Auf gelesen
Gebissen Von einem drei Zentner schweren Schwein wurde der bekannte Drehbuchautor und Regisseur Gerd ölschleger bei den Dreharbeiten zu dem Film ”Ver- botenes Spiel” in Kipfenberg im Altmühltal. Es geschah, als ölschleger das Schwein für eine Einstellung postieren wollte. Die sonst so gutmütige Sau hatte etwas gegen die Inszenierungskünste des Chefs und schnappte zu.
Nach ärztlicher Untersuchung stellte sich der Biß in den Arm als harmlos heraus. Wenig später konnte Gerd ölschleger mit dem beruhigten Schwein weiter arbeiten.
Queen Mary, das 80.235 Tonnen große britische Fahrgastschiff ist an die Stadt Long Beach im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien verkauft worden. Der Käufer will aus dem Luxusschiff, das 1936 seine erste Fahrt über den Atlantik machte, ein schwimmendes Hotel und Museum machen. Für das 31 Jahre alte Schiff wurden etwa 13,8 Millionen DM geboten. Der Umbau wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.
”Der Wunsch nach einem Sohn, ist der Vater vieler Töchter. Zu unseren fünf Mädchen Anneliese, Brigitte, Doris, Monika und Heidrun gesellte sich noch eine sechste kleine Dame. Ingrid wurde sie getauft. Die glücklichen Eltern XXX”. Diese ausgefallene Geburten-Anzeige gab kürzlich ein Rechtsanwalt in einer westdeutschen Tageszeitung auf. Er hatte sich sehnlichst einen Stammhalter gewünscht. Man sieht: Gegen die Mutter Natur kämpfen Väter stets vergebens.
Verbessert hat sich gegenüber den Erwartungen das Jahresergebnis 1966 der Deutschen Bundesbahn. Nach dem noch im Jahre 1965 aufgestellten Wirtschaftsplan fiir 1966 war der Verlust für dieses Jahr mit etwa 1.400 Millionen Mark veranschlagt worden. Im Nachtrag zum Wirtschaftsplan 1966 konnte das Minus schon mit ’nur’ 1.235 Millionen Mark angesetzt werden. Nach dem jetzt vorliegenden Jahresabschluß 1966 beläuft sich der Verlust nunmehr tatsächlich auf 1.106 Millionen Mark.
Redaktion:W olfgang Bialek
Computer soll helfen
Polizei setzt Technik bei Leichen -Identifizierung ein
Ein Computer soll der Münchener Polizei bei der Identifizierung eines Mädchens helfen. Das fünf bis sieben Jahre alte Kind war vor einiger Zeit in einem Gebüsch in München-Laim tot aufgefunden worden. Die Arbeit der Polizei wird durch die Tatsache erschwert, daß noch keine Vermißtenanzeige nach dem Mädchen aufgegeben wurde.
Der kostenlos von einer Firma der Polizei überlassene Computer soll nun nach Fütterung mit bestimmten Daten etwa 2.500 Münchener Familien ermitteln, welchen Mädchen im gleichen Alter angehören und die in den Stadtteilen wohnen, die an dem Fundort der Leiche liegen.
Trotz vieler Hinweise (weit über 180) aus
Der blinde
Weltreisender ohn
der Bevölkerung fand die Polizei noch keine konkrete Spur. Obschon die Suche nach möglichen Giftstoffen im Körper des Kindes noch nicht abgeschlossen ist, ist die Polizei der Überzeugung, daß die Kleine einem Verbrechen zum Opfer fiel. Der Sprecher der Polizei räumte allerdings ein, andere Möglichkeiten seien nicht ausgeschlossen.
Passagier
Paß und Sparbuch
Zu einem Weltreisenden ohne Paß und Sparbuch ließ die Sehnsucht nach den fernen Wolkenkratzern den 14 Jahre alten Stephan Wilkins werden, Ein weiterer Grund für den jungen Reisenden war die ihm fehlende Liebe zu seinem Heimatland England.
Als blinder Passagier schlich sich Stephan an Bord einer britischen Frachtmaschine und flog seinem Reiseziel entgegen. Sicher landete die Maschine auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen.
So weit so gut. Der kleine Weltenbummler war in der "Neuen Welt”. Aber nur auf dem Flughafen. Und das auch nicht lange. Zollbeamte "schnappten” ihn. Unprogrammgemäß wurde er in die nächste Maschine gesetzt und in Richtung ungeliebtes England abgeschoben.
Vor seinem ungewollten Abflug gestand Stephan: ”Ich bin nicht froh darüber, daß ich zurück muß. Ich kann Engaign nicht leiden”. Ob Vater und Mutter ihm wohl zugestimmt haben ?
Geld für den Umbau
Finanzierungsmittel für Althauserneuerung
Die Aufhebung der Wohnraumbewirt- schaftungund der Ausgleich auf dem Wohnungsmarkt machen es heute unumgänglich, die Altbauwohnungen an die Neubauwohnungen anzupassen. Es geht dabei in erster Linie darum, den Wohnwert der Neubauten zu erzielen. So hat sich das Fehlen eines Badezimmers bei der Vermietung als äußerst preismindemd erwiesen. Baden und sorgfältige Körperpflege gelten heute nicht mehr wie früher als Luxus. Folglich ist der Einbau eines Bades und sonstiger sanitärer Anlagen unumgänglich.
Nur selten aber stehen dem Hauseigentümer die notwendigen Mittel fiir einen Er- weiterungs- oder Umbau zur Verfügung. Er ist daher auf die verschiedensten Fremd- finanzierungsmittel angewiesen. Neben der Inanspruchnahme der üblichen Bankdarlehen und den Zuschüssen aus Bundesund Landesmitteln besteht die Möglichkeit der Bausparfinanzierung.
Der Abschluß eines Bausparvertrages ermöglicht es dem Hauseigentümer, einen Teil des fiir die Modernisierung erforderlichen Kapitals anzusparen und den Rest
nach Zuteilung des Bausparvertrages als niedrig verzinsliches Darlehen bei der Bausparkasse aufzunehmen. Bei den Bausparkassen ist in diesen Fällen zwischen zwei Arten zu unterscheiden. Über die einzelnen Arten erteilen, die Bausparkassen gern Auskunft.
Mehr Interesse
an Auto im Reisezug
Die Autoreisezüge der Deutschen Bundesbahn konnten in diesem Jahr schon in der Vorsaison starke Nachfrage verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr betrug die Zunahme 7,4 Prozent. Trotz gewisser Abschwächungen in verschiedenen Bereichen des Reisemarktes stoßen die Autozüge nach wie vor auf zunehmendes Interesse. Bis Ende Juni fuhren in diesem Jahr 12.300 Personenwagen mit dem Zug; im Vorjahr waren es bis zum gleichen Zeitpunkt nur 11.450. Nach den bisher vorliegenden Buchungsergebnissen rechnet die Bundesbahn auch für die Hauptsaison mit einer noch steigenden Inanspruchnahme dieses Dienstes.

