Ausgabe 
13.10.1967
 
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ZUSÄTZLICHE

UNFALLVERSORGUNG

Vom 1. Januar 1968 an will das Land Hessen für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren eine zusätzliche Unfallver­sorgung gewähren. Dies kündigte Innen­minister Heinrich Schneider kürzlich in Wiesbaden an.

Wie der Minister mitteilte, soll diese Un­fallversorgung neben den gesetzlichen und privaten Unfallversicherungsleistungen zu­sätzlich ausgezahlt werden, wenn Mitglie­der der Freiwilligen Feuerwehren im Ein­satz verletzt werden oder tödlich verun­glücken.

Minister Schneider erklärte, daß die Lan­desregierung mit dieser Maßnahme die zunehmende Bedeutung des Feuerwehr­dienstes berücksichtigen wolle.

Kind vor Zug gerettet

- Lokomotivführer Karl Flammuth von Bundesbahn geehrt -

WM

Vom Vorstand der Deutschen Bundesbahn geehrt wurde kürzlich der Lokomotivführer Karl Flammuth (48) aus Meckenheim in der Pfalz, der durch schnelle Reaktion und mutiges Handeln im Dienst einem drei Jahre alten Kind das Leben rettete: Mit einem Güterzug rollte Lokführer Flammuth von LudwigshafenOggersheim zur Badischen Anilin-und Sodafabrik (BASF), als er plötzlich das Kind vor sich auf den Schienen spielen sah. Auf das Pfeifen der Lok reagierte der Junge in keiner Weise. Mit dem Mut der Verzweiflung handelte Lokführer Flammuth: Auf dem Umlauf der Lok(V60) er­reichte er das vordere Trittbrett und sprang ab, rannte vor dem Zug her, riß das Kind an sich und warf sich in letzter Sekunde mit dem Jungen über die Böschung. Beide blie­ben unverletzt. Die mutige Tat, die bereits in Ludwigshafen und der Landeshauptstadt Mainz von offizieller Seite belohnt worden war, wurde nun auch durch den Vorstand der Bundesbahn gewürdigt. Auf unserem Foto von links: Präsident Dipl.Ing. Friedrich Laemmerhold, Lokführer Karl Flammuth, Professor Dr. Oeftering und Präsident Franz Eichinger.

Mittelpunktschu le Trebur in Fertigbauweise

MODERNE BAUTECHNIK FÜR MODERNE SCHULEN IN HESSEN

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Eine der ersten Schulen in Hessen, die in der Fertigbauweise errichtet werden, ent­steht zur Zeit in Trebur. Die Planung der Mittelpunktschule übernahmen die Archi­tekten Novotny und Mähner. Schon jetzt machen die Bauarbeiten an der Schule gute Fortschritte.

Ein verzinktes Stahlskelett wird als Trag­

gerüst verwandt. Die Decken haben eine Nutzlast von 500 kg/qm und bestehen, wie die Dachkonstruktion auch, aus star­ren Scheiben aus Leichtbeton oder Holz­elementen. Die Außenwandverkleidung ist nach dem Prinzip der vorgehängten Fassade konstruiert und besteht aus Waschbetonplatten.

Für die Mittelpuiktschule Trebur wurde eine bauliche Form gesucht, bei der die Räume der Schule konzentriert angeordnet sind. Auflockerung, besonders im Ein­gangsbereich und Erdgeschoß ist somit gegeben.

Unsere Fotoleiste zeigt das Stahlskelett der Mittelpunktschule in Trebur.

Redaktion : WOLFGANG BIALEK