Ausgabe 
26.8.1967
 
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Auf gelesen

Gebissen Von einem drei Zentner schwe­ren Schwein wurde der bekannte Dreh­buchautor und Regisseur Gerd ölschleger bei den Dreharbeiten zu dem FilmVer- botenes Spiel in Kipfenberg im Altmühl­tal. Es geschah, als ölschleger das Schwein für eine Einstellung postieren wollte. Die sonst so gutmütige Sau hatte etwas gegen die Inszenierungskünste des Chefs und schnappte zu.

Nach ärztlicher Untersuchung stellte sich der Biß in den Arm als harmlos heraus. Wenig später konnte Gerd ölschleger mit dem beruhigten Schwein weiter arbeiten.

Queen Mary, das 80.235 Tonnen große britische Fahrgastschiff ist an die Stadt Long Beach im amerikanischen Bundes­staat Kalifornien verkauft worden. Der Käufer will aus dem Luxusschiff, das 1936 seine erste Fahrt über den Atlantik machte, ein schwimmendes Hotel und Museum machen. Für das 31 Jahre alte Schiff wurden etwa 13,8 Millionen DM geboten. Der Umbau wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.

Der Wunsch nach einem Sohn, ist der Vater vieler Töchter. Zu unseren fünf Mädchen Anneliese, Brigitte, Doris, Moni­ka und Heidrun gesellte sich noch eine sechste kleine Dame. Ingrid wurde sie ge­tauft. Die glücklichen Eltern XXX. Diese ausgefallene Geburten-Anzeige gab kürz­lich ein Rechtsanwalt in einer westdeut­schen Tageszeitung auf. Er hatte sich sehnlichst einen Stammhalter gewünscht. Man sieht: Gegen die Mutter Natur kämp­fen Väter stets vergebens.

Verbessert hat sich gegenüber den Erwar­tungen das Jahresergebnis 1966 der Deut­schen Bundesbahn. Nach dem noch im Jahre 1965 aufgestellten Wirtschaftsplan fiir 1966 war der Verlust für dieses Jahr mit etwa 1.400 Millionen Mark veran­schlagt worden. Im Nachtrag zum Wirt­schaftsplan 1966 konnte das Minus schon mitnur 1.235 Millionen Mark angesetzt werden. Nach dem jetzt vorliegenden Jahresabschluß 1966 beläuft sich der Ver­lust nunmehr tatsächlich auf 1.106 Mil­lionen Mark.

Redaktion:W olfgang Bialek

Computer soll helfen

Polizei setzt Technik bei Leichen -Identifizierung ein

Ein Computer soll der Münchener Polizei bei der Identifizierung eines Mädchens hel­fen. Das fünf bis sieben Jahre alte Kind war vor einiger Zeit in einem Gebüsch in Mün­chen-Laim tot aufgefunden worden. Die Arbeit der Polizei wird durch die Tatsache er­schwert, daß noch keine Vermißtenanzeige nach dem Mädchen aufgegeben wurde.

Der kostenlos von einer Firma der Polizei überlassene Computer soll nun nach Füt­terung mit bestimmten Daten etwa 2.500 Münchener Familien ermitteln, welchen Mädchen im gleichen Alter angehören und die in den Stadtteilen wohnen, die an dem Fundort der Leiche liegen.

Trotz vieler Hinweise (weit über 180) aus

Der blinde

Weltreisender ohn

der Bevölkerung fand die Polizei noch kei­ne konkrete Spur. Obschon die Suche nach möglichen Giftstoffen im Körper des Kindes noch nicht abgeschlossen ist, ist die Polizei der Überzeugung, daß die Klei­ne einem Verbrechen zum Opfer fiel. Der Sprecher der Polizei räumte allerdings ein, andere Möglichkeiten seien nicht aus­geschlossen.

Passagier

Paß und Sparbuch

Zu einem Weltreisenden ohne Paß und Sparbuch ließ die Sehnsucht nach den fernen Wolkenkratzern den 14 Jahre alten Stephan Wilkins werden, Ein weiterer Grund für den jungen Reisenden war die ihm fehlende Liebe zu seinem Heimat­land England.

Als blinder Passagier schlich sich Stephan an Bord einer britischen Frachtmaschine und flog seinem Reiseziel entgegen. Sicher landete die Maschine auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen.

So weit so gut. Der kleine Weltenbummler war in der "Neuen Welt. Aber nur auf dem Flughafen. Und das auch nicht lange. Zollbeamte "schnappten ihn. Unpro­grammgemäß wurde er in die nächste Ma­schine gesetzt und in Richtung ungeliebtes England abgeschoben.

Vor seinem ungewollten Abflug gestand Stephan:Ich bin nicht froh darüber, daß ich zurück muß. Ich kann Engaign nicht leiden. Ob Vater und Mutter ihm wohl zugestimmt haben ?

Geld für den Umbau

Finanzierungsmittel für Althauserneuerung

Die Aufhebung der Wohnraumbewirt- schaftungund der Ausgleich auf dem Woh­nungsmarkt machen es heute unumgäng­lich, die Altbauwohnungen an die Neu­bauwohnungen anzupassen. Es geht dabei in erster Linie darum, den Wohnwert der Neubauten zu erzielen. So hat sich das Fehlen eines Badezimmers bei der Ver­mietung als äußerst preismindemd erwie­sen. Baden und sorgfältige Körperpflege gelten heute nicht mehr wie früher als Luxus. Folglich ist der Einbau eines Bades und sonstiger sanitärer Anlagen unum­gänglich.

Nur selten aber stehen dem Hauseigentü­mer die notwendigen Mittel fiir einen Er- weiterungs- oder Umbau zur Verfügung. Er ist daher auf die verschiedensten Fremd- finanzierungsmittel angewiesen. Neben der Inanspruchnahme der üblichen Bankdar­lehen und den Zuschüssen aus Bundes­und Landesmitteln besteht die Möglich­keit der Bausparfinanzierung.

Der Abschluß eines Bausparvertrages er­möglicht es dem Hauseigentümer, einen Teil des fiir die Modernisierung erforder­lichen Kapitals anzusparen und den Rest

nach Zuteilung des Bausparvertrages als niedrig verzinsliches Darlehen bei der Bau­sparkasse aufzunehmen. Bei den Bauspar­kassen ist in diesen Fällen zwischen zwei Arten zu unterscheiden. Über die einzel­nen Arten erteilen, die Bausparkassen gern Auskunft.

Mehr Interesse

an Auto im Reisezug

Die Autoreisezüge der Deutschen Bundes­bahn konnten in diesem Jahr schon in der Vorsaison starke Nachfrage verzeich­nen. Gegenüber dem Vorjahr betrug die Zunahme 7,4 Prozent. Trotz gewisser Ab­schwächungen in verschiedenen Bereichen des Reisemarktes stoßen die Autozüge nach wie vor auf zunehmendes Interesse. Bis Ende Juni fuhren in diesem Jahr 12.300 Personenwagen mit dem Zug; im Vorjahr waren es bis zum gleichen Zeitpunkt nur 11.450. Nach den bisher vorliegenden Buchungsergebnissen rechnet die Bundes­bahn auch für die Hauptsaison mit einer noch steigenden Inanspruchnahme dieses Dienstes.