl hinein und bräunt es leicht. Mit dem Rotwein unter Umrüh­ren aufgießen. Huhn, Speck, Champignons und Zwiebeln mit dem gehackten Knob­lauchzehen, Salz und Pfeffer in diese Wein­sauce geben, zum Kochen bringen und 25 Minuten auf kleiner Flamme zugedeckt ziehen lassen. In einer vorgewärmten Schüssel servieren.

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