Ausgabe 
20.10.1967
 
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Soviel Ironie hier mitschwingen mag, auf eine unbeschreib' liehe, fast unbegreifliche Weise fröhlich ist das ganze Stück, eine Legende des Lächelns und des Lachens, selbst dort, wo Bitterkeit und Trauer das Geschehen bestimmen.

Der Zauber geht von der Musikalität des Dialogs aus, der noch das Härteste in Heiterkeit faßt, Skepsis in Lyrik, Ly­rik in Witz, Witz in Schwermut, Schwermut in Anmut, und von Jeanne, dem schönsten der vielen unschuldigen Mäd­chen, die Anouilh auf die Bühne gebracht hat. Sie ist nicht pathetische Heldin, nicht irrationale Heilige, nicht leidende Märtyrerin, sie ist eine klare Stimme aus dem Herzen, die gegen die Stimmen der Ankläger darauf besteht,' daß der Mensch das größte Wunder Gottes ist.

der siebenundfünfzigjähre Autor ist der meistgespielte franzö­sische Dramatiker der Gegenwart. Sehr stark von dem poeti­schen Dramatiker Giraudoux beeinflußt gehört er jener in Deutschland nicht vorhandenen Gruppe von Bühnenautoren an, die zwischen reinem Unterhaltungstheater und Bühnen­dichtungen stehen.

Mit dem vorliegenden Stück stößt Anouilh allerdings in den gewichtigeren Bereich der Dichtung vor, was einen eigen­tümlich schwebenden schillernden Reiz bewirkt, so daß das bittere traurige SchicksaTder Johanna fast fröhlich wird. Mozartsche Heiterkeit erfüllt das Werk, das einem wie der Gesang einer Lerche, die alle Erdenschwere hinter sich ge­lassen hat, erscheint.

Inszeniert wird dieses diffizile Werk von Herbert G. Dober- auer, der sich damit zum erstenmal als Regisseur dem Lan­desbühnenpublikum vorstellt - als Schauspieler ist er ja schon als Vater Knie durch das Spielgebiet gezogen - Seine damalige Tochter Katharina Knie, Imogen Maria Coupke, hat auch jetzt wieder die Titelrolle übernommen.

In weiteren wichtigen Rollen wirken Arthur Kermes als Cou- chon, (der Vorsitzende des Gerichts) Hans Jürgen Richter als Ankläger, Sepp Holstein als Inquisitor und Stephan Larnd als Dauphin. Der Bühnenraum wird von Hans Schneider gestal­tet.

Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt, Rathaus, Zimmer 8.

TuS 1846/1912 e. V, Montabaur.

Die 1. Tischtennis-Herrenmannschaft des TuS hatte am vier­ten Spieltag beim Namensvetter TuS Nassau anzutreten, wo man ersatzgeschwächt nach spannendem Spiel mit 4:7 unter­lag. Hans-Jörg Klages wäre aus diesem Spiel als bester Spieler zu erwähnen. Mit dieser Niederlage bleibt der TuS weiterhin mit 2;6 Punkten im Schlußdrittel der Bezirksliga.

Auch die 2. Mannschaft mußte am 5. Spieltag mit Ersatz antreten, denn Müller und Hendeß hatten die Stammspieler Hirschhäuser und Schardt zu vertreten. Infolgedessen ist das schwere Auswärtsspiel beim TTC Grenzau II glatt mit 3:7 verloren worden und die erste Niederlage im fünften Spiel war perfekt. Mit 7;3 Punkten dürfte man jedoch noch zu den

führenden Mannschaften der Kreisklasse gehören.

Die neugegründete Damenmannschaft (Kirsch, Rüddel, Wiesemann, Hain, Krebs) trug ihr erstes Freundschaftsspiel bei der gleichen Einheit des SV Hundsangen aus, das mit 16:3 recht.deutlich gewonnen wurde. Das Rückspiel ist für Montag, den 6.11.1967 vorgesehen.

Am kommenden Sonnabend, dem 28.10.1967 kommt es le­diglich auf eigener Platte zu der Begegnung TuS Monta­baur II - SV Hundangen I, aus der der TuS als Sieger zu er­warten ist.

Tischtennisabteilung

ES WAR EINMAL ...

Die goldne Herbsttagsonne lacht.

Auf weiße Bandoliere,

Ins Städtchen zieht des Reiches Wacht:

Des Königs Grenadiere.

Die Fenster auf, die Türen,

Auch, die zum Herzen führen!

Lieb Mägdelein - Soldaten !

Da wirbelt auch der Tambour schon,

Dazu die Pfeifen singen;

Dann ruft mit dumpfem Donner.ton Die Pauke in das Klingen.

Vom strammen Tritt der Glieder Halt's in den Gassen wider - Lieb Mägdelein - Soldaten!

Und schmetternd fällt, die Musik ein Mit jubelnden Fanfaren,

Und stolzer ziehn die schmucken Reihn Der kampferprobten Scharen,

Viel helle Augen blinken,

Und zarte Hände winken - Lieb Mägdelein - Soldaten!

Karl Siebert

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