DB-für die Reiseseite
Mit dem Bahnbus auf romantischer Route
(dbp) Lust am Reisen und die Begegnung mit einer dem Gestern und dem Heute gleichermaßen zugewandten Romantik verbindet der Bahnbusdienst der Deutschen Bundesbahn auf der „Romantischen Straße".
Dieser Fernomnibus-Service durch 366 Kilometer romantisches Land des Mittelalters, des Barocks und des Rokokos ist mit Beginn des Bundesbahn- Sommerfahrplanes am 28. Mai 1967 wieder aufgenommen worden. Er wird vorerst bis Ende des Sommerfahrplanes, das heißt bis zum 23. September dieses Jahres, in Betrieb bleiben. Der Bahnbusdienst „Vom Main zu den Alpen über die Romantische Straße" erschließt in geruhsamer Fahrt von acht Stunden bei einer genügenden Zahl von Aufenthalten das reizvolle Gebiet zwischen Würzburg und Füssen. Wo einst die Minnesänger zogen, da rollt der Bahnbus, vorbei an Kirchen, Schlössern und Wehrmauern.
Zwischenaufenthalte sind viele jener Orte, mit denen sich die Begriffe Historie, Kunst und städtebaulicher Reiz von Franken- und Bayernland verbinden. Von Würzburg, der Universitäts- und Bischofsstadt, geht es im bequemen Bus mit allem Komfort unter sachkundiger Leitung einer Stewardeß nach der Deutschordens- und Bäderstadt
Foto: Christlieb (Rothenburg o. d.T.)
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Auch eine im Bereich der Eurofima wirkende Gruppe von Eisenbahnexperten bereiste dieser Tage die „Romantische Straße". Bei einem Aufenthalt in Rothenburg o. d. T. wurde dem 1. Präsidenten der DB, Prof. Dr. Oeftering, im historischen Kaisersaal des Rathauses von einem in mittelalterlicher Tracht gekleideten Kellermeister zur Begrüßung der Humpen mit edlem Rebensaft kredenzt, der nach der Überlieferung 1631 mithalf, die Stadt vor der Zerstörung zu retten. Altbürgermeister Nusch trank damals den Humpen mit einem Zuge aus, und Tillys Heerführer, die das nicht für möglich gehalten hatten, „kapitulierten" und ließen die Stadt ungeschoren.
Foto: Leykauf (Nürnberg)
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Ein Erlebnis besonderer Art: die Fahrt mit dem Bahnbus auf der „Romantischen Straße".
Bad Mergentheim, nach Creglingen mit seinem berühmten Altar des Tilman Riemenschneider, weiter nach dem Kleinod deutscher Städteromantik, Rothenburg ob der Tauber. Auf der Fahrtroute liegen Dinkelsbühl, Nördlingen und Augsburg, wo sich steingewordene Historie zu einzigartigen Städtebildern verdichtet, besucht werden das reizvolle Landsberg am Lech, das stille Rottenbuch mit seiner Klosteranlage, das prunkvolle Schwangau-Hohenschwangau und die in vollendetem Rokoko brillierende Wieskirche bei Steingaden.
Die Buslinie bietet durch die im Fahrplan genau anschließenden Zugverbindungen nach Frankfurt auf der einen und nach München auf der anderen Seite und durch eine doppelte Führung auf der Strecke Würzburg-Augsburg einige Varianten. Täglich verkehrt ein Buspaar zwischen Frankfurt am Main und München über Ochsenfurt-Rothen- burg-Augsburg und ebenso zwischen Würzburg und Füssen über Bad Mergentheim-Rothenburg nach Augsburg.
In den Bundesbahnbussen auf der „Romantischen Straße" gelten die Fahrscheine des Bundesbahn- Schienenverkehrs, auch Rückfahrtermäßigung wird gewährt.
Ein Reiseerlebnis mag vielleicht dann am schönsten sein, wenn es mit vielen Freunden geteilt werden kann. So hat sich denn die Bundesoahn- verwaltung entschlossen, für Gesellschaftsfahrten mit mindestens 10 Personen eine Ermäßigung von 50 Prozent vom Regelfahrpreis zu gewähren. Kinder unter 10 Jahren können allerdings über die Kinderermäßigung von 50 Prozent hinaus keine zusätzliche Ermäßigung erhalten.
Mehr von der Fahrt über die „Romantische Straße" berichtet ein farbiger Prospekt der Bundesbahn. W. S.

